Problem in meinem Kopf
Problem in meinem Kopf

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Rico_91
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Problem in meinem Kopf

Post 1 im Thema

Beitrag von Rico_91 » Do 17. Nov 2016, 09:08

Hallo zusammen,
Ich war bereits mal Mitglied dieses Forums, dachte aber, dass ich einen Entzug schaffe und hatte deswegen den Account löschen lassen. Naja, hat nicht funktioniert :D
Also kurz zu mir: ich (25) trage sehr gerne Damenwäsche unter meiner normalen Kleidung, hatte mich aber auch schon mal komplett als Frau verkleidet und mich auch echt wohl gefühlt. Brautkleider haben es mir auch sehr angetan, allerdings habe ich nicht den drang, mich darin öffentlich zu zeigen, das ist für mich. Manchmal finde ich es allerdings aufregend, wenn ich irgendwo bin, wo ich unbekannt bin, und die Unterwäsche etwas aus meiner Hose rausgucken lasse. So viel zu meiner Vorliebe.
Seit 7 Monaten habe ich eine neue Freundin, nach etwa 2 Monaten habe ich ihr reinen Wein eingeschenkt. Dabei habe ich mich allerdings auf die Damenwäsche und auch dort nur auf Slips/Strings beschränkt - für mich war das ein guter Kompromiss. Sie hat erst zurückhaltend reagiert und hat sich sorgen gemacht, dass ich eine Frau sein möchte, was ich aber zu 100% verneinen kann. Danach hat sie es akzeptiert und ich hatte dann auch Strings in ihrer Gegenwart hat, auch wenn es zum Sex kam. Es verlief immer so wie vorher, die Sache schien also tatsächlich nichts zu ändern. Jetzt aber zu meinem Problem: ich traue mich trotzdem nicht, regelmäßig diese Sachen in ihrer Gegenwart zu tragen, irgendwie bin ich blockiert. Ich habe Angst, dass sie dem zu viel Wichtigkeit bemisst und ich bin dann auch immer zu sehr auf die Wäsche selbst fokussiert. Dann kann es vorkommen, dass ich, obwohl die Wäsche mich sehr reizt, keine Erektion bekomme. Meine Freundin bringt das dann wohl auch mit der Wäsche in Verbindung und würde das alles vielleicht in Frage stellen. Und so trage ich die Sachen weiter wie seit Jahren nur für mich, obwohl mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist, eine Freundin zu haben, die das akzeptiert. Das stellt mich nicht zufrieden...

LG, Rico

SusaneB
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Re: Problem in meinem Kopf

Post 2 im Thema

Beitrag von SusaneB » Do 17. Nov 2016, 10:29

Ich könnte mir vorstellen das es dir gerade so geht wie es mir mir kurzen noch ging.
Ich dachte mir das ich irgendwann die Leute die bescheid wissen damit nerve, auch wenn ich es immer noch mehr für mich auslebe, als in deren Gegenwart.
Ich weiß das es für sie nun normal ist, aber ich denke immer noch manchmal das sie es nur akzeptieren um mir nicht vor den Kopf zu stossen.
Man denkt schnell das Akzeptanz wie ein Gummiband ist, das man nicht zu weit auseinandere dehnen will weil man Angst hat es könnte ausleihern oder gar reissen und dann steht man ganz ohne da.
Bei den Menschen die dich lieben besteht das Band was euch verbindet aus sehr strapazierfähigen Material.
Die Verbindungen die brechen oder reissen braucht man dann auch nicht in seinem Leben, lieber 3 stabile Seile als 30 Gummibänder

Vicky_Rose
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Re: Problem in meinem Kopf

Post 3 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 17. Nov 2016, 11:50

Hallo Rico (Edit wg. falschem Vornamen),
Ich habe Angst, dass sie dem zu viel Wichtigkeit bemisst
Da Du Deinen "Entzug" nicht geschafft hast, gehe ich davon aus, dass es für Dich sehr wichtig ist. Wieso glaubst Du, dass sie dem zu viel Wichtigkeit beimessen könnte ?

