Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....
Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder..... - # 13

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Ellen1975
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 181 im Thema

Beitrag von Ellen1975 » Fr 9. Dez 2016, 11:28

Ich hab ja auch nicht verallgemeinert.. nur darauf hingewiesen das es nicht erwartet werden kann und man sich eben auch mit den Gefühlen der Partnerin von Fall zu Fall
auseinander zu setzen hat. Und eben ob es gut geht, kann Dir niemand vorher sagen.

Liebe Grüße
Ellen
Willst Du in Frieden mit dir selbst leben, versuche nicht mehr zu sein, als du bist, aber sei das, was du bist, ganz. - Richard Wagner

Kylo
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 182 im Thema

Beitrag von Kylo » Fr 9. Dez 2016, 11:49

Ich glaube eine Schwierigkeit dabei ist, dass man im Kopf schon bedeutend weiter ist als der Partner. Würde es ein Paar zusammen entdecken, könnten beide gleichermaßen hinein wachsen und der Weg wäre spielerisch und ein gemeinsamer.
In den meisten Fällen ist jedoch eine Seite ausgeschlossen, fühlt sich sogar betrogen. Vielleicht eine der Hauptursachen für eine negative Entwicklung.
Ky

Vicky_Rose
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 183 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Fr 9. Dez 2016, 12:14

In den meisten Fällen ist jedoch eine Seite ausgeschlossen, fühlt sich sogar betrogen.
Das hat dann aber nicht in erster Linie mit Trans zu tun, sondern damit, dass Ihr keinen reinen Wein eingeschenkt wurde. Hier liegt der "Vertrauensbruch". Deshalb denke ich, dass ein "Outing" vor der Partnerin, auch wenn es schwer fällt, unumgänglich ist. Aber das ist nur meine Meinung und Jede muss das für sich selber entscheiden.
Viele Grüße
Vicky

Anne-Mette
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 184 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 9. Dez 2016, 12:24

Moin,
dass Ihr keinen reinen Wein eingeschenkt wurde.
Reinen Wein kann man nur einschänken, wenn der vorrätig ist. Viele Menschen, die ich kenne,
haben sich erst im Laufe der Jahre zu akzeptablen Weinbauern entwickelt )))(:

Zu Beginn einer Beziehung könnte zwar das auf den Tisch gelegt werden, was man selbst weiß. Allerdings kann niemand eine Entwicklung einschätzen.
Das ist schon schwierig bei Maßen und Gewichten (smili)
Wie verhält es sich erst mit der Veränderung der Persönlichkeit, mit Nähe und Sex?
Mit Krankheiten?

Gruß
Anne-Mette

Valerie Bellegarde
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 185 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Fr 9. Dez 2016, 12:32

Das hat dann aber nicht in erster Linie mit Trans zu tun, sondern damit, dass Ihr keinen reinen Wein eingeschenkt wurde. quote]

Liebe Vicky, es ist aber durchaus möglich, dass der Ehepartner den "reinen Wein" eher als sauren Essig empfindet. Da können die Sichtweisen ganz verschieden sein.
LG, Valerie

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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 186 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Fr 9. Dez 2016, 12:35

Da hast Du, Anne, völlig Recht.
zu akzeptablen Weinbauern entwickelt
Mir geht es da nicht anders. Ich habe einige Jahrzehnte gebraucht, bis der Wein, den ich produziert habe, nicht mehr sauer war. Ich habe auch viel Verständnis dafür, aber was gewinnt man, wenn man mit einem Outing wartet ? Oder verliert man u.U. sogar mehr ?

Man muss nicht am ersten Abend mit der Tür ins Haus fallen, aber zeitnah halte ich es schon für sinnvoll. Aber ich will niemandem etwas aufzwingen, sondern nur zum Nachdenken und Nachspüren anregen. Die Entscheidung liegt bei den Menschen selber.
dass der Ehepartner den "reinen Wein" eher als sauren Essig empfindet
Und warum ist das so ? Wird der Essig nicht noch saurer, wenn man lange wartet und so der Partnerin/Ehefrau jede Chance zur eigenen Entscheidung vorenthält ? Ist das nicht auch eine Missachtung der Partnerin ?
Viele Grüße
Vicky

heike65
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 187 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 9. Dez 2016, 12:37

Nein, sorry. Wenn man grundsätzlich nichts verheimlicht darf es keinen sauren Essig seitens des Partners/in geben, dann stimmt etwas grundsätzlich nicht.

