Berlin: Diskriminierung von Demenzkranken
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Anne-Mette
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Berlin: Diskriminierung von Demenzkranken

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Beitrag von Anne-Mette »

Angst und bange - das kann sicherlich jedem passieren, dass man als Demenzkranke(r) diskriminiert wird.
Hier ein Beispiel aus Berlin:
Menschen sind meistens für Dienststellen und Behörden "Fälle". Diese Fälle werden oftmals nach der Regel "Kostenvermeidung vor Menschlichkeit" eingestuft. Auch mit Sinnhaftigkeit haben diese Verfahren wenig zu tun. In Berlin schlägt gerade ein Fall Wellen, bei dem wegen Demenz Hilfe verweigert wird. Hier reicht die Rente für Unterkunft und Verpflegung, aber nicht für die Pflege.
Elke P. bekommt diese Hilfe aber nicht, weil das Sozialamt die Sozialleistung nicht am Bedarf bemisst, sondern nur eine Pauschale zahlt, weil Elke P. eine Demenz hat. Das ist eine deutliche Diskriminierung von Demenzkranken!
Das Sozialamt verweigert die Hilfe nicht etwa, weil Elke P. zu hohe Einkünfte hat, sondern nur, weil es Kosten sparen will.
Bezirksstadtrat Bernd Szczepanski (Bündnis 90/Die Grünen) hat die Weisung gegeben, dass gespart werden muss. Es wird gespart auf Kosten der Behinderten im Bezirk; das sollte so nicht hingenommen werden. Politiker, die Unsummen an falschen Stellen ausgeben, vergessen die Menschlichkeit und sparen am liebsten bei denen, die sich nicht (mehr)(selbst) wehren können. Aber wir können im Rahmen unserer Möglichkeit Unterstützung geben.
"So nicht!" rufe ich dem Bezirksstadtrat zu und verleihe ihm das Crossdresser-Forum - "Sparschwein der Woche"*.
sparschwein.jpg
Mehr über den Fall: http://hilfe-zur-pflege.org/

Gruß
CPG

* Bisher schon ein Mal in Schleswig-Holstein verliehen für die Einsparungen im Büchereiwesen
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