Alexa und Verwirrung
Alexa und Verwirrung - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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MichiWell
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 16 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 23. Jun 2018, 13:48

Alexa_Hall hat geschrieben:
Fr 22. Jun 2018, 22:50
Bisher habe ich nicht das Bedürfnis, ganztätig oder nicht zum Zwecke der Befriedigung Dessous u.ä. zu tragen. Ich wollte das aber mal ausprobieren und bin dann mal zur Arbeit gefahren und trug einen wirklich schicken String drunter, aber nach einer Stunde war mir alles so unangenehm, das ich ihn wieder ausgezogen hatte.
Hallo Alexa,

erst mal noch ein herzliches Willkommen hier, und vielen Dank für die recht ausführliche Vorstellung. )))(:

Einfach so weiblich verortete Kleidung unter der normalen Kleidung zu tragen, ohne sich dabei unwohl zu fühlen und Angst vor Entdeckung zu haben, das hat bei mir auch eine Weile gedauert. Aber das ist doch eigentlich kein Wunder, wenn man sich über Jahre hinweg nur im Verborgenen kurze Momente ge- und erlebt hat, und sich so ein schlechtes Gewissen antrainiert hat. Heute trage ich die Unterwäsche, die ich gerade mag (mal m, mal w), und auch eine Strumpfhose unter der, wenn es nicht zu warm und mir danach ist, ohne dass ich mir ständig Gedanken darüber mache. Ich denke, du musst auch erst noch dahin kommen, dich anzunehmen und dich nicht mehr (so sehr) für dein Sein zu schämen.


Liebe Grüße
Michi
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Alexa_Hall
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 17 im Thema

Beitrag von Alexa_Hall » Sa 23. Jun 2018, 22:45

Kati_nx hat geschrieben:
Sa 23. Jun 2018, 11:24
Hallo Alexa,

das was wir tun, ist für sehr viele Menschen falsch und das kann ein großer Druck sein. Deswegen ziehst Du dir lieber den Tanga wieder aus, weil was ist wenn das jemand mitbekommt, sowas macht man ja schließlich nicht! Auch für mich und für viele Andere gibt es immer wieder Situationen, wo man sich hinterfragt. Es ist nur wenige Monate her, da war ich komplett zurecht gemacht und bekam ein Panikattacke und musste mir alles runterreißen. Und ich konnte nicht genau einordnen, wodurch diese verursacht wurde. Ich gehe aber stark davon aus, dass es etwas mit diesem Thema zu tun hat. Und das was wir tun, ist für die "normale" Gesellschaft verrückt - verrückt = anders verortet. Da ist es ganz klar, dass man sich manchmal fragt: was mache ich hier eigentlich? Aber das fragt man sich sowieso bei allem, egal was man macht.
Interessant fand ich auch Deine Bemerkung, Du spielst einen Zwergenkrieger und könntest nicht verstehen, warum Männer, Frauencharactere spielen. Auch da spiegelt sich das eingeimpfte Bild der Gesellschaft wieder. Ich spiele nur noch Frauencharactere (und habe das übrigens schon immer getan und wurde dafür auch von meinen damaligen Freunden komisch beäugt) und freue mich über den Umstand, dass vermehrt Spiele diese Möglichkeit bieten, oder gar ausschließlich nur durch einen weiblichen Hauptcharacter besetzt sind.
Und wusstest Du eigentlich, dass es in der nordischen Mythologie die Geschichte über Thor gibt - der ja als ewiger Sucher der Wahrheit gilt - , wo er sich in Frauenkleider hüllt und es ihn ganz wild macht?

Gruß
Kati
Hi Kati, es ging mir nicht wirklich um die Angst vor der Entdeckung - das ist unmöglich. Ich habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt... konnte mich nicht auf die Arbeit konzentrieren und das nicht aus Erregung, sondern einfach, weil der String letztlich unangenehm und unbequem war. So viel passt aufgrund der Schnittform da eigentlich nicht rein ;-)

Das mit dem Zwerg... ja. Wenn ich RPG spiele, wo es mehrere Charaktere sind, die ich spiele, dann sind da auch weibliche Charaktere dabei. Ist's nur einer, ist's ein Kerl.

