Angst vor dem Vater werden
Angst vor dem Vater werden

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JessicaNRW

Angst vor dem Vater werden

Post 1 im Thema

Beitrag von JessicaNRW » Mi 13. Apr 2016, 21:24

Hallo
Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für den Megalangen Text der jetzt als „erster Beitrag“ erscheinen wird, aber ich muss mir so einiges von der Seele reden und ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht wie ich mit der Gesamt Situation umgehen soll. Deswegen hole ich an einigen Stellen auch erstmal weiter aus um das ganze vielleicht zu verdeutlichen ^^


Kurzum, ich bin seitdem ich mich zurückerinnern kann eigentlich schon Crossdresser gewesen. Habe die üblichen Höhen und Tiefen wie viele andere von euch auch durchgemacht. Bin jetzt seit 14 Jahren mit meiner Frau zusammen und vor 3 Jahren haben wir geheiratet, hatte ihr auch direkt 4 Wochen nachdem wir zusammen waren „reinen Wein“ eingeschenkt und ihr von meinem „kleinen Geheimnis“ erzählt, das ist soweit ja alles kein Problem, die ersten Beziehungsjahre wohnte jeder für sich noch zu Hause und da blieb eh genug Zeit fürs Umziehen, später als ich zu meiner Frau dazu gezogen bin, war es auch nicht wirklich ein Problem.

Einige Freunde hatte ich über die Jahre eingeweiht und so kam es, dass eine Freundin mich fragte ob ich sie beim Cosplay unterstützen könnte, denn ihnen fehlt noch ein weiblicher Charakter für die Gruppe. Klar hab‘ ich mir fast in die Hosen, ähm in den Rock, gemacht – aber es lief doch besser als gedacht, ich bin nicht mal aufgefallen, außer wenn man vielleicht meine Stimme gehört hat ^^

Jedenfalls hat es wirklich Spass gemacht und das C(r)o(s)splayen ist auch Teil von mir geworden. Das war im Jahre 2011, seitdem bin ich, auf 3-4 Conventions im Jahr auch immer mal anzutreffen, zwar immer im gleichen Cosplay – aber zum einen ist es nun mal (mit viel Liebe zum Detail) sau teuer gewesen und zum anderen hat es auch wiedererkennungswert ^^

(Anm: Ich weiss noch als ich mit meiner Frau das erste Mal das Cosplay für ein Fotoshooting im freien getestet hatte, danach sind wir auf dem Rückweg noch zu unserer Stammtanke gefahren und haben die Kassiererin überrascht und dann kam die Polizei herein  Diese Blicke waren göttlich und es stellte sich heraus dass diese selber bekannte in der Szene haben^^)

Meine Frau hat mich bis dahin eigentlich auch immer irgendwie unterstützt, nur merkte ich, dass sie sich in meiner Gegenwart als Frau langsam nicht mehr wirklich wohlfühlte, da sie meinte ich verhielte mich anders. Mag sein, dass ich eher extrovertiert bin und sowieso polarisiere, somit auch kein Problem habe auf andere offen zuzugehen und sie eher der ruhige Typ ist und sie dann auch nicht mehr auf die Conventions mitkam und mir dort lieber meinen Freiraum lies. Ich musste mich dann auch stets umgehend umziehen, wenn ich von einer Con nach Hause kam bevor ich ihr Hallo sagen durfte.