Anne-Mette
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 188 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 9. Dez 2016, 12:55

Moin,

wir sind immer wieder an Wendepunkte gekommen.
Manche waren schmerzhaft, manche sehr erfreulich, manche zwangsläufig.

Wie auf einer Segeltour habe ich solche Wendpunkte zum Anlass genommen, über den weiteren Weg zu sprechen und auch die Frage zu stellen,
ob meine Partnerin sich den weiteren Weg in Gemeinschaft vorstellen kann.
Ich finde, das sollten andere Paare auch machen; denn bei Umzug, Arbeitsplatzwechsel, Flügge werdenden Kindern usw. sollten
die Bedinungen des Zusammenlebens neu besprochen, fast hätte ich gesagt "verhandelt" werden.

Ich komme wieder aufs Segeln. Es gibt nicht nur Wind von achtern, sondern manchmal auch genau von vorn.
Wer bei hartem West/Nordwest an Kalkgrund vorbei in die Flensburger Förde einlaufen möchte, weiß: das wird anstrengend und auf kleineren Booten nass,
aber es ist möglich - und wenn man dann im Hafen liegt, kann man sich und seinen MitseglerInnen sagen: wir haben etwas geschafft!

Gruß
Anne-Mette

Anna Marie
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 189 im Thema

Beitrag von Anna Marie » Fr 9. Dez 2016, 13:00

Hallo Allerseits,

Ich kann auch nur von mir sprechen und die ein oder Aussage begrüssen oder auch dementieren.

Als ich das erste mal verheiratet war, war meine Ex-Frau auch für einen Moemnt geschockt als ich ihr erzählte das ich Crossdresser/Transgender bin. Und das war sehr am Anfang nach dem Beginn der Beziehung.
Es entwickelte sich insoweit, das sie mir Tipps gab....zusammen Klamotten kauften etc... und wir viele Veranstaltungen besuchten, vor allen Dingen in HH und Köln.
Als ich mich aber weiter entwickelte und "mehr wollte", kam sie damit nicht mehr klar.
Ich verstand es im ersten Moment, aber auch nicht.
Und ich vermute, das unsere Ehe mitunter daran zerbrochen ist.
Ich hatte lange mit dem Verlust zu kämpfen.

In meiner jetzigen Ehe habe ich es auch wieder direkt erzählt und auch meine Frau kam Anfangs damit zurecht.
Was neues, Aufregendes...
Aber auch hier entwickelte es sich so das ihr es nach "dem öfter ausleben in den 4 Wänden" zuviel wurde.
Darauf hin hab ich es ganz unterlassen, um meine Frau nicht zu verlieren.
10 Jahre! habe ich es sein gelasssen, unterdrückt.
Tja und nun stehe ich kurz davor sie zu verlieren, weil ich ebend doch mehr bin/möchte....wie auch immer.
Es gab hier viele Gespräche und auch Streit aufgrund meines Ich´s.


Fazit:
Ich kann die Ehefrauen auch gut verstehen, das sie mal wütend sind, weil sie ja den "Mann" verlieren den sie geheiratet haben / mit zusammen sind/waren.
Ferner verstehe ich die Frauen die nicht den Weg mitgehen wollen.
Für die Betroffenen unter uns ist es wahrlich schade, das die Partnerinnen es nicht miterleben wollen.
Meine wird mich auch nicht begleiten. Da ich aber noch so an ihr hänge, wird es bei mir wohl noch ein "paar Tage" dauern, bis ich wohl weiter gehen kann bzw. werde.
Ich kann einfach nicht egoistisch sein :?
Es ist zwar schade, aber wie kann ich in der Ehe weiter leben wenn ich nicht glücklich sein kann?

Lg,
Anna (moin)
Nicht jeder wird meinen Weg verstehen, das ist ok. Ich bin hier um mein Leben zu leben. Nicht um von jedem verstanden zu werden!

