Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden
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Brigitta
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Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 1 im Thema

Beitrag von Brigitta » Fr 5. Jan 2018, 08:46

Im "Spandauer Volksblatt" vom 3. Januar 2018 fand ich ein Interview mit dem Bezirkbürgermeister Helmut Kleebank, der erklärte, dass die Stelle der Frauenbeauftragten im Bezirksamt seit längerer Zeit nicht besetzt werden könnte, weil "... eine Rückmeldung der Senatsverwaltung für Gleichstellung aussteht, die entscheiden muss, ob die Stellenausschreibung mit ... Qualifizierung gerechtfertigt ist." Er halte es nämlich für wichtig, "dass die neue Frauenbeauftragte im Bereich Gender Mainstreaming und Gleichstellung studiert hat." Das wiederum hatte die Frauenvertreterin im Bezirksamt moniert, weil sie befürchtet, dass damit Mitbewerberinnen aus dem Rathaus benachteiligt werden.
Als einfache Bürgerin dachte ich, dass für eine Stelle in der kommunalen Verwaltung zunächst eine fachliche Qulifikation wichtig sei, also auch für eine Frauenbeauftragte. Für diese Stelle aber gleich das besagte Studium zu fordern, halte ich doch für etwas übertrieben. Aber wahrschenlich fehlt mir einfach das Verständnis für die Anforderungen und Aufgaben einer Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten ...

LG, Brigitta ))):s
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VanessaL
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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 2 im Thema

Beitrag von VanessaL » Fr 5. Jan 2018, 09:06

.... somal es nicht Frauenbeauftragte(r) (?) heißen sollte, sondern Gleichstellungsbeauftragte(r)

.... wer dann auch immer, hat da wohl noch viel zu tun ...

Aber mal unter uns .... da gibt es im Überhang doch sicher viele Mitarbeiter*innen die man qualifizieren könnte, wenn sie denn motiviert sind ...

Aus meiner Erfahrung hat die Forderung nach dem Studium etwas mit der Stellenbewertung zu tun ... in Deutschland hängt die Bezahlung im öffentlichen Dienst an der Ausbildung und Berufserfahrung ab und nicht an der Qualifikation und Motivation ...
(eine mögliche Erklärung für den Konflikt)

Liebe Grüße
VanessaL

Svetlana L
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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Fr 5. Jan 2018, 09:55

Also, wir in TS (was für eine passende Abkürzung) haben unsere Stelle seit Anfang diesen Jahres besetzt bekommen. Die neue Kollegin sitzt im Zimmer nebenan :mrgreen:
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

MichiWell
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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 4 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 5. Jan 2018, 11:04

Ich finde es interessant, dass man sich anscheinend darüber uneins ist, ob fachliche Qualifikation oder allein das Geschlecht für die Besetzung der Stelle relevant ist. Das lässt hoffen, und vielleicht gibt es igendwann mal einen Mann als Frauenbeauftragten bzw. Gleichstellungsbeauftragten, wie Vanessa richtigerweise anmerkt. Dann hätten wir einen weiteren Meilenstein in der Gleichstellung erreicht.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 5 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Fr 5. Jan 2018, 11:11

Dass allein das Geschlecht ausschlaggebend ist, will ich mal ausschließen. Ein Mindestmaß an Qualifikation sollte schon mit dabei sein, wobei sich die Frage stellt, ob das auf ein Studium der genannten Fachrichtung beschränkt sein muss. Wer weiß, was Spandau sich dabei gedacht hat. Vielleicht gibt es ja eine Wunschkandidatin und man möchte den Berwerberinnenkreis möglichst klein halten ... ach nee, das ist ja wegen des Prinzips der Bestenauswahl völlig abwegig :mrgreen:
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 6 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 5. Jan 2018, 11:20

Hallo Svetlana,

dass man jemand nimmt, der/die wenigstens einen Computer bedienen kann (und noch ein paar andere "Kleinigkeiten"), ist mir schon klar. Ich habe ganz bewusst den Finger in die Wunde gelegt, dass bisher Bewerber für die Stelle Gleichstellungsbeauftragte(r) immer auf Grund ihres (männlichen) Geschlechts abgelehnt wurden. :wink:


Liebe Grüße
Michi
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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 7 im Thema

Beitrag von VanessaL » Fr 5. Jan 2018, 13:53

(fwe3)
Was ein Zufall....

Grade habe ich unsere Frauenbeauftragte getroffen und erfahren, dass sie zum 01.02. die Dienststelle wechselt und eine neue Aufgabe übernimmt ... die Stelle der Frauenbeauftragten wird dann ausgeschrieben (he)
Meine Frau meinte ich solle mich doch darauf bewerben (ap) „au ja“

Dann habe ich mal nachgelesen ...

Paragraph 51 HIGH (Hessisches Gleichberechtigungsgesetz)

Da steht, Abs 2 Satz 1: Zur Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten darf nur eine Frau bestellt werden.

Damit bin ich wohl aus dem Rennen :shock:
In so kurzer Zeit werde ich meine Peronenszandänderung wohl nicht durchbekommen .... (wo)

Aber vielleicht reicht ja auch der dgti-Ausweis ? (cow)

Ein Versuch wäre es vielleicht mal wert und bei

:((a

gleich mal den Arbeitgeber vor den Kadi ziehe ... das dauert ja mehrere Jahre und dann sollte sich bis dahin der Personenstand doch ändern lassen ... (gitli)

Nicht ganz ernst gemeint - aber bittere Wahrheit

Liebe Grüße
VanessaL
(Frauenbeauftragte in Spee)

MichiWell
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Re: Berlin - Stelle der Frauenbeauftragten kann nicht besetzt werden

Post 8 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 5. Jan 2018, 14:29

Hallo Vanessa,

ich will dich zu nichts drängen oder überreden. Doch wenn es für dich ok wäre, es auf einen Versuch ankommen zu lassen, fände ich das sehr spannend zu sehen, was dabei herauskommt.


Liebe Grüße
Michi
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