Hormone - steuern über Hormone was ich will?
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Hilfe und Selbsthilfe
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MarieB
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Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 1 im Thema

Beitrag von MarieB » Mi 30. Jul 2014, 08:21

Hallo,

OK. Ich glaube ich konnte mit dem Titel nicht so richtig ausdrücken was ich will.

Es geht mir darum, ob ich mit dem Endokrinologen Hormone so steuern kann um nur das zu erreichen, was ich möchte.

Bsp. Da ich in einer Partnerschaft lebe, könnte ich den Wunsch haben, dass ich zwar Hormome nehme, aber nur um mich besser zu fühlen um Haarwuchs zu stoppen, um Proportionen zu verändern (Po, Hüfte), um weichere Gesichtszüge zu bekommen etc. Aber da meine Partnerrin ja nicht mit einer "Frau" intim wedren will, sollen die Brüste nicht wachsen. Auch weil eine OP und dauerhafte Lebensumstellung nicht angedacht ist.

Kann man das also steuern, indem man das ein oder andere Präperat bekommt und andere eben nicht, das die genau den nicht gewollten Effekt hätten? Ist eine solche Vorgehensweise mit einem Endokrinologen überhaupt denkbar?
Bei dem Vortrag über Hormone auf der Transtagung in München, hat die Ärztin sich so ausgedrückt, dass Sie alles ja idividuell sehen muss. Welche Lebenssituation herscht beim Patienten vor, was sind seine Wünsche etc.! Ob Sie damit sowas gemeint hat?

Was meint oder vor allem was wisst Ihr darüber?

Danke
Marie
Gruß

Marie

Molly
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 2 im Thema

Beitrag von Molly » Mi 30. Jul 2014, 10:05

Hallo,
ich kann mir nicht vorstellen dass eine körperliche Feminisierung über Hormone möglich ist - ohne dass auch die Brüste hiervon betroffen sind. Aber bei den meisten bleiben die Brüste ohnehin ziemlich klein ( wie bei mir z.B. ). Ich meine gelesen zu haben dass es durchaus Spezialisten gibt die über eine Hormontherapie beim Patienten eine Verweiblichung des Körpers erreichen unter Beibehaltung der Errektionsfähigkeit und Ejakulationfähigkeit. Aber auch hier ist die Libido von der Hormontherapie ganz sicherlich beeinträchtigt. So wie ich das als NichtmedizinerIn verstehe ( kann nur als Patient mitreden ) ist ein bißchen Steuerung über Dosierung, und Art der Therapie ( z.B. Testoblocker oder nicht ) möglich, aber grundsätzlich sehr schwierig und wirklich eine Frage für Spezialisten

Julia65
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 3 im Thema

Beitrag von Julia65 » Mi 30. Jul 2014, 12:42

Hallo,

ausserdem wird sich sicherlich kaum ein Endokrinologe finden, der sich auf sowas einlassen würde. Denn nicht umsonst werden einem die HRT so lange verwehrt bis man schriftlich hat, dass es sich wirklich um Transidentität handelt. Ansonsten stimme ich Molly zu. Ich habe auch keine Testoblocker bekommen, dennoch sind meine Brüste recht gut gewachsen und die Libido ist, wenn auch noch nicht völlig verschwunden, aber gewaltig in den Keller gesunken.

LG
Julia
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Aspie
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 4 im Thema

Beitrag von Aspie » Mi 30. Jul 2014, 21:24

Ja, das hätte ich auch gerne!

Aber was ich auch immer darüber gelesen habe, sagte mir: Das erste, was sich ändert, ist, dass die Erektion weg ist. Und da ich genau wie MarieB meine Frau behalten möchte (und sie mich als Mann), habe ich es gelassen.

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren!

Molly
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 5 im Thema

Beitrag von Molly » Mi 30. Jul 2014, 22:14

Aspie hat geschrieben:Ja, das hätte ich auch gerne!

Aber was ich auch immer darüber gelesen habe, sagte mir: Das erste, was sich ändert, ist, dass die Erektion weg ist. Und da ich genau wie MarieB meine Frau behalten möchte (und sie mich als Mann), habe ich es gelassen.

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren!
Also die berüchtigte Morgenlatte habe ich auch noch. Aber das ist nicht das Thema, denke ich. Wenn Du Freude und Erfüllung in Deiner männlichen Sexualität empfindest, in der männlichen Rolle "im Bett", bzw. gerne ein "Rohr verlegst", dann könntest Du natürlich unter Einnahme weiblicher Hormone eine herbe Enttäuschung erleben. Auf der anderen Seite weiß ich von Transsexuellen die nach wie vor manchmal etwas etwas Männlichkeit sexuell ausleben möchten und auch "können". Das ist aber individuell sehr unterschiedlich. Mit dem Risiko die männliche Libido zu verlieren muß man unter Einnahme weiblicher Hormone auf jeden leben. Auf der anderen Seite kann man auch auf andere Art und Weise Erotik ausleben. Die einahme von Östrogenen bedeuten schließlich nicht das Ende von Sex und Erotik....

