Trans*, Borderline und Hypnose
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Anne-Mette
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Trans*, Borderline und Hypnose

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 8. Sep 2014, 17:48

Moin,

wenn ich einen "öffentlichen Auftritt" habe (hier: Selbsthilfetag 2014 in Flensburg http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =28&t=8899), dann bringe ich nicht nur einen Koffer mit Material und ein gutes Maß an Vorbereitung zur Veranstaltung mit, sondern einen größeren Koffer mit Erfahrungen zurück (smili)

Auf die persönlichen Gespräche werde ich nicht näher eingehen, weil sie nur mich und meine GesprächspartnerInnen angehen.

ABER neben den persönlich Interessierten gibt es immer mal wieder "Fachbesucher", die selbst KundInnen, PatientInnen oder KlientInnen gewinnen wollen (smili)
Im Grundsatz will ich das nicht negativ werten, habe selbst oft so gehandelt (smili)
Die Veranstaltung am Samstag brachte mich in näheren Kontakt mit einem Hypnotiseur, der mich in ein Gespräch verwickeln wollte.
Er gab an, in "ein...zwei Sitzungen" (fast) alles heilen zu können und vertrat die Meinung, jede(r) sollte so leben, wie sie/er geboren wird (dh. nach seiner Meinung: bei der Geburt von den anderen Menschen erkannt/wahrgenommen wird) und das könnte jeder durch Hynose-Sitzungen bei ihm erfahren/lernen.
Weiterhin gab er an, dass Trans* etwas mit Borderline zu tun hat.
Dass diese Behauptung nicht auf fundierten Erkenntnissen beruht, habe ich nicht mit ihm diskutiert, aber meinen Standpunkt zu seinen übrigen Thesen habe ich ihm im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten auseinandergesetzt.
Er ging dann seiner Wege und hielt sich ziemlich lange an einem anderen Stand auf. Ich werde beim nächsten Treffen der beteiligten Gruppen mal nachfragen, wie dort die Gespräche gelaufen sind (smili)

Gruß
Anne-Mette

ab08
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Re: Trans*, Borderline und Hypnose

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 8. Sep 2014, 18:03

Anne-Mette hat geschrieben:Er gab an, in "ein...zwei Sitzungen" (fast) alles heilen zu können und vertrat die Meinung, jede(r) sollte so leben, wie sie/er geboren wird (dh. nach seiner Meinung: bei der Geburt von den anderen Menschen erkannt/wahrgenommen wird) und das könnte jeder durch Hynose-Sitzungen bei ihm erfahren/lernen.
Weiterhin gab er an, dass Trans* etwas mit Borderline zu tun hat.
Liebe Anne-Mette,

vorab ganz herzlichen Dank für Dein Engagement (Stand beim Selbsthilfetag 2014 in Flensburg etc.) Dein Kurzbericht schockt mich aber doch wieder.
Es ist erschreckend, wie weit krause Ideen /Ideologien auf dem Vormarsch sind. Von Homoheilern, Salafisten und solchen Scharlatanen ist offenbar alles dabei.
Selbst die unmöglichsten Spekulationen finden gläubige Anhänger.
Es bleibt nur, sich nicht beirren zu lassen, verlässlich und ruhig seinen Weg zu gehen und durch das eigene Beispiel zu überzeugen.

Alles Gute, viel Kraft und nochmals herzlichen Dank
ab )))(:
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

Cybill
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Re: Trans*, Borderline und Hypnose

Post 3 im Thema

Beitrag von Cybill » Mo 8. Sep 2014, 21:27

Liebe Anne-Mette,

psychotische Störungen sind nicht selten. Natürlich sind WIR ein dankbares Ziel für derartig geplagte Menschen, speziell wenn sie unter den beschriebenen Wahnvorstellungen leiden. Einfach nicht tief darauf eingehen oder - falls notwendig - auf ein späteres Gespräch verweisen. Merke: Psychotiker können spontan auf Aggression umschalten, wenn sie sich nicht wahrgenommen fühlen.

Nach deinen Schilderungen war die einzige Person in diesem Gespräch, die unter etwas borderline-ähnlichem leidet, dein Gegenüber.

Noch eine gute Zeit

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

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