Liebe Grüße
Alexa

margarita
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 18 im Thema

Beitrag von margarita » So 24. Jun 2018, 06:57

Alexa_Hall hat geschrieben:
Sa 23. Jun 2018, 22:45
Ich habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt... konnte mich nicht auf die Arbeit konzentrieren und das nicht aus Erregung, sondern einfach, weil der String letztlich unangenehm und unbequem war. So viel passt aufgrund der Schnittform da eigentlich nicht rein ;-)
Es gibt sooo tolle Strings für den Herren. Ich mag mich schick fühlen, ohne was wegzuquetschen. (Ich beneide diejenigen, die das "bequem" können.) Zwar ist das nicht ganz genau das selbe wie Damenunterwäsche, aber für mich ein gangbarer Kompromiss. ;-)
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Alexa_Hall
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 19 im Thema

Beitrag von Alexa_Hall » So 24. Jun 2018, 10:23

MichiWell hat geschrieben:
Sa 23. Jun 2018, 13:48
Alexa_Hall hat geschrieben:
Fr 22. Jun 2018, 22:50
Bisher habe ich nicht das Bedürfnis, ganztätig oder nicht zum Zwecke der Befriedigung Dessous u.ä. zu tragen. Ich wollte das aber mal ausprobieren und bin dann mal zur Arbeit gefahren und trug einen wirklich schicken String drunter, aber nach einer Stunde war mir alles so unangenehm, das ich ihn wieder ausgezogen hatte.
Hallo Alexa,

erst mal noch ein herzliches Willkommen hier, und vielen Dank für die recht ausführliche Vorstellung. )))(:

Einfach so weiblich verortete Kleidung unter der normalen Kleidung zu tragen, ohne sich dabei unwohl zu fühlen und Angst vor Entdeckung zu haben, das hat bei mir auch eine Weile gedauert. Aber das ist doch eigentlich kein Wunder, wenn man sich über Jahre hinweg nur im Verborgenen kurze Momente ge- und erlebt hat, und sich so ein schlechtes Gewissen antrainiert hat. Heute trage ich die Unterwäsche, die ich gerade mag (mal m, mal w), und auch eine Strumpfhose unter der, wenn es nicht zu warm und mir danach ist, ohne dass ich mir ständig Gedanken darüber mache. Ich denke, du musst auch erst noch dahin kommen, dich anzunehmen und dich nicht mehr (so sehr) für dein Sein zu schämen.


Liebe Grüße
Michi
Hallo Michi, vielen Dank :-)

Ja, mich selbst so zu mögen, mit meiner eigenen Diversität ist wohl mein Problem. Allein das Sparring hier im Forum mit dir und den anderen hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich kann quasi den Kampf in mir fühlen... da tobt das Gefecht!

Liebe Grüße
Alexa

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Re: Alexa und Verwirrung

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-08-05 » So 24. Jun 2018, 11:28

Alexa_Hall hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 10:23
Ich kann quasi den Kampf in mir fühlen... da tobt das Gefecht!
Lade deinen Gegner doch mal zu einem Tässchen Tee ein. :wink:

Vielleicht ist es dann auch einfach nicht mehr, als dass Du gerne ab und zu mal das Bedürfnis danach hast und Dir ein bisschen Spaß gönnst. Je öfter Du das machst desto bewusster wird Dir, dass mit dem wiederholten Entsorgen, dem wiederkehrenden Bedürfnis nicht beizukommen ist. Lege Dir ein Versteck für deine schönsten Sachen an und spare Geld. Irgendwann verschwindet auch die Scham.

Gruß
Kati
Ich trage niemals Make-up, alles an mir ist natürlich!

