"Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"
"Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun" - # 2

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Anke
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 16 im Thema

Beitrag von Anke » Di 23. Feb 2016, 15:39

Hallo,

Ich gebe Steffi recht, die Verwirrung bei diesem Thema ist sehr groß. Wobei mir persönlich nicht so wichtig ist, ob mich jemand für hetero- oder homosexuell hält. Aufklärung betreibe ich dann im persönlichen Gespräch.

Allerdings wird das Unwissen beispielsweise von den Bildungsplangegnern in Baden-Württemberg missbraucht, die Transsexualität nicht nur also sexuelle Orientierung absichtlich missdeuten, sondern auch noch die Aufklärung über Transsexualität als Unterricht über sexuelle Praktiken ebenso absichtlich fehlinterpretieren. Menschen, die sich nicht auskennen und sich auch nicht die Mühe machen zu recherchieren, gehen diesen Rattenfängern auf den Leim.

Deshalb denke ich, dass Aufklärung dazu wichtig ist. Allerdings sollte sie in einer gesamtheitlichen Aufklärung eingebettet sein.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

Daenerys Targaryen
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 17 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Di 23. Feb 2016, 16:45

marabella68 hat geschrieben: EIN MANN DER SCHWUL IST STEHT IN DER REGEL AUF MÄNNLICHE ATTRIBUTE !!! Warum sollte er dann Frauenkleidung tragen ? Höchstens um sich für andere Männer attraktiv zu machen, aber sicher nicht, weil er gerne feminin sein möchte !!!
Tun Schwule das wirklich? Oder ist das nicht auch nur ein Klischee, das von besonders auffälligen Gruppen männlicher Homosexueller geprägt wird, z.B. den Bären oder den Schwulen aus der Leather Community?

Genau so wie das öffentliche Bild von uns TS fälschlicherweise durch Drag Queens wie Olivia Jones oder Conchita Wurst mitgeprägt wird (beides schwule Männer), wird das öffentliche Bild der Schwulen einerseits durch Macho-Klischees (Village People) und andererseits durch Tucken-Klischees (Olivia Jones = Schnittmenge) mitgeprägt. Und natürlich geht es bei diesen Klischees um Sex. Der spielt bei vielen Schwulen sowieso eine sehr große Rolle.

Klar, diese Beispiele sind extrem und null repräsentativ für den überwiegenden Teil der Gay Community. Aber in den Köpfen setzt sich so was halt fest. Die meisten der Village People waren übrigens, soweit ich weiß, hetero. Aber danach hat außerhalb der Community auch kaum jemand gefragt.

Ich stehe heute auf Frauen. Aber meine ersten sexuellen Erfahrungen hatte ich als Teenager mit gleichaltrigen Jungs. Die waren weder macho, noch tuckig, sondern genau wie ich vielleicht etwas ruhiger, schüchterner und weicher als die anderen Jungs. Ansonsten gab es keine Unterschiede. Wenn ich alte Fotos von uns sehe, denke ich gerne zurück an diese Zeit. Es waren süße Boyfriends, mit denen ich zusammen war.

Der "Normalbürger" hält sich natürlich an dem fest, was er für "normal" hält. Und das sind dann eben mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptierte Normen davon, wie ein Mann oder eine Frau zu sein haben.

Ich denke, wir alle hier im Forum sind uns darüber einig, dass diese Normen Probleme mit sich bringen.

Sexualität und Identität haben etwas miteinander zu tun. Aber die Verbindungen sind meiner Meinung nach viel komplexer, als 98% der Menschen glauben. Weil der Mensch einfach ein unfassbar vielschichtiges Wesen ist.

Liebe Grüße

Daenerys
Me too.

