Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Antworten
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 12208
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: InterS
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Hat sich bedankt: 478 Mal
Danksagung erhalten: 3550 Mal
Gender:

Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Okt 2017, 09:41

Moin,

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) fordert in einer im September veröffentlichten Pressemitteilung ein vereinfachtes Begutachtungsverfahren für den medizinischen Prozess der Geschlechtsangleichung. Auch wenn die Sprachwahl stellenweise unglücklich ist, begrüßt die Bundesvereinigung Trans* ausdrücklich den Grundtenor und die darin aufgestellten Forderungen: Abkehr vom Krankheitsparadigma, Abschaffung des Alltagstestes und der Zwangspsychotherapie, bessere und breiter aufgestellte Beratungsinfrastruktur und besser ausgebildete Ärzt*innenschaft.

https://www.bv-trans.de/2017/10/09/selb ... gleichung/

Gruß
Anne-Mette

JanaH
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 250
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Kiel
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 86 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 2 im Thema

Beitrag von JanaH » Fr 13. Okt 2017, 10:16

Insbesondere diesen Absatz finde ich wichtig für ein selbstbestimmtes Leben:

In einem Punkt widersprechen wir jedoch der Auffassung der DGE, wenn sie sagt: ‚Die Selbsteinschätzung und die Begutachtung eines in diesem Bereich versierten Psychologen müssen reichen.‘ Selbstauskünfte psychologisch einschätzen d.h. bewerten zu wollen, reproduziert eine (Krankheits-)Diagnostik und nimmt mündigen, gut informierten trans* Menschen ihre Würde und Selbstbestimmung. Denn sie stehen dann weiterhin unter einem Beweiszwang. Unserer Auffassung nach wäre es angebracht, trans* Menschen alle trans*-spezifischen Behandlungen, einschließlich der endokrinologischen Behandlung mit Hormonen, auf Basis eines „informed consent“ Modells zu ermöglichen. D.h. die Behandlungssuchenden sind vorab über alle Konsequenzen und mögliche Gesundheitsfolgen der Behandlung umfassend aufgeklärt, um darin selbst einwilligen zu können. Genau das wäre mit einem qualitativ und quantitativ stark verbesserten Beratungsnetzwerk, wie auch von der DGE gefordert, zu erreichen. Insbesondere die Peer- und community-basierte Beratung und ihr Erfahrungswissen sind für uns hierbei zentral.

Liebe Grüße

Jana

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1354
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 618 Mal
Danksagung erhalten: 819 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 3 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 14. Okt 2017, 15:15

Hallo Jana,

bei der Auffassung der DGE, die Thematik auf die Basis eines „informed consent“ zu reduzieren, regt sich bei mir dennoch Widerstand. Das Konzept der "informierten Einwilligung", also die Vorab-Aufklärung über mögliche Risiken und Folgen, dient doch in allererster Linie der Absicherung des behandelnden Arztes vor den Regressansprüchen seiner Patienten. Die Aufklärung und Beratung der Patienten ist dem nur nachgeordnet. Und ob von einer Behandlung abgeraten wird, ist unter Umständen mehr von wirtschaftlichen Erwägungen des Arztes abhängig, als davon, was das wahrscheinlich besser für den jeweiligen Patienten ist. Von daher finde ich es schon nicht schlecht, wenn die Entscheidung über eine Behandlung nicht allein von der Beratung des Arztes abhängt, der hieraus einen wirtschaftlichen Vorteil zieht. Eine vorhergehende, unabhängige und ergebnisoffene(!) Beratung, so wie z.B. bei einem Schwangerschaftsabburch, finde ich durchaus angebracht.

Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

JanaH
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 250
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Kiel
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 86 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 4 im Thema

Beitrag von JanaH » Sa 14. Okt 2017, 15:27

Hallo Michi,

den wirtschaftlichen Aspekt habe ich jetzt so gar nicht auf dem Schirm, sollte wohl auch eher eine untergeordnete Bedeutung haben. Die Formulierung: "die Behandlungssuchenden sind vorab über alle Konsequenzen und mögliche Gesundheitsfolgen der Behandlung umfassend aufgeklärt, um darin selbst einwilligen zu können“ erfüllt doch Deine Forderung, oder missverstehe ich hier etwas?

