An die Elektronik ExpertInnen
An die Elektronik ExpertInnen - # 3

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MichiWell
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 31 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 22. Okt 2018, 20:31

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 20:24
Also die Idee von Gaby mit Löten im Kleid und Kaffee trinken gefällt mir sehr gut....allerdings nehme ich auch die Warnhinweise von Michi und anderen sehr ernst. Ich will natürlich nicht, das anderen was passiert (smili)

Liebe Grüße
Michelle
Appropos Löten im Kleid ... hier Eine(r) von uns ...



)))(:
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

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MichiWell
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 32 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 22. Okt 2018, 20:37

Cabriotussi hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 20:26
MichiWell hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 20:15
Wenn man keine Ahnung hat .... lieber die Finger davon lassen.
Ich danke für den Kommentar. (ap)
Kann man zwar ggf. auch alles etwas netter sagen,
Hallo Gaby,

verzeih mir, dass es missverständlich herüber kam. Die Bemerkung war in erster Linie als eindringliche Warnung an die Allgemeinheit gerichtet. Aber danke, ich werde das gleich noch ändern.

Und jetzt ein virtuelles Versöhnungsbier :)p


Liebe Grüße
Michi
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Gaby Bergmann
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 33 im Thema

Beitrag von Gaby Bergmann » Mo 22. Okt 2018, 20:54

Alles gut, Michi :)p

Ich meinte auch nicht, dass Flachbildschirme (oder Elektrogeräte generell) für Laien risikolos sind, sondern es sind halt keine 25..30 kV drin (die, wie schon geschrieben wurde, echt nicht angenehm sind - das erinnert ein kleiner bastelfreudiger Junge auch noch gut :? - und dabei muß man auch nicht Glück haben, das mindestens zwei, die hier schreiben, wohl hatten). Mit den 325V schriebst Du ja...

Also schließe ich mich der Warnung an, man sollte einigermaßen wissen, was man da tut (gilt aber IMHO überall).

LG die Gaby. (moin)
* ich mach' ein glückliches Mädchen aus mir *

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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 34 im Thema

Beitrag von Steffi1000 » Mo 22. Okt 2018, 21:34

Hallo Gaby,
Wenn ich mal was elektrisches zu reparieren habe, schreibe ich dich an.
Steuere die Bauteile, Kaffee und Kuchen bei. Die Arbeit geht dann viel schneller.

GLG
Steffi
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine Spuren.

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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 35 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Mo 22. Okt 2018, 22:10

.
MatthiasTV hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 13:26
An den Kondensatoren lag eine Überspannung an.
Eine gewagte Ferndiagnose! Elkos können auch aus anderen Gründen sich aufblähen oder platzen.
cora hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 18:46
ESR (Equivalent Series Resistance) ist vernachlässigbar, ...
Falsch! Gerade in Stromversorgungen spielt dieser meist eine größere Rolle als die Kapazität.
MichiWell hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 19:57
Die Spannungsfestigkeit darf gern höher sein, wenn der Platz dann noch reicht, und im Zweifelsfalle verbaut man temperaturfeste Typen (Stichwort 105°C) mit niedrigem Innenwiderstand (Low ESR).
Das stimmt vielleicht zu 90%. Es gibt aber auch Schaltnetzteile (gerade im Billigsektor), die bei einzelnen Elkos einen bestimmten (nicht zu kleinen) ESR benötigen, um stabil zu arbeiten.
Soviel zur technische Seite! Ich hoffe, ich habe jetzt keine allzu große Verwirrung gestiftet.

Grundsätzlich bleibe ich dabei: Wer sich die Zeit nimmt, kann unter Beachtung gewisser Sicherheitsvorkehrungen eine Reparatur versuchen. Doch ohne Kenntnis der genauen Fehlerursache sind die Erfolgsaussichten eher bescheiden.
Größere Chancen hätte man durch eine Analyse der Schaltung, um deren Funktion zu verstehen. Dadurch ließe sich der Fehler meist genauer eingrenzen, aber der Zeitaufwand ist nochmal um ein Vielfaches höher.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

Michelle_Engelhardt
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 36 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 22. Okt 2018, 22:18

Ich persönlich habe ja von Elektronik so viel Ahnung wie ein Schwein von Atomphysik. Ich hatte gedacht, das die Elkos vielleicht wegen Altersschwäche den Geist aufgegeben hätten. Ich sah halt Youtube-Videos in denen Leute die Kondensatoren von Monitoren und Computermainboards auswechselten und danach liefen die Geräte wieder. Da hab ich mir halt gedacht..."Guckse ma"

LG
Michelle
klingt komisch, ist aber so

MichiWell
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 37 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 22. Okt 2018, 22:56

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 22:10
Es gibt aber auch Schaltnetzteile (gerade im Billigsektor), die bei einzelnen Elkos einen bestimmten (nicht zu kleinen) ESR benötigen, um stabil zu arbeiten.
Soviel zur technische Seite! Ich hoffe, ich habe jetzt keine allzu große Verwirrung gestiftet.
Hallo Andrea,

da stimme ich dir voll und ganz zu. Mich hatte das schlechte Gewissen geplagt, ohnehin schon wieder zu viel Informationen zu liefern. Deswegen hatte ich mir diese Anmerkung verkniffen.