Ich kenne das, was Du beschreibst, in ähnlicher Weise auch. Für mich kann ich sagen, dass ein Dagegenankämpfen zu nichts führt, außer viel Enttäuschung und immer wieder neu probieren. Auch die Ängste, die mit dem möglichen Verlust der Partnerin verbunden sind, sind mir wohl bekannt. Aber es nützt mir nichts, wenn ich eine Partnerin habe, vor der ich mich verstecken muss. Eine gute Beziehung funktioniert mMn so nicht. Es ist ein Thema, mit dem man sich auseinander setzen muss. Ich habe im Laufe der Jahrzehnte (ich bin jetzt 55) gelernt, dass Geduld mich viel weiter gebracht hat. Aber das ist leichter gesagt als getan, vor allem, wenn man jung ist. Ich bin aber überzeugt, wenn man die Partnerin nicht "überfährt", kann man sehr viel erreichen. Die Basis ist für mich das Vertrauen, das man dem Anderen entgegen bringt. Glaubst Du, dass Du Deiner Partnerin wirklich vertrauen kannst ? Dieses Wissen wächst über die Zeit. Ich denke, wenn sie spürt, dass Du es ernst meinst und Dich ganz in die Beziehung einbringen willst, wird sie Dir vertrauen. Das ist eine sehr gute Basis. Andernfalls wird sie immer etwas auf Abstand bleiben, weil sie Dich nicht einschätzen kannst. Auch sie hat wahrscheinlich Ängste.
und ich bin dann auch immer zu sehr auf die Wäsche selbst fokussiert.
Wenn Du unsicher bist, ob Du in ihrer Gegenwart Wäsche tragen willst, solltest Du mit ihr darüber sprechen. Dass Du, wenn Du mit Deinen Gedanken woanders bist, keine Erektion bekommst. ist völlig normal und auch ok. Erstens kann man den Sex auch ohne Erektion genießen und zweitens, wenn Du mit Deiner Partnerin genau darüber sprichst, kann sich dieser Konflikt lösen. Wenn Du Deiner Partnerin vertraust und die Themen und Ängste ansprichst, kann es gut sein, dass ihr weiter kommt. Wenn Deine Partnerin auf Dauer damit nicht klar kommt, stellst sich die Frage ernsthaft, ob sie die richtige für Dich ist. Ich hatte einmal eine Partnerin, die konnte gar nicht mit dem Thema umgehen und Erektion waren für sie beim Sex zentral. Das hat nicht funktioniert. Aber heute habe ich eine Partnerin, mit der genau das funktioniert. Wir nähern uns dem T*-Thema ganz langsam. Und wenn Erektionen einmal ausbleiben, dann haben wir noch immer zwei gesunde Hände ... Die Intimität und Nähe, die wir in solchen Augenblicken spüren, verbinden uns sehr. Es kommt auch vor, dass der eine sich dann ganz in die Hände des Anderen begibt und in seinen Phantasien oder im bewussten Wahrnehmen der Gefühle lebt. Es ist ein Geben und Nehmen (beides ist wichtig), nur manchmal nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.

Meine Erfahrung ist, wenn ich mir keinen Kopf mache und ich einfach ich selber bin, ist das für uns beide ein echtes Aphrodisiakum ...

Viel Glück
Viele Grüße
Vicky

gabi52
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Re: Problem in meinem Kopf

Post 4 im Thema

Beitrag von gabi52 » Do 17. Nov 2016, 14:09

Wenn Du unsicher bist, ob Du in ihrer Gegenwart Wäsche tragen willst, solltest Du mit ihr darüber sprechen. Dass Du, wenn Du mit Deinen Gedanken woanders bist, keine Erektion bekommst. ist völlig normal und auch ok. Erstens kann man den Sex auch ohne Erektion genießen und zweitens, wenn Du mit Deiner Partnerin genau darüber sprichst, kann sich dieser Konflikt lösen. Wenn Du Deiner Partnerin vertraust und die Themen und Ängste ansprichst, kann es gut sein, dass ihr weiter kommt. Wenn Deine Partnerin auf Dauer damit nicht klar kommt, stellst sich die Frage ernsthaft, ob sie die richtige für Dich ist. Ich hatte einmal eine Partnerin, die konnte gar nicht mit dem Thema umgehen und Erektion waren für sie beim Sex zentral. Das hat nicht funktioniert. Aber heute habe ich eine Partnerin, mit der genau das funktioniert. Wir nähern uns dem T*-Thema ganz langsam. Und wenn Erektionen einmal ausbleiben, dann haben wir noch immer zwei gesunde Hände ... Die Intimität und Nähe, die wir in solchen Augenblicken spüren, verbinden uns sehr. Es kommt auch vor, dass der eine sich dann ganz in die Hände des Anderen begibt und in seinen Phantasien oder im bewussten Wahrnehmen der Gefühle lebt. Es ist ein Geben und Nehmen (beides ist wichtig), nur manchmal nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.
Yo, liebe Vicky, nur so geht's in einer Partnerschaft :wink: :)

LG
Gabi

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