Liebe Grüße

Jana

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1354
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 618 Mal
Danksagung erhalten: 819 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 5 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 14. Okt 2017, 16:33

Hallo Jana,

nein, meine "Forderung" ist damit genau nicht erfüllt.
Die zwei entscheidenden Worte in meinem vorherigen Beitrag waren "unabhängig" und "ergebnisoffen".
Hast du dazu eventuell noch Fragen?

Im Übrigen kann der wirtschaftliche Aspekt gar nicht von untergeordneter Bedeutung sein, so lange der Arzt davon profitiert. Sicher mag es Ärzte geben, die ihre "Berufehre" noch ziemlich hoch halten. Aber gerade bei Spezialisten ist das eher geschäftsschädigend. Ärzte und Krankenhäuser sind schließlich privatwirtschaftliche Unternehmen, die Ertrag abwerfen müssen. Das wird nur zu gern vergessen. Ich kenne Fälle in meiner Familie, wo Ärzte Patienten zu einer Behandlung gedrängt haben, die sich zwar für den Arzt gerechnet hätte, aber für den Patienten zum Teil mit langfristig ganz erheblichen Nachteilen verbunden gewesen wäre. Mit Rücksicht auf die Betroffenen möchte ich hier aber keine Details nennen.

Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

JanaH
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 250
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Kiel
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 86 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 6 im Thema

Beitrag von JanaH » Sa 14. Okt 2017, 16:41

Hallo Michi,

o.k., da bin / war ich wohl etwas zu naiv... Behandlungen zum Schaden des Patienten kann ich mir so gar nicht vorstellen.*
Mein Feindbild waren bisher eher die Krankenkassen...
Was stellst Du Dir denn genau vor? Wer soll das leisten? Sind dann nicht wieder andere wirtschaftliche Aspekte Thema?

Liebe Grüße

Jana


* Edith sagt: wobei ich anmerken muss, dass meine Arztbesuche sich auf einmal in 15 Jahren beschränken, da bin ich wirklich nicht auf Stand...
Zuletzt geändert von JanaH am Sa 14. Okt 2017, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1354
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 618 Mal
Danksagung erhalten: 819 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 7 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 14. Okt 2017, 17:03

Hallo Jana,

wer das leisten soll? Ganz einfach die, die sich jetzt schon mit den Betroffenen befassen, die Psychologen. Der Unterschied ist nur, dass diese jetzt ein "Urteil" darüber abgeben müssen, ob die Person "Trans" ist, und die weitere Behandlung von diesem Urteil abhängig ist. Deswegen auch mein Hinweis auf den Schwangerschaftsabburch, wo man einen Beratungsnachweis vorlegen muss. Das verhindert natürlich nicht, dass die Beratenden versuchen können, Einfluss zu nehmen. Aber es verhindert den primären Interessenkonflikt.

Was dein "Feindbild" Krankenkassen betrifft, so liegst du sicher nicht volkommen falsch. Aber es ist auch so, dass die Ärzte/Krankenhäuser natürlich darauf schauen, wie sie aus dem Katalog der Leistungen, die von den Kassen bezahlt werden so viel wie möglich heraus holen. Es gibt sogar Software, die in dieser Richtung Unterstützung bietet, und ich sehe auch selbst, dass das Krankenhaus nach meinem stationären Aufenthalt teilweise ein halbes Jahr darüber brütet, welche Katalog-Leistungen es meiner Versicherung in Rechnung stellen kann. Das ist teilweise schon sehr abendteuerlich, was da alles an Positionen auftaucht, ebenso die "Begründungen", wenn man mal mit einem Arzt Rücksprache hält.


Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

JanaH
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 250
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Kiel
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 86 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 8 im Thema

Beitrag von JanaH » Sa 14. Okt 2017, 17:16

Hallo Michi,

also von „Urteil“ auf „teilgenommen“?

Damit könnte ich mich anfreunden, obwohl hier auch schon wieder das Thema:
"der hat erst in einem halben Jahr Zeit" / "der verweigert den schein“ relevant werden kann...
Du begibst Dich wieder in eine Abhängigkeit, die zumindest zu hinterfragen ist.
Das „Grundvertrauen“: der Mensch vor mir weiss, was er will, wird ad Absurdum geführt.
Ich muss auch nicht erst einen Test durchführen, um zu beweisen, dass ich wählen darf, auch nicht die AFD.
Wieviele Eltern sollten erst einmal einen Grundkurs durchlaufen...
Provokant, ich weiss

Liebe Grüße

Jana

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1354
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 618 Mal
Danksagung erhalten: 819 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 9 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 14. Okt 2017, 17:37

Hallo Jana,

klar kann man immer wieder damit "argumentieren", dass es irgendwelche Abhängigkeiten gibt. Richtig ist auch, dass es noch andere Fälle und Situationen geben mag, in denen eine vorherigen Beratung oder ein Eignungstest wünschenswert wäre. Klar sollte man darauf vertrauen, dass jeder Mensch weiß, was er will. Aber es wird wohl immer so sein, dass man in manchen Fällen etwas genauer hinschauen möchte, ob es tatsächlich so ist, insbesondere wenn es sich um sehr weitreichende Konsequenzen handelt, und die Gemeinschaft für die Kosten aufkommen muss, womöglich obendrein auch noch dafür, dass der Wusch/die Entscheidung sich im Nachhinein als falsch herausstellt. Das sollte man bei allem Verständnis für die Betroffenen nicht ganz vergessen.

Ich hatte es glaube ich gerade erst an anderer Stelle geschrieben, dass man immer mal versuchen sollte die Perspektive zu wechseln, oder mal die Betroffenen austauschen. Es gibt abseits vom Thema Trans beispielsweise Menschen, die Ärzte mit der Amputation völlig gesunder Körperteile wie Arme oder Beine bedrängen? Sollte man da auch einfach so den Wünschen dieser Menschen nachgeben, und darauf vertrauen, dass diese Menschen wissen schon wüssten, was gut für sie ist.

Ja ok, ich höre schon die Aufschreie im Forum, ich würde Transsexuelle mit "solchen" Menschen gleich setzen.

NEIN, das will ich nicht.

Ich versuche einfach nur zu hinterfragen, um Ansichten und Positionen auf ihre Stabilität zu prüfen.


Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

JanaH
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 250
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Kiel
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 86 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 10 im Thema

Beitrag von JanaH » Sa 14. Okt 2017, 17:54

Hmmm, wer will denn hinschauen?
Ich weiss jedenfalls, was ich möchte.
Du wahrscheinlich auch, wenn Du Dir einen Döner ohne scharf bestellst.
oder wenn Du ins Tatoo- Studio gehst...

???

Liebe Grüße

Jana

heike65
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 355
Registriert: Do 10. Mär 2016, 09:34
Geschlecht: MzF
Pronomen: Du
Wohnort (Name): Kappeln
Hat sich bedankt: 138 Mal
Danksagung erhalten: 138 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 11 im Thema

Beitrag von heike65 » Sa 14. Okt 2017, 18:13

Na das ist dann doch ein nicht kleiner Unterschied, so zwischen Döner bestellen und dem Wunsch nach einer GaOp oder HRT, kopfschüttel

Svetlana L
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 557
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 06:47
Geschlecht: trans*-Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 133 Mal
Danksagung erhalten: 369 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 12 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Sa 14. Okt 2017, 18:18