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Re: Alexa und Verwirrung

Post 21 im Thema

Beitrag von ascona » So 24. Jun 2018, 12:05

Hallo Alexa,
es scheint, du hast den klassischen Damenwäsche-Fetisch. Das ungewöhnliche scheint mir nur, dass du - obwohl du das nun schon seit vielen Jahren erlebst - noch nicht deinen Frieden damit geschlossen hast.
Ich halte es da mit der ersten Antwort von Joe:
Joe95 hat geschrieben:
Do 21. Jun 2018, 04:31
Ja, ich denke verstehen kann ich das schon.
Hast du schon mal dran gedacht anstatt zu versuchen dieses Bedürfnis los zu werden dich darauf einzulassen?
Nur weil es ungewöhnlich ist muss es nicht gleich schlecht sein.
Akzeptiere es, du hast diese Neigung, und vor allem: es ist nichts schlechtes ! und auch nicht unnormal sondern nur etwas ungewöhnlich.
Wie ich aus deinem Eingangspost schliesse, bist du ja schon durch Therapie gegangen, dann weiss auch deine Partnerin Bescheid und dürfte es akzeptieren.
Es besteht keine Gefahr, dass andere davon erfahren, diese Angst ist übertrieben.
Du kennst dieses Forum und die Erfahrungsberichte von Menschen, die in einer Transition sind. Das ist doch ein ganz anderes Kaliber, das hat viel grössere Auswirkungen.
Du klingst auch nicht so, als ob du auf diesem Weg wärst. Aus all den Berichten aus diesem Forum weisst du auch, dass es viele verschiedene Trans* Ausprägungen gibt. Wichtig ist , für sich selbst heraus zu finden, was für einen zutrifft, womit man mit sich im reinen ist und glücklich leben kann.
LG, ascona ))):s

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Re: Alexa und Verwirrung

Post 22 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 24. Jun 2018, 23:55

Alexa_Hall hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 10:23
Ja, mich selbst so zu mögen, mit meiner eigenen Diversität ist wohl mein Problem. Allein das Sparring hier im Forum mit dir und den anderen hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich kann quasi den Kampf in mir fühlen... da tobt das Gefecht!
Hallo Alexa,

es hilft wirklich, sich mal andere Sichtweisen "anzuhören", um ein entspannteres Verhältnis zu sich selbst zu finden. Es geht nicht darum, was du hast oder was du bist, auch wenn hier manch Eine augenscheinlich nichts wichtigeres zu tun hat, als dich erst mal in eine Schublade zu pressen. Wichtig ist, dass du du selbst bist, dich wohl fühlst, dich entfalten und zu dir finden kannst. Da stören Schubladen nur. Ignoriere sie, probiere dich aus und schaue, was dabei herauskommt. Ich bin dem ein ganzes Stück näher gekommen. Früher war ich auch in der Situation, durch die Heimlichkeit und seltene Gelegenheiten ziemlich angespannt und erregt zu sein. Heute, wo ich mich in Ruhe zurecht mache und dann auch so unterwegs bin, ist das einem generellen Wohlgefühl gewichen. Ich fühle mich zufrieden, frei, entspannt und bin glücklicher als früher. Das muss bei dir nicht genau so sein, aber womöglich ist es keine schlechte Idee, das herauszufinden. Nicht, dass du irgendwann alt bist, merkst, dass du doch gern mehr gemacht hättest, und du es zutiefst bedauerst, dir das versagt zu haben.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 23 im Thema

Beitrag von Alexa_Hall » Mo 25. Jun 2018, 09:04

Hallo zusammen und vielen Dank für eure Postings.

Ja, ich bin durch eine Therapie durch. Es gibt aber keine spezifische Diagnose "was ich bin". Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Ich suche mich selbst irgendwie in dieser Spirale aus Leidenschaft und Hass.
Einige der von euch geposteten Ratschläge hab ich von meiner Therapeutin auch erhalten... und komme mit mir selbst immer weniger klar in manchen Phasen.
Ich habe der Leidenschaft ein klitze kleines bissl nachgegeben und nun ertappe ich mich, wie ich davon träume, komplett gestylt draußen herumzulaufen... wie ich beim Onlineshopping nicht nach Höschen oder Strapsen suche, sondern nach Kleidern, Schuhen, Oberteilen, Accessoires, Perücken.

