Mein Weg
Mein Weg - # 2

Lebensplanung, Standorte
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Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 16 im Thema

Beitrag von Magdalena » Di 13. Feb 2018, 08:46

Hallo,

und Danke Ronda und Michi für Eure Anteilnahme. Und wie du schreibst Ronda, ist es sicher kein Grund sich schlecht zu fühlen. Doch irgendwie zerrt es doch an einem, die eigene Kraft ist nicht unendlich.
Und dann möchte ich ja auch zumindest versuchen das Leben für mich und meine Eltern so angenehm wie möglich zu machen. Dabei zuzusehen wenn es einem geliebten Menschen schlechter geht und man eigentlich machtlos ist, belastet mich doch mehr als ich glaubte. Da tritt vieles in den Hintergrund, von dem ich der Meinung war, nicht darauf verzichten zu können. Um so mehr freue ich mich dann, wenn es mir gelingt kleine Freiräume zu schaffen und Magdalena auch die angenehmen Seiten des Lebens genießen kann.

Alleine sich hier mit Anderen auszutauschen, gibt mir Kraft. Die anderen Beiträge zu lesen und an den Erlebten der Mitglieder etwas für sich mitzunehmen in den Alltag, ist zumindest für mich auch eine Hilfe für die gern Danke sage.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 17 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mi 14. Feb 2018, 08:12

Hallo,

heute möchte ich nur kurz schreiben, was mir bei der Betreuung meiner Eltern passiert ist. Ich musste nachher etwas schmunzeln.

Durch eine Vollmacht bin ich in der Lage im Auftrag meiner pflegebedürftigen Eltern Termine für sie wahrzunehmen. In dem Fall ging es um meine Mutti. Sie befindet sich derzeit im Krankenhaus. Die Einweisung erfolgte durch unseren Hausarzt. Ich hatte um ein Gespräch gebeten um den weiteren Behandlungsweg meiner Mutter zu besprechen. Diese Termine absolviere ich im Männermodus, auch weil ich in der Vollmacht als Sohn handle.
An der Rezeption meldete ich mich für das Arztgespräch an und ging ins Wartezimmer. Die Patienten sitzen im Raum verteilt, einige lesen die ausgelegte Lektüre, andere beschäftigen sich mit ihrem Handy und der Rest starrt Löcher in die Luft. Die Schwester ruft ab und zu einen Patienten zum Labor auf. Manchmal wird ein Patient zweimal aufgerufen, da er es entweder nicht verstanden hat oder in der Lethargie des Warteraumes nicht wahrgenommen hat.
In dieser Situation öffnet sich die Tür des Arztzimmers. Und es wird der Sohn der Frau .... aufgerufen. Und ich stehe auf und gehe in das Arztzimmer. Beim Gang durch das Wartezimmer begleiten mich fragende Blicke. Ich merke, die anderen Wartenden habe die ersten Worte nicht gehört oder verstanden. Eben nur das eine Frau .... aufgerufen wurde. Doch plötzlich geht ein Mann ins Sprechzimmer. Obwohl es für mich ein ernstes Gespräch war, in dem es um die weiteren Schritte der Behandlung meiner Mutti geht, konnte ich mir ein Lächeln im Gesicht nicht verkneifen, als ich nach dem Gespräch aus dem Arztzimmer durch den Warteraum ging.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

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Re: Mein Weg

Post 18 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » Mi 14. Feb 2018, 10:50

Hallo Magdalena,

freut mich zu lesen, dass dir ein Schmunzeln gelungen ist. (na)
Weiterhin wünsche ich dir, möge der Stress nachlassen um dir Zeit
für Magdalena zu ermöglichen.

LG Mona )))(:
(flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

Ronda_PTL
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Re: Mein Weg

Post 19 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Mi 14. Feb 2018, 17:53

Liebe Magdalena;
Dabei zuzusehen, wenn es einem geliebten Menschen schlechter geht und man eigentlich machtlos ist, belastet mich doch mehr als ich glaubte. Da tritt vieles in den Hintergrund, von dem ich der Meinung war, nicht darauf verzichten zu können. Um so mehr freue ich mich dann, wenn es mir gelingt kleine Freiräume zu schaffen und Magdalena auch die angenehmen Seiten des Lebens genießen kann.
Das ist mir leider nur zu vertraut. Ich kann es Dir nachfühlen, was da alles plötzlich zur Nebensache wird, man/frau sich auf die lebenswichtigen Dinge konzentrieren muss.
Versuche weiterhin die kleinen Oasen der Freiräume Dir zu gönnen, damit Magdalena nicht ganz "über die Klippen" geht. Ich konnte es eine ganze Zeit nicht mehr organisieren, das hatte schlimme Folgen für meine Ausgeglichenheit, Kraft und Zuversicht. Darfst Dich auch gerne mit mir austauschen, falls es Dir was bringt.

Drücke Dir beide Daumen dazu! (smili)

LG Ronda

Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 20 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mi 14. Feb 2018, 20:38

Hallo Ronda,

ich danke Dir für Dein Angebot. Ein Teil nicht unter die Räder zu kommen finde ich trotz der Belastung in meiner Arbeit. Da wo ich arbeite begegne ich vielen Menschen, die aus verschiedenen Ländern und Kontinenten anreisen. Wenn auch manchmal die Verständigung schwierig erscheint. So sind es Momente, in denen ich meine persönlichen Probleme vergessen kann. Und wenn ich dann meinen Eltern über diese Begegnungen berichte, und sehe, wie sie mit mir dabei etwas von den Geschichten noch was neues entdecken. Dann ist es für mich ein Moment, der mich entschädigt. Dann ein Lächeln zurück zu bekommen. Ähnlich wie wenn ich en femme unterwegs bin und ein Lächeln ernte.

Und dann passieren noch solche Episoden, wie in dem Wartezimmer unseres Hausarztes. Wichtig ist, wie ich es empfinde, sich auch an kleinen Dingen zu erfreuen und Kraft zu tanken.

Gern Ronda kannst Du Dich auch an mich wenden. Auch wenn man nicht direkt helfen kann, so hat doch jede Erfahrungen sammeln können. Erfahrungen, die ich gern teile, welche Dir nützlich sein können.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

heike65
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Re: Mein Weg

Post 21 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 14. Feb 2018, 20:54

Hallo Magdalena

Meine Frau und ich sind in einer nicht unähnlichen Situation, Wir leben zusammen mit meinem dementen Schwiegervater und seinem Bruder in einem Haus.
Sowas ist wahrlich anstrengend, vor allem weil man keine Privatsspähre hat, mancher Schlaf wird unsanft beendet weil Schwiegervater nachts durchs Haus streift und mich und unsere Tochter nicht erkennt und für Einbrecher hält, verbunden mit entsprechenden Reaktionen.

Das kostet enorme Kraft mehrmals am Tag zu erklären warum diese und jene Person verstorben ist (am meisten wegen unseres Sohnes, sofern die sich daran erinnern), und 30 Minuten später geht das von vorne los, verbunden mit Geschichten aus dem Krieg( was alles schlimmes alles erlebt wurde)

Ich wünsche dir sehr sehr viel Kraft dabei, es wird nicht leichter werden.

es freut mich das du über das erlebte beim doc ein kleines Highlight hattest

Fühl dich gedrückt

Heike

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