MichiWell hat geschrieben:
Sa 14. Okt 2017, 15:15
bei der Auffassung der DGE, die Thematik auf die Basis eines „informed consent“ zu reduzieren, regt sich bei mir dennoch Widerstand.
Michi, da hast du m. E. was durcheinandner gebracht. Nicht die DGE fordert den "informed consent", sondern das ist die Aussage/Forderung des BVT*. Da heißt es, dass die Behandlungssuchenden umfassend informiert sind über Konsequenzen und mögliche Gesundheitsfolgen. Wer darüber berät/informiert steht da nicht. Wenn man dann aber den nächsten Satz liest, wird es m. E. klarer, denn da ist die Sprache von einem peer- und community-basierten Beratungsnetzwerk. Die Ärzte sind da erst mal außen vor. Die DGE dagegen fordert die Selbsteinschätzung und ein Gutachten, was m. E. immer noch eins zu viel ist.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1354
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 618 Mal
Danksagung erhalten: 819 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 13 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 14. Okt 2017, 19:04

Hallo Svetlana,

danke für die Richtigstellung. Davon abgesehen denke ich, dass meine Aussagen vom Grundgedanken her bestehen bleiben können.
Svetlana L hat geschrieben:
Sa 14. Okt 2017, 18:18
Die DGE dagegen fordert die Selbsteinschätzung und ein Gutachten, was m. E. immer noch eins zu viel ist.
Da stimme ich dir zu. Eine umfassende Beratung und Begleitung halte ich für wichtig. Ein Gutachten, also eine fremdbestimmte Beurteilung, die über die Freigabe einer Behandlung entscheidet, sollte man auf die tatsächliche Notwendigkeit prüfen.

Liebe Grüße
Michi
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Badfeel
Beiträge: 33
Registriert: So 17. Sep 2017, 17:18
Geschlecht: männlich
Pronomen: Er
Wohnort (Name): Viersen
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 28 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 14 im Thema

Beitrag von Badfeel » Sa 14. Okt 2017, 19:40

Mir persönlich stößt das ganze Thema auf.

Das ist mein Körper und ich mache damit was ich will. So sieht "Eigenbestimmung" letztenendes real aus. Ich geh zum Arzt, der erzählt mir, genau wie bei ner
Beschneidung, bei einer Schönheits OP usw was es für Risiken und Komplikationen geben könnte und ich sag dann ja oder nein Punktum.

Das ist der gleiche Schwachsinn wie das "Nichtraucherschutzgesetz". Man hat nix sinnvolles zu tun also bestimmen wir mal das Leben andere weil ja der
Privatautonom nicht in der Lage ist, selber zu entscheiden ob er in ne Eckkneipe geht wo geraucht wird oder nicht.

Ich denke, die ganze Thematik ist nur den Kassen geschuldet, damit die nicht für alle Zahlen müssen weil sie nicht wollen. Wirtschaftsaspekt ist also
hier meines Erachtens nach extrem groß geschrieben, verdient ja aktuell jeder nen Heidengeld nur weil sich einer wandeln möchte...

Meine Meinung
Ich bin ich
Ich bin ich auf meine Weise
Ich bin ich
Manchmal laut und manchmal leise

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1354
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Hat sich bedankt: 618 Mal
Danksagung erhalten: 819 Mal
Gender:

Re: Der Bundesverband Trans* zum Vorstoß der Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Post 15 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 14. Okt 2017, 20:15

Badfeel hat geschrieben:
Sa 14. Okt 2017, 19:40
Ich denke, die ganze Thematik ist nur den Kassen geschuldet, damit die nicht für alle Zahlen müssen weil sie nicht wollen.
Ja stimmt. Wie konnte ich das nur übersehen. Die Sch****-Krankenkassen wollen einfach nix zahlen. :o

Da fällt mir ein, dass ich immer chronisch pleite bin. Ist doch sicher kein Problem für dich, dass du mir jeden Monat 500 Euro überweist.
Schließlich weiß ich ja selbst am besten, was gut für mich ist, und ich kann nur glücklich werden, wenn du mir dein Geld gibst. Also her damit. :mrgreen:
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Antworten

Zurück zu „Politik - Initiativen - Forderungen“