Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich
Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich - # 2

Lebensplanung, Standorte
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heike65
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 16 im Thema

Beitrag von heike65 » Di 24. Jul 2018, 02:14

ich möchte aber nicht diesen trööd kapern
wenn du ernsthaftes Interesse hast dich weiter zu bewegen kannst du mich gerne anschreiben @ sahara65

Sylvia
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 17 im Thema

Beitrag von Sylvia » Di 24. Jul 2018, 06:47

Sabrina.P hat geschrieben:
Mo 23. Jul 2018, 14:10
Prinzipiell hat jeder Mensch seine weiblichen und seine männlichen Anteile. Dein inneres musst du selber erforschen, erüben, was du bist.
Da liegt wohl der Hund begraben. Mit diesem Erforschen komme ich seit Jahren nicht so recht weiter. Dass beide Anteile drinstecken ist ganz deutlich, mir machen die ständigen Schwankungen zwischen beiden Sphären zu schaffen.
Ich denke aber dies kann man nur objektiv feststellen wenn andere Ängste (vor dem erwischt werden z.B. oder so) die Entscheidung, wie man sich besser fühlt nicht überwiegen
Auch ein wichtiger Hinweis. Hier schreiben ja immer viele, wie entspannt sie sich im Frauenmodus fühlen. Das kann ich eigentlich auch nachvollziehen, bin aber trotzdem immer noch angespannt ob eventueller Reaktionen, selbst auf so harmlose Dinge wie einen feminineren Schal, wie ich sie häufiger mal trage. Vermutlich ist das aber eine generelle Unsicherheit im Bezug auf die Reaktionen anderer Menschen, die ich einfach nur schwer ablegen kann.

Ansonsten: Die vielen Hinweise auf "wen interessiert es überhaupt, ob männlich oder weiblich, sei doch einfach "Du"" sind ja nicht falsch. Aber das geht nun mal nicht einfach so...

Lg,
Sylvia

Vicky_Rose
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 18 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 24. Jul 2018, 07:08

Stimmt, das geht nicht einfach so. Für mich ist das ein Prozess, sich selber anzunehmen, wie man ist. Aus meiner Sicht ist die Unsicherheit oder auch das "Zuschaffen machen" ein Zeichen dafür, dass man sich noch nicht so ganz in den Mittelpunkt gestellt hat. Mir geht es auch noch so, obwohl ich schon ein ganzes Stück weiter bin als noch vor ein paar Jahren. Das ist ja auch nicht schlimm, denn es ist wie gesagt ein Prozess, bei dem man nicht mit dem letzten Schritt anfängt.

Auf der Arbeit kennt man mich auch nicht en femme. Ich möchte im Augenblick diese Diskussionen vermeiden oder drücke ich mich hier nur ? Egal, ich habe beschlossen, dass das (noch ?) nicht dran ist.

Noch einen Satz zu Sahara. "das es in trister einsamkeit besser wird zweifel ich heute schon sehr stark an." Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass genau diese Situation es war, die mein Leben dramatisch verbessert hat. Es sind die vermeintlich "schlechten" Situationen, die zu einem Umdenken führen. Wenn es einem gut geht, gibt es keine Motivation dazu. Und wir kommen alle an solche Punkte, in denen man in einer Lebenskrise steckt. Auch wenn es sich nicht toll anfühlt, sie sind notwendig und haben ihre guten Seiten.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 19 im Thema

Beitrag von ulla » Di 24. Jul 2018, 10:01

Könnte sein,daß uns eine Mehrheit aus welchen Gründen auch immer ,als nicht gesellschaftsfähig einstufen.
Meist sind dieses weniger erfolgreiche Leute,die sich nicht selbst in den Spiegel mal betrachten.
Für mich,ist soetwas nur lächerlich,arm dran noch dazu.
Deshalb brauchen wir starckes Selbstbewusstsein und einen aufrechten Gang!
Ulla

