Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"
Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!" - # 5

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ExuserIn-2018-01-30
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 61 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Di 14. Nov 2017, 18:03

Moin!
Anne-Mette hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 17:24
r sind nicht in das Studio gegangen, um irgendwelche Rechte transsexueller oder intersexuelle Menschen "auszuprobieren"; sondern
es sind zwei Frauen in das Studio gegangen, um sich über das Angebot zu informieren und vielleicht sogar einen Kurs zu buchen.
Da habe ich auch nichts anderes behauptet.
Ich wollte mich auch nicht "hineindrängen", sondern "ganz normal" meine Rechte in Anspruch nehmen.
Und da muss ich doch fragen: welche Rechte? Du wolltest mit dem Betreiber eine geschäftliche Vereinbarung treffen und der hat abgelehnt. So what?
So wie Du ja auch ablehnen kannst, geschäftlich Aufträge zu übernehmen, die Dir nicht gefallen.
Wenn ich zum Zahnarzt oder zur Hausärztin gehe, die ziehen meine Karte durch und dann heißt es "... einen Moment, Frau G.". meine Bank schreibt mir als Frau G, die Rentenveresicherung schreibt mir als Frau G...
Da muss ich mal nachfragen: Du hast die VÄ/PÄ durchgezogen? Denn die Anrede on den Schreiben der Rentenversicherung richtet sich nach dem in den letzten drei Ziffern der Rentenversicherungsnummer codierten Geschlecht.
Mit "ausländischen MitbürgerInnnen" habe ich (eigentlich) kein Problem; allerdings denke ich, auch die können ein gewisses Maß an Integrationswillen aufbauen, wenn sie den schon nicht mitbringen.
Ich hatte das ausdrücklich die muslimischen Mitbürgerinnen genannt. Und da hat es absolut nichts mit Integrationswillen zu tun, sondern mit vom Glauben bestimmten Regeln. Und sehr viele - nicht alle - wollen die auch einhalten. Mir gebietet es der Respekt vor diesen Menschen, diesen Wunsch zu akzeptieren. Dazu sollte man sich schon ein wenig mit diesen Regeln auseinandersetzen. Du würdest doch auch nicht Freunde - darunter auch Muslime - zum Essen einladen und dann nur Schweinefleisch servieren.

Salam Claudia
Freiheit nutzt sich nur ab, wenn man sie nicht benutzt.
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Anne-Mette
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 62 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 14. Nov 2017, 18:10

Moin,

ich finde erstaunlich, dass oftmals aus der Community eine starre Bewertung erfolgt, was nun "eine richtige Frau" oder "ein richtiger Mann" ist.
Dabei muss ich leider feststellen, dass gesetzliche Vorgaben zum Teil weitaus fortschrittlicher sind als so eine vehement vertretende Meinung und Bewertung, ja eine übergriffige Fremdbeschreibung.
Dabei werden sogar attestierte geschlechtsspezifische Eigenschaften angezweifelt. Ich frage mich manchmal: wo sind wir hier nur? )))(:

Solidarität sieht irgendwie anders aus (gitli)

Gruß
Anne-Mette

Mina
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 63 im Thema

Beitrag von Mina » Di 14. Nov 2017, 18:13

Claudia hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:03
Und sehr viele - nicht alle - wollen die auch einhalten. Mir gebietet es der Respekt vor diesen Menschen, diesen Wunsch zu akzeptieren. Dazu sollte man sich schon ein wenig mit diesen Regeln auseinandersetzen. Du würdest doch auch nicht Freunde - darunter auch Muslime - zum Essen einladen und dann nur Schweinefleisch servieren.
Ähm, Moment. Verstehe ich das richtig, das ich den Eintritt in einen öffentlichen Raum meiden soll, weil da "Andersgläubige" zugegen sind, welche sich an meiner Erscheinung stossen?

Und was hat Schweinefleisch in dem Kontext zu suchen? Ich meine, sie müssen ja keinen Geschlechtsakt mit mir vollziehen oder mich gar heiraten. Also, der Vergleich mit dem Essen hinkt schwerlich.