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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 190 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 9. Dez 2016, 13:10

Ich komme wieder aufs Segeln. Es gibt nicht nur Wind von achtern, sondern manchmal auch genau von vorn.
Wer bei hartem West/Nordwest an Kalkgrund vorbei in die Flensburger Förde einlaufen möchte, weiß: das wird anstrengend und auf kleineren Booten nass,
aber es ist möglich - und wenn man dann im Hafen liegt, kann man sich und seinen MitseglerInnen sagen: wir haben etwas geschafft!
Um beim Segeln zu bleiben: Zum Glück findet meine Frau es geil bei 8 aus w/NW die Flensburger Förde bis FL aufzukreuzen, sei es noch so kalt und nass.
@Anna: wenn du deiner zweiten Frau von anbeginn alles erzählt hast, sorry ich kann nicht nachvollziehen wo du da Verständnis haben kannst das sie damit nicht klarkommt, zumal es ja nur in den eigenen 4 Wänden stattgefunden hat.

Anna Marie
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 191 im Thema

Beitrag von Anna Marie » Fr 9. Dez 2016, 13:16

@scalar28

Erst war es nur teilweise, am Wochenende mal, das ich mich "zurecht gemacht" habe. Das war ok für sie.....dann war es fast jedes Wochenende.
Dies wurde ihr zuviel.
Die Toleranz und das Verständnis ihr gegenüber habe ich, weil auch Ihre Gefühle durcheinander sind! Sie verliert ihren Mann den sie sehr liebt.
Das daraus Wut,Trauer und Enttäuschung resultiert, ist für mich nachvollziehbar.

Wer schrieb es.....Ellen? ODer Tabea?
"Stellt euch mal vor, eure Frau sagt, das sie plötzlich ein Mann sein möchte.."
Unsere Emotionen würden auch Achterbahn fahren.

Lg
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 192 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 9. Dez 2016, 13:33

Es war Tabea, und ich weiss nicht wo da für mich persönlich grosse Probleme wären, eine Herausforderung klar, aber sowas kann man nun wirklich meistern.

Anna Marie
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 193 im Thema

Beitrag von Anna Marie » Fr 9. Dez 2016, 14:37

Und da sage ich, es sind nicht alle gleich mit dem Verarbeiten von Emotionen bzw die Toleranz ist bei jedem Mensch unterschiedlich.
Wenn es für dich und deine bessere Hälfte gut klappt, find ich es für euch gut.
Es heißt aber nicht das es bei jedem wie bei Dir/Euch ist oder sein kann bzw wird.
Nicht jeder wird meinen Weg verstehen, das ist ok. Ich bin hier um mein Leben zu leben. Nicht um von jedem verstanden zu werden!

Manu.66
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 194 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 9. Dez 2016, 14:47

Hi!

Originalton meiner Ehefrau vor ein paar Tagen: "Jetzt habe ich nicht nur einen Mann, sondern gleichzeitig auch noch eine beste Freundin!"

Kann Frau das besser ausdrücken?? (ap)

Ich bin ein typischer Spätzünder. Crossdresser genau seit einem Tag vor meinem 65. Geburtstag und von dem Tag an zu 100% konsequent. Meine Frau hat das von Anfang an akzeptiert, sie habe damit überhaupt kein Problem, waren ihre Worte. Das einzige Problem, dass wir jetzt aufpassen müssen, unsere Wäsche, unsere Strumpfhosen nicht durcheinander zu bringen. Meine Frau ist meine objektive Instanz bei der Auswahl neuer Röcke, Kleider usw. Was passt, was nicht passt, das sagt sie mir und darauf kann ich mich verlassen. "Ich laufe nicht mir Dir durch die Gegend, wenn Du Dich zum Honk machst!" So ihr Statement.

Unsere Kinder haben unterschiedlich reagiert. Sie sind alle erwachsen. Mittlerweile haben sie sich aber doch daran gewöhnt, dass ihr Vater jetzt einen BH trägt.

Liebe Grüße an Alle
Gerhard
Mein Lebensmotto: "Ich kann, weil ich will, was ich muss." (Kant)

Plisseedreher70
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 195 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 » Fr 9. Dez 2016, 16:15

Ja Gerhard, da kann ich dir nur gratulieren!
Meine Freundin stören meine Kleider und Röcke zu Hause auch nicht.
Nach Draußen gehe ich allerdings nur bei Dunkelheit alleine raus, das reicht mir...!
Gruß Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!

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