Ich wollte mich besser fühlen und nun weiß ich nicht, ob es nicht alles schlimmer wird. Ich mache jetzt mal Schluß, hab Tränen in den Augen.

MichiWell
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 24 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 25. Jun 2018, 19:29

Alexa_Hall hat geschrieben:
Mo 25. Jun 2018, 09:04
Ich habe der Leidenschaft ein klitze kleines bissl nachgegeben und nun ertappe ich mich, wie ich davon träume, komplett gestylt draußen herumzulaufen... wie ich beim Onlineshopping nicht nach Höschen oder Strapsen suche, sondern nach Kleidern, Schuhen, Oberteilen, Accessoires, Perücken.

Ich wollte mich besser fühlen und nun weiß ich nicht, ob es nicht alles schlimmer wird. Ich mache jetzt mal Schluß, hab Tränen in den Augen.
Hallo Alexa,

ich kann nur zu gut nachempfinden, dass dich die neuen Gefühle/Wünsche erst einmal verunsichern. Das ist nicht unnormal. Du hast dir über die Jahre Selbstbeschränkungen auferlegt, und sie haben dir Schutz und Halt gegeben - womöglich den einzigen Halt, den du je so klar erlebt hast.

Und nun löst sich dieser (gefühlte) Schutz quasi in Nichts auf, du weißt nicht was kommt, hast Angst, dass du womöglich mehr wollen könntest - nämlich ganz als Frau leben. Du denkst vielleicht, dass dein bisheriges Leben nur eine einzige große Lüge war, siehst alles Aufgebaute zerbröseln, und hast keinerlei Vorstellung was kommen wird.

Versuche bitte, dir kleine Ziele zu setzen, und dich nicht von allen möglichen und unmöglichen Möglichkeiten überrollen zu lassen.Male dir nicht jetzt schon aus, was noch alles kommen könnte, sondern mache erst mal die Erfahrung, wie es sich für dich anfühlt, länger als nur zum Zwecke des "Durckabbaus" als Frau gekleidet zu sein. Und wenn es doch passiert, dass dich der Trieb übermannt, dann ist das nicht schlimm. Du musst dir keine Schuldgefühle einreden. Genieße es einfach im Anschluss, die schöne Kleidung immer noch an dir zu haben. Wenn du raus gehen möchtest, dann würde ich dir raten, das nicht allein zu machen. Suche dir jemand in deiner Nähe, mit dem du mal etwas unternehmen kannst. Die Begleitung ist nicht nur Schutz, sondern lenkt dich auch davon ab, ständig Kopfkino zu haben, in Richtung "Druckabbau" oder auch was die Leute denken könnten.

Wenn du offen herangehst, wirst du sehen, dass dein Empfinden klarer wird. Entweder legt sich das "antrainierte" triebhafte Verhalten, und du kannst deine Zeit genießen und wirst es als Befreiung empfinden. Und das muss in der Konsequenz keineswegs bedeuten, dass du ganz Frau werden willst.) Oder aber du merkst, dass dir der "Druckabbau" das Einzige ist, was du suchst.

Wichtig ist nur, dass du ehrlich zu dir bist.


Liebe Grüße
Michi
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Lorelai74
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 25 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » Mo 25. Jun 2018, 21:02

Alexa_Hall hat geschrieben:
Mo 25. Jun 2018, 09:04
Hallo zusammen und vielen Dank für eure Postings.

