Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)
Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz) - # 2

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Jenina
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 16 im Thema

Beitrag von Jenina » Di 17. Apr 2018, 09:07

Drachenfrau hat geschrieben:
Mo 16. Apr 2018, 21:32
...
Wer weiß, was er so alles zu hören bekam, verstanden hat von dem gesagten,......
...
Das ist es wohl...

Wir hatten am Wochenende unser regelmäßiges Treffen von trans* Freundinne ganz verschiedener Ausprägung. Das reicht von der TS mit OP bis zum TV, der zur Zeit keine Ambitionen des Auslebens hat. Das machen wir jetzt schon viele Jahre. Und wir werden noch viele Jahre brauchen um uns ganz zu verstehen; bis in jede Einzelheit. Nein - wir können das gar nicht, nicht einmal wir!

Und deshalb sollten wir Milde walten lassen. Auch mich regen manchmal bestimmte Formulierungen und Begriffe auf. Aber dann komme ich wieder runter und sage mir: Geduld! Es kann nur besser werden wenn wir was dafür tun.

Jenina
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Sasha
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 17 im Thema

Beitrag von Sasha » Di 17. Apr 2018, 10:28

Vicky_Rose hat geschrieben:
Di 17. Apr 2018, 08:18

@Sasha: Wieso glaubst Du, schreibe ich dazu, woher ich die Info bezogen habe ? Um es als eigenes Wissen zu präsentieren ?
Hallo Vicky,

es tut mir leid, daß ich mich derart unpräzise ausgedrückt habe, daß auch Du Dich angesprochen fühlen musstest. DAS und DU waren absolut nicht gemeint, und ich bitte um Vergebung dafür.
Es ist einfach so, daß ich sehr harsch reagiere, wenn Antworten stereotyp und pseudowissenschaftlich auf mich wirken, und ebenso harsch reagiere ich (zumindest in meinem Inneren), wenn ein Thema oder eine Fragenstellung bzw. das Bemühen einer Beantwortung selbiger veralbert wird. Ich finde soetwas unangemessen und respektlos. Das mag mit meiner persönlichen Lebenserfahrung zu tun zu haben, aber auch als Kind war ich immer ernsthafter als die Anderen. Und manchmal ist Schweigen einfach die klügere Antwort...

Liebe Grüße, Sasha
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich (K. Adenauer)
Eigentlich bin ich ganz anders, doch ich komme viel zu selten dazu (Ö. von Horváth)
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Mina
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 18 im Thema

Beitrag von Mina » Di 17. Apr 2018, 10:54

Sasha hat geschrieben:
Di 17. Apr 2018, 10:28
DAS und DU waren absolut nicht gemeint
Joa, dann bleiben ja nur noch Michi, Michelle und ich...... )))(:

Und nun? Was können wir für Dich tun Sasha? Soll einer der genannten Personen sein Wohlsein einschränken um Dein Wohlsein zu stärken? Ganz ehrlich, was schlägst Du vor? )))(:

Immer noch friedvoll
Mina

P.s.:
Sasha hat geschrieben:
Di 17. Apr 2018, 10:28
Das mag mit meiner persönlichen Lebenserfahrung zu tun zu haben, aber auch als Kind war ich immer ernsthafter als die Anderen.
Hier hat Jede_R sein Säckchen zu tragen, sich das gegenseitig zu zugestehen wäre ein Anfang. :wink:
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Sasha
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 19 im Thema

Beitrag von Sasha » Di 17. Apr 2018, 12:03

Mina hat geschrieben:
Di 17. Apr 2018, 10:54

Hier hat Jede_R sein Säckchen zu tragen, sich das gegenseitig zu zugestehen wäre ein Anfang. :wink:

Tipp: Der Mensch an sich hat die angeborene Fähigkeit des Ignorieren. Wenn Dir also was nicht behagt, gerne anwenden
Hallo Mina, hallo alle Interessierten,

für mich braucht niemand etwas zu tun, das mein Wohlbefinden auf seine/ihre Kosten erhöht, denn um mein Wohlbefinden geht es nun wirklich nicht.

Der Anfang, sich das gegenseitig zuzugestehen, liegt in meinem Fall fast 50 Jahre zurück. Deshalb, gerade weil jede_r sein Päckchen zu tragen hat, die einen mehr, andere weniger, halte ich es für angemessen, das mit ein wenig Ernsthaftigkeit auch zu berücksichtigen.

Es war mir nicht daran gelegen, jemanden persönlich anzugehen, sondern tatsächlich nur daran, einen (durchaus deftigen) Denkanstoss zu geben, Anliegen anderer auch ernst zu nehmen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung dazu, niemand braucht sich danach zu richten. Nur mit dem Ausblenden dessen, was mir nicht passt, ist das so eine Sache. Um zu wissen, daß ich es ausblenden sollte, muss ich es erst zur Kenntnis genommen haben, und dann ist es auch schon zu spät.

