Die Belange der Partnerinnen und Familien
Die Belange der Partnerinnen und Familien - # 3

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ab08
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Re: Die Belange der Partnerinnen und Familien

Post 31 im Thema

Beitrag von ab08 » Do 15. Sep 2016, 16:26

Hallo,

trotz allem, es gibt auch eindeutig positive Aspekte.
- Zugegeben, meine Ehe scheiterte, wie ich bereits erwähnte.
- Bis zum CO, als sie erwachsen waren, waren die nicht eingeweihten Kinder auf Vermutungen angewiesen.
- Je nach Wohnort/Arbeitsplatz gehen sie unterschiedlich damit um, verschweigen es zunächst/bzw. behandeln es eine Zeitlang diskret.

Andererseits bin ich vor Ort bekannt. Das ganze Theater um mein CO und wie ich es mit Hilfe von Freunden bewältigte, machte mich bekannter.
Es gibt zahlreiche Menschen im beruflichen Umfeld, die sich durchaus freuen, mich zu kennen und dies anderen Berufskollegen auffallend eifrig berichten. :wink:
So erfuhr ich viel Lob, wurde normal befördert und jetzt mit einem lieben Beitrag im Jahresbericht des Gymnasiums zum Abschied gewürdigt.
(Den Beitrag kennen einige im Forum) - (Großes zentrales Gymnasium >1000 Schüler, somit hat der Jahresbericht eine hohe Auflage - An dieser Schule unterrichtete ich nun 26 Jahre in männlicher Rolle und 8 Jahre im korrekten Geschlecht - auch das behandelt der Beitrag zum Abschied einfühlsam)

Vorzeigbare Eltern zu haben, ist Kindern meist wichtig. - Klassenkameraden & Freunde meiner Kinder wissen heute natürlich auch längst Bescheid.
Ich habe den Eindruck, dass ich insbesondere durch Lebensführung und den offenkundig heute noch besonderen Lebenslauf durchaus ein positives Vorbild bin.
Vielleicht hängt dieses Gefühl damit zusammen, dass ich in den letzten zwei Monaten doch einige ( leider etwas anstrengende) Ehrungen erleben durfte...
--> Aber ganz so falsch ist dieses Gefühl sicher trotzdem nicht!

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Übrigens wundere ich mich doch ein wenig, dass unser geschätzter und souveräner Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle vor kurzem Vertreter der "Demo für alle" empfing und sich dabei auch noch fotografieren lies. Im Grunde halte ich sehr viel von ihm *) und, da ich im Berufverband tätig bin, begegneten wir uns öfter...

*) Seit Beginn der Amtszeit von Kultusminister Hans Zehetmair, den ich ebenfalls schätze, bin ich im Berufsverband aktiv - also vergleich ich da durchaus ...
Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle erwies sich in schwierigen Zeiten (G8 etc.) stets als ein verlässlicher, sehr kompetenter Partner
:wink:
Zuletzt geändert von ab08 am Fr 16. Sep 2016, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.
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ilyadusoleil
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Re: Die Belange der Partnerinnen und Familien

Post 32 im Thema

Beitrag von ilyadusoleil » Do 15. Sep 2016, 17:33

Hallo ihr :)

ein sehr interessantes Thema und eines, was mir auch persönlich sehr am Herzen liegt.

Erst ein mal möchte ich das Video, was Mel erwähnt hat, verlinken, weil ich das zufällig letzte Woche auch gesehen habe:
https://www.youtube.com/watch?v=seC4Ei7aJq0

Interessant (teilweise) sind auch die Kommentare unter dem Video. Auch da beschreiben manche Kommentierende den inneren und äußeren Druck.

Ich persönlich habe mich lange schuldig gefühlt dafür, dass ich das Thema mit in die Beziehung gebracht habe und ich nicht von Anfang an mit offenen Karten gespielt habe. (Als ich mich geoutet habe, waren wir fast 10 Monate zusammen). Ich bin an der Schuldfrage um ehrlich zu sein fast zerbrochen. Auch Beteuerungen meiner Freundin dass es nicht meine Schuld sei habe ich abgetan als: "na, sie muss das ja sagen, damit ich nicht vollständig kaputt gehe". Ich habe mir Vorwürfe gemacht, viele große Vorwürfe. Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich ohne meine Freundin keine Chance gehabt hätte, in mich hinein zu hören. Es war ja nicht der Zeitpunkt im Oktober 2013, als ich mir eingestand anders zu sein, sondern ich habe mich verpflichtet gefühlt ihr die Wahrheit zu sagen, eben weil ich sie liebe. Vor unserer Beziehung wäre ich noch lange nicht reif gewesen dafür und wenn wir nie zusammen gekommen wären, dann immer noch nicht.