Ja, ich bin durch eine Therapie durch. Es gibt aber keine spezifische Diagnose "was ich bin". Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Ich suche mich selbst irgendwie in dieser Spirale aus Leidenschaft und Hass.
Einige der von euch geposteten Ratschläge hab ich von meiner Therapeutin auch erhalten... und komme mit mir selbst immer weniger klar in manchen Phasen.
Ich habe der Leidenschaft ein klitze kleines bissl nachgegeben und nun ertappe ich mich, wie ich davon träume, komplett gestylt draußen herumzulaufen... wie ich beim Onlineshopping nicht nach Höschen oder Strapsen suche, sondern nach Kleidern, Schuhen, Oberteilen, Accessoires, Perücken.

Ich wollte mich besser fühlen und nun weiß ich nicht, ob es nicht alles schlimmer wird. Ich mache jetzt mal Schluß, hab Tränen in den Augen.
Hi du,

was wird denn schlimmer wenn du es ausprobierst?
Sind mehr weibliche Sachen an dir automatisch schlimmer?
Warum?
Weil Man(n) nichts weibliches tragen darf?
Was ist schlimm daran deine Träume in einem sicheren Rahmen Realität werden zu lassen?

Ich hab letztes Jahr auch "nachgegeben" und meine andere Seite zugelassen.
Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, dass ich mich für mich nicht schuldig fühle oder schämen muss.

"Das Leben ist zu kurz um normal zu sein, sei verrückt" - Pippi Langstrumpf.

Vor was hast du denn Angst?
Denkst du nur weil du heute die Rock und Perücke kaufst machst du morgen eine Transition?
So einfach sind die Zusammenhänge nicht.

Du kannst Rock und Perücke und und und kaufen und merken : hey, mir macht das spass gelegentlich die Teilzeitfrau auszuleben... gerne auch mal öfters.
oder du merkst: ne das ist es doch nicht für mich..
oder es geht weiter.

Hab keine Angst vor dem Weg.
Schäme dich nicht..
da gibts nix vor was man sich schämen müsste.

VLG
Lorelai
Viele liebe Grüße
Lorelai

Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass ein Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm.
H. Ford

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Re: Alexa und Verwirrung

Post 26 im Thema

Beitrag von Sasha » Di 26. Jun 2018, 19:29

Nicole Doll hat geschrieben:
Sa 23. Jun 2018, 11:50
Nur zur Info für die Christenheit wegen möglicher Anmaßung oder Überheblichkeit: Heidnische Götter sind mit dem allmächtigen Gott der Christen, Juden und Moslems NICHT zu vergleichen, sie sind lediglich als wichtige Vorfahren zu verstehen, die herausragende Fähigkeiten - wie die Macht über Blitz und Donner bei Thor - besaßen.
Nur so als Ergänzung zum Info gefragt: Wem schreibst Du die Anmaßung und Überheblichkeit zu - den Christen oder Dir? :lol:

Vorab danke für die Beantwortung!
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich (K. Adenauer)
Eigentlich bin ich ganz anders, doch ich komme viel zu selten dazu (Ö. von Horváth)
Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch anders zu sein (S. de Beauvoir)

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Re: Alexa und Verwirrung

Post 27 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Di 26. Jun 2018, 22:19

Hallo Sasha,

da ich auf dem Papier evangelisch bin - so ähnlich wie inzwischen nur noch als Rechtsperson Mann - kenne ich die christliche Denkweise gut. Sie ist bei den Protestanten deutlich strenger als bei den Katholiken (die können ihre Sünden nämlich immer einfach beichten). Und bei den Christen (beider Konfessionen) gilt es als anmaßend und überheblich, wenn man sich mit Gott - oder bei mir als Heidin dem Gott Thor - gleich setzt. Daher habe ich darauf hingewiesen, dass heidnische Götter im Gegensatz zum allmächtigen Schöpfer eher als wichtige Vorfahren zu betrachten sind.

Ich hoffe das ist jetzt klar - Deinem lachenden Smilie entnehme ich, dass die Frage nicht so ganz verbissen gemeint ist. :wink: Mein Bekenntnis als Heidin hat auch weniger mit Gott, sondern vor allem mit seinem Bodenpersonal zu tun. Andernfalls wäre ich ja Atheistin.

Liebe Grüße
Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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