Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?
Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen? - # 3

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ExuserIn-2018-05-31

Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 31 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-05-31 » Di 30. Jan 2018, 11:44

Hallo
Also ich bin Trans das wisst ihr auch und grade echt Probleme mit dem Gutachterrei da es nun mit mein Therapeuten,der
selber Gutachten schreibt 3 Gutachten in weider hinsiecht schon sind. und nun noch eins haben wollen.
Was mich jetzt langsam echt behindert denn vieles will ich erst machen wenn die PÄ durch ist und ich fühle mich
ziemlich von oben gegängelt und mann kann sowas auch rückgängig machen aber die OP die ich jetzt rein rechtlich
schon machen könnte nicht. Außerdem hörte ich das eh 99% etwa genehmigt oder durchgehen sind.
Und ja auch ich bin Voll Frau mit sogenannten Männlichen Anteilen (was auch immer das sind und wie eingeordnet werden),
aber in erster Line bin ich erstmal Mensch und das ist für mich wichtiger als alles andere !
Also ich finde auch das Gesetz muss geändert werden ,auch wenn mann trotz PÄ durch ist doch manchmal bei der
einen oder anderen oder mir, sieht oder merkt wie ich geboren wurde.
Eure Christiane

Daenerys Targaryen
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 32 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Di 30. Jan 2018, 13:12

Claudia hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 10:41
Und noch ein Wort an (fast) alle: Eine unterschiedliche Sicht der Welt wird hier scheinbar nicht mehr gern gesehen. Soviel zum Thema Vielfalt. :roll:
Den Eindruck habe ich nicht (wäre es so, würde ich dieses Forum sofort verlassen). Wie bereits geschrieben halte ich Deine Ansicht, an den Gutachten festzuhalten, für falsch. Aber die Diskussion darüber finde ich richtig. Dass der ein oder andere bei einer - wie die Juristen durchaus respektvoll sagen - "Mindermeinung" mal mit den Augen rollt oder etwas kerniger dagegen hält, ist doch kein Problem, so lange niemand beleidigend wird.

Wenn wir alle einer Meinung wären, macht das Forum doch keinen Spaß! (888)

MichiWell
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 33 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 30. Jan 2018, 17:44

Daenerys Targaryen hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 13:12
Dass der ein oder andere bei einer - wie die Juristen durchaus respektvoll sagen - "Mindermeinung" mal mit den Augen rollt oder etwas kerniger dagegen hält, ist doch kein Problem, so lange niemand beleidigend wird.
Hallo Daenerys,

danke, dass du das schreibst. Ich fühle mich mit obiger Aussage durchaus angesprochen.

Ich halte aber nicht einfach nur dagegen, weil ich die Meinung meines Gegenüber niedermachen will, wie mir das zuweilen unterstellt wird. Viel mehr ist es mir gegerell wichtig (nicht nur bei Mindermeinungen), die dahinter steckenden Bewegründe und Motivationen zu erfahren und zu hinterfragen. Und da muss man zuweilen schon mal etwas intensiver nachbohren, um nicht nur mit lapidaren Statements und Allgemeinplätzen abgespeist zu werden. Erwünschter Nebeneffekt ist, dass ich meine Positionen und Ansichten dabei immer wieder überdenke und korrigiere, und gleichzeitig die Hoffnung habe, dass es auch den anderen so geht.


Liebe Grüße
Michi
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ab08
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 34 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 30. Jan 2018, 20:00

MichiWell hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 17:44
Viel mehr ist es mir generell wichtig (nicht nur bei Mindermeinungen), die dahinter steckenden Beweggründe und Motivationen zu erfahren und zu hinterfragen. Und da muss man zuweilen schon mal etwas intensiver nachbohren, um nicht nur mit lapidaren Statements und Allgemeinplätzen abgespeist zu werden. Erwünschter Nebeneffekt ist, dass ich meine Positionen und Ansichten dabei immer wieder überdenke und korrigiere, und gleichzeitig die Hoffnung habe, dass es auch den anderen so geht.
Das finde ich sehr lobenswert und versteh ich wirklich sehr gut. --
... aber Vorsicht, denn nicht jedem/ jeder ist dieses Hinterfragen recht. - Manche wollen sich nicht zu offen über ihre Motivation äußern,
weil sie es eventuell beispielsweise als zu privat empfinden. --> Daher ist bei diesem Nachbohren viel Sensibilität erforderlich, wenn man niemand verletzen will.
(Ich unterrichtete 12 Jahre Jugendliche in der Psychiatrie, dort ging es sehr oft darum, sensibel zu hinterfragen, um wirklich qualifiziert helfen zu können.)