Natürlich kann man sagen, dass das egoistisch war, die Zeit. Sophie war ja schon vorher lange in meinem Leben präsent. Doch irgendwie hab ich es immer wieder geschafft, diesen Teil zu unterdrücken, ja ich habe es sogar geschafft Abends diesen Teil nicht wahrzunehmen, obwohl ich morgens noch en femme im Zimmer saß. Ich weiß nicht, wie es anderen TS/CD geht, die lange mit sich kämpfen. Diese Verschiebung ins Nicht-Bewusste, dieses nicht wahrhaben wollen, das war bei mir ein psychischer Prozess, der auch unbemerkt ablief und eine Funktion hatte! Ich hätte ohne diesen Mechanismus wahrscheinlich die Scham nicht ausgehalten. Und damit sind wir bei einem zweiten Punkt, den ich ansprechen möchte: Die Scham. Viele von uns schämen sich für das, was wir tun. Die Gründe dafür liegen wohl im sozialen Umfeld und dem Blick in den Spiegel. Mit dieser Scham und dem Verdrängungsprozess im Hintergrund treffen wir nun auf eine potentielle Partnerin, die uns gefällt. Die schönen Gefühle überlagern das, was zwar innerlich schon da ist, aber eben völlig ausgeblendet werden kann. Die Hoffnung, dass wir doch noch "normal" werden, ist so groß und immer da...

Jetzt drei Jahre später stehe ich kurz vor der Hormontherapie. Nur meine Freundin hat dadurch, dass sie mir die Scham genommen hat und später auch die Schuld, ermöglicht, dass ich wirklich in mich hinein höre. Und trotz aller Liebe, die sie mir gegenüber aufgebracht hat, wird sie am Ende den Mann, den sie so liebt, verlieren. Und das ist das traurigste. Jetzt kehrt mein Schuldgefühl wieder zurück. Gleichzeitig die Scham. Auch das sind zwei überlappende Prozesse, die ich nicht aufhalten kann. Wenn ich mich aber der Schuld hingebe, dann hat niemand gewonnen. Ich komme zum Stillstand und werde trauriger. Meine Freundin steckt mit drin. Hätte aber nach dem Coming-Out die Möglichkeit gehabt, sich sofort zu trennen. Das hat sie nicht getan. Obwohl sie wusste, dass nicht absehbar ist, was am Ende passiert. Und damit mir die Möglichkeit gegeben, mich weiterzuentwickeln.

Ich weiß, was ich meiner Freundin antue. Und obwohl das alles so klingt als wäre ich über die Schuld hinweg, ist es nicht so. Auch jetzt muss sie mich oft daran erinnern, dass wir so weit gegangen sind und niemanden von uns Schuld trifft. Und ich glaube, das muss man akzeptieren. Und zwar sowohl die Person, die sich im Transitionsprozess befindet, als auch die Partnerin. In diesem Dilemma stecken viele von uns. Und wir haben sicherlich unseren Teil dazu beigetragen, dass die Partnerin da drin steckt. Aber ungewollt. Im Gegenteil, wir wollten ja für sie der Mann sein. Viele haben das mehrere Jahre bis Jahrzehnte geschafft. Und wir haben versucht ein guter Mann zu sein. Aber am Ende, und da müssen wir wohl egoistisch sein, zählt das, was wir persönlich als Individuum fühlen und wollen.

Aber bei allem Egoismus: wir müssen unserer Partnerin ehrlich gegenüber sein. Und das ist bei aller aufgebauten Scham und Schuld gar nicht einfach. Es ist ein langer, langer Prozess, in dem ich auch noch mitten drin stecke. Aber wenn wir uns verlieren, dann verliert die Partnerschaft.

Natürlich kann man sagen: "Hey ich bleibe der gleiche Mensch und bin halt nur glücklich!". Ja, es wäre schön. Auch mir wurde oft von meiner Freundin bestätigt, dass ich als Sophie ganz anders rüberkomme als als Mann. Und dass das auch seine positiven Seiten hat. Aber es ist halt schwer, sehr schwer. Der Mensch ist der Gleiche, aber die Veränderungen sind schon gravierend. Ich möchte niemandem abverlangen, mit der Situation sofort klarzukommen.