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 20 im Thema

Beitrag von Nicola » Di 24. Jul 2018, 15:44

Hallo Sylvia, ich halte nicht viel von den Klischees männlich und weiblich. Meine Erfahrung ist, dass wenn ich so lebe wie ich mich fühle es mir am wohlsten ist. Je nach Situation in der ich mich gerade befinde, kann es durchaus sein, dass ich mich männlicher oder weiblicher verhalte, dies bereitet mir jedoch keine Probleme, oder wie du es nennst "Verortungsschwierigkeiten". Ich muss nicht Mann oder Frau sein, ich darf mich auch dazwischen bewegen oder wie du es ausdrückst, "Schwankungen zwischen beiden Sphären".
Die Angst vor den Reaktionen der anderen kenne ich durchaus, meine Erfahrung ist, je länger ich mich in die Öffentlichkeit so zeige und bewege wie es mir entspricht, legen sich die Ängste und Befürchtungen. Ausser gelegentlich ein paar Blicke ist rein gar nichts passiert und in meinem privaten und geschäftlichen Umfeld haben sich auch alle daran gewöhnt und akzeptieren mich so.

LG Nicola

Joe95
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 21 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mi 25. Jul 2018, 06:34

Nicola hat geschrieben:
Di 24. Jul 2018, 15:44
...
Die Angst vor den Reaktionen der anderen kenne ich durchaus, meine Erfahrung ist, je länger ich mich in die Öffentlichkeit so zeige und bewege wie es mir entspricht, legen sich die Ängste und Befürchtungen. Ausser gelegentlich ein paar Blicke ist rein gar nichts passiert und in meinem privaten und geschäftlichen Umfeld haben sich auch alle daran gewöhnt und akzeptieren mich so...
Das kann ich absolut bestätigen.
Die Worte könnten glatt von mir sein.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

Sylvia
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 22 im Thema

Beitrag von Sylvia » Mi 25. Jul 2018, 06:48

Nicola hat geschrieben:
Di 24. Jul 2018, 15:44

Die Angst vor den Reaktionen der anderen kenne ich durchaus, meine Erfahrung ist, je länger ich mich in die Öffentlichkeit so zeige und bewege wie es mir entspricht, legen sich die Ängste und Befürchtungen. Ausser gelegentlich ein paar Blicke ist rein gar nichts passiert und in meinem privaten und geschäftlichen Umfeld haben sich auch alle daran gewöhnt und akzeptieren mich so.

LG Nicola
Ok, dann ist das vielleicht auch eher mein Kopfkino. Ich sehe selbst, wenn ich nur Loop trage, gewissermaßen Blicke, obwohl die vielleicht gar nicht da sind. Und verkrampfe schon irgendwie. Also weiter an der inneren Einstellung arbeiten... ;-)

Lg,
Sylvia

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 23 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 25. Jul 2018, 07:14

Sylvia hat geschrieben:
Mi 25. Jul 2018, 06:48
Also weiter an der inneren Einstellung arbeiten... ;-)
Hi Sylvia,

ich möchte es "eigene Akzeptanz" nennen. Nur wer sich selber akzeptiert wird mMn in der Lage sein, sich selbstsicher in der Öffentlichkeit zu bewegen. Die Akzeptanz zuhause vor dem Spiegel reicht nicht. Wir sind weder falsch noch krank, noch machen wir etwas unerlaubtes.

Davon trenn möchte ich aber, dass es manchmal besser sein kann, unentdeckt zu sein. Das betrifft Situationen in denen man z.B. befürchten muss, Gefahren ausgesetzt zu sein. Die damit verbundenen Ängste sind ernst zu nehmen.

Überhaupt Angst. Sie ist häufig diffus und nicht greifbar. Sie ist eine Warnung vor Gefahren. Ich denke, es macht Sinn, sich mit ihnen auseinander zu setzen. Was ist die Ursache ? Welches sind die Folgen meines Handelns ? Sind sie real oder basieren sie nur auf meinem Kopfkino ?