Jedenfalls ist es eigentlich irgendwie eher wieder so wie früher, ich kann mich nur „umziehen“ wenn ich alleine bin bzw. mache es wieder heimlich – klar irgendwie bekommt sie es eh heraus, weil ich hier und da immer mal Spuren hinterlasse ^^ Die Zeit wo sie Arbeitslos war, war extrem schwer – weil man irgendwie zwar zusammen ist und das ist auch schön, ich mich aber nicht wirklich „frei bewegen“ konnte. Da es bei mir so ist, es kommt „Schubweise“, es gibt Tage/Wochen/Monate da hab ich gar kein Verlangen danach, dann wiederrum möchte ich es manchmal am liebsten so oft und so lange wie möglich machen. Ich hab es auch schon wie so viele andere versucht einfach „aufzugeben“ – hat nicht geklappt, auch wenn ich es versuche zu „unterdrücken“ merke ich den Frust in mir ansteigen

Da ich selbstständig bin, kann ich mir natürlich meine Zeit auch einteilen bzw. habe einen eher ungeregelten Arbeitstag – mal Termine von morgens bis mittags/nachmittags, mal Termine eher von Mittags bis spät Abends / Nachts. Sie ist die Person die im Grunde das feste Gehalt nach Hause bringt und bei mir ist es so wie die Auftragslage es hergibt. Es gibt Tage da verdient man gut, dann gibt es Tage da hat man halt „frei“. Auch löst Stress und Angst bei mir das Verkleiden aus, da kann ich dann – ähnlich wie eine Droge – „Frei“ sein und mal komplett abschalten. Oder aber ich fange an zu Putzen um mich auszupowern. Bei meiner Frau und mir sind die Rollen irgendwie eh im Klassischen Sinne vertauscht, sie geht ganz normal Arbeiten und bringt das Gehalt, ich schmeiße den Haushalt.

Nur das Ganze hat sich Anfang April nun geändert, sie ist in der 6. Woche Schwanger und somit von der Arbeit freigestellt. Nun weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Ich selber habe eher schlechte Erfahrungen in meiner Kindheit mit meinem Vater gehabt, bzw. ihn so gut wie nie gesehen, da er sich auch nicht wirklich für mich als Kind interessiert hatte und seine Freunde / Kneipe etc. wichtiger waren und hat mich und meine Mutter somit vernachlässigt (vielleicht kommt auch daher meine feminine Seite). Seit ein paar Monaten durch einen Unfall seinerseits haben wir nun wieder mehr Kontakt zu ihm, da er auf Unterstützung angewiesen ist und ich mir gedacht habe , dass ich ihm nochmal eine zweite Chance gebe und bis dato scheint alles ganz gut zu klappen , allerdings weiß er nicht von meiner Neigung – meine Mutter und der Rest der Familie hingegen schon – meine Mutter hatte mich ja als Jugendlicher mehr oder weniger erwischt als ich mal als Frau eingeschlafen bin und vergessen hatte die Tür abzuschließen, darauf wollte sie mich zum Psychologen schicken – das übliche halt so wie es einige von euch auch kennen, aber okay ich schweife ab ^^ Da kann man vielleicht später nochmal drauf eingehen… Ihr merkt schon ich schreibe mir gerade irgendwie wirklich alles von der Seele was ich Jahrelang in mich hineingefressen habe.

Da meine Frau seit längerem einen Kinderwunsch geäußert hatte, fühlte ich mich auch irgendwie unter Druck gesetzt, gerade als sie die Dreimonatsspritze abgesetzt hatte. Das Sexleben ist daher auch eher zum Erliegen gekommen, da ich natürlich Angst davor hatte, dass sie Schwanger wird. Desweiteren habe ich mich, wenn ich mich geschminkt hatte auch meistens Sexuell erregt und es mir „selbst besorgt“ und meine Frau hatte sich dann natürlich auch gewundert warum ich so „inaktiv“ war und hat es dann irgendwie herausgefunden und war natürlich stinksauer bzw. enttäuscht auf mich/von mir, aber ich denke ich bin damit nicht alleine und es gibt sicher genug User hier, die ähnlich „geil“ werden, wenn sie en femme sind.

Keine Frage ich liebe meine Frau wirklich und hey, 14 Jahre durch Dick und Dünn das ist schon was in der heutigen Zeit – das ist dann auch Partner und beste Freundin zugleich. Auch wenn sie meint, dass ich ihr nicht immer alles sage – klar behalte ich einiges für mich, weil ich sie mit meinem eigenen Mist und Sorgen auch nicht immer belasten will, sie hat auch genug um die Ohren.