Astrid
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 18 im Thema

Beitrag von Astrid » Mi 24. Feb 2016, 06:52

Hallo Steffi,

wenn man im Rahmen der üblichen Aufklärung/Erklärung von Transgender darauf hinweist, daß die Geschlechtsidentität eines Menschen unabhängig von seiner sexuellen Orientierung ist, finde ich das in Ordnung, aber auch ausreichend. Ich persönlich bin aber der Meinung, daß meine konkrete sexuelle Orientierung niemanden etwas angeht, da ich sie für den alltäglichen Umgang mit Menschen nicht für relevant halte.
Und genau das war ja meine Frage: Warum ist die sexuelle Orientierung eines Menschen für viele von so großer Bedeutung? Wird das nicht für wichtiger gehalten, als es eigentlich ist?

Leider hast Du diese Frage nicht beantwortet.
Deine Antwort klingt für mich so wie: Ich habe zwar kein Problem mit Homosexualität, aber für homosexuell gehalten werden möchte ich auch nicht, da muss aufgeklärt werden.
In solchen Aussagen schwingt doch schon ein gewisser Grad an Distanzierung mit und deshalb halte ich diese Herangehensweise für nicht so gut, weil sie tendenziell abgrenzend wirkt.

Liebe Grüße - Astrid

steffiSH
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 19 im Thema

Beitrag von steffiSH » Do 25. Feb 2016, 20:04

Astrid hat geschrieben: Und genau das war ja meine Frage: Warum ist die sexuelle Orientierung eines Menschen für viele von so großer Bedeutung? Wird das nicht für wichtiger gehalten, als es eigentlich ist?
Leider hast Du diese Frage nicht beantwortet.

Deine Antwort klingt für mich so wie: Ich habe zwar kein Problem mit Homosexualität, aber für homosexuell gehalten werden möchte ich auch nicht, da muss aufgeklärt werden.
In solchen Aussagen schwingt doch schon ein gewisser Grad an Distanzierung mit und deshalb halte ich diese Herangehensweise für nicht so gut, weil sie tendenziell abgrenzend wirkt.
Zum ersten Teil hat ich ja geschrieben, daß ich nicht für jemand gehalten werden möchte der ich nicht bin. Das Ist die Antwort!
Zum zweiten Teil sage ich einfach mal: Ja, so ist es, ist es denn schlimm wenn ich einfach der sein will der ich bin und niemand anders ?
sum sum sum - no Latein

Astrid
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 20 im Thema

Beitrag von Astrid » Fr 26. Feb 2016, 07:15

Moin Steffi,

selbstverständlich soll jeder Mensch der sein dürfen, der er ist und wenn es ihm wichtig ist, das auch so kommunizieren dürfen.

Deine Eingangsfrage war aber, ob der Satz "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun" stärkere Verbreitung finden sollte. Und da bin ich der Meinung, daß es zwar richtig ist darauf hinzuweisen um Vorurteile abzubauen, allerdings dadurch die sexuelle Orientierung eines Menschen an Bedeutung gewinnt, die sie meiner Meinung nach aber nicht haben sollte. Denn dann hätten die Minderheiten die Probleme erst gar nicht.

Mit der sexuellen Orientierung ist es wie mit der Nationalität: Mir erschließt sich einfach nicht der Sinn, ständig die Fahne hochhalten zu müssen.

Liebe Grüße - Astrid

Meandra
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 21 im Thema

Beitrag von Meandra » Mo 14. Mär 2016, 16:23

Nein, Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun. Aber sag das mal dem Gegenüber, der sich gerade die Meinung dazu bildet, dass Männer, die Frauensachen tragen, automatisch homosexuell sind. Und nein, das wird sich auch niemals ändern. Weil alles und jeder in irgendeine Schublade gesteckt wird. Dasselbe ist mit Frauen, die in Männerkleidung stecken, werden umgehend als homosexuell eingestuft. Für den Großteil gibt es nur Mann und Frau und die Liebe zueinander. Mit dem können sie etwas anfangen. Alles andere überfordert die Leute und verursacht sofort das Schubladendenken. Vorallem deshalb,weil CD, DWT, TG, TS usw nicht gerade zum alltäglichen Standard gehören.

