CSD-Film STONEWALL
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Filmfestival
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CSD-Film STONEWALL

Post 1 im Thema

Beitrag von Filmfestival » Mi 15. Mai 2019, 15:32

Es gibt ein Wiedersehen mit Marsha, Ray/Ramona, Orphan Annie und Queen Conga!
2015 brachte Roland Emmerich (The Day after Tomorrow, Anonymus) STONEWALL in die Kinos
und erlitt das Schicksal vieler Queer-Filme: im großen Kinoangebot war er nur eine Randerscheinung und ging unter.

Beraten wurde Roland Emmerich durch Stonewall-Veteranen, Williamson Henderson und Martin Boyce, die damals selbst dabei waren, die sich auf ihrer Webseite Stonewallvets weiter für den Film einsetzen, weil er richtig ist, wichtig, und insgesamt historisch den richtigen Spirit habe. Sie kamen auch zur Premiere und gaben ihren Segen.
Das Ganze basiert zudem auf dem Sachbuch "Stonewall: The Riots that sparked the Gay Revolution" von David Carter, dessen jahrelange Recherche mit Interviews von Zeitzeugen als ein Buch von zentraler Bedeutung gilt.
Es ist aber keine Dokumentation sondern ein Spielfilm, was immer mit gestalterischen Freiheiten einhergeht.

Die großen Hollywood-Studios haben abgelehnt. Roland Emmerich hat mit eigenem Geld dieses Projekt gegen Widerstände durchgeboxt. Ein bekannter Filmregisseur solidarisiert sich mit der LGBT-Community. Für ihn selbst war es ein globales Coming Out.

Überlagert wurde der Filmrelease aber von der Diskussion, ob der Film historisch korrekt sei.
Bei einem wenig dokumentierten Thema wie den Stonewall-Protesten (es gibt eine Handvoll Fotos, die laut Lillian Faderman auf CNN für den Film sprechen; zudem die 2009 veröffentlichten Arrest-Reports der Polizei; sich widersprechende Augenzeugenberichte) blühen die Lügen und Mythen.

Der Film beeindruckt und bewegt, einige Nachwuchsschauspieler wurden hier entdeckt (Jonny Beauchamp, Vlad Alexis, Otoja Abit), der Soundtrack (nicht immer mit Songs aus dem Jahr 1969:) ist klasse (Magic Moments: "Venus" und "A Whiter Shade of Pale" werden voll ausgespielt!) und, ja, selten gibt es im amerikanischen Kino so klare Statements gegen Diskriminierung und Homophobie.

Zu den 2019 Christopher-Street-Day-Paraden kehrt STONEWALL für einige Events nochmal auf die Leinwand zurück.
Eine Wiederaufführung, die sich lohnt: denn im Kino kommt STONEWALL am stärksten zur Wirkung

12.6. Augsburg, Cinemaxx, ab 19:00 Uhr

28.6. Leipzig, Passage Kino Universum, ab 20:00 Uhr

28.6. Kiel, Traum-Kino, ab 22:15 Uhr

16.7. Trier, Schmit-z, ab 20:00 Uhr

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Re: CSD-Film STONEWALL

Post 2 im Thema

Beitrag von Filmfestival » Do 16. Mai 2019, 11:35

Heute um 20:00 Uhr in Rüsselsheim.
Die Location nennt sich 'Das Rind'
Die STONEWALL-Vorstellung findet statt zum internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie IDAHOBIT

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