SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft
SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft - # 3

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Svetlana L
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 31 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Di 27. Feb 2018, 15:51

Jenina hat geschrieben:
Di 27. Feb 2018, 08:35
Man kann auf Probleme hinweisen und aufklärend wirken dass es sich hierbei um latente Probleme handelt. Man kann das auch aus feministischer Sicht bewerten. Mann kann auch Vorschläge machen wie besonders krasse Erscheinungen moderner und einer sich verändernden Gesellschaft anpassend gewandelt werden können.
Genau, und dann kommen die Gegner_innen einer sich verändernden Sprache und mit Schlagworten wie missionieren, indoktrinieren, ideologisieren usw. ist jede Diskussion im Keime erstickt.
Jenina hat geschrieben:
Di 27. Feb 2018, 08:35
Ich bin schon ein Freund von Veränderung von notwendigen Dingen - aber immer mit Augenmaß bitte! Das hilft auch bei der Akzeptanz.
Aber wer entscheidet, was notwendig und was Augenmaß ist? Da wird es sicherlich unendlich viele Meinungen geben und im Zusammenhang mit
MichiWell hat geschrieben:
Mo 26. Feb 2018, 22:36
Sprache wandelt und entwickelt sich fortwährend, wächst mit den Menschen, denn sie ist Teil der Menschen.
muss also irgendwer anfangen mit Veränderungen sonst passiert nämlich gar nichts.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

MichiWell
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 32 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 27. Feb 2018, 18:09

Svetlana L hat geschrieben:
Di 27. Feb 2018, 15:51
MichiWell hat geschrieben:
Mo 26. Feb 2018, 22:36
Sprache wandelt und entwickelt sich fortwährend, wächst mit den Menschen, denn sie ist Teil der Menschen.
muss also irgendwer anfangen mit Veränderungen sonst passiert nämlich gar nichts.
Hallo Svetlana,

schau dir die Formulierung an. Die klingt sehr nach Aktionismus, und genau das ist der Fehlschluss.

Es muss nämlich nicht irgendwer (endlich mal) anfangen.
Nein, es passiert schon laufend etwas. Und das ist auch gut so!

Wir haben schon an vielen Stellen Veränderungen, die unsere Sprache nach und nach entwickeln.

Ein Beispiel, wie Entwicklung der Sprache funktioniert:
Irgendwo wurde beispielhaft das Wort "Wähler" moniert. Aber tatsächlich wird schon viel länger von Wahlberechtigten geschrieben und gesprochen. "Wähler" und "Wahlberechtigte" wird synonym gebraucht, ohne das sich jemand daran stört.

Als Gegenbeispiel die Namensänderung der Studentenwerke in Studierendenwerke:
Das empfinden Menschen eher als Zwangsmaßnahme, weil es keine Phase der Gewöhnung gibt. Und weil die Änderung zudem auch mit erheblichen Kosten verbunden ist, die Gelder im Bereich Bildung jedoch allgemein viel zu knapp sind, erzeugt diese Maßnahme in der Breite zusätzlich Verständnislosigkeit.


Ich hoffe, es ist nun soweit klar geworden, dass ich nicht gegen Veränderung bin, sondern gegen nicht zuende gedachten, blinden Aktionismus und statt dessen für eine wohl überlegte und verträgliche Umsetzung (vor allem auch mit Blick auf die Überwindung des bipolaren Geschlechterdenkens) plädiere.


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Svetlana L
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 33 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Di 27. Feb 2018, 21:06

MichiWell hat geschrieben:
Di 27. Feb 2018, 18:09
schau dir die Formulierung an. Die klingt sehr nach Aktionismus, und genau das ist der Fehlschluss.

Es muss nämlich nicht irgendwer (endlich mal) anfangen.
Nein, es passiert schon laufend etwas. Und das ist auch gut so!
Genau solche Totschlagargumente meinte ich, was hat das denn mit Aktionismus zu tun? Ich hoffe nicht, dass du glaubst, dass Sprache sich aus sich selbst heraus ändert. Die Änderungen entstehen durch Menschen, die Sprache benutzen. Einige fangen an (ganz egal, um welche Veränderungen es nun geht), andere übernehmen das und die Änderungen gehen nach und nach in den allgemeinen Sprachgebrauch ein oder sie verschwinden irgendwann wieder.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Jenina
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 34 im Thema

Beitrag von Jenina » Fr 2. Mär 2018, 08:51

Mädels,

darf Ich Euch auf den Boden der Realität zurückholen?

Ein kleines Beispiel file mir heute bei den Nerds von Heise.de auf:
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 84081.html

dort steht:
Stark überarbeitet wurde ArchLabs-Hello, das die Anwenderin nach der Installation mit einem Terminalfenster auf dem Desktop begrüßt.
Man beachte das Wort "Anwenderin".