Neulich habe ich einen Kommentar gelesen von einer Partnerin, die sich hinter die Transition ihres Partners gestellt hat, obwohl es für sie unglaublich schwer war. Für sie war ein Knackpunkt, dass ihr(e) Partner(in), ich weiß nicht mehr in welchem Stadium sie war, auch noch an Krebs erkrankte. Da plötzlich spielte das Geschlecht absolut keine Rolle mehr, sondern nur noch der Mensch. Dieser Text hat mich sehr berührt und ja, es gibt etwas hinter dem Geschlecht, was einige Partnerinnen sehen können, aber es gibt eben auch das Geschlecht.

Noch mal um das abzukürzen: ich glaube, dass wir an dem Punkt, an dem wir in dem oben erwähnten Dilemma stecken, keine Forderungen an die Partnerschaft stellen dürfen, nur eine an uns: immer ehrlich zu sein und dem Partner die Möglichkeit zu geben zu reagieren. Und zwar nicht zu spät. Und von beiden Seiten.

Ich hab jetzt so viel über die Partnerschaft geschrieben, weil das ein Punkt bin an dem ich im Moment noch festhänge. Und Kinder hab ich noch keine ;)

Liebe Grüße aus Köln, Sophie

exuserin-2016-12-21

Re: Die Belange der Partnerinnen und Familien

Post 33 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 » Do 15. Sep 2016, 21:31

Dieses innerliche was einen fast zereißt, ja das ist schlimm.
Und diese Frage und die Antwort darauf wird nie beantwortet werden.
Egal drum! Leben wir nach unseren Gefühlen und verlangen,aber mit Respekt unseres Wissens gegenüber den anderen.
Es ist unumkehrbar und wir leben es . Keinen Menschen zum Dank verpflichtet,solange wir keinem weh tun . Letztendlich bleibt nur die/der Partner/in die betroffen ist und den Weg mitgeht oder sich anders Orieniert, der ihrer Neigung entspricht! Sau kompliziert ,aber so ist es

Mona Schwindt
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Re: Die Belange der Partnerinnen und Familien

Post 34 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » Fr 16. Sep 2016, 10:10

Diese so komplizierte Thematik ist in meinen Augen nicht zu generalisieren.

Für mich persönlich habe ich das, soweit möglich folgendermaßen gelöst:

Das Leben, so auch das meine und ich denke aller Menschen, unterliegt dem Wandel, heute, jetzt, immer, etc.
So auch die Beziehung zu meiner Frau, sie unterliegt ihrem Wandel ständig, schnell oder langsam wie auch immer.
So auch Mona und der für sie (meine Frau) dazu gehörende Mann.

Bleibt, stimmt die Chemie, bleiben wir im Gespräch, haben wir viele gemeinsame Schnittstellen, darf jede/r sein eigenes Ich behalten, auch seine kleinen Geheimnisse (die sollte auch jede/r haben dürfen).

Spannungen wird es geben, sie können auch das Salz in der Suppe sein.

Eine offene ehrlich Beziehung, da ist vieles möglich, manchal ist auch eine Trennung sinnvoll.

Da ich zum zweitenmal verheiratet bin, weiß ich, nicht alle Beziehungen sind haltbar und auf Dauer möglich , ohne das eine oder beide unter der Beziehung "gesundheitlich Schaden" nehmen.

Also meine Beziehung zum meiner Frau bedarf der Pflege, wie eine gute Gärtnerin ihre auch so liebgewonnen Blume pflegt.

LG Mona
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

JaquelineL
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Re: Die Belange der Partnerinnen und Familien

Post 35 im Thema

Beitrag von JaquelineL » Mo 19. Sep 2016, 00:55

Hallo ihr Lieben,

mir ist noch ein weiterer Aspekt für diesen thread aufgefallen: Was Partnern (im Sinne von "Sekundärbetroffenen") in heterosexuellen Partnerschaften im Fall einer Transition auch blühen kann, ist der Verlust der Exklusivität ihrer Position.

Es gibt sehr viele Stereotypen, an denen innerhalb von Partnerschaften die Rollen festgemacht werden. Nicht jeder nutzt die gleichen, aber wohl fast alle zumindest irgendwelche. Beispielsweise sind es die Dinge, die "der Mann im Haus" erledigt, im Sinne Kraft erfordernder Aktivitäten. Oder wer "die Hosen an hat" - oder eben die Röcke. Dadurch ergibt sich eine individuelle Vorstellung davon, was "den Mann" oder "die Frau" ausmacht.