Jedenfalls bin ich jetzt Mitte 30, seit fast 14 Jahren mit meiner Frau zusammen und nun bekommen wir ein Kind und ich konnte mir eigentlich nie wirklich, gerade wegen meiner Neigung vorstellen, dass ich einmal Vater werde und es ist ja schon eine große Verantwortung (und ehrlich gesagt wer weiß wir das später Finanziell schaffen sollen) Ich möchte nicht so wie mein Vater sein/werden und mein Kind vernachlässigen und mit ihm auch etwas unternehmen, aber viel schlimmer ist halt mein Doppelleben.

Klar allen Personen, auch einigen Kunden, mit denen man so über mein Hobby ins Gespräch gekommen ist, konnten nicht wirklich Glauben, dass ich das auf den Fotos bin, da ich eher versuche natürlich zu wirken und die Optische Illusion zu Perfektionieren ^^ und die meisten finden es auch cool. Wenn ich aber z.B. daran denke wie „ehrlich“ Kinder sein können und wie gerne sie etwas erzählen, habe ich sowohl Angst um mich und auch, dass mein Kind evtl. gemobbt werden könnte. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets. Okay ich sag mal so, mir ist es evtl. noch relativ egal wie mich die Leute behandeln, meine Kunden stehen zu mir und ich fahre ja auch nicht als Frau zu meinen Kundenterminen, sondern das eine ist Arbeit – das andere ist Vergnügen (außer an Valentinstag und Halloween hatte ich mir den Spaß erlaubt ^^)

Ich kann mir schon vorstellen für mein Kind da zu sein, aber ich bin halt anders als andere Väter und ich weiß, dass mein Kind es so oder so merken wird. Ich renne jetzt nicht in FSH oder sonst etwas dauerhaft herum, sondern entweder als Mann ODER als Frau aber nicht gemischt, klar vielleicht mal ne Leggings unter der Hose im Winter, wenn es kalt draußen ist, aber es ist ein Teil von mir und mich belastet es gerade sehr, dass ich einfach nicht „ich“ sein kann wenn ich es will. Da ich auch Rücksicht auf meine Frau nehmen will, da sie das nicht so gerne sieht. Ja ich weiß, dass widerspricht sich jetzt irgendwo. Natürlich kommen jetzt noch die üblichen Stimmungsschwankungen der Schwangerschaft dazu die das Ganze nicht gerade leichter machen, aber da versuche ich drüber wegzusehen

Ich mag auch z.B. keine Transvestitenshows /-auftritte, da ich dieses künstliche, überzogene nicht mag – auch wenn man mir mal nahegelegt hat, damit Geld zu verdienen ^^. Ähnlich sehe ich es bei Homosexualität in Filmen, ich kenne genug Personen die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen sind, diesen würde man aber nie ansehen, dass sie es sind, alles super liebe Menschen – dieses Klischeegetue oder auch „Tuntiges verhalten“ wie es z.B. gerne mal in Filmen oder Shows dargestellt wird finde ich dagegen eher abstoßend.

Das ist vielleicht auch der Grund wieso ich diese Angst habe, denn als Beispiel angeführt: Nach meinem ersten Besuch auf der Con wollten wir noch ein paar Fotos schießen und sind nachts auf einen Friedhof gefahren – weil wir ein großes Kreuz suchten, es war Montag nachts, gegen 3 Uhr und kaum aus dem Auto ausgestiegen mit 4 Leuten im Cosplay ^^ musste natürlich jemand mit seinem Hund Gassi gehen und es gab nur diesen einen Weg zum Friedhof. Nachdem wir dann mit dem Shooting fertig waren und wieder ins Auto eingestiegen sind, wollten wir gerade losfahren als wir von der Polizei in der Wohnsiedlung angehalten und Kontrolliert wurden. Die Beamten waren natürlich nicht sehr begeistert und man warf uns „Grabschändung“ vor, aber nachdem sie dann die Fotos gesichtet hatten klärte sich das ganze schnell auf. Habe die Bilder natürlich hochgeladen und einen Tag später bekam ich von meinem Onkel (der nur ein paar Meter entfernt wohnte) einen Anruf mit den Worten „Na Du kleine Schwuchtel? Interessante Bilder vom Friedhof!“.