Liebe Grüße und weiter viel Erfolg (yes)
Andrea )))(:
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ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 35 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 31. Jan 2018, 00:23

ab08 hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 20:00
Das finde ich sehr lobenswert und versteh ich wirklich sehr gut. --
... aber Vorsicht, [...]
Hallo Andrea,

danke für deine Worte. Ich weiß das zu schätzen, gerade auch wenn es von Menschen kommt, mit denen ich nicht immer so ganz einer Meinung bin.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 36 im Thema

Beitrag von VanessaL » Fr 2. Feb 2018, 05:03

Guten Morgen,

gestern war ich das erste mal beim Endikrinologen und habe dort eine Broschüre per Mail bekommen:
"Trans* nicht selbst gewählt - aber angenommen" Ein Leitfaden auf dem Weg zur Geschlechtsangleichung

Damit beschäftige ich mich das erste Mal konkreter mit der "Verwaltungs-Frage", wie werde ich staatlich und gesellschaftlich eine Frau. Klar sind mir die Schlagwort bislang schon mehrfach untergekommen, aber bislang ging es mir eher um mein "ICH", als um den Weg, wenn ich es gefunden habe ....

Beim Lesen der Broschüre sind mir Zwei Gedanken gekommen, die hier vielleicht reinpassen (vielleicht auch schon erwähnt wurden):

- eine Trennung zwischen Gutachten Gericht und Gutachten Krankenkasse halte ich für überflüssig und grundsätzlich würde ich eine "zentrale Stelle" für die Begutachtung für sinnvoll halten. Außschließen möchte ich diese nicht, aber es sollte doch deutlich einheitlicher und ggf. auf die wichtigen Dinge verschlangt werden.
- es gibt keine Möglichkeit den geforderten Alltagstest "neutral" durchzuführen; das ist so gut wie unmöglich, ohne bereits Fakten zu schaffen. Das bedeutet, entscheide ich mich für einen Alltagstest, kann ich eigentlich nicht "ungeoutet" zurück. Daher würde ich diesen grundsätzlich abschaffen. Menschen, die diesen Weg leben, entscheiden sich sowieso für ein CO und gehen als Frau durchs Leben. Allerdings fände ich einen Anspruch auf einen 4-6 Wöchen langen Alltagstest im Rahmen einer "Kur" durchaus sinnvoll. Hier gibt es viel zu wenig Möglichkeiten sich selbst zu finden und zu erproben.

Als Drittes würde ich begrüßen, wenn es eine bessere Vernetzung der vielen Informationsquellen geben könnte. So passiert es mir nach über zwei Jahren immer noch, dass ich Dinge im Netz finde, die ich noch nicht kannte - aber gerne vorher gefunden hätte. Mit mehr Wissen um die Schlagwörter finden sich auch immer wieder neue und ergänzende Informationen.

Liebe Grüße
VanessaL
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 37 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Fr 2. Feb 2018, 11:34

Liebe Vanessa seh das mit dem Alltagstest nicht so "eng". Klar, dass du, wenn du mal öffentlich, ob kurze oder lange Zeit, als Frau lebst, für alle geoutet bis. Das ist nun so und stellt für mich nur die Tatsache dar, dass du dir vorher schon sicher bist.
Ich wehre mich aber immer wieder von den Schematas, die da heißen, dass vor Behandlungen (HRT, Bartepilation....) eine gewisse Zeit im Alltagstest gelebt werden muss. Für alle Betroffenen ist dies m.M. nach eine kaum zu bewältigende Hürde.
Gott sei Dank war das bei mir nicht der Fall, denn meine Hausärztin verschrieb mir ohne ewig lange Warterei und diversen Sitzungen beim Psych. die Hormone.
Liebe Grüße und Glückwunsch zum ersten Termin beim Endo (he)
Christina