Davon ab, sollten alle Gesellschaften, Religionen und Gruppierungen jeglicher Konfession, spirituellen Lebensausrichtung und Lebensgleichheit, die Vergleichbarkeit ihrer eigenen inneren Belange und Lebenseinstellung NIEMALS einem dritten aufbürden, voraussetzen und/oder in den Passus "Respekt" hüllen.

Wir sind alle Menschen und müssen Pippi wenns drückt - so schwer zu verstehen? )))(:

Friedvoll
Mina
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 64 im Thema

Beitrag von JanaH » Di 14. Nov 2017, 18:22

Casus knacksus ist hier : Öffentlicher Raum
Ne Muckibude ist halt kein öffentlicher Raum

Svetlana L
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 65 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Di 14. Nov 2017, 18:33

JanaH hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 17:15
HHHMM, ich bin da eher bei Claudia.
Gehen wir einfach mal davon aus, Svetlana hat recht und der Betreiber muss Anne-Mette zulassen.
Damit ist das Geschäftsmodell „nur für Frauen" gescheitert.
Aber wem ist damit geholfen?
Da hilft ja vielleicht § 20 I AGG
"Eine Verletzung des Benachteiligungsverbots ist nicht gegeben, wenn für eine unterschiedliche Behandlung
wegen der Religion, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Identität oder des Geschlechts ein sachlicher
Grund vorliegt."

Es gibt also durchaus Fallkonstellationen, wo eine Benachteiligung ja durchaus zu rechtfertigen wäre, z. B. dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre. Das sind dann aber gerichtliche Prüfungen im jeweiligen Einzelfall.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 66 im Thema

Beitrag von Mina » Di 14. Nov 2017, 18:38

JanaH hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:22
Casus knacksus ist hier : Öffentlicher Raum
Ne Muckibude ist halt kein öffentlicher Raum
Ok, dann lass uns bitte nicht dumm sterben. )))(: (Abgesehen davon ist möglicherweise klar, das selbst mir nicht unbekannt ist, auf einer grünen Stadtwiese oder in der Fussgängerzone seine Handeln zu schwingen eher ungewöhnlich erscheint)

Was wäre eine Mukkibude, ein Club, ein Verein oder schlicht eine geschlossene Gesellschaft?

Einerseits eine vertragsgebundene Mitgliedschaft, andererseits ein umsatzorientiertes Unternehmen.

Aber in jedem Fall ein Ort, an dem sich sehr viele verschiedene Menschen zusammenfinden um eine Sache für sich zutun. Dazu ist es ebenso wenig wie in der Fussgängerzone notwendig, den trainierenden Nachbarn auf seinem Stepper zu kennen, ihn zu begrüßen oder gut zu finden. Eben wie im tatsächlichen "öffentlichen Raum"

Von daher besteht das Gleichstellungsmerkmal ohnehin. )))(:
Zuletzt geändert von Mina am Di 14. Nov 2017, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.
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JanaH
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 67 im Thema

Beitrag von JanaH » Di 14. Nov 2017, 18:41

Mina hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:38
JanaH hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:22
Casus knacksus ist hier : Öffentlicher Raum
Ne Muckibude ist halt kein öffentlicher Raum
Ok, dann lass uns bitte nicht dumm sterben. )))(: (Abgesehen davon ist möglicherweise klar, das selbst mir nicht unbekannt ist, auf einer grünen Stadtwiese oder in der Fussgängerzone seine Handeln zu schwingen eher ungewöhnlich erscheint)

Was wäre eine Mukkibude, ein Club, ein Verein oder schlicht eine geschlossene Gesellschaft?

Einerseits eine vertragsgebundene Mitgliedschaft, andererseits ein umsatzorientiertes Unternehmen.

