Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm
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Anne-Mette
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Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 31. Okt 2017, 12:35

Moin,

"Erklärfilm" - das hört sich technisch an. Ich muss erst einmal schauen, ob ich (selbst) diese Überschrift für den Film verwenden würde und ob der den Erwartungen, die er weckt, gerecht werden kann.

Den Film möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten.

Gruß
Anne-Mette



ab08
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 31. Okt 2017, 14:24

Danke, liebe Anne-Mette,

bemüht, aber recht simpel gestrickt und
bzgl. Ideologie nicht unproblematisch... :!:

Liebe Grüße
Andrea )))(:
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Svetlana L
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Di 31. Okt 2017, 15:05

Für Menschen, die noch niemalsnie von dem Thema etwas gehört haben, für einen ersten Überblick m. E. ganz brauchbar. Ich bin ja mittlerweile schon froh, wenn jemand den Unterschied zwischen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität hinbekommt. In dem von mir an anderer Stelle schon angesprochenen Seminar "Regenbogenstadt Berlin" wurden diese mittels des "Genderbread" erklärt und ich habe live erlebt, wie viele sich damit extrem schwer tun.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

MichiWell
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 4 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 31. Okt 2017, 15:39

Hallo Swetlana,

ich stimme dir zu, der Erklärfilm ist gar nicht so schlecht. Als persönlich betroffener Mensch fällt es oft schwer, mal einen Schritt zurück zu treten und zu versuchen, mit den Augen eines thematisch Unbedarften zu schauen. Da hast du beruflich bedingt wahrscheinlich einen Vorteil, weil du dich auch mit nicht Betroffenen auseinandersetzen musst. Das mit der Lebkuchenfigur fällt mir schwer zu bewerten.

Aber zur der Frage der sexuellen Orientierung hätte ich noch was anzumerken.

Das Problem ist, dass diese bezogen auf das Geschlecht der Person definiert ist. Und wenn sich das Geschlecht vermeintlich ändert, dann rattert es im Hirn der Leute, und alles dreht sich nur noch um die Frage: "Hetero oder Homo?" Klar ist das völlig sinnlos, aber so ticken die Leute nun mal, selbst viele von "uns", die mehr oder weniger starke Differenzen zwischen dem biologischen und dem Identitätsgeschlecht haben, denken auf dieser Ebene.

Einfacher wird es, wenn man da trennt, und einfach nur sagt: "Ich stehe auf Frauen.", oder: "Ich stehe auf Männer."


Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Katrin_F
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 5 im Thema

Beitrag von Katrin_F » Di 31. Okt 2017, 22:25

Anne-Mette hat geschrieben:
Di 31. Okt 2017, 12:35
Den Film möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten.
Und den finde ich wo? :roll:

Anne-Mette
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 31. Okt 2017, 22:52

Moin,
Und den finde ich wo?
Im ersten Posting - oder über diesen Link: https://youtu.be/gLDQ2IGlAZM

Gruß
Anne-Mette

Jenina
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 7 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 1. Nov 2017, 08:27

Mädels,

also mir gefällt der FIlm schon ganz gut. (was ist daran ideologisch???)

Immerhin muss man sehen dass die überwiegende Mehrheit überhaupt keinen Begriff von den Themen Geschlechtsidentität und und nur vage und eher falsche von der sexuellen Orientierung hat. Wir glauben oft, dass das doch nicht sein kann dass es solche Unwissenheit gibt und alle müssten das doch langsam begriffen haben.

Nein, für die meisten kommt das Thema in ihrem Leben eben gar nicht vor. Oft ist auch das, was wir für Tolerierung halten einfach nur Ignorieren oder Unterdrücken des Themas. Ich sehe das immer wieder bei den Problemen, die meine Frau mit Jenina hat. Sie weiss alles darüber und hat viel gelesen, aber hat trotzdem oft noch große Probleme damit Jenina gegenüber zu treten.

Da ist also jedes Mittel recht und wenn es recht einfach daherkommt ist das auch gut. Zumindest regt es dazu an sich näher, genauer und vielleicht sogar tiefer damit zu befassen. Wenn man als "normaler Mensch" einmal einem Transgender begegnet muss man das dann sowieso tun; solange man nicht Ignoranz als seinen Lebensinhalt hat.