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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 22 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Mo 14. Mär 2016, 17:12

Meandra hat geschrieben: Dasselbe ist mit Frauen, die in Männerkleidung stecken, werden umgehend als homosexuell eingestuft.
Frauen, die in Männerkleidung (Sneakers, Jeans, Shirt, Jacke) stecken, sind schwer von Frauen, die in Frauenkleidung (Sneakers, Jeans, Shirt, Jacke)stecken, zu unterscheiden.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 23 im Thema

Beitrag von Meandra » Mo 14. Mär 2016, 17:47

Kommt immer auf den Schnitt an :wink: , Dolores

Dolores59
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 24 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Mo 14. Mär 2016, 19:33

Meandra hat geschrieben:Kommt immer auf den Schnitt an :wink: , Dolores
Bei Jeans?

Frage an eine Verkäuferin: "Wie unterscheiden sich Damen- und Herrenjeans?" Antwort: "Durch die Artikelnummer auf dem Etikett."

Es ist wirklich nicht bei jedem Modell einfach. Nicht mal auf die Anordnung der Knopfleiste ist Verlaß. Ausserdem möchte ich keiner Frau an die Wäsche gehen, um nach dem Schntt ihrer Kleidung zu schauen. Oder nachfragen.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 25 im Thema

Beitrag von Meandra » Mo 14. Mär 2016, 20:28

Es ist sehr wohl, gerade im Schritt, ein Unterschied. Und da merkt man es. Auch sind Damenjeans figurenbetonter, wobei Herrenjeans geradlinig geschnitten sind.

Tja, Dolores, ich auch nicht. Weder einem Mann noch einer Frau. Das ginge nicht gut aus. :wink:

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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 26 im Thema

Beitrag von Lina » Mo 14. Mär 2016, 23:53

Daenerys Targaryen hat geschrieben:
marabella68 hat geschrieben: EIN MANN DER SCHWUL IST STEHT IN DER REGEL AUF MÄNNLICHE ATTRIBUTE !!! Warum sollte er dann Frauenkleidung tragen ? Höchstens um sich für andere Männer attraktiv zu machen, aber sicher nicht, weil er gerne feminin sein möchte !!!
Tun Schwule das wirklich? Oder ist das nicht auch nur ein Klischee, das von besonders auffälligen Gruppen männlicher Homosexueller geprägt wird, z.B. den Bären oder den Schwulen aus der Leather Community?

...

Liebe Grüße

Daenerys
Ja, meistens ist es wirklich so, dass Schwule auf männliche Attribute stehen - und auch nicht nur Bären oder Ledermachos. Natürlich haben Drag Queens und Tunten auch ihre Zielgruppe, aber es ist nicht die Mehrheit. Und ich habe noch keine Drag Queen gekannt, die - trotz allgemeines Akzeptanz seitens des Partners - vom Partner wirlich sexuell attraktiv gefunden wurde, wenn sie in Fummel war.
Vielmehr sehe ich endlos viele schwule Pärchen, wo beide mehr oder weniger eine Kopie von sich selbst ausgesucht hat. Das ist sogar das, woran ich häufig als Erstes ein schwules Pärchen erkenne.

Astrid
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 27 im Thema

Beitrag von Astrid » Di 15. Mär 2016, 08:30

Lina hat geschrieben: ...
Vielmehr sehe ich endlos viele schwule Pärchen, wo beide mehr oder weniger eine Kopie von sich selbst ausgesucht hat. Das ist sogar das, woran ich häufig als Erstes ein schwules Pärchen erkenne.
[Ironie]
Ach, und ich dachte immer, alle Menschen wären einzigartig. Aber Du hast Recht, bei schwulen Pärchen ähneln sich meist die Geschlechtsorgane zumindest so stark, daß manfrau von Kopie reden kann.
[/Ironie]