Aber in jedem Fall ein Ort, an dem sich sehr viele verschiedene Menschen zusammenfinden um eine Sache für sich zutun. Dazu ist es ebenso wenig wie in der Fussgängerzone notwendig, den trainierenden Nachbarn auf seinem Stepper zu kennen, ihn zu begrüßen oder gut zu finden. Eben wie im tatsächlichen "öffentlichen Raum"

Eventuell besteht ja die Möglichkeit, das Erbsenzählen und/oder die undifferenzierte Diagnose an semi - fehlerhaften Ausdrucksformen, respektive gezielte Einsetzung von Begriffen in einen emotional aufgebauten Satzbau zu vermeiden und sich statt dessen auf den wesentlichen Inhalt zu forcieren.

Vielen Dank )))(:
Sorry, da komm ich gar nicht mehr mit.

Mina
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 68 im Thema

Beitrag von Mina » Di 14. Nov 2017, 18:46

JanaH hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:41
Sorry, da komm ich gar nicht mehr mit.
Ich habs editiert. Etwas entschärft. )))(:

Und ich will mich entschuldigen, da gehen mir einfach die Gäuler durch.

Frage: Wer muss denn jetzt Respekt vor wem haben? Oder müssen wir in Zukunft nur noch zuhause rumhocken das wir bloss niemanden auf die Füße treten? Aus Respekt.........

Furchtbar (ag)
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 69 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Di 14. Nov 2017, 18:47

Moin!
Svetlana L hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:33
z. B. dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre.
Aber genau darum geht es hier doch. Den Besuchern wird mit der öffentlichen Deklaration "nur für Frauen" ein Personenkreis zugesichert, in dem sie sich bewegen werden. Das ist das Geschäftsmodell. Und darauf verlassen sich viele Frauen eben, weil es ihnen aus sehr unterschiedlichen Gründen wichtig ist.

LG Claudia
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 70 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 14. Nov 2017, 18:53

Moin,
"nur für Frauen" ein Personenkreis zugesichert, in dem sie sich bewegen werden.
Deshalb fühlte ich mich dort ja auch genau richtig )))(:

Gruß
Anne-Mette

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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 71 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Di 14. Nov 2017, 19:14

Moin!
Anne-Mette hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:10
ich finde erstaunlich, dass oftmals aus der Community eine starre Bewertung erfolgt, was nun "eine richtige Frau" oder "ein richtiger Mann" ist.
Ich hatte versucht, das einigermaßen offen und doch nachvollziehbar zu beschreiben. Im Übrigen geht es doch nicht um die Sichtweise innerhalb der community, die es IMHO sowieso nicht gibt, sondern um die Sichtweise der Allgemeinheit. In welchem Rahmen denkt wohl ein Betreiber, wenn er an seine Geschäftsräume ein Schild klebt: "nur für Frauen"? Und was denken die möglichen Kunden, die das lesen? Ich hatte hier die Grenze gezogen bei einem sichtbaren männlichen Geschlechtsteil, dann wäre die Person für die Welt um uns herum keine Frau. Ich hatte dazu auch geschrieben, dass es egal ist, wie diese Person sich selbst sieht. In den Kopf kann niemand reingucken. Und ja, dieses Bild hatte ich jetzt auch auf Dich bezogen, weil es nach allem, was Du bisher von Dir hast wissen lassen, zu passen scheint. Wir kennen uns ja nun schon ein wenig länger, so ~8 Jahre.
Dabei werden sogar attestierte geschlechtsspezifische Eigenschaften angezweifelt. Ich frage mich manchmal: wo sind wir hier nur?

Hinsichtlich dieser Eigenschaften hatte ich im posting explizit nachgefragt, bitte lies noch einmal nach. Ich kann über Dich nur wissen, was Du von Dir gibst.
Solidarität sieht irgendwie anders aus
Und die gibt es bei mir nicht pauschal, sondern immer nur themenbezogen. Und - da bin ich ganz ehrlich - was Du beschrieben hast in Deiner Sichtweise und Deinem Verhalten, widerspricht meinem respektvollen Verhalten miteinander. Der Betreiber hat Dich sehr diskret - im geschützten Raum - auf seine Bedenken hingewiesen. Das als böse hinzustellen, empfinde ich als despektierlich.