Jenina
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 8 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 1. Nov 2017, 15:23

Nichts für ungut, liebe Jenina,

aber Zahlen haben wenig Sinn. Die überwiegende Mehrheit glaubte auch mal, dass die Erde flach ist.
Ansonsten akzepiere ich natürlich, dass Du und viele andere, die Darstellung, wie dieser Film sie bietet, gut finden.
Da will ich auch gar nicht widersprechen und im Grunde hab ich das erwartet. (Deswegen deutete ich die Kritik auch nur an.)

Gestatte mir aber bitte, trotzdem anderer Meinung zu sein... -> Seit über fünf Jahrzehnten beschäftige ich mich mit dem Thema und bin halt häufig sensibler :oops: / + über FB bin ich mit kompetenten Personen vernetzt / Es mag eine Außenseitermeinung sein, aber das macht einer Mathematikerin (mit Stipendium ... - Oft hatten nur wenige die richtige Lösung...) wenig aus bzw. bin ich gewohnt. :wink:

Falls sich jemand im Forum näher für die Problematik interessiert...
Die gestern zum Reformationstag erschienene Erläuterung ist, inbesondere im Bezug auf die Historie der Begriffe, recht gut:

https://rogatekloster.wordpress.com/201 ... ationstag/

Liebe Grüße an alle, besonders an Dich, liebe Jenina
Andrea )))(:

P.S. Zitat aus der Erläuterung "Transidentität wurde Mitte der 1980er Jahre von Transidentitas e.V., unserem Vorgängerverein, und Medizinern im Rhein-Main Gebiet geprägt ..." - Seit den 60ern beschäftige ich mich mit dem Thema, wuchs also mit dem Begriff "Transsexualität" auf und sah später keinen Grund, wegen eines Vereins und einiger Mediziner, meine Selbstbezeichnung zu ändern. - Jüngere sehen das sicher anders... :wink:
Zuletzt geändert von ab08 am Mi 1. Nov 2017, 15:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 9 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 1. Nov 2017, 15:49

Liebe Andrea,

Du machst mich jetzt aber schon neugierig...

Was meinst Du mit "anderer Meinung" denn konkret? Geht es um bestimmte Begriffe oder die Art der Darstellung? Leider kann ich aus dem verlinkten Artikel auch nicht so viel entnehmen. Vor allem der Bezug zu den Kirchen - das ist doch eher ein Nebenkriegsschauplatz (verzeih das blöde Wort, mir ist kein besseres eingefallen...). Als militanter Atheist habe ich da ohnehin eine eher radikale Meinung.

Ich habe festgestellt, dass das Bestehen auf ganz bestimmten, peinlich genau definierten und dann mit Zähnen und Klauen verteidigten, Begriffen eher dazu führt, das die mehr oder weniger interessierte Gemeinde der "Normalen" sich von dem Thema abgeschreckt fühlen. Sie können die Streiterein, die oft unter Transgendern um Nuancen geführt werden nicht nachvollziehen und wollen das auch gar nicht. Sie machen sich lustig über die gefühlt 1837 verschiedenen Bezeichnungen für Gender auf Facebook (wobei ich das selber nicht kenne, da ich Facebook und Co. aus prinzipiellen Gründen ablehne).

Im übrigen schaden uns untereinander auch solche Diskussionen, wenn sie mit dem Anspruch einer absoluten Wahrheit vorgetragen werden. Ich bin durchaus für exakte Begriffe und Definition derselben, schließlich bin ich Diplomingenieur und Exaktheit gewohnt.

Aber manchmal muss man eben auch etwas einfach darstellen - was ich selbst erst lernen musste. Das reicht oft für ein allgemeines Verständnis aus um Schwellen abzubauen. Und darum geht es doch hier erst einmal: es soll überhaupt das Thema an die vermittelt werden, die noch keinerlei Kenntnis über die Probleme von Transgendern haben. Ja, die glauben wirklich "die Erde ist eine Scheibe" - und zwar in der Form, dass es nur das heteronormale Geschlechtsmodell gibt, allenfalls mit "unnatürlichen" Abweichungen in Form von Homosexualität. Und ein Transvestit ist immer schwul, von dem was über TS gedacht wird ganz zu schweigen... :(

Also wie gesagt Andrea, ich bin bereit zur Diskussion...

Jenina
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 10 im Thema

Beitrag von Marielle » Mi 1. Nov 2017, 15:51

Hallo zusammen,

ich finde den Film, und auch die Aktion deren Teil er ist, gut. Da wird nicht in kleinteiligen Differenzdefinitionen gebadet, sondern die Sachlage zielgruppenorientiert dargelegt. Mehr als das, was darin erklärt wird, muss Otti_lie Normalverbraucher_in nicht wissen, um zu einer Normalisierung im Umgang mit Trans*-Leuten aller Art gelangen zu können. Mehr will sie wahrscheinlich auch gar nicht wissen*.