Ich sehe das auch als Prozess. Unberechtigte Ängste abzulegen erfordert Zeit. Schritt für Schritt kommt man aber vorwärts und dann erlebt man das, was viele berichten. Sich en femme in der Öffentlichkeit zu bewegen, ist viel weniger aufregend als man meint. Es wird im besten Sinne zunehmend "gewöhnlich".
Viele Grüße
Vicky

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Lady Jennifer
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 24 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer » Mi 25. Jul 2018, 12:45

Sylvia hat geschrieben:
Mo 23. Jul 2018, 13:25
was ich zuletzt mal wieder verstärkt bei mir festgestellt habe: Ich habe quasi dauernde "Verortungsschwierigkeiten". In einem Moment finde ich es gut, männlich zu (re-)agieren, im nächsten eher weiblich, dann wieder umgekehrt.
Hallo Sylvia,
ich als Transe trennen beide "Welten" strikt: bin ich im Männermodus, dann verhalte ich mich auch wie ein Mann. Stehe ich aber frühmorgens im Bad und schminke mich, setze meine Perücke auf und kleide mich mit Bluse und Rock und bin somit im "Frauenmodus", lege ich innerlich einen Schalter um und verhaltene mich feminin. Jetzt könnte man mich wieder fragen, wie ich für mich feminin definiere, aber ich denke, da gleiche ich zu 99% allen anderen CDs hier im Forum. Als Transe sehe ich dies eher gelassen und weiß, daß, wenn ich als Frau unterwegs bin mich dementsprechend auch verhalte: das mag beim Gang beginnen und beim Reagieren in bestimmten Situationen aufhören. Welche Situationen ich meine? Bsp. gehe ich als Frau viel sensibler mit den Menschen um und führe bsw. keine hitzigen Debatten über Themen, die mich als Mann aufregen würden.
Sylvia hat geschrieben:
Mo 23. Jul 2018, 13:25
Immer bezogen auf Klischees von männlich/weiblich, schon klar (bevor jemand diese Diskussion aufmacht). Mir bereitet das durchaus Probleme im Selbstsein, weil ich nach so langer Zeit immer noch nicht weiß, was denn mein "inneres Geschlecht" ist...
Wie gesagt, kann ich für mich beide Geschlechter sehr gut trennen. Ich würde sagen, daß mein "inneres Geschlecht" immer das ist, in welchem "Modus" ich mich gerade befinde.

Jennifer

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 25 im Thema

Beitrag von Sylvia » Do 26. Jul 2018, 09:54

Hallo Jennifer,

das Trennen zwischen den Modi ist ja gerade mein Problem. Das, was mir nicht gelingt bzw. wo ich dieses ständige Schwanken spüre. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich bisher nicht en femme rausgehe.

Klar ist es richtig zu sagen: Kümmere Dich nicht um irgendwelche Modi, sondern sei "Mensch". Aber bis dahin brauche ich wohl noch etwas...

Lg,
Sylvia

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 26 im Thema

Beitrag von ulla » Do 26. Jul 2018, 10:46

Trotz allem,wird uns unser Verlangen,in weiblicher Richtung für immer begleiten.
Ob mit oder ohne weiblicher Bekleidung,spielt dabei keine Rolle.
Ulla

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 27 im Thema

Beitrag von PolitTunte » Sa 18. Aug 2018, 13:50

Hallo Sylvia,
ich als Transe trennen beide "Welten" strikt: bin ich im Männermodus, dann verhalte ich mich auch wie ein Mann. Stehe ich aber frühmorgens im Bad und schminke mich, setze meine Perücke auf und kleide mich mit Bluse und Rock und bin somit im "Frauenmodus", lege ich innerlich einen Schalter um und verhaltene mich feminin. Jetzt könnte man mich wieder fragen, wie ich für mich feminin definiere, aber ich denke, da gleiche ich zu 99% allen anderen CDs hier im Forum. Als Transe sehe ich dies eher gelassen und weiß, daß, wenn ich als Frau unterwegs bin mich dementsprechend auch verhalte: das mag beim Gang beginnen und beim Reagieren in bestimmten Situationen aufhören. Welche Situationen ich meine? Bsp. gehe ich als Frau viel sensibler mit den Menschen um und führe bsw. keine hitzigen Debatten über Themen, die mich als Mann aufregen würden.

Wie gesagt, kann ich für mich beide Geschlechter sehr gut trennen. Ich würde sagen, daß mein "inneres Geschlecht" immer das ist, in welchem "Modus" ich mich gerade befinde.

Jennifer
Liebe Jennifer,
ich bin ebenfalls Crossdresser, Transe, Transvestit oder wie immer Mensch mich bezeichnen möchte. Ich weiß nicht wie 99% der Menschen, die sich ähnlich empfinden so ticken.
Ich empfinde mein Verhalten und meine Reaktionen aber weitaus flüssiger in den Übergängen, eher je nach Anlass "gefühliger" oder "rationaler".
Ich empfinde die beiden Seiten jedes Menschen auch nicht als so wiedersprüchlich wie meist gesagt wird. Ein wirklich vernünftiges Verhalten entsteht doch erst, wenn ich beides berücksichtige.