Liebe Grüße
Michi
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 38 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 22. Okt 2018, 22:59

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 22:18
Da hab ich mir halt gedacht..."Guckse ma"
Schon recht so ... und außerdem gilt: "Nur Versuch macht kluch." :mrgreen:
Ich erwarte alsbald einen Bericht aus dem Repair Cafe . )))(:


Liebe Grüße
Michi
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Sahara65
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 39 im Thema

Beitrag von Sahara65 » Mo 22. Okt 2018, 23:23

Solange es nicht nur um Schminke und Ouftit geht bin ich gerne mit dabei.
Berichte uns wenn es die FI raus gehauen hat :D

Lt YT können auch 9 Jährige Konsolen selbst bauen-wenn es nach meinen Sohn geht )))(:

NanaVistor
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 40 im Thema

Beitrag von NanaVistor » Mo 22. Okt 2018, 23:40

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 22:18
Ich persönlich habe ja von Elektronik so viel Ahnung wie ein Schwein von Atomphysik. Ich hatte gedacht, das die Elkos vielleicht wegen Altersschwäche den Geist aufgegeben hätten. Ich sah halt Youtube-Videos in denen Leute die Kondensatoren von Monitoren und Computermainboards auswechselten und danach liefen die Geräte wieder. Da hab ich mir halt gedacht..."Guckse ma"

LG
Michelle
du bist absoluter Laie?
dann würde ich hier doch eher abraten
ein klein wenig Erfahrung sollte man schon haben, vor allem wenn 230V nicht weit entfernt sind
Auch Vordenker müssen nachdenken.

Diana.65
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 41 im Thema

Beitrag von Diana.65 » Di 23. Okt 2018, 00:27

Hallo Michelle und auch alle anderen.

Nanas Hinweis ist nicht zu verachten!
Wie Gaby schon geschrieben hat, sehe ich die Chancen durch den Tausch der Kondensatoren den Monitor wieder zum Leben zu erwecken, auch bei 70-80%. Solange es keine mehrschichtige Leiterplatte ist, funktioniert der Tausch auch einigermaßen. Etwas Elektronik-Grundwissen und einige Erfahrung beim Umgang mit dem Lötkolben vorausgesetzt. Mit der Spannung im Gerät sollte es sich nach mehreren Tagen ohne Strom aus der Steckdose auch erledigt haben.
Meiner Erfahrung nach, sind in den Netzteilen der modernen Geräte meist Elkos verbaut, die von den Kennwerten (bevorzugt Temperatur oder Nennspannung) gerade so an der Grenze laufen. Meist sind welche mit 85° Temperaturfestigkeit verbaut, was in den Netzteilen schon schnell mal vorkommt, so das sie dann recht schnell altern und dann ihren Geist aufgeben. Ich glaube man nennt das "geplante Obsoleszenz". Meist geben die dann nach 2-3 Jahren den Geist auf.
Bei der Beschaffung von Ersatz ist es wichtig die gleiche Kapazität zu nehmen. Bei der Nennspannung ist es besser, welche mit höherer Spannungsfestigkeit zu nehmen, solange sie von der Baugröße dann noch passen. Genau so verhält es sich mit der Temperaturfestigkeit. Wichtig ist beim Tausch, auf die Polung zu achten. Auf dem Kondensator ist die gekennzeichent und meist auch auf der Leiterplatte. Falsch gepolt eingebaue Elkos neigen meist dazu mit einem lauten Knall ihr kurzes Leben auszuhauchen!
Die Idee mit dem Repair-Cafe finde ich auch nicht schlecht, solange es eines in der näheren Umgebung gibt.

Viel Erfolg wünscht
Diana.
Ich bin ich. Und was die Anderen von mir denken wird mir immer mehr egal.

Michelle_Engelhardt
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 42 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Di 23. Okt 2018, 05:59

Naja was heißt absoluter Laie...ich habe in der Vergangenheit (die aber schon seeehr lange zurück liegt) schon einige Male erfolgreich gelötet. Ich betrieb damals eine relativ große Modellbahn, Spur N. Den Tipp von Michi mit dem Repair Cafe fand ich jedenfalls auch richtig gut und ein solches gibt es sogar bei mir im Stadtteil.

Liebe Grüße
Michelle
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MatthiasTV
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 43 im Thema

Beitrag von MatthiasTV » Di 23. Okt 2018, 11:06

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 22:10
.
MatthiasTV hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 13:26
An den Kondensatoren lag eine Überspannung an
.
Eine gewagte Ferndiagnose! Elkos können auch aus anderen Gründen sich aufblähen oder platzen.
.