Mehr Pride, bitte.


Habt es gut

Marielle


*) und wenn doch, wird sie schon jemanden finden, den sie fragen kann
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 11 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 1. Nov 2017, 16:26

Liebe Jenina,

seit 2/2016 bin ich BL, also nicht mehr kirchlich gebunden. Ansonsten ist es für mich weniger wichtig, auf welcher Platform irgendwas erscheint. - Mir kommt es in erster Linie auf Inhalte an, das ist bei Dir als Diplomingenieur sicher genauso. :wink: Da ist entscheidend ist, dass es funktioniert. -Trotz Quelle, war ich eben mit der verlinkten Darstellung insgesamt zufrieden. Auf Begriffsdefinitionen lass ich mich auch nicht mehr ein, denn mir fehlt da die notwendige Kompetenz. Bei aller Kritik an ATME ( Mich, als Pädagogin, stört die kompromisslose Sprache & die fehlende Geduld mit Andersdenkenden), halte ich die Inhalte für richtig. http://atme-ev.de/
Hier noch eine gute Webseite bzgl. Intersexualität http://blog.zwischengeschlecht.info/

Bzgl. FB versteh ich Deine Haltung, insbesondere in Deiner Situation, die bei vielen hier im Forum ähnlich ist, sehr gut.
Bei mir ist die Situation anders. -> Geb. 1950 - Ab dem offiziellen CO 2008 unterrichte ich bis zum Ruhestand 2016 "korrekt gekleidet".
Zunächst dachte ich daran ein Buch zu schreiben. Jetzt halte ich es für deutlich effektiver, Inhalte bei FB öffentlich zu stelllen. (Die oft kritisierten Eigenschaften von FB, alles wird irgendwo gespeichert, finde ich speziell für mich ausgesprochen gut!) - So ist erstens ist die Verbreitung besser und dann hab ich dort viel Feedback. (Dir als Diplomingenieur ist sicher klar, welche Vorteile Probeläufe/Tests für das Gelingen von Projekten haben.) Drittens hab ich bei FB immer die Möglichkeit zu löschen, was bei einem Buch, wenn es mal veröffentlich ist, "schwieriger" wäre :lol:

Zur Sache selbst - Ich beschäftige mich seit Mitte der 60er mit meinem Problem, der Intersexualität, denn Transsexualität ist für mich vgl. Harry Benjamin https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Benjamin eine Form von Intersexualität (intersexuelles Gehirn). Ich hab sogar noch Bücher von John Money https://de.wikipedia.org/wiki/John_Money bei mir im Bücherregal (die sollte man nur mit der Beißzange anfassen -> Giftschrank). Ich las viele Doktorarbeiten. (Ich kann Englisch, Französisch und lerne zur Zeit Spanisch) usw. usw. - Einen Gesamtüberblick kann ich nicht geben, aber Fragen beantworte ich gern.

Liebe Grüße
Andrea )))(:

P.S. Der Film ist ganz gut für Leute, die keine Ahnung haben. Allerdings besteht die Gefahr, dass man Menschen, wie mich nicht als das sieht, was sie sind.
Ich bin eine Frau, hatte immer den richtigen Körper, allerdings gab/gibt es körperliche Abweichungen vom Normalmodell.
Manche Abweichungen wurden kosmetisch korrigiert (GAOP), andere bleiben z.B. Knochenbau & xy-Chromosomensatz.

Hier noch eine gute Quelle, was es alles so gibt... Das Material nutzte ich 2015 bei einer Fortbildung für Lehrkräfte. - Quelle : Lehrerbildungsakademie in Dillingen https://gendersensibel-unterrichten.alp.dillingen.de/ hier die wichtige Seite https://gendersensibel-unterrichten.alp ... 5-faktoren
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 12 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 1. Nov 2017, 19:38

Meine Lieben,

nachdem das Filmchen immer weitere Verbreitung findet,
nahm ich eben auf FB mal deutlich & ungeschminkt dazu Stellung:
____________________________________________________________
Bemüht ("locker vom Hocker"), aber als Frau mit körperlichen Besonderheiten hab ich Probleme mit dieser Darstellung. -
Besonders aufgrund der Fremd(!)bestimmung.
Ich bin nicht "transgeschlechtlich" , lasse mich auch nicht von "offizieller" Seite nun plötzlich so bezeichnen, sondern ich bin weiblich!
Auch für intersexuelle Menschen wird ein eigenes Geschlecht "erfunden"... - Wollen alle Intersexuellen das wirklich? Sehen sie sich selber auch so??
- Symptomatisch ist, dass ein Hinweis auf ATME http://atme-ev.de/ also auf Menschen, die da kritischer sind, fehlt . ...