Der/die Themenersteller/in ist mit diesem Thread angetreten, um ein weit verbreitetes Klischee abzubauen, was ich unterstütze, allerdings auf einem anderen Weg .
Was mir allerdings auffällt ist, daß im Laufe dieser ganzen Diskussion von verschiedenen Leuten aber einige weitere klischeehafte Aussagen rausgehauen werden: Von den männlichen Attributen auf die schwule Männer stehen, über "Männer, die Frauensachen tragen", bis hin zu eher harmlosen Klischees von Jeans, die sich nur über die Artikelnummer unterscheiden lassen.
Aber Deinen Post, Lina, empfinde ich wirklich als Krönung des Ganzen. Er ist einfach nur eine Aneinanderreihung von verallgemeinernden Aussagen, die zwar oft zutreffen mögen, aber m.E. letztendlich nicht dazu beitragen, Menschen, die sich mit dieser Thematik noch nie beschäftigt haben, eine vorurteilsfreie Meinung dazu bilden zu lassen.
Es klingt für mich wie der oftmals gleiche Ablauf beim Entstehen von Vorurteilen: Ein/e vermeintliche/r Experte/in haut undifferenziert eine Aussage über eine Personengruppe heraus und die Gefahr besteht dann, dass andere das Gesagte unhinterfragt als allgemeingültige Regel übernehmen.

Wir wollten doch Vorurteile abbauen, aber hier erschaffen wir leider nur neue und verfestigen alte.

Liebe Grüße - Astrid

marabella68
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 28 im Thema

Beitrag von marabella68 » Di 15. Mär 2016, 10:24

Astrid hat geschrieben:
Lina hat geschrieben: ...
Vielmehr sehe ich endlos viele schwule Pärchen, wo beide mehr oder weniger eine Kopie von sich selbst ausgesucht hat. Das ist sogar das, woran ich häufig als Erstes ein schwules Pärchen erkenne.
[Ironie]
Ach, und ich dachte immer, alle Menschen wären einzigartig. Aber Du hast Recht, bei schwulen Pärchen ähneln sich meist die Geschlechtsorgane zumindest so stark, daß manfrau von Kopie reden kann.
[/Ironie]

Der/die Themenersteller/in ist mit diesem Thread angetreten, um ein weit verbreitetes Klischee abzubauen, was ich unterstütze, allerdings auf einem anderen Weg .
Was mir allerdings auffällt ist, daß im Laufe dieser ganzen Diskussion von verschiedenen Leuten aber einige weitere klischeehafte Aussagen rausgehauen werden: Von den männlichen Attributen auf die schwule Männer stehen, über "Männer, die Frauensachen tragen", bis hin zu eher harmlosen Klischees von Jeans, die sich nur über die Artikelnummer unterscheiden lassen.
Aber Deinen Post, Lina, empfinde ich wirklich als Krönung des Ganzen. Er ist einfach nur eine Aneinanderreihung von verallgemeinernden Aussagen, die zwar oft zutreffen mögen, aber m.E. letztendlich nicht dazu beitragen, Menschen, die sich mit dieser Thematik noch nie beschäftigt haben, eine vorurteilsfreie Meinung dazu bilden zu lassen.
Es klingt für mich wie der oftmals gleiche Ablauf beim Entstehen von Vorurteilen: Ein/e vermeintliche/r Experte/in haut undifferenziert eine Aussage über eine Personengruppe heraus und die Gefahr besteht dann, dass andere das Gesagte unhinterfragt als allgemeingültige Regel übernehmen.

Wir wollten doch Vorurteile abbauen, aber hier erschaffen wir leider nur neue und verfestigen alte.

Liebe Grüße - Astrid
"Schwule Männer stehen auf männliche Attribute, deshalb sind sie ja schwul und nicht hetero": FAKT !

"Männer die Frauenkleider tragen sind schwul": KLISCHEE !

Ich glaube wir sollten hier auch mal ganz deutlich zwischen Klischees und Fakten unterscheiden, sonst drehen wir uns, glaube ich, nur noch im Kreis !

LG

Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.

Astrid
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 29 im Thema

Beitrag von Astrid » Di 15. Mär 2016, 11:19

Wir werden uns weiter im Kreis drehen, solange wir weiter der Versuchung unterliegen, Halbwahrheiten als Fakten zu deklarieren:
marabella68 hat geschrieben: ...
"Schwule Männer stehen auf männliche Attribute, deshalb sind sie ja schwul und nicht hetero": FAKT !
...
Ist das wirklich ausschließlich so? Schwule Männer fühlen sich sexuell zu Männern hingezogen, aber auf welche Attribute die betreffenden Männer stehen, ist individuell unterschiedlich und nicht zu verallgemeinern. Es gibt genug homosexuelle Männer, die betont feminine Attribute heraustellen, um dieses vermeintliche Faktum zu widerlegen.

