Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?
Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

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Lykeia

Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

Post 1 im Thema

Beitrag von Lykeia » Mo 11. Jan 2010, 01:53

Über diesen Satz habe ich lange, viele Jahre nachgedacht. Mir wurde immer gesagt das der Wunsch ein Mann sein zu wollen eines Tages vergehen wird. Es sei ja nur eine Phase wurde mir gesagt, auch von Psychologen. Andere meinten warum sich ein hübsches Mädchen denn wünschen wollte ein Mann sein zu wollen. Als ob das was mit dem Aussehen zutun hat. :evil: Meine Psychologen meinten auch das hinge damit zusammen das die Stellung der Frau eben doch noch nicht ebenbürtig mit der eines Mannes ist. Schließlich war meine Mutter der Ansicht das es nicht sein kann da ja Millionen von anderen Frauen es ja auch lieben würden eine Frau zu sein, außerdem gäbe es noch mehr burschikose Mädchen auf der Welt. Kurz und gut, viele Aussagen und ich empfinde sie alle als so falsch wie es nur sein kann.

Ich habe viele Jahre versucht zu akzeptieren das ich biologisch eine Frau bin, aber es hat nicht funktioniert. Mehr noch, ich bin unzufriedener geworden und ratloser. Bis zu meinem 15. Lebensjahr bin ich nur in Männer Klamotten herumgelaufen und habe einen kurzen Haarschnitt getragen. da ich Teils japanischer Abstammung bin, habe ich mich oft an diverse Stile gehalten die dich im Grunde geschlechtslos machen.Ich gehöre im Grunde in keine der Kategorien die sich die Gesellschaft gerne bastelt. Heute laufe ich mal "männlich" und mal "weiblich" herum. Aber es stimmt niemals und ich gehöre im Grunde in keine der Kategorien die sich die Gesellschaft gerne bastelt. Mir wäre es egal, aber es man hat eben einen verdammt schweren Stand.

Ich selbst sehe mich mit den Augen eines Mannes und betitel mich meistens als "er". Mir wurde auch schon gesagt das ich ein ausgeprägtes männliches Verhalten und Denken an den Tag lege. Das was eben bei uns als "männlich" gilt. Ob es dazu beiträgt das ich einen erhöhten Testosteron Wert habe und das mein Vater mich wie ein Junge erzogen weiß ich nicht, könnte aber der Fall sein. Ich habe schon oft darüber nachgedacht mit umoperieren zu lassen, aber ich bin sehr kritisch ob es überhaupt so funktionieren würde wie ich es gerne hätte.

Tja, so ist momentan mein Stand. Ich bin eine Frau will aber keine sein, doch für einen Mann reicht es eben biologisch nicht. da hilft es auch nichts wenn ich mich als männlich betrachte, denn die anderen tun es nicht und danach werde ich eingeordnet. :idea:

Naja, jetzt sollte ich aber wirklich schlafen gehen :))b
Falls jemand noch eine Idee hat würde es mich sehr freuen. Ich kenne keinen einzigen Menschen mit dem ich mich darüber unterhalten könnte.

Rene

Re: Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

Post 2 im Thema

Beitrag von Rene » Mo 11. Jan 2010, 12:44

Hallo Lykeia,
zunachst mal möchte ich dich hier recht herzlich Willkommen heißen. Endlich mal jemand aus der näheren Umgebung.
Lykeia hat geschrieben:Falls jemand noch eine Idee hat würde es mich sehr freuen. Ich kenne keinen einzigen Menschen mit dem ich mich darüber unterhalten könnte.
Ich würde mich sehr freuen sich mit dir darüber unterhalten zu können.