Wie kam es dazu? Mein Cousin, den ich natürlich in meiner Freundesliste habe, lief am nächsten Morgen besagtem Hundehalter über den Weg, der damit geprahlt hatte er hätte 4 Mädels nachts auf dem Friedhof erwischt und dann wurden sie von der Polizei erwischt3, kurz darauf sah er dann die Fotos die ich Online gestellt hatte und konnte eins und eins zusammenzählen und hat dies erstmal direkt seinem Vater gesteckt.

Habe meinem Onkel dann höflich aber bestimmt die Meinung gesagt und dass er mal von seinem Klischeedenken Abstand gewinnen sollte. Komischerweise im Fernsehen ist sowas akzeptabel – wenn‘s die eigene Familie / Verwandtschaft betrifft, macht man abfällige Bemerkungen darüber. Jedenfalls als ich die Gelegenheit hatte, habe ich mich nach einer Con direkt so vor ihn gestellt und ihm mein Outfit gezeigt und da war er dann eher positiv überrascht, dass es in Natura doch wesentlich besser aussah, außerdem habe ich ihn einmal so als Frau besucht, damit er auch mal die andere Seite von mir kennenlernt und da war dann komischerweise alles okay.

Klar muss man manchmal die Klappe aufmachen, aber ich habe keine Lust jedem immer wieder dieselbe Story erzählen zu müssen und es gibt leider genug Leute da draußen die dieses Denken vertreten 

Manchmal wünschte ich, ich könnte so sein wie andere Männer – stinknormal ohne diese „Vorlieben“, klar ich schraube an Autos, ich bastel viel an/mit Elektronik, zocke PC Spiele – halt typische Männerhobbies. Andererseits interessiere ich mich aber auch für viele Frauensachen, heule bei Filmen die traurig sind, bin sehr Emotional. Irgendwie total untypisch.

Ich habe einfach Angst vor der Zukunft und weiß nicht was auf mich zukommt / zukommen wird und wie ich das ganze meistern soll. Vielleicht gibt es ja ähnliche User hier mit denselben „Problemen“. Vor allem ist es immer so toll wenn man dann jemandem sagt: „Ich werde Vater“ oder meine Frau sagt dass sie Schwanger ist , dann hört man überall gleich „Herzlichen Glückwunsch“, meine Gefühle halten sich eher in Grenzen gerade 

Liebe Grüße
Jessi

JaquelineL
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Re: Angst vor dem Vater werden

Post 2 im Thema

Beitrag von JaquelineL » Mi 13. Apr 2016, 22:30

Hallo Jessi,

willkommen im Forum! Und danke, dass Du ein zwar langen, aber eben auch sehr informativen Text als "Intro" gewählt hast!

> Ich habe einfach Angst vor der Zukunft und weiß nicht was auf mich zukommt / zukommen wird und wie ich das ganze meistern soll.

Wenn ich das als alter Sack mal so beantworten darf: Wissen wir auch nicht :) Aber vielleicht kann Dir weiterhelfen, wie die eine oder andere Person das hier gemeistert hat, und so lass' mich mal anfangen:

In meiner Ehe (mittlerweile ist das erste Vierteljahrhundert locker voll) gab's zwei Kinder und wirtschaftlich auch viele "Randbedingungen". Das ist für sich genommen schon Abenteuer genug und kann sich so oder so entwickeln, manchmal auch so oder ganz anders ;) Aber meistens findet sich ein Weg.

