Neue Zürcher Zeitung über Diskriminierungsverbote
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Anne-Mette
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Neue Zürcher Zeitung über Diskriminierungsverbote

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 12. Okt 2017, 11:44

Moin,

im Einleitungstext heißt es:

Der Ruf nach einem strafrechtlichen Diskriminierungsverbot für Lesben und Schwule ist verständlich. Doch mehr als Symbolwirkung käme einer solchen Vorschrift nicht zu. Es gibt bessere Wege, um Diskriminierungen aufgrund der Lebensform zu beseitigen.

https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/k ... ld.1321282

Gruß
Anne-Mette

Vicky_Rose
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Post 2 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 12. Okt 2017, 13:16

Nicht immer aber erweist es sich als zielführend, wenn Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens mithilfe von Strafandrohungen zum Durchbruch verholfen werden sollen. Die Funktion des Strafrechts besteht darin, elementare Rechtsgüter vor groben Angriffen zu schützen.
Heißt das, dass unsere Anliegen im schweizer Recht nicht als "elementar" betrachtet werden ? Ganz schön heavy. Wenn der Grundtenor auch in die richtige Richtung (nämlich der Anerkennung anderer Lebensformen) weist, solche Sätze sind aus meiner Sicht ein "Nogo".

Befremdlich ist für mich auch die Tatsache, dass die Diskriminierung im schweizer Recht von Menschen auf bestimmte Gruppen eingeschränkt wird. Das ist geradezu eine Einladung, andere zu diskriminieren. Wieso gibt es diese Einschränkung ?
Viele Grüße
Vicky

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ab08
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Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 » Fr 13. Okt 2017, 20:31

Hallo meine Lieben,

die nzz hatte schon immer eine "besondere" politische Richtung und vertrat entsprechende Ansichten. :wink:

Liebe Grüße
Andrea )))(:
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ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

Andrea aus Sachsen
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Post 4 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Di 17. Okt 2017, 00:42

.
Ich kann mich der Auffassung des Autors von oben verlinktem Artikel weitestgehend anschließen. Der Abbau von Diskriminierung funktioniert nicht mit Strafgesetzen. Bestenfalls in groben Beleidigungen und Hetze gegen bestimmte Gruppen oder Einzelpersonen sehe ich einen Straftatbestand.
Wenn es dagegen vermeintlich Betroffenen möglich ist, in selbst harmlose Aussagen eine Diskriminierung hineinzuinterpretieren und gegen den Verursacher gerichtlich vorzugehen, ist das eindeutig zu viel des vielleicht gut gemeinten. Es würden Tabuzonen geschaffen, weil wegen drohender Strafen es zu bestimmten Themen keine öffentlichen Diskussionen mehr gäbe. Eine konstruktive Lösung bestehender Probleme oder auch nur der Abbau von Vorbehalten wären so nicht möglich.
Problematisch an der Sache wäre weiterhin, wer festlegen soll, wo in welcher Situation für welche Gruppe die Diskriminierung beginnt. Das ist meines Erachtens nur durch einen respektvollen Umgang miteinander lösbar und nicht mit Paragraphen.
Im Übrigen hatte ich schon mal einen Thread zu diesem Thema gestartet: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 37&t=13743
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

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