Richtig ein Kondensator kann auch einfach mal so aufplatzen. Sei es durch Alterung oder durch einen Produktionsfehler. Oder wenn man einen Elko falsch rum einlötet (scheidet hier aber aus weil das Gerät ja mal lief)
Aber wenn 4 Kondensatoren gleichzeitig aufplatzen dann fällt mir als einzige Erklärung dafür Überspannung in dem Bereich ein.

Entgegen einiger andere Meinungen würde ich deshalb die Wahrscheinlichkeit das nur durch den Austausch der 4 Kondensatoren der Monitor wieder läuft auf kleiner 10 % schätzen .

Diana.65
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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 44 im Thema

Beitrag von Diana.65 » Di 23. Okt 2018, 17:01

MatthiasTV hat geschrieben:
Di 23. Okt 2018, 11:06
...
Aber wenn 4 Kondensatoren gleichzeitig aufplatzen dann fällt mir als einzige Erklärung dafür Überspannung in dem Bereich ein.
Dann solltest du dir mal Mainboards von PC's ansehen, die längere Zeit gelaufen sind. Bei uns in der Firma ist der Ausfall von Geräten durch aufgeplatzte Kondensatoren eine der häufigsten Ursachen. Und da sieht es auf den Boards genau so aus. Alles Schäden durch Überspannung?
Bei Schäden durch Überspannung sind meist auch andere Bauteile betroffen, z.B. Schaltkreise, Transistoren usw.
Entgegen einiger andere Meinungen würde ich deshalb die Wahrscheinlichkeit das nur durch den Austausch der 4 Kondensatoren der Monitor wieder läuft auf kleiner 10 % schätzen .
Wenn das so stimmt muss ich die Erfahrung von mir und meinen Kollegen aus den letzten Jahren wegschmeißen. Wie ich schon geschrieben habe, bei mehrschichtigen Leiterplatten, wie sie heute in Pc's verbaut sind, ist das Wechseln der Elkos fast unmöglich, aber bei ein- und zweiseitigen Platinen, wie meist in Netzteilen, ist die Erfolgsquote doch recht hoch.

Grüße, Diana.
Ich bin ich. Und was die Anderen von mir denken wird mir immer mehr egal.

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Re: An die Elektronik ExpertInnen

Post 45 im Thema

Beitrag von MatthiasTV » Mi 24. Okt 2018, 15:17

ich löte beruflich viel , nicht nur große Eleko sondern auch kleine SMD Chips.

Hier im Forum habe ich nun schon mehrfach gelesen das man nur eine Chance hat wenn die Platine ein oder zweilagig ist.
Das ist eine Aussage die verstehe ich gar nicht. Ich habe in der Regel immer Multilayer Platinen mit mehr als 5 Lagen vor mir. Einlagige Platinen sind bei komplexeren Baugruppen praktisch nicht mehr zu finden ich kenne die nur noch aus meiner Bastelzeit zu Hause oder als Azubi in der Lehrwerkstatt vor vielen Jahren. Das auswechseln eines Kondensator in einer einlagigen Platinen und einer Multilayer Platine unterscheidet sich nicht wirklich.

1) Mann erwärmt im Idealfall beide Anschlüsse gleichzeitig. Endweder mit einem Lötkolben mit dem man abwechselt beide Lötstellen warm macht oder man nimmt zwei Lötkolben . In der Fachwekstatt nimmt man einen speziellen Heißluftfön mit
dem man beide Anschlüsse gleichzeitig warm macht. Hier muss man aufpassen dasn man nicht anderen Teile in der Umgebung mitabföhnt.

2) Wenn das Lötzinn an beiden Anschlüssen durchgehend flüssig ist lässt sich der Kondensator leicht abziehen. Auf keinen Fall großen mechanischen Zug ausüben hierbei besteht die Gefahr der Leiterplattenbeschädigung.

3) Die Löcher mit einer Entlötpumpe freisaugen und Reste mit Entlötlitze von Resten befreien.
3b) Wenn es aussehen soll wie neu , Leiterplatte mit Leiterplattenreiniger sauber machen.
4) Kondensator durchstecken.
5) Zulange Anschlüsse abschneiden
6) Anschlüsse verlöten und zwar nur an der Unterseite.
Falls nun einige scheiben erst anlöten und dann abschneiden ist einfacher , ja stimmt, ist aber fachlich falsch , da man sagt durch die mechanische Belastung des Abschneiden kann die Lötselle beschädigt werden.

Ich vermute das der Gedanke bei der Aussage, das man bei mehrlagigen Platinen keine Chance hat , von dem Irrglauben kommt man müsste die Innenlayer ebenfalls anlöten was natürlich unmöglich wäre aber falsch ist.
Die Löcher in mehrlagen Platinen sind keine einfachen Löcher. Der Platinenhersteller hat in jedes Loch eine Hülse gepresst , die an den Innenlayern kontaktieren. Da die Hülse selbst leitet muss man den Draht durch die Hülse nur an einer Seite anlöten.

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