MarieB
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 6 im Thema

Beitrag von MarieB » Do 31. Jul 2014, 12:38

Hallo,

ich denke ich muss da nochmal erklären um was es mir geht.

Es geht also nicht speziell um das Thema der Potenz, auf das es jetzt irgendwie reduziert wird.

Mal angenommen (ich weiß ja nicht, ob das eine Ausnahme ist) man möchte doch eigentlich mehr seine weiblichen Anteile ausleben. Die Lebenssituation soll dabei aber berücksichtigt werden. Sprich, auf der Arbeit will man weiterhin so erscheinen wie gehabt, oder auch teilweise im Privatleben. Trotzdem möchte man aber schon die Zeit als "Frau" intensiv erleben. Deshalb fragte ich mich ob Hormone (z.Bsp. welches Produkt man gibt oder welche Menge) so dosierbar sind.

Natürlich weiß ich auch nicht, was ein Psychologe sagt, wenn man hinkommt und sagt, dass man Hormone nehmen will aber keine GAOP anstrebt, Keine Brüste will und auch nicht Vollzeit im andere Geschlecht lebem möchte.

Ist das jetzt so außergewöhnlich, oder geht es anderen hier ähnlich?

LG
Marie
Gruß

Marie

Julia65
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 7 im Thema

Beitrag von Julia65 » Fr 1. Aug 2014, 15:21

Hallo MarieB,

solche Gedanken hatte ich vor Jahren auch. Aber ich lernte, dass es da keinen Weg zu geben scheint. Hopp oder Topp, Hü oder Hott. Ent- oder Weder. Ich wollte auch meine Beziehung behalten, wollte auch vermeiden mit auf der Arbeit und in bestimmten kreisen outen zu müssen. Die Einnahme von Hormonpräparaten würde aber Veränderungen hervorrufen, die es nicht möglich machen würde, es dauerhauft zu verheimlichen.
Und ich glaube, kein Endo würde da mitspielen. - Wenn es einen Weg geben mag, dann aber nur illegal, also mit auf eigener Faust besorgte Präparate. Von der juristischen Seite her eigentlich kaum das Problem, jedoch von dem Geundheitsrisiken her unverantwortlich.

LG
Julia
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 1. Aug 2014, 15:25

Moin,

... und die eierlegende Wollmilchsau wird es auch in diesem Bereich nicht geben (smili)
Also Chancen und Risiken betrachten und beachten.

Körperliche Entwicklungen lassen sich nicht so schnell wie gewünscht und oftmals nicht in der/den erhofften Form(en) beeinflussen.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 9 im Thema

Beitrag von Nicoletta » So 3. Aug 2014, 17:36

Liebe Marie,

auch ich denke, dass Du von Hormonen die Finger lassen solltest, was Du Dir vorstellst, geht einfach nicht. Ich habe damit keine Erfahrung, aber wie wäre es denn mit Mitteln wie Finasterid (schau mal in die Wikipedia). Vielleicht hilft das zumindest für den Haarwuchs, und Brustwachstum ist dort als Nebenwirkung nicht beobachtet worden. Das andere, womit ich durchaus Erfahrung habe, ist Selbsthypnose. So kenne ich eine (englischsprachige) Hypnose, die Haarwachstum am Körper verhindern soll, eine andere soll für volle Lippen sorgen. Ich mag die nicht besonders, habe sie selten gehört und auch keinerlei Wirkung feststellen können, aber dazu müsste man sie länger einsetzen. Wenn Du ein wenig suchst, findest Du da vielleicht doch die passende Hypnose, mit der Du nur das bekommst, was Du wirklich willst.

LG Nicoletta
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 10 im Thema

Beitrag von Jadyn » Sa 16. Aug 2014, 18:00

Hallo Marie,

Ich habe persönlich ein ähnliches Anliegen wie du, wobei ich auch kleine Brüste schon als Wunsch drin sind. Mein Stichwort sind Isoflavone, jedoch kein Soja sondern Rotklee, (Mehr hier von einem Bundesinstitut: http://www.bfr.bund.de/cm/343/isolierte ... risiko.pdf) denn " Im Vergleich zu Soja zeigte der
Rotklee-Extrakt eine 50fach höhere Affinität zum Estrogenrezeptor". Wenns Ergebnisse gibt sind sie nüchtern. Langsam empfinde ich teils als gut, andererseits hätte ich lieber mehr als Ergebnis - obwohl meine Freundin mehr davon sieht als ich?
Es gibt 1-2, dafür müsste man mal nach googeln, dies 1Jahr gemacht haben und sichtliche Ergebnisse haben - aber eben auch einen kleinen Busen. Ich bin auch der Meinung, dass es keine Feminisierung ohne eine (kleine) Brust gibt. Mit einen würde ich mich wohler fühlen... die Frage ist was ist deine Grenze, wenn du dies erreichen willst?

