SKANDAL: Hilfsfonds Sex. Missbrauch teilw. erfolglos
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Anne-Mette
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SKANDAL: Hilfsfonds Sex. Missbrauch teilw. erfolglos

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 12. Jun 2013, 14:58

Hilfsfonds "Sexueller Missbrauch" konnte Arbeit nur zum Teil aufnehmen
Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Eine gemischte Bilanz über den Start des Hilfsfonds „Sexueller Missbrauch“ hat der Parlamentarische Staatssekretär im Familienministerium, Hermann Kues (CDU), am Mittwoch vor dem Familienausschuss gezogen. Der Fonds für den Bereich sexueller Missbrauch im familiären Umfeld habe Anfang Mai dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen. Die Einsetzung des Fonds als ergänzendes Hilfesystem über andere Sozialleistungen hinaus sei ein „richtiger Schritt“ gewesen, sagte Kues. Opfer sexuellen Missbrauchs im familiären Bereich können bei dem Fonds Sachleistungen oder Hilfen bis zu einem Wert von 10.000 Euro beantragen. Dazu gehören beispielsweise Therapien, die von den Krankenkassen nicht gezahlt werden. Nach Angaben des Ministeriums sind bislang 83 Anträge von Betroffenen eingegangen.

Kues musste zugleich einräumen, dass der Fonds für Opfer sexuellen Missbrauchs im institutionellen Bereich – zum Beispiel in Schulen, kirchlichen Einrichtungen oder Vereinen – seine Arbeit noch immer nicht aufnehmen konnte. Bislang hätten die Verhandlungen mit den Bundesländern über das System der Entschädigung von Opfern und den Anteil der Länder noch zu keinem Ergebnis geführt. Der Bund beteiligt sich laut Kues mit insgesamt 50 Millionen Euro am Hilfsfonds.

Da muss ich staunen. Vielleicht können die mal langsam einen Gang zulegen!
Liegt es daran? :))b

:((a

Gruß
CPG

Anne-Mette
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Re: SKANDAL: Hilfsfonds Sex. Missbrauch teilw. erfolglos

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 1. Feb 2018, 23:03

Moin,

das muss man sich mal vorstellen: die Angelegenheit hat immer noch keine befriedigende Lösung erfahren, wie auch ein FrauTV-Beitrag zeigt:
https://www1.wdr.de/fernsehen/frau-tv/s ... d-100.html

"teilweise erfolglos" ist viel zu milde ausgedrückt.

Der Umgang mit den Betroffenen ist eine Frechheit.

Die praktische Umsetzung verschlafen - oder bewusst nicht umgesetzt?

Gruß
Anne-Mette

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Re: SKANDAL: Hilfsfonds Sex. Missbrauch teilw. erfolglos

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Do 1. Feb 2018, 23:23

Moin,

...oder einfach politische Wirklichkeit, weil niemand in der politischen Klasse sich mit dieser Problematik identifizieren und gegebenenfalls auch nicht die Finger verbrennen möchte mit einem gesellschaftspolitischen Randproblem.
Frei nach Adenauer, der mal sagte: Familien brauchen keine Förderung für Kinder, die kriegen sie auch alleine. Vielleicht hoffen Politiker auch darauf, dass sich das Problem von selbst mangels Beteiligung löst. Die Gesellschaft, der Staat, hat andere Probleme zu lösen, als das Anliegen weniger Betroffener...hin bis zum Mißbrauch von Menschen in sexueller Hinsicht.
Mir scheint, dass dies die erfahrbare Wirklichkeit ist, gegen die wir anrennen, quasi in einem Don Quichote-Kampf gegen die Windmühlen der Justiz, der Gleichgültigkeit und der Ablehnung der Vielfalt in unserer Gesellschaft.
Es hilft nichts, wir, die Betroffenen müssen damit umgehen und der Gesellschaft zeigen, dass wir da sind, präsent sind und leben wollen, wie wir sind und uns fühlen. leicht ist das nicht.

Gruß, Ulrike-Marisa

...dicke Bretter bohren heißt es auf Dauer... :wink:

Anne-Mette
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Re: SKANDAL: Hilfsfonds Sex. Missbrauch teilw. erfolglos

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 1. Feb 2018, 23:45

Moin,

nun ja - "mal eben" ist fast nichts zu erreichen.
Es bedeutet einen hohen Einsatz und viel Zeit, die aufgewendet werden muss, viel Entwicklungsarbeit und Investition in Vernetzung;
denn allein wird man nicht viel erreichen.
Viel Arbeit ist dabei, die vor Außenstehenden oft verborgen bliebt.

Es dauert (oftmals) Jahre, bis man sich eine gewisse Anerkennung erworben hat und einem Gremien offen stehen, von denen man selbst bisher kaum etwas gewusst hat.

Wir müssen unsere Möglichkeiten viel besser nutzen!

Aus unseren kleinen Anfängen kann sehr viel Positives wachsen (so wie in einem Kinderlied, dass ich mal geschrieben habe: "Ein kleines Körnchen steck ich in die Erde - will es fleißig gießen, dass es wohl was werde... ---))) (gitli) )
Wir müssen nur aufpassen, dass niemand durch unsere Beete trampelt (poli)

... und wir legen uns natürlich nicht (nur) in die Sonne, um dem Körnchen beim Wachsen zuzusehen, sondern üben uns bitte in SOLIDARITÄT mit den doppelt Geschädigten durch die skandalöse und schleppende Bearbeitung der Anträge der Missbrauchsopfer.

Ich hoffe, ich habe mich verhört (bin nun zu müde, werde den Beitrag aber morgen noch einmal anhören), aber dass EHRENAMTLICHE die erste Sichtung der Anträge machen - wie schräg ist das denn???

Gruß
Anne-Mette

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