Wenn dann noch TransIrgendwas hinzu kommt, wird aus dem Abenteuer auch gerne mal ein Problem oder Qual. Meine Frau und ich hatten damals, auf einem ähnlichen Startniveau meines Crossdressings (bzw. noch geringer) entschieden, dass unsere Kinder *nichts* davon mitbekommen sollten. Einerseits wegen der von Dir schon genannten Gefahr des Mobbings in der Schule, des ungewollten Weitertragens von Informationen oder ähnlichem Unbill (bis hin zu wirtschaftlichen Folgen) - andererseits aber auch, um ihnen eine völlig freie Entfaltung zu ermöglichen. Und bevor hier von dritter Seite Geschrei losgeht: *Unsere* Kinder sind, was gesellschaftliche, sexuelle und Gender-Themen angeht, definitiv nicht "klinisch sauber und desinfiziert" aufgewachsen, sondern in einem gesprächsoffenen und toleranten Umfeld. Nur dass ihr eigener Vater betroffen sein könnte, war nie ein Thema. Und beiden hat das meiner Meinung nach gut getan, weil sie sich so *selbst* finden konnten.

Leider ging das ziemlich auf unser aller Kosten, ein paar Einblicke kannst Du unter viewtopic.php?f=79&t=12071 lesen. Dass in *meinem* Fall zudem noch etwas anderes als eine CD-Zukunft dabei heraus kam, sollte Dich erst mal nicht beschäftigen - sehr wohl aber die Frage, wie ihr (Deine Frau und Du) mit der Offenheit zukünftig umgehen wollt und Du zudem mit jeder Menge Umwegen und Irrungen umgehst: Eh kommt meistens alles anders, und sowieso als man denkt.

Und einen Aspekt meiner Meinung möchte ich hier noch mal sehr stark betonen: Die Existenz meiner Kinder habe ich *nie* bereut. Was ich bereue sind die Konsequenzen, die sie aus meinen Entscheidungen haben tragen müssen. (Wäre ich den Weg anders gegangen (frühes Coming-Out), hätte es Konsequenzen genauso gegeben, wieder "auch auf Kosten der Kinder", und zumindest hinsichtlich der Heimlichkeit gegenüber den Kindern bin ich der Meinung, den besseren Weg gewählt zu haben. Dennoch, unsere Kinder litten unter der Situation, irgendwie.)

Ich lese aus Deinem Text allerdings heraus, dass auch bei euch innerhalb der Beziehung die Kommunikation zu diesem Thema unterdrückt wird - aus meiner Sicht ist *das* etwas, bei dem der Riss in einer Beziehung anfängt, da sehe ich ein Risiko, das umarbeitet werden kann.

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.

JessicaNRW

Re: Angst vor dem Vater werden

Post 3 im Thema

Beitrag von JessicaNRW » Mi 13. Apr 2016, 23:15

Hallo Jacqueline :)

Ich habe heute wie es der Zufall auch so will nochmals ein Gespräch mit meiner Schwiegermutter , im bei sein meiner Frau ^^ und sie meinte auch, je "natürlicher" das Kind aufwächst, das heisst ich soll mich nicht wirklich verstecken bzw meine Frau soll auch mal lernen "sch. drauf was die anderen (von einem) denken" . Habe ihr auch gesagt dass ich aktuell wieder irgendwie an einem Punkt vor 2011 angekommen bin , natürlich aus aus Rücksicht ihr zu liebe, was mich aber wiederum natürlich im inneren durch den ganzen "Stress" und die "Angst" hervorruft (ach das ist irgendwie ein Teufelskreis).