Lavendelöl probiere ich zwar ebenfalls auch, erwarte ich davon eigentlich nicht wirklich was von. Wenns klappt ist's schön. Darauf bin ich aufmerksam geworden, als ich in einem Artikel las wie mehrere Jungen Brüste bekamen, da darin dies enthalten war. Seit dem wird auch überall bei Fällen von "Gynäkomastie" danach gefragt, ob in täglichen Mitteln Lavendelöl enthalten ist. Es sohl schwach estrogen und androgen wirken.

lg
Jadyn

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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 11 im Thema

Beitrag von Chrissie » So 17. Aug 2014, 09:16

Ich fürchte ich muss alle die enttäuschen,die nur Hüfte ohne Busen haben wollen.

Das geht nicht. Es gibt keine getrennten Hormone für die einzelnen Körperbereiche. Was Hüfte und Po wachsen lässt, lässt auch die Brust wachsen und umgekehrt. Was dann wie stark wãchst ist - wie bei Bio- Frauen - eine Frage der Veranlagung.

Es gibt aber Alternativen. Bei diversen Händlern gibt es Polsterhosen, die an Hüfte und Po Silikonpolster haben und es gibt die Möglichkeit der Op bei der Silikonkissen in den Po eingebracht werden. Diese soll jedoch ziemlich schmerzhaft sein.

Ich denke aber, dass es generell wichtiger ist zu erkunden, was man eigentlich wirklich will und ist. Geht es nur ums Aussehen wenn man en femme unterwegs ist reichen entsprechend geschnittene Kleider und Polsterhosen.

Möchte man auch so aussehen, wie man sich fühlt, wird man nur mit mehr Hüfte und Po auch nicht zufriedener.
Es gibt viele, die das Switchen problemlos schaffen, denen geht es in der Regel auch weniger um ihr Äusseres.

Bei vielen kommt aber irgendwann der Punkt, da beginnt der mànliche Körper zu nerven. Dann - vieleicht wegen der Beziehung - einzelne Areale zu ändern und andere zu lassen ist eher Kontraproduktiv. Hat die Ehefrau generell Probleme mit dem dem Thema Sex mit einer Frau wird sie auf Dauer wohl auch eine Sanduhrfigur ohne Busen abstossen, hat sie keine Probleme damit sieht man mit Busen deutlich besser und nicht wie eine Karikatur aus und wird sich auch besser fühlen.

Was ich damit sagen will: Seit Euch erst mal sicher, wo Eure Reise hin geht und fangt dann an den Körper zu ändern. Alles andere bringt nur irgendwann Frust. Dazu zählt auch festzustellen, ob man damit leben kann im Extremfall seine Partnerin zu verlieren. Und vor allem: alle Gedanken an körperliche Veränderungen immer mit der Partnerin vorher besprechen.

Bitte jetzt nicht wieder so eine Diskussion über Liebe und Akzeptanz wie in dem Thread zum Fetzen.

Man kann nicht verlangen, dass jemand plötzlich von jetzt auf eben homosexuell wird, genausowenig wie man verlangen kann, dass jemand ständig die Rolle Mann spielt, obwohl der Geist weiblich ist. Wenn es dann nicht anders geht muss man sich halt trennen. Liebe heist nicht das der eine alles aufgibt, nur weil der andere sein bisher verstecktes Leben ausleben will. Liebe ist ein ständiger Kompromiss, bei dem beide geben und nehmen um das bestmögliche an Glück für beide herauszuholen.

Liebe Grüsse Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.

MarieB
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Re: Hormone - steuern über Hormone was ich will?

Post 12 im Thema

Beitrag von MarieB » Di 18. Nov 2014, 09:05

Hallo,

ich möchte mich noch mal an alle wenden, die offen sind und Hormone nehmen. (gerne auch Rückmeldung über PN)

Dabei meine ich die Hormone nehmen die vom Endokrinologen verschrieben werden und keine Pythohormone oder sonstige Ersatzmittel.

Wie wirken sich die Hormone auf eure Lust an Sexualität aus? Mann hört immer, dass die Lust schwindet. Liegt es nur an Androcur oder ist das auch bei den anderen Mitteln so? Ist es überhaupt so?

Wenn ja, warum ist das eigentlich so? Klar, weil weniger Testosteron gebildet wird aber BioFrauen haben ja auch weniger testo und doch trotzdem ein Lustempfinden, sonst würden sie ja nie Lust auf Sex haben. Muss doch auch Hormongesteuert sein, oder?

Also viele viele Unklarheiten bei mir und ich hoffe es gibt hier welche, die mir da helfen können.

Danke vorab.

LG
Marie
Gruß

Marie

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