Und nun lese man dazu die Kommentare und staune...

Jenina
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 35 im Thema

Beitrag von Jenina » Fr 2. Mär 2018, 13:01

Noch was...

und zwar zum Thema Nerd. Ja, ich weiss, dass viele von "uns" in der IT Branche arbeiten, manchmal kam mir dass sogar schon auffällig vor. Also, diese Softwarefreaks sind in jeder Hinsicht etwas seltsam...(Vorsicht! Ironie - bitte Detektor einschalten!)

Aber eigentlich geht es mir um die "Anwenderin". Als ich vor rund zwanzig Jahren anfing mich mit Linux zu beschäftigen (wäre eine eigene Geschichte wert) habe ich mir ein Buch gekauft. Ein "Linux Anwenderhandbuch". Darin war mit konstanter Boshaftigkeit immer von der "Administratorin" die Rede, das männliche Pendant kam jedoch niemals vor. Das war bei der üblichen Verfasstheit von Fachbüchern schon seltsam. Nur wusste ich es ja besser. Denn in unserer Firma war zur Administration des Firmennetzes.. nun - spannend... eine Frau verantwortlich, also eben jene besagte Administratorin!. Und auch in meiner Profession war - und ist es bis heute - zur Administration der CAD Anwendungen eine Frau zuständig, mittlerweile natürlich eine "alte Freundin".

Um so unverständlicher die wütenden Einlassungen der Heise-Foristen. Aber eigentlich ist auch bekannt dass die meistens völlig durchgeknallt sind. Vielleicht müssten einige mal wieder ihr Köpfchen ins wirkliche Leben stecken und bei ihrer Administratorin vorbeischauen.

Mit mehr Administratorinnen hätte es villeicht auch keinen Bundes-Hack gegeben. :wink:

Jenina
Zuletzt geändert von Jenina am Fr 2. Mär 2018, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
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sbsr
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 36 im Thema

Beitrag von sbsr » Fr 2. Mär 2018, 14:19

In den Kommentaren wurde ein, wie ich finde, recht aufschlussreicher Artikel verlinkt. Vermutlich nicht unbekannt, trotzdem hier nochmal:
http://www.belleslettres.eu/content/dek ... sprech.php

Nicht ganz frei von Ironie, für mich dennoch wissenschaftlich genug aufgezogen, um meine Sichtweise der Lage zu bestärken: es gibt und gab noch nie Begriffe oder Personenbezeichnungen, die nur aufgrund ihres maskulinen Pronomens explizit oder exklusiv für Männer stehen. Erst durch die Einführung einer weiblichen Pseudo-Form aus einer Idiologie heraus wird das ursprüngliche Wort männlich. Das heißt, hätte man das Wort Kundin nie erfunden, würde auch niemand in Frage stellen, dass der Kunde auch eine Frau sein kann. Jetzt, da man durch Anhängen der Nachsilbe -in aus allem eine Frau machen kann, haben wir den Salat. Plötzlich sehen die, die dieser Idiologie folgen, im Fehlen dieser Silbe eine Diskrimierung.

Mich würde interessieren, wenn man am Eingang eines Einkaufszentrums ein Schild aufstellt "heute 1 Stück Kuchen gratis für jeden Kunden", wie viele Frauen völlig unbeirrt zugreifen, bevor überhaupt jemand auf die Idee käme, dass sie ja gar nicht gemeint sind.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 37 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 2. Mär 2018, 15:26

sbsr hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 14:19
Mich würde interessieren, wenn man am Eingang eines Einkaufszentrums ein Schild aufstellt "heute 1 Stück Kuchen gratis für jeden Kunden", wie viele Frauen völlig unbeirrt zugreifen, bevor überhaupt jemand auf die Idee käme, dass sie ja gar nicht gemeint sind.
Ein schöner Vergleich Svenja. Allerdings ist das Wort "kostenlos" in dem Satz enthalten. Und bei diesem Umstand ist der Magen, respektive die Zunge näher als das Hirn. Aber nur eine Vermutung.... )))(: :()b
Jenina hat geschrieben:
Di 27. Feb 2018, 08:35
Am berühmtesten dürfte wohl Mark Twain
Vorallem konnte er es nicht verstehen, oder tat sich sichtlich schwer damit, weswegen eine Katze weiblich, ein Hund männlich und ein Pferd geschlechtsneutral ist. Natürlich, für "nicht Muttersprachler" ein Kuriosum absurdum, das in der Tierwelt und deren Bezeichnungen drei verschiedene Artikel Verwendung finden. Und wenn man selbstehrlich wie losgelößt darüber nachdenkt - wahrhaft unnötig, bescheuert und ......ach Gottchen, Minas konstruktive Kritik an der Wahrheit. :lol: )))(:

Oder auch mit Kant´s Worten: Kritik an der reinen Vernunft...

