Ist die Debatte um Intersexualität aufgebauscht?
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Anne-Mette
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Ist die Debatte um Intersexualität aufgebauscht?

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 6. Jul 2018, 08:40

Moin,

das Thema wurde schon über einige Kirchenseiten promotet; nun widmet die Ärztezeitung der Frage einen Dreizeiler.
Aussagekräftige Informationen werden nicht geboten.
Nur bei jeder 100.000. Geburt sei 2016 das Geschlecht unbestimmt geblieben — bei also acht Geburten in Deutschland.

Das liegt an Aufzeichnungsfehlern und auch daran, dass Eltern zu einem "bestimmten Geschlechtseintrag" gedrängt werden.
Weiterhin werden sehr viele Diagnosen erst "im höhere Alter" getroffen.

Es handelt sich bei den Artikeln, die derCDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß auf den Weg bringt/brachte, um gezielte Meinungsmache gegen ein Gesetz, das den "Betroffene" nützt.

Gruß
Anne-Mette

Inga
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Re: Ist die Debatte um Intersexualität aufgebauscht?

Post 2 im Thema

Beitrag von Inga » Fr 6. Jul 2018, 08:51

Hallo, Anne-Mette,

hier noch ein Link dazu in abgeordnetenwatch
https://www.abgeordnetenwatch.de/profil ... -16/299526

Hier deutet er hier an, dass er mit seiner Auffassung nicht unbedingt die Mehrheitsmeinung seiner Partei vertritt.

Danke dir für den Hinweis, dass es auch Gegner von (besseren ) gesetzlichen Regelungen für eine Dritte Option gibt.

Selbst wenn es so wenig Fälle wären, wie Alexander Krauß es vorgibt, selbst die hätten ein Recht auf angemessenen gesetzlichen Schutz. Nur weil man anders ist, braucht man nicht dem rechtlosen Vakuum oder irgendwelchen juristischen Hilfskonstruktionen und ebntsprechend tragischen Folgen für die Gesundheit zugeordnet werden.

Ausgegrenzt werden von Alexander Krauß m. E. nicht nur alle Fehleinschätzungen der körperlichen Erscheinungen, sondern auch all jene, die sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht im späteren Leben fremd fühlen.

Liebe Grüße
Inga

Anne-Mette
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Re: Ist die Debatte um Intersexualität aufgebauscht?

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 6. Jul 2018, 10:17

Moin,

in einem Workshop mit Lucie Veith wurde darüber gesprochen, dass tatsächlich sehr wenige "Betroffene" "amtlich" erfasst werden und dass die Zahl höher sein müsste.
Es würde auch PolitikerInnen gut tun, über die Gründe nachzudenken und nicht zu sagen: "die Debatte ist aufgebauscht und es lohnt nicht, für so wenige Menschen so einen Aufwand zu betreiben".

Gruß
Anne-Mette

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