Schulen im Norden beklagen Respektlosigkeit
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Anne-Mette
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Schulen im Norden beklagen Respektlosigkeit

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 2. Feb 2015, 09:28

Moin,

es geht in dem Artikel hauptsächlich um "Radikalisierung von Schülern mit islamistischen Tendenzen".

Nein - ich möchte kein Öl ins Feuer einer allgemeinen "Islamisten-Dabatte" gießen

ABER: das könnte auch "uns" angehen, leben wir doch in den Augen einiger anderer Menschen auch nicht "anständig".

Hauptproblem seien aber aggressiv auftretende Schüler, die nach islamistischen Maßstäben „anständig“ leben wollten, so der Vorsitzende Kurt Edler. Es gebe spürbar mehr Konflikte, seitdem es den „Islamischen Staat“ gebe.

Da treffen wir auch wieder - aber auf ganz andere Weise - auf das "SKANDAL-Thema", das wir an anderer Stelle diskutieren: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 70#p111970

Hier zum SHZ-Artikel: http://www.shz.de/schleswig-holstein/pa ... 50121.html

Gruß
Anne-Mette

Ulrike-Marisa
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Re: Schulen im Norden beklagen Respektlosigkeit

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 2. Feb 2015, 12:53

Moin,

die Saat der Probleme, die von unserer Gesellschaft in der Vergangenheit bisher wohl hartnäckig ignoriert wurde, geht nun wohl auf und alle müssen nun erkennen, dass Integration von Menschen mit Migrationshintergrund mehr bedarf, als Parallelgesellschaften stillschweigend am Rand der Gesellschaft hinzunehmen, statt den Versuch zu machen, diese Menschen zu verstehen und in unsere Gesellschaft aufzunehmen. Problem an der Sache scheint es aber zu sein, dass diese Menschen zum Teil zumindest gar nicht aufgenommen werden wollen zumindest nicht in der Weise, wie es unsererseits angeboten wird und sie ihre Kultur und Identität in unserem für sie fremdem Land behalten wollen, was auch zu verstehen ist. Aufklärung und Information von alles Seiten tut Not, Barrien zu überwinden, die sich auch im Kopf befinden können. Wir haben diese Menschen größtenteil angeworben und man war der Meinung Arbeiter seien gekommen - aber es sind unerwarteterweise Menschen gekommen. Das ist von der Großen Politik meines Erachtens weitgehend ignoriert oder unter dem Deckmantel rein ökonomischer Interessen verkannt worden. Nun sind die Probleme in allen Bereichen des öffentlichen Lebens angekommen und nun geht das Gejammer los.
Ich glaube, es ist der grundlegende Fehler gemacht worden, wie bei dem Beitritt Griechenlands zur Eurozone und Währungsunion, die Wirklichkeit nicht ausreichend analysiert zu haben, sondern nur die die Realität verstellenden Wunschvorstellungen für bare Münze zu nehmen. Auch in der Pädagogik gilt der Grundsatz, dass zu jedem Handeln auch w zu bedenken ist, was es für Konsequenzen hat, wenn das Handeln nicht dem Ziel entspricht - also keine klaren Saktionsvorgaben bestehen, die Richtschnur sind, für Fälle , wo es eben nicht geklappt hat.
Toleranz anderen gegenüber muss scheinbar auch erst wieder gelernt werden und da sind wir dann auch wieder im Fokus, denn viele Menschen halten uns, wenn ich das mal so sagen darf, wie es ja auch in Leserbriefen zum Ausdruck kommt , ebenfalls für andersartig.
Lösungen habe ich leider auch nicht so parat, außer dem allgemeinen Tipp, andere Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Gruß, Ulrike-Marisa

Magdalena
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Re: Schulen im Norden beklagen Respektlosigkeit

Post 3 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mo 2. Feb 2015, 15:54

Hallo,

in Dresden finden in regemäßigen Abständen die so genannten "Dresdner Reden" statt. Der Soziologe Heinz Bude versuchte am Beispiel Pegida auf die soziale und politische Schieflage im Land hinzuweisen. iIn Studien hat er schon auf Probleme hingewiesen, bevor es Pegida und weiter Gruppierungen gab. Sicher ist die Lage in Ostdeutschland anders. Noch ist der Anteil von Muslimen im Osten gering. Dafür der Anteil von Beschäftigten die sich gerade über den Mindestlohn freuen dürfen hoch. Es entstehen Zukunftsängste. Wie finanziere ich mein Leben. Kann ich später als Rentner von meiner Rente leben. Es bildet sich Aggression aus. Bei den Schülern ist dann noch im Vergleich zu meiner Schulzeit der Leistungsdruck gestiegen. Nicht immer können die Lehrer helfend ausgleichen, Spannungen unter den Schülern schlichten. Und gesellschaftliche und familiäre Situationen werden leider immer öfter mittels Gewalt gelöst. Der Stärkere hat recht. Und wenn muslimische Schüler die Mehrheit sind, natürlich versuchen sie diese Mehrheit zu nutzen, Gleiches gilt auch umgekehrt. Und Integration ist kein Selbstläufer. Hier isit die Politik, die Schule und das Elternhaus gefordert. Es müssen wieder gleiche Chancen(Finanziell und Sozial) für alle geschaffen werden. Vieles im Umgang miteinander, ob Muslime oder unsere Gruppe der TS und CD und den Rest unserer Gesellschaft, erfordert nach meiner Meinung mehr Menchlichkeit im Alltag.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.

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