Sie meinte auch, es gibt genug Gleichgeschlechtliche Ehen , da sind die Kinder genauso "Mobbing gefährdet" , egal ob es jetzt zwei Männer, oder ob es zwei Frauen sind, die ein Kind haben. Wobei ich meiner Meinung nach denke Homosexualität ist immer noch was anderes als Transident zu sein ^^. Da das eine in den letzten Jahren doch viel mehr Akzeptanz bekommen hat , bei TransIrgendwas sind wir leider noch lange nicht soweit. Klar ich finde es ist in den letzten Jahren um längen besser geworden und es hat auch viel mit dem persönlichen Auftreten und Aussehen zu tun. Ich denke jemand der vielleicht an sich schon z.B. weibliche Züge hat , kommt immer noch besser weg, als jemand marke Chuck Norris als Frau :lol:

Klar meinte meine Frau heute dann noch, wenn ich Lust verspüre , dann soll ich einfach machen, aber irgendwie ist da was , was mich irritiert bzw. zurückhält. Ich vermute einfach dass meine Frau evtl auf mich eifersüchtig sein könnte, weil ich mich als Frau wandeln kann , so wie ich es mag - klar Perücken etc habe ich genug und mehr als Anbieten kann ich es nicht, dass sie gerne auch meine Sachen benutzen kann :)
Evtl hat sie auch gemerkt dass ich als Frau bei den Leuten , mal abgesehen von meiner Größe (1,90m) nicht wirklich auffalle und vielleicht macht ihr das Angst mich zu verlieren, aber ich hab ihr so aus "Scherz" vor ihrer Mutter dann gesagt, der einzige Grund für eine Umwandlung zur Frau wäre eine Scheidung oder die Trennung, war vielleicht nicht so das gelbe vom Ei , aber ich hoffe mal sie hat verstanden, dass für mich eine GaOP oder Hormone für mich nicht in Frage kommen, denn ich könnte mir nicht vorstellen mein Leben komplett als Frau zu leben und habe doch zu viele männliche Interessen :)

Das ist ja das übliche wie bei den meisten Crossdressern, man hat das Verlangen sich als Frau zu kleiden, Schminkt sich, brezelt sich auf , dann wird man erregt und nachdem man(n) sich dann befreit hat, ist das ganze Gefühl komischerweise wieder weg und man wandelt sich wieder zum Mann... Echt total komisch - vor allem bei so vielen von den Betroffenen ist es wirklich genau das gleiche. Aber keiner kann den Auslöser finden ^^

-=Laura=-
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Re: Angst vor dem Vater werden

Post 4 im Thema

Beitrag von -=Laura=- » Do 14. Apr 2016, 10:39

Hallo Jessica, )))(:

willkommen hier im Forum :)

Ich selbst habe 3 kleine Zicken :D also kann ich nachvollziehen, wie du dich fühlen magst.
Was Vater werden angeht, mach dir das Leben nicht all zu schwer. Ich bin beruflich manchmal auch sehr stark eingespannt und sehe alle nur abends oder eben nur am WE oder eben Wochenlang nicht...wie so einige hier.
Einen Vater macht, meiner Meinung nach, nicht die ständige Präsenz aus, sondern dass man eben sich Zeit nimmt und sich mit dem Kind beschäftigt, auch wenn es eben nur die Gute-Nacht-Geschichte ist.
Dass man eben ein offenes Ohr hat für die Nöten und sich eben für die Belange des Kindes ein echtes Interesse zeigt. Und das alles wirst du deinem Kind geben, alleine schon deswegen, weil du dir solche Sorgen machst. ;)

Zum Rest, bespreche es mit deiner Frau.
Dass sie auf dich eifersüchtig ist, mag ich bezweifeln :D aber alles ist möglich.
Aus meiner Erfahrung sind da oft ganz andere Gründe: Ängste über ihre/gemeinsame Zukunft, Beziehung usw.

Auf jeden Fall findest du hier die richtigen Leute, mit denen du deine Ängste/Befürchtungen und alles andere besprechen könntest.
Alles andere ist dir selbst überlassen :)

Drücke dir und deiner Frau die Daumen

Liebe Grüße
Laura

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