BTW: In der Zeit vor meiner GaOP wäre ich niemals auf die Idee gekommen, ein solches Studio oder eine Sauna nur für Frauen aufzusuchen. Das wäre nicht angebracht gewesen und verletzend denen gegenüber, die ein solches Umfeld wünschen.

LG Claudia
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 72 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Di 14. Nov 2017, 19:21

Moin!
Mina hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:38
Was wäre eine Mukkibude, ein Club, ein Verein oder schlicht eine geschlossene Gesellschaft?
Eine geschlossene Gesellschaft, bei der der Einladende (hier der Betreiber) entscheidet, wer zu dieser Gesellschaft gehört.

Vergleich es am besten mit einem Kino. Das ist öffentlich, aber durch die Deklaration für einen Film mit FSK18 doch im Personenkreis beschränkt.

Wenn Du Leute zu Dir einlädst, lässt Du auch nicht jeden rein.

LG Claudia
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Anne-Mette
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 73 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 14. Nov 2017, 19:32

Guten Abend,

es müsste doch intersexuellen Menschen (wie allen anderen Menschen auch) möglich sein, über ihr Geschlecht selbst zu bestimmen - ganz gleich, ob nun "die dritte Option" gewählt oder sich bewusst für Mann oder Frau entschieden wird.

Ürigens: es handelt sich um kein Nackt-Fitness-Studio )))(: - und wie man sich beim Umkleiden und Duschen verhält, das habe ich gelernt und praktiziere es seit vielen Jahren, ohne dass ich jemals unangenehm aufgefallen bin (888)
Insofern wüsste ich auch nicht, wieso in so einem Fitness-Studio jemand einen Blick in meinen Damen-Slip werfen sollte.

Leider läuft es bei Dir, Claudia, sehr oft darauf hinaus, dass Du die Operation für ein Frausein/Mannsein(?) für erforderlich hältst und zwischen den Zeilen lese ich, und das allerdings sehr deutlich, dass Du eine Bewertung anderer Menschen vornimmst und ihnen das "Frausein oder Mannsein ohne OP" absprichst.

Gruß
Anne-Mette

Svetlana L
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 74 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Di 14. Nov 2017, 19:38

Claudia hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:47
Svetlana L hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 18:33
z. B. dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre.
Aber genau darum geht es hier doch. Den Besuchern wird mit der öffentlichen Deklaration "nur für Frauen" ein Personenkreis zugesichert, in dem sie sich bewegen werden. Das ist das Geschäftsmodell. Und darauf verlassen sich viele Frauen eben, weil es ihnen aus sehr unterschiedlichen Gründen wichtig ist.
Das hat dann aber nichts mit dem Hausrecht zu tun. Und wonach - ganz unabhängig von Anne-Mettes Fall - bestimmt sich dann, wer Frau ist und wer nicht, insbesondere wenn VÄ/PÄ durch ist?
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Mina
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Re: Das BVerfG in Karlsruhe hat entschieden: "3. Option wird es geben!"

Post 75 im Thema

Beitrag von Mina » Di 14. Nov 2017, 19:44

Claudia hat geschrieben:
Di 14. Nov 2017, 19:21
Eine geschlossene Gesellschaft, bei der der Einladende (hier der Betreiber) entscheidet, wer zu dieser Gesellschaft gehört.

Vergleich es am besten mit einem Kino. Das ist öffentlich, aber durch die Deklaration für einen Film mit FSK18 doch im Personenkreis beschränkt.

Wenn Du Leute zu Dir einlädst, lässt Du auch nicht jeden rein.
Claudia, sei mir bitte nicht böse - auf keinen Fall - aber es macht keinen Sinn Deiner Argumentation zu folgen. Du hast nicht verstanden worum es in diesem Fred, und allgemein in diesem Forum geht. Ich möchte nicht Deine Meinung oder Lebenseinstellung unterdrücken, ganz im Gegenteil, lebe sie gerne aktiv aus. Doch mir dolcht, es ist wäre hier der suboptimale Ort.

Tut mir leid für die klaren Worte, sollten sie Dir zu nahe treten, ich stehe aber für die Regenbogenflagge und niemals dagegen.

Traurig
Mina
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