ExuserIn-2018-07-15

Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 38 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-07-15 » Fr 2. Feb 2018, 14:11

Anne-Mette hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 11:11
Name und Geschlecht sind rein persönliche Angelegenheiten; da ist für mich nicht einsehbar, dass der Staat entscheidet und die Zwangsgutachterei aufrecht erhält.
Das kann ich nur doppelt und dreifach unterstreichen. Obendrein empfinde ich diesen Irrsinn momentan als regelrecht unmenschlich!
Nachdem ich hier schon ausgiebig meine Meinung dazu gepostet hatte, sitze ich seit einigen Tagen richtig schön in der Tinte.
Ich habe das Vergnügen, den "Alltagstest" als Grippekranke in vollen Zügen auskosten und genießen zu können. Da ich die drei notwendigen Jahre bis zur gerichtlichen Antragstellung aufgrund meiner eigenen Transgeschichte leider nicht quasi nebenbei abhaken konnte, darf ich diese Zeit bis zum letzten Tage als äußere Frau mit falschen Papieren erleben. Ich kann (und will) auch nicht mehr "zurück" - den Mann hab ich tatsächlich mit allem Drum und Dran abgeschafft, sodass ich auch ungeschminkt in neutralen Klamotten draußen als "Frau" angesprochen werde.
Da ich in der Vergangenheit kaum krank war, habe ich keinen Hausarzt. Einen Hausarzt oder generell einen Arzt im hiesigen Dorf zu suchen, würde meinem schulpflichtigen Kind wegen transphober Lehrer_innen, Mitschüler_innen, Eltern sehr übel bekommen. Unter den Trans-Ärzten, bei denen ich in Behandlung bin, befindet sich kein Allgemeinmediziner. Begebe ich mich auf die Suche nach einem neuen Arzt in der nächstgrößeren Stadt, werde ich auch ohne Coming Out erstmal pauschal abgelehnt, weil die Herrschaften Weißkittel genug verdienen und die Wartezimmer auch ohne mich gerammelt voll sind. Erwähne ich den Umstand, privat versichert zu sein (nein, ich bin nicht reich, sondern nur Beamtin und kann mir keine freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft leisten, weil ich dann zusätzlich auch den Arbeitgeberanteil blechen müsste), gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder jagt man mich zum Teufel, weil die "bösen" Privatpatient_innen die überhöhten Rechnungen immer erst nach der langwierigen Kostenerstattung zahlen, oder ich nähere mich dem Coming Out. "Dann geben Sie mir mal bitte Ihre Karte!" Nun gehört meine PKV zu den extrem Sparsamen, die zwar regelmäßig die Beiträge hochschrauben, aber grundsätzlich keine Versichertenkarten anfertigen. Deshalb ist jede Diskussion dort sinnlos, mich unter dem korrekten weiblichen Namen zu führen, weil ich das nach außen hin nicht dokumentieren könnte! Mangels Karte wird als nächstes um meinen Perso gebeten. Und das dürfte es dann gewesen sein ...
Wer ohnehin am liebsten gar keine neuen Patienten aufnehmen will, wird freilich schwer begeistert davon sein, eine Frau mit Männerausweis begrüßen zu dürfen.
Das nur als ergänzendes Beispiel aus dem realen Leben, wie herrlich, wundervoll und selbstbewusstseins-stärkend der in so weiser Absicht geschaffene "Alltagstest" sein kann!