Kurz:
Eine Verschlimmbesserung, die durch die verbreitete Ideologie zumindest indirekt zur Verstärkung(!) vorhandener Diskriminierungen führt,
zwar gut verpackt, aber extrem manipulativ.
_____________________________________________________________


Liebe Grüße,
jetzt wißt Ihr, was ich persönlich von dem Film halte
Andrea
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 13 im Thema

Beitrag von Jenina » Do 2. Nov 2017, 08:26

Liebe Andrea,

ich sehe, es wird sehr schwierig werden...

Wenn es um ATME geht, dann steige ich aus. Mit Dogmatikern kann man nicht diskutieren, das habe ich mit einigen schon versucht und bin gescheitert. Besonders die Auffassung wie dort "Weiblichkeit" definiert und auf Trans*menschen übergestülpt wird lehne ich rundweg ab. Vor allem weil es solche Menschen wie mich (und davon gibt es sehr viele, bestimmt mehr als Transsexuelle) ausgrenzt. Es ist nur ein Festhalten am bipolaren Geschlechtsmodell und das ist für mich die Wurzel allen Übels. Das gehört beseitigt - und zwar in den Köpfen aller Menschen.

Mir ist wie gesagt lieber, das eine möglichst breite Öffentlichkeit mit dem Thema Trans* überhaupt erst mal bekannt gemacht wird.

Noch was: man sollte lieber ein Buch schreiben als bei Facebook. Ich habe das getan, mehr für mich selbst als für andere. Es ist auch nicht mehr erhältlich. Aber es hat mir geholfen, auch die Tatsache, dass man bein Schreiben tatsächlich über sich nachdenken muss und das in Ruhe zu Ende denken muss was man aufschreibt. Das hilft vor allen seine eigenen Unzulänglichkeiten und Dogmen zu erkennen. Manchmal muss man auch zu diesen stehen, das nennt sich dann eigene Meinung - siehe dazu meine Signatur...

Jenina
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 14 im Thema

Beitrag von ab08 » Do 2. Nov 2017, 15:15

Jenina hat geschrieben:
Do 2. Nov 2017, 08:26
man sollte lieber ein Buch schreiben als bei Facebook. Ich habe das getan, mehr für mich selbst als für andere.
Liebe Jenina,

Du darfst gern machen was Du für richtig hältst!
Ich meinerseits tue das auch, würde z.B. nie schreiben, was "man machen sollte",
denn das finde ich nicht richtig, denn ich lehne Fremdbestimmung (wie sie meiner Meinung nach z.B. in obigen Film zum Ausdruck kommt) ab.
Ich mag es also nicht, wenn mich andere Leute, ohne mich zu fragen, irgendwo zuordnen...
Ich mag also auch nicht, wenn mir jemand sagt, was ich tun sollte... :wink:

Entschuldige bitte, aber, aus meiner Sicht, ist das übergriffig
und ich bin für Menschenrechte und die Entscheidungsfreiheit jedes Menschen.

Liebe Grüße
Andrea
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Re: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Erklärfilm

Post 15 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 2. Nov 2017, 15:46

Moin,

die Frage ist: wie macht man ES?

Wir werden in Zusammenarbeit mit anderen (Selbsthilfe)Gruppen und Studierenden (angefragt) Filme für die Öffentlichkeitsarbeit konzipieren und herstellen -
so nach dem Motto: "wir zeigen UNS und unser Anliegen". Dabei können verschiedene Verfahren gemischt werden: Zeichentrick/Realfilm...

Nur: wie lösen wir die Aufgabe: "kompatibel" für diejenigen zu sein, die "erstmal" informiert werden sollen; denn darum geht es uns.
Wir wünschen uns, dass man uns zuhört und unseren Filmchen zuschaut. Wir wollen dabei keine "Falschinformationen" betreiben und wir wollen auch nicht "fremdbestimmen".
Das wird schon für eine/unsere Selbsthilfegruppe keine leichte Aufgabe!

Wir werden eine Veranstaltung planen, auf der die Filme (verschiedener Gruppen) vorgestellt und erläutert werden.
Dabei können wir nur hoffen, dass dann die richtigen Informationen unter die Leute gebracht werden können.

Gruß
Anne-Mette

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