Und so kann es dann zu dem Moment kommen, an dem im Zuge der Transition Stress entsteht durch das Stürmen bisher exklusiver Bastionen. "Wir können über alles reden - aber Dich im Rock kann ich nicht ertragen." Oder "Ich mache vieles mit, doch bei langen Haaren ist Schluss!". Natürlich geht es, dem konkret genutzten Argument zum Trotz, nicht wirklich um das rein oberflächliche Attribut, sondern eben darum, dass es jetzt nicht mehr nur eine Frau (oder einen Mann) im Haushalt gibt, sondern deren zwei. Neben all den anderen Belastungen und Ängsten ist dies ein Problem, das meiner Meinung nach durchaus besonderen Ärger verspricht. Denn die so aufgestellten Grenzen betreffen gerade bei langjährigen Beziehungen, die zu einem gemeinsamen Wertemodell geführt haben, wahrscheinlich auch die Kernvorstellung der transitionierenden Person. Oder weniger verschwurbelt ausgedrückt: Es ist recht wahrscheinlich, dass beide ähnliche Vorstellungen vom Frausein haben und damit die "wunden Punkte" beiden Partnern wichtig sind.

Und bevor jetzt die vermeintlich besonders Schlauen mit dem Hinweis kommen, dass (um beim Beispiel zu bleiben) auch Männer lange Haare haben können: Ich vermute sehr stark, dass bspw. Bülent Ceylan in der Regel als Mann betrachtet wird und nicht versucht, seine Zukunft als Frau zu gestalten. Da wird dann wieder deutlich, was ich schon oben schrieb: Es geht nicht um das jeweilige Attribut, sei es körperlich oder sozial (auch Frauen machen im Hause die körperlich anstrengenden Aufgaben und sind dennoch nicht "der Mann im Haus", den Haushalt erledigende oder die Kinder exklusiv großziehende Männer, ohne zur "Frau" zu mutieren) - sondern um den speziellen so getätigten Ausdruck der gewünschten Geschlechtlichkeit.

In diesem Sinne ist es aus meiner Sicht in einem solchen Fall ein Belang der Partner/innen, der (im Fall einer Transition) leider nicht berücksichtigt werden kann - das Ziel der Transition ist eben, in der anderen Geschlechtsrolle zu leben, so dass es dann zwei Frauen (oder Männer) im Haushalt gibt.

Was wir aber berücksichtigen können ist, dass es im Endeffekt eben nicht um das genannte Attribut geht und so sollten wir in den darauf folgenden Diskussionen darauf verzichten, durch unpassende Argumentation (z. B. "aber es gibt doch auch Männer mit langen Haaren") die Gefühle unser Partner/innen zu verletzen. (Und ja, meiner Meinung nach kann man diese Reflexe auch bei CDs und auch hier in den Foren beobachten.) Was im Endeffekt niemandem hilft, sondern Fronten eher verhärtet.

Liebe Grüße
Jackie
Zuletzt geändert von JaquelineL am Mo 19. Sep 2016, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
Today is the first day of the rest of my... forget it.

Ulrike-Marisa
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Re: Die Belange der Partnerinnen und Familien

Post 36 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 19. Sep 2016, 09:09

Moin zusammen,

...ich denke, jeder Einzelfall unterscheidet sich von den anderen und fordert immer individuelle Lösungen. So auch bei uns. Ich habe einen Weg für mich gefunden, wie ich ohne mich zu verbiegen mit meiner Transsexualität umgehen kann, aus der tiefen Erkenntnis heraus, dass ich mich in der Durchsetzung meiner Wünsche der Familie gegenüber zurücknehme, um die Familie zu erhalten und aus Liebe zu meiner Frau. Andere mögen das anders sehen, aber ich kann damit leben, dass ich eben nicht alles in diesem Leben erreichen kann. Was ich erreichen konnte, reicht, um mit meiner Familie ein glückliches und interessantes Leben führen zu können. Wem wäre damit gedient, wenn alles auseinander bricht und ich mit dem Kopf durch die Wand ginge? Es gibt in meinem Leben ausreichend Freiraum, um auch meine Träume in irgend einer Form verwirklichen zu können - ich kann mich den ganzen Tag annähernd weiblich fühlen - immer soweit das möglich ist, was Aussehen und Kleidung betrifft aber immer auch alles mit Einschränkungen und nicht immer in Perfektion. Dafür habe ich aber eine Familie mit Zusammenhalt, auch wenn mein Weg nicht bei allen unumschränkte Zustimmung findet. Wir leben ))):s

Liebe Grüße, Ulrike-Marisa

...es geht nicht immer alles im Leben aber dafür ganz viel. :wink:

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