Derweil pumpe ich mich mit literweise Ingwertee, heißer Zitrone und Schmerztabletten voll und bete, dass wenigstens das Fieber sinken mag. Zum Glück darf ich als Beamtin drei Tage ohne Krankenschein fehlen (oh ja, das wird nun wieder Kreuze und Sterne in die Augen einiger NIcht-Beamt_innen zaubern), sonst hätte ich ein noch größeres Problem. Wenn es nicht besser wird, werde ich wohl den Notarzt bemühen müssen, denn zu dem oben beschriebenen gesetzlich verordneten Affenzirkus "Alltagstest" fehlt mir momentan die Kraft.
Wenn ich dran denke, dass mir das innerhalb der drei Jahre noch x-mal passieren kann, wird mir schlecht ...

Semele

MichiWell
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 39 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 2. Feb 2018, 14:36

ChristinaF hat geschrieben:
Fr 2. Feb 2018, 11:34
Ich wehre mich aber immer wieder von den Schematas, die da heißen, dass vor Behandlungen (HRT, Bartepilation....) eine gewisse Zeit im Alltagstest gelebt werden muss. Für alle Betroffenen ist dies m.M. nach eine kaum zu bewältigende Hürde.
Hallo Christina,

das ist genau der springende Punkt. Die Betroffenen werden dadurch unter Umständen zusätzlich traumatisiert. Das kann man als nicht Betroffener nicht wollen, wenn man einigermaßen mit Vernunft gesegnet ist.

Nach dem Ansehen unzähliger Berichte, in denen auch immer wieder Gedanken zur Historie des Transsexuellengesetzes angebracht wurden, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Alltagstest vor dem Beginn irgendwelcher angelichender Behandlungen eher als hohe Einstiegshürde und abschreckende Maßnahme angedacht war, um möglichst schon von vorn herein alle auszusieben, die nicht 100% TS sind. Dass man dadurch womöglich auch nicht wenige TS so unter Druck setzt, dass ihre Kraft nicht ausreicht, diese zusätzliche Belastung auszuhalten, und dass diese dann auf der Strecke bleiben (die Suizid begehen oder durchdrehen und in der sprichwörtlichen Irrenanstalt landen), hat man wohl zumindest billigend in Kauf genommen.

Das stimmt mich sehr traurig, und ich bin strikt dagegen, auch weiterhin derlei unnötige Zwangsmaßnahmen aufrecht zu erhalten.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 40 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Fr 2. Feb 2018, 15:28

Genau so sehe ich das auch, Michi.
Alleine der Gedanke, dass ich mich, zu Beginn meiner TS in der jede Faser, jede Zelle in mir nur danach gerufen hat "Werde endlich das was du bist, eine Frau", zuerst den "Alltagstest" stellen haben müsste, macht mich wahnsinnig.
So hoffe ich, dass es vielen anderen TS Frauen auch so geht, klar ihren Willen und ihre Meinung darzulegen, damit möglichst früh mit der Angleichung begonnen werden kann.
LG
Christina

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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 41 im Thema

Beitrag von Katrin » Fr 2. Feb 2018, 17:11

Da bin ich nun ganz frisch hier angekommen und melde mich direkt zu diesem heißen Thema. Hallo an alle!!
Mir kommt es so vor, als sei ein Alltagstest sowieso nicht mit dem "allgemeinen Persönlichkeitsrecht" vereinbar. Wenn alle so leben dürfen wie sie wollen, kann es eigentlich auch keine Kriterien für ein geschlechtsspezifisches Auftreten geben.
Wer setzt so etwas fest? Die Erkenntnis Frau zu sein basiert doch nicht auf dem Zwang sich die Nase zu pudern (ich bin leider manchmal etwas zynisch).

Es ist doch eine innere Erkenntnis. Außerdem ist vor dem Schritt zur Transition ja bereits der Alltagstest im zugewiesenen Geschlecht eindeutig gescheitert. Ich selbst habe mich Zeit meines Lebens mit Händen, Füßen und Hysterie gegen alles allzu männliche gewehrt, das ist doch Alltagstest genug. Wer sich zuerst in sein Schicksal fügt, um später zu einer Erkenntnis zu gelangen, wird wahrscheinlich auch klare Gründe in sich erkennen, um einen Schritt machen zu wollen.

atb Katrin

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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 42 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 2. Feb 2018, 17:59

VanessaL hat geschrieben:
Fr 2. Feb 2018, 05:03
Allerdings fände ich einen Anspruch auf einen 4-6 Wöchen langen Alltagstest im Rahmen einer "Kur" durchaus sinnvoll. Hier gibt es viel zu wenig Möglichkeiten sich selbst zu finden und zu erproben.
Danke dir Vanessa. (ap)

Das ist ein guter Gedanke, den ich als wirklich sinnvoll erachte.

