Kalifornien: an Schulen das WC frei wählen
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Anne-Mette
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Kalifornien: an Schulen das WC frei wählen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich verweise mal auf eine katholische Seite, die schreibt:

Transsexuelle Fiktion statt Realität — Mädchen- oder Jungentoilette? Eine Frage des "persönlichen Empfindens"

http://www.katholisches.info/2013/08/13 ... mpfindens/

Sicherlich kann die Benutzung der Schultoilette für jedes Kind zu einem großen Problem werden. Ich habe in jüngeren Jahren immer versucht, den Schultag ohne einen Besuch auf dem "stillen Örtchen" zu bewältigen.
Es hielten sich dort oft ältere Schüler auf, die einerseits rauchten, andererseits jüngere Schüler drangsalierten.

Sicherlich ist es auch eine Aufsichtsfrage - und das Ganze ein sehr schwieriges Thema.

Gruß
CPG
rena

Re: Kalifornien: an Schulen das WC frei wählen

Post 2 im Thema

Beitrag von rena »

wäre es da nicht einfacher die trennung von damen/herrentoilette aufzuheben und eine gemeinsame zu schaffen?,denn wenn ein junge auf die mädchentoilette geht wird es bestimmt wieder so ein paar mistkerle geben die nichts anderes zu tun haben als zu mobben, bei einer toilette für alle wäre es dann ja nicht zu sehen wo der betroffene sich sieht
ab08
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Re: Kalifornien: an Schulen das WC frei wählen

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo,

ich bitte um Entschuldigung, dass ich diese Darstellung der katholischen Propanda kommentiere.
Wer sich die Webseite näher ansieht, merkt schnell, was ich hier andeuten will...

Es handelt sich um transsexuelle Mädchen, die nun auf die Mädchentoilette gehen dürfen.
Es handelt sich um transsexuelle Jungen, die nun auf die Knabentoilette gehen dürfen.

Auch wenn das Verständnis schwer fällt und wir immer von anderen falsch zugeordnet werden:
Es gibt intersexuelle Menschen und transsexuelle Menschen (vgl. Harry Benjamin Intersexualität im Gehirn)
Das einzige, was in Kalifornien beendet wird, ist diese falsche Zuordnung von Menschen, die sich allein auf Chromosomen und Genitalien gründet.

Es erschreckt mich, dass religiöse Fanatiker immer noch Gehör finden. Dass von psychischen Störungen gesprochen wird, Umerziehungen propagiert werden usw.
Die natürliche biologische Vielfalt sollte gesehen werden und auch diese Menschen sollten respektiert werden.

Liebe Grüße
ab

P.S. Die Geschlechtertrennung bei Toiletten aufzuheben, halte ich nicht für sinnvoll !!
Zur Verdeutlichung der wesentliche Teil einer Mail bzgl. Intersexualität, die ich Montagfrüh z.Hd. Volker Beck schickte (Heute kam Antwort)
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Intersexualität

Ich finde, die amtliche Seite sollte vom persönlichen Umgang getrennt betrachtet werden:

1. Das Verbot kosmetischer Operationen Neugeborener und einen dritten Eintrag bei Geschlecht, wie auch immer er bezeichnet wird, halte ich für erforderlich. Bei Meldebehörden, Steuerbehörden, KK usw. seh ich kein Problem, wenn in Formularen die derzeitige Einteilung ersetzt wird. Um Probleme zu vermeiden, sollten Betroffene offiziell vermerken lassen, ob sie bevorzugen, als Frau... oder Mann... angesprochen zu werden. Durch diesen Vermerk ergäben sich auch sonst, bei Grenzübertritten, Toiletten etc. keine Probleme. Betroffene sollten das Recht haben, sich Geburtsurkunde und andere Dokumente mit diesem dritten Eintrag ausstellen zu lassen. Die KK sollten bei Bedarf Vorsorgeuntersuchungen für beide Geschlechter übernehmen. Im Idealfall würde die Person bei der Anmeldung in der Arztpraxis gefragt und beim Frauenarzt mit Frau... beim Männerarzt mit Herr... aufgerufen. + Die Wahl eines geschlechtsneutralen Vornamens wäre natürlich sinnvoll...
Auch die offiziell vermerkte Anrede sollte, wenn in den Papieren 'drittes Geschlecht' steht, einfach und formlos geändert werden können. Na ja ...da es im Pass steht, wär ein neuer nötig.
Kernaussage: IS sollten über ihre Anrede selber entscheiden und in den Papieren sollte auf Wunsch IS stehen.


2. Im persönlichen Umgang verwende ich die Anrede, welche die Person wünscht. Natürlich im Gespräch verhaspele ich mich bisweilen.
Übrigens, ich traf schon Menschen "Dazwischen", da änderte sich der Eindruck alle halbe Stunde (F-->M-->F-->M-->F...), das macht aber doch auch nix.

Die geschlechtliche Bipolarität generell aufzugeben, halte ich organisatorisch, menschlich etc. für höchst problematisch. Die Bipolarität hat sich bewährt - Fortpflanzung, Literatur, Kultur usw...Über 98% der Menschheit werden ja einigermaßen erfasst. Mir wäre wichtig, dass Menschen, die nicht reinpassen, auch den Freiraum haben, der ihnen zusteht.
Von dirigistischen Regelungen, wie z.B. 'Abschaffung der geschlechtsbezogenen Anrede' halt ich gar nix, denn
1.ineffektiv/unwirksam und 2. erzeugt so was Trotzreaktionen und es ist hinterher meist schlimmer als vorher.
Von Sprachregelungen bzgl. 3.Geschlecht halte ich auch nix, denn "Neutrum" ist ganz übel. Auch bei Diskussionen mit Germanisten, die ich führte, kam da nichts Vernünftiges raus.

Daher bin ich für den dritten Geschlechtseintrag - aber die Betroffenen sollten die gewünschte Anrede angeben.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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