Aber um mich geht es auch garnicht. Von mir aus kann jede_r soviel Unsinn schreiben, wie x will, aber es wird das Forum nicht bereichern und es braucht mich nicht.

So, wer mich jetzt immer noch nicht versteht, soll bitte den Fehler nicht bei sich suchen, sondern es bitte meiner beschränkten Weltsicht zurechnen.

Viele Grüße, Sasha
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 20 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 18. Apr 2018, 08:35

denn um mein Wohlbefinden geht es nun wirklich nicht.
Hi Sasha,

warum nicht ? Und warum soll Schweigen besser sein ? Es kommt oft darauf an, was man wie sagt. Jeder ernsthafte gemeinte Beitrag ist wertvoll. Vielleicht nicht für jeden, aber das muss er ja auch nicht sein. Und von zornigen Beiträgen kann die Autorin vielleicht am meisten selber lernen ... (moin) :)p
Viele Grüße
Vicky

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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 21 im Thema

Beitrag von Nicola » So 6. Mai 2018, 18:33

Meine Lieben,

ich war letzten Freitag in St. Gallen und habe mir das Theaterstück mit meiner Frau angeschaut.
Ich hatte mit dem Autor des Stückes ein Gespräch geführt, als er im Vorfeld recherchiert hatte. Ich war sehr beeindruckt wie feinfühlig und treffend die Thematik dargestellt wurde. Einige dargestellt Situationen habe ich in ähnlicher Form selber erlebt, andere betreffen mich weniger. Ich fand den Umgang mit der Thematik, die verwendete Wortwahl und Begrifflichkeiten sehr stimmig und passend.
Das ca. einstündige Schauspiel verlor für mich nie die Spannung, ich fand es eine grosse Leistung der Schauspielerin. Ich hatte nach der Vorstellung noch ein längeres Gespräch mit ihr und war beeindruckt wie sorgfältig und gründlich sie sich in die Transthematik eingearbeitet hatte.
Meine Frau war auch sehr beeindruckt und wünschte sich, das einige ihrer Bekannten und Freunde das Stück anschauen sollten, damit sie endlich begreifen um was es wirklich gehe.

LG Nicola

Vicky_Rose
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 22 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mo 7. Mai 2018, 07:14

Meine Frau war auch sehr beeindruckt und wünschte sich, das einige ihrer Bekannten und Freunde das Stück anschauen sollten, damit sie endlich begreifen um was es wirklich gehe.
Hi Nicola,

wäre es nicht eine Idee, einen gemeinsamen Theaterabend zu machen ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 23 im Thema

Beitrag von FallenMycraft » Mo 7. Mai 2018, 08:03

Guten Morgen zusammen,

vielleicht habe ich ja auch etwas falsch verstanden, aber die beiden Personas werden in dem Theaterstück doch bewusst als Stilmittel eingesetzt um den inneren Konflikt zu verdeutlichen. Natürlich sind wir jetzt keine Gollums, aber wie soll man denn ein Streitgespräch zwischen zwei Persönlichkeiten darstellen ohne zwei Persönlichkeiten? Wenn es in dem Artikel also vordringlich um Theaterkritik geht und nicht um die generelle Psychoanalyse einer Transfrau, sind die Begriffe doch eigentlich richtig gewählt. Oder irre ich mich?

LG Daniela
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MichiWell
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Re: Theater: Ewig im falschen Kostüm (Schweiz)

Post 24 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 7. Mai 2018, 19:16

Hallo Daniela,

danke, dass du meinen Gedanken aufgreifst. Mir ist das als Stilmittel schon bekannt, den Widerstreit von Gefühlen in dieser Art darzustellen.

Dennoch widerstrebt mir der Gedanke, gerade "unser Problem" auf diese Weise dargestellt zu wissen.

Ich fürchte eine Pathologisierung, zumal es auch nicht so selten von Unsereins oder selbsternannten Experten öffentlich kommuniziert wird, als wäre da eine andere Person in uns verborgen, die dann heraus käme, während die "alte" verschwinden würde. Ebenso mag dazu kommen, dass einige den Wechsel für sich selbst nur als Rollenspiel im Rahmen von SM, einem Fetisch oder zum Ausleben ihrer latenten Homosexualität begreifen, was für sich betrachtet völlig in Ordnung ist, aber zugleich Außenstehenden ein falsches Bild von unsereins vermittelt. Das ist mir erst gestern bei meinem 2. Date wieder aufgefallen. Nicht, dass diese wunderbare Frau da irgendwelche Vorurteile mitgebracht hätte. Aber ich bemerkte schon an der Reaktion auf meine Erklärung, dass es wohl nicht so selbstverständlich ist, dass die unterschiedlichen Facetten dennoch ein und die selbe Person zeigen.


@all
Ich hoffe, ich konnte meine Gedanken soweit verständlich machen.


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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