Ich beneide die englische Sprache. Und ob, sie kommt. Immer mehr und mehr. Will nicht heissen es wäre gut für unsere Kultur, aber vielleicht ein kleiner Peak um zu lernen, wie Sprache gleich sein könnte. In einer Zeit welche zwangsläufig Veränderung fordert, Ob wir wollen oder nicht. Ob wir es gut finden oder nicht.

Nach vorne entwickeln wäre der Tenor, nicht das Stehenbleiben und zurückblicken! )))(:

Rumbazumbadoe )))(: (so)
Mina
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 38 im Thema

Beitrag von Saari » Fr 2. Mär 2018, 15:35

Mina es liegt an der Empfindung der Sprachen.
Warum ist die Sonne weiblich und der Mond männlich, wenn im Französischen es heißt le solei aber la lune?

Mina
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 39 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 2. Mär 2018, 16:00

Saari hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 15:35
Mina es liegt an der Empfindung der Sprachen.
Genau Saari, weiter...

- Die Brust
- Der BH
- Das Körbchen
- Der weibliche Leib/Körper
- Der weibliche Umfang an Brust, Hüfte Taille
- Die defekte Strassenbahn wird abgeschleppt von der intakten Strassenbahn
- Das Gehirn denkt feminin

Und mein absoluter Favorit: DER VENUSHÜGEL !!! :lol:

Humor ist wenn man trotzdem lacht, klar was ich meine? :wink: )))(:
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Mina
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 40 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 2. Mär 2018, 19:23

Und hier nochmal ein klares Statement der Sprache im deutschen Bundestag auf "Platt". Teile des Bundestages scheinen also sehr viel mehr weiter zu sein, als wir das für uns zugestehen. )))(:

http://www.huffingtonpost.de/entry/spd- ... 9c0251416b

Fck the AFD! :D :lol: )))(:
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Svetlana L
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 41 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Fr 2. Mär 2018, 20:34

Mina hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 19:23
Und hier nochmal ein klares Statement der Sprache im deutschen Bundestag auf "Platt". Teile des Bundestages scheinen also sehr viel mehr weiter zu sein, als wir das für uns zugestehen. )))(:
Da bin ich ja mal auf das Sitzungsprotokoll gespannt :lol:
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Mina
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 42 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 2. Mär 2018, 20:40

Jo, das könnte allerdings interessant werden. :lol:
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Katrin
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 43 im Thema

Beitrag von Katrin » Fr 2. Mär 2018, 21:42

Wãre das legendãre Päuschen "_" nicht einfach die Lôsung?

Atb Katrin

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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 44 im Thema

Beitrag von Marielle » Di 6. Mär 2018, 21:37

Guten Abend zusammen,
sbsr hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 14:19
.... Erst durch die Einführung einer weiblichen Pseudo-Form aus einer Idiologie heraus wird das ursprüngliche Wort männlich. Das heißt, hätte man das Wort Kundin nie erfunden, würde auch niemand in Frage stellen, dass der Kunde auch eine Frau sein kann. Jetzt, da man durch Anhängen der Nachsilbe -in aus allem eine Frau machen kann, haben wir den Salat. Plötzlich sehen die, die dieser Idiologie folgen, im Fehlen dieser Silbe eine Diskrimierung.
Das entspricht leider nicht den Tatsachen.

Man muss nur mal auf den Ursprung der Debatte in den 1960 bzw. 70er Jahren zurückschauen. Seit dem wurden reichlich empirische Belege dafür erbracht, dass Sprache die Wirklichkeit der Menschen beeinflusst bzw., als Folge davon, ihre individuellen (Denk-)möglichkeiten beschränkt. Es ist ein belegter Fakt, dass die Begriffe 'Pilot' und 'Krankenpflegerin' (alternativ: Krankenschwester) eine geschlechts- bzw. gendergebundene Assoziation massiv fördern.

Man kann versuchen, unter Hinweis auf eine vermeintliche Ideologie (mit zwei E und einem I, natürlich nur der Sprachhygiene wegen), diesen eigentlichen Grund für die Bemühungen um eine gendergerechte Sprache lächerlich zu machen und sich als Gralshüter_in der Sprache der Dichter und Denker aufzuspielen; man setzt sich dabei aber der Gefahr aus, als jemand betrachtet zu werden, der das eigentliche Problem verschleiern will und dafür auch kontrafaktische Behauptungen aufstellt.

Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

Michelle_Engelhardt
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Re: SHZ: Sparkassen-Kundin will „Kundin“ statt „Kunde“ sein – BGH prüft

Post 45 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Di 6. Mär 2018, 22:00

Da lob ich mir die englische Sprache. "the customer" und fertig!

Liebe Grüße
Das Michelle
Let's embrace the time we have, from our birth to our last breath. Don't drown in your memories, for now is your time (Mille Petrozza)

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