Die Möglichkeit sich unter alltagsnahen Bedingungen auszuprobieren, ohne die Gefahr eines unwideruflichen Zwangsoutings in Familie, Firma und u.U. der ganzen Stadt, ist sicherlich ein hilfreiches Angebot für Betroffene, bei denen große Zweifel und Unsicherheit herrschen, ob sie Vollzeit als Frau leben wollen/müssen, um von dem seelischen Druck wegzukommen.

Das könnte ihnen unter Umständen viele Jahre Zweifel und Leid ersparen.

Allein der Gedanke, womöglich alles rückgängig machen zu müssen und zu widerrufen, ist schon sehr abschreckend. Man bekommt die Zahnpasta nun mal nicht wieder zurück in die Tube gedrückt.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 43 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 2. Feb 2018, 18:13

Katrin hat geschrieben:
Fr 2. Feb 2018, 17:11
Da bin ich nun ganz frisch hier angekommen und melde mich direkt zu diesem heißen Thema. Hallo an alle!!
Hallo Katrin,
dann begrüße ich dich doch gleich mal an dieser Stelle: Herzlich Willkommen in diesem schönen Forum. )))(:
Finde ich super, dass du gleich mit einsteigst. (ap)
Katrin hat geschrieben:
Fr 2. Feb 2018, 17:11
Die Erkenntnis Frau zu sein basiert doch nicht auf dem Zwang sich die Nase zu pudern (ich bin leider manchmal etwas zynisch).
Dem was du schreibst kann ich nur zustimmen. Zumal in so einem "Alltagstest" oftmals Dinge von den Betroffenen erwartet wurden, die völliger Quatsch sind. Ich als Teilzeitfrau nutze zwar jede Gelegenheit, um dann Kleid oder Rock zu tragen. Doch die Vorstellung, die lange Zeit verbreitet war, und womöglich immer noch in den Köpfen mancher "Gutachter" herumspuken mag, dass die Betroffenen während des Alltagstests keine Hosen tragen dürften, ist, wie du auch schreibst "nicht mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht vereinbar". Sogar ich würde wohl zumindest ab und zu mal eine Hose anziehen. :lol:


Liebe Grüße
Michi
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Anne-Mette
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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 44 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 2. Feb 2018, 18:21

Moin,

es wäre schön, wenn wir bei Fakten bleiben und nicht immer wieder "Gehörtes" aufbereiten (smili)

Es geht um ZIELE.
Da sollten wir möglichst solche Beiträge schreiben, die aufgegriffen werden können, um die Ziele zu verwirklichen.
Der "Alltagstest" ist schon lange kein MUSS und Problem (wer will den auch kontrollierend begleiten?), sondern in manchen Fällen ein individuelles Problem, das ganz anders angegangen werden kann und muss.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Gibt es für "uns" gemeinsame Ziele, die (fast) alle unterstützen?

Post 45 im Thema

Beitrag von eilinfox » Di 6. Feb 2018, 09:59

Es gibt keine gemeinsamen Ziele!!!

Wie sollten die auch aussehen?

In der Phase der Selbstfindung gibt es vielleicht noch das Thema Stiling.

Ist diese Phase abgehackt wird eine transsexuelle Frau aber ihre eigenen Wege gehen, die je nach Voraussetzungen und Bereitschaft nach Veränderung unterschiedlich ausfällt.

Ich bin auch der Überzeugung, dass bei positiver Einstellung der Alltagstest und die Zwangsgutachterei im Rahmen der VÄ/PÄ eigentlich keine große Hürde darstellt.

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