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 28 im Thema

Beitrag von Sasha » Sa 18. Aug 2018, 19:50

Hallo,

meine Beobachtungen an mir über die letzten Wochen bzw. Monate decken sich mit durchaus einigen der hier bereits aufgeführten Erkenntnissen. Tatsächlich schwanke auch ich öfter zwischen dem Gefühl, mich absolut als Frau zu empfinden und das auch zu "leben", und dem Gefühl, daß ich einfach nur unauffällig sein möchte.
Aber wie schon Vicky bemerkte, ist es der Wunsch, in einer speziellen Situation oder für eine Zeitspanne unentdeckt zu bleiben, und, was offenbar meine eigene Erkenntnis aus diesem Schwanken ist, daß ich nicht zwischen meinem weiblichen und meinem männlichen Ich hin- und herschwanke, sondern stets meine weibliche Verortung beibehalte, aber eben manchmal auch einfach nur in den "Unauffälligkeitsmodus" schalten möchte. Bis vor kurzem interpretierte ich diesen Umstand fäschlicherweise als den Wunsch, immer mal wieder in den MM zu schalten.

Wenn ich mir z.B. die Frage stelle, was ich wollte, wenn ich auf niemanden Rücksicht nehmen müsste, lautet die Antwort: ganz Frau mit GaOP und immer im FM.
Aber ich will (und glaube zu müssen) Rücksicht auf einige Umstände und nahestehende Personen nehmen, und folgerichtig werde ich dann kurzfristig zum "CD" und spiele die ungeliebte Rolle des Mannes, so wie früher ständig, und heute nur so lange, wie es denn unbedingt sein muss.

Also ist, so sehe ich es, mein Schwanken keine innere Einstellungssache, sondern nur der Versuch, meine Sozialverträglichkeit im Notfall anzupassen (was aber auch manchmal einfach nur der Bequemlichkeit geschuldet ist - wenn ich mich z.B. mal nicht rasieren mag)
))):s

VG Sasha
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich (K. Adenauer)
Eigentlich bin ich ganz anders, doch ich komme viel zu selten dazu (Ö. von Horváth)
Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch anders zu sein (S. de Beauvoir)

Steffi1000
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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 29 im Thema

Beitrag von Steffi1000 » Sa 25. Aug 2018, 11:57

Hallo Leute,
Ich weiß nicht, ob das was mich betrifft hierhin gehört. Bin zwar schon etwas dabei und z. Zt. fühle ich mich mehr weiblich als männlich. Sage so mal 70/30 w/m.
Ist es bei der Oriontierungsphase normal?
Meine Tochter hat mich heute zur Rede gestellt. Sie hat eine externe weibliche Person vermutet. Ich habs ihr erklärt und findet, das es gut ist ihr reinen Wein einzuschenken. Sie ist MFA, also vom Fach
Ich weiß nicht, wo ich genau hingehöre. M ist nicht ganz richtig, w halt auch nicht.
Ich sage mal so: privat W, beruflich/fachlich M.
Und das nervt. Bis jetzt habe ich W überspielt, weil das ganze Umfeld mich als M sieht.
Wo stehe ich und wo will ich hin? Das kann nur ich beantworten, brauche aber Eure Hilfe.

GGLG Steffi
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine Spuren.

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Re: Ständiges Schwanken zwischen männlich/weiblich

Post 30 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Sa 25. Aug 2018, 12:15

Hallo Steffi,
da wird dein Weg sicher nicht einfach werden. Es ist schlechthin die Kardinalsfrage "wer bin ich und was möchte ich sein/werden". Genau diese Frage haben sich bestimmt die meisten der userinnen hier auch gestellt; zumindest ich zähle mich dazu. Nur über eines musst du dir klar sein. "Frau sein überspielen" geht irgendwann nicht mehr.
Und was die Hilfe für dich hier im Forum bedeutet, bin ich der Meinung, dass Hilfeleistung gerne gegeben wird.
Liebe Grüße
Christina

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