Liebe Grüße - Astrid

Lina
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Re: "Transgender hat mit sexueller Orientierung nichts zu tun"

Post 30 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 16. Mär 2016, 01:00

Astrid hat geschrieben:
Lina hat geschrieben: ...
Vielmehr sehe ich endlos viele schwule Pärchen, wo beide mehr oder weniger eine Kopie von sich selbst ausgesucht hat. Das ist sogar das, woran ich häufig als Erstes ein schwules Pärchen erkenne.
[Ironie]
Ach, und ich dachte immer, alle Menschen wären einzigartig. Aber Du hast Recht, bei schwulen Pärchen ähneln sich meist die Geschlechtsorgane zumindest so stark, daß manfrau von Kopie reden kann.
[/Ironie]

Der/die Themenersteller/in ist mit diesem Thread angetreten, um ein weit verbreitetes Klischee abzubauen, was ich unterstütze, allerdings auf einem anderen Weg .
Was mir allerdings auffällt ist, daß im Laufe dieser ganzen Diskussion von verschiedenen Leuten aber einige weitere klischeehafte Aussagen rausgehauen werden: Von den männlichen Attributen auf die schwule Männer stehen, über "Männer, die Frauensachen tragen", bis hin zu eher harmlosen Klischees von Jeans, die sich nur über die Artikelnummer unterscheiden lassen.
Aber Deinen Post, Lina, empfinde ich wirklich als Krönung des Ganzen. Er ist einfach nur eine Aneinanderreihung von verallgemeinernden Aussagen, die zwar oft zutreffen mögen, aber m.E. letztendlich nicht dazu beitragen, Menschen, die sich mit dieser Thematik noch nie beschäftigt haben, eine vorurteilsfreie Meinung dazu bilden zu lassen.
Es klingt für mich wie der oftmals gleiche Ablauf beim Entstehen von Vorurteilen: Ein/e vermeintliche/r Experte/in haut undifferenziert eine Aussage über eine Personengruppe heraus und die Gefahr besteht dann, dass andere das Gesagte unhinterfragt als allgemeingültige Regel übernehmen.

Wir wollten doch Vorurteile abbauen, aber hier erschaffen wir leider nur neue und verfestigen alte.

Liebe Grüße - Astrid

Du kannst dich ja aufregen wie du willst, aber wenn du konkrete Erfahrungen gemacht hättest, die in eine anderen Richtung gehen, würdest du die beschreiben.

Statt dessen behauptest du, dass die Dinge, die ich in meinem Umgangskreis und erlebt habe, seien Verallgemeinerungen. Ich finde deinen Unterton überhaupt so unverschämt, dass ich dir sagen werde, was eine Verallgemeinerung ist. Wenn ich sage, alle Kühe sind doch schwarz/weiß, dann ist es eine Verallbemeinerung.
Wenn ich sage, so gut wie alle Kühe, die ich gesehen habe sind schwarz/weiß, dann ist das eine Erfahrungsbericht, der z.B. diese zwei Reaktionen auslösen kann:

Irgend ein Typ der in der Großstadt aufgewachsen ist, der glaubt MIlch bekommt man nur im Supermarkt und nur Kühe von Bildern kennt - inkl. weiß/lilafarbenen - sagt, "das ist doch die Krönung des Ganzen. Nur eine Verallgemeinerung."

Und irgend jemand, der in Bayern auf dem Lande aufgewachsen ist, wird mir sagen: "Das ist vermutlich weil du aus Schleswig-Holstein kommst. Die Kühe die ich meistens sehe, sind braun/weiß."

Nun ist meine Frage an dich, Astrid, welche von den beiden macht den intelligenteren Eindruck und wer von den beiden argumentiert sachlich?

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