Gruß Rene

Anne-Mette
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Re: Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 11. Jan 2010, 13:14

Moin,

von mir auch ein herzliches Willkommen )))(:
Es sei ja nur eine Phase wurde mir gesagt, auch von Psychologen.
Ich würde mich an einen Psychologen wenden, der sich mit der Thematik auskennt.
Ein "Waldundwiesenpsychologe" ist U.U. überfordert bei dieser speziellen Thematik.
Schließlich war meine Mutter der Ansicht das es nicht sein kann da ja Millionen von anderen Frauen es ja auch lieben würden eine Frau zu sein, außerdem gäbe es noch mehr burschikose Mädchen auf der Welt. Kurz und gut, viele Aussagen und ich empfinde sie alle als so falsch wie es nur sein kann.
Dann wird es Zeit für eine richtige Beratung. Wenn Du in einer größeren Stadt wohnst, gibt es bestimmt Anlaufstellen. Wenn Du sie nicht allein findest, bin ich Dir gern behilflich.
Heute laufe ich mal "männlich" und mal "weiblich" herum. Aber es stimmt niemals und ich gehöre im Grunde in keine der Kategorien die sich die Gesellschaft gerne bastelt. Mir wäre es egal, aber es man hat eben einen verdammt schweren Stand.
Vielleicht stimmt es eher, dass Du "zwischen den Geschlechtern" stehst. Das muss kein Nachteil sein, wie ich für mich festgestellt habe.
Ich habe schon oft darüber nachgedacht mit umoperieren zu lassen, aber ich bin sehr kritisch ob es überhaupt so funktionieren würde wie ich es gerne hätte.
Auch das spricht für eine Fachberatung; denn so einen weitreichenden Schritt muss man nicht nur überlegen, sondern die Entscheidung muss wachsen...
Falls jemand noch eine Idee hat würde es mich sehr freuen. Ich kenne keinen einzigen Menschen mit dem ich mich darüber unterhalten könnte.
Unterhalten und über das Thema sprechen können wir hier gern.
Es werden sich bestimmt auch noch andere beteiligen. Bei der Ernsthaftigkeit Deiner Lage ist es aber sicherlich nicht ausreichend, wenn wir uns hier austauschen; wir können keine Beratung ersetzen.
Die OP-Techniken sind in den letzten Jahren wesentlich verbessert worden. Trotzdem ist es "vom Gestalterischen" für einige etwas unbefriedigend. Aber bis zu einer eventuellen OP ist es ein weiter Weg. Über die Möglichkeiten sollte man sich gut informieren.

Gruß
CPG

Lykeia

Re: Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

Post 4 im Thema

Beitrag von Lykeia » Mo 11. Jan 2010, 14:20

@CPG, kennst du vielleicht gute Anlaufstellen? Ich tue mich irgendwie etwas schwer passende Personen im Kreise Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg zu finden. Und ja die bisherigen Psycholoagen sind mit dem Thema überfordert und haben keinerlei Ahnung.

Naja wie ich ja auch geschrieben habe stehe ich diesen OPs kritisch gegenüber. Ich habe mir einige Bilder angeschaut und viele Berichte gelesen und gerade das lässt mich doch kritisch werden. Es scheint ja das eine Verwandlung von Mann zu Frau auch "einfacher" ist als umgekehrt. Ich werde mich darüber aber nochmals mit einigen Fachleuten unterhalten müssen.

Anne-Mette
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Re: Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 11. Jan 2010, 15:41

Moin,

ich werde mich umhören und mich dann bei Dir melden.

Bis dahin viele Grüße
CPG

Anne-Mette
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Re: Was bin ich und warum kann ich es nicht akzeptieren?

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 12. Jan 2010, 09:08

Moin,

wenn Du den nachfolgenden Link aufrufst, könnten Adressen dabei sein, die Dir weiterhelfen können:

http://www.dgti.org/shg/g6.htm

Wenn ein Durchfragen dort nichts nutzt (es sind auch Emailadressen dabei), dann werde ich mal ausführlicher nachforschen.
Es sind bestimmt auch nicht alle Adressen verwendbar, aber immerhin...

Gruß
CPG

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