Gesichtsrasur und Styling
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Lea Michele
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Gesichtsrasur und Styling

Post 1 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Hallo ihr Lieben

Wollte eimal nachfragen ob von euch Mädels Erfahrung mit der Fadentechnik im Gesicht für die Rasur und Styling der Augenbrauen hat?
Freue mich auf eure Berichte.

LG Lea Michele (na)
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
MarieB
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 2 im Thema

Beitrag von MarieB »

Was ist denn die Fadentechnik? Hört sich kompliziert an und zeitaufwendig. :-)
Gruß

Marie
Sabrina Verena
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 3 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Marie!
Gemeint ist das Zupfen der Haare mit Hilfe eines Fadens, statt der Pinzette.
LG
Verena
PS Ich habe keine Erfahrung.
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 4 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Ich selbst würde das nie hinbekommen, gehe aber seit einigen Monaten regelmäßig zu einem Iranischen Friseur, seine Mädels haben das super drauf, das Faden zupfen zwackt ein bisserl, aber weniger wie Augenbrauen mit der Pinzette zupfen.
Im übrigen hat mich in diesem Laden noch nicht eine Person blöd angeschaut, oder gar angesprochen, obwohl ausnahmslos Iraner/innen, also Moslems darin arbeiten.
Ich war immer als Frau gekleidet im Salon.

Gruß Gerhard

ach ja, das Augenbrauen zupfen kostet nur 5 Euro :wink:
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
MarieB
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 5 im Thema

Beitrag von MarieB »

Sabrina Verena hat geschrieben:Hallo Marie!
Gemeint ist das Zupfen der Haare mit Hilfe eines Fadens, statt der Pinzette.
LG
Verena
PS Ich habe keine Erfahrung.
Und das kann man auch für die Barthaare machen? Das dauert doch bestimmt ewig. Ist es dann wirkungsvoller als rasieren was den Bartschatten bzw. das zeitliche Nachwachsen der Haare angeht?

Wäre dann interessant.
Gruß

Marie
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 6 im Thema

Beitrag von Ana-Lucia »

Und das kann man auch für die Barthaare machen?
Ich denke, es kommt auf die Beschaffenheit der Haare an. Bei mir wäre es wohl eher schwierig,
weil ich doch recht dichten Bartwuchs habe. Ebenfalls sind meine Haare relativ dick.

Was bei mir noch dazu kommen würde, ist, dass ich es niemals hinbekommen würde, so grazil mit dem Faden umzugehen. :lol:
Aber eine Interessante Technik bleibt es dadurch trotzdem! Bestimmt angenehmer als mit einer Pinzette!

LG,

Ana.
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 7 im Thema

Beitrag von Ellen »

Hi,
war vor Jahren im Ägypten im Urlaub beim Friseur, der einem regen Haar- und Bartwildwuchs Einhalt gebieten sollte. Die Frisur war schnell fertig, der Bart mit glatter Klinge beseitigt (glatt wie ein Kinderpopo - was bei mir was heißen will ...) - und dann kam die Frage von ihm, ober auch nach dem Rest kucken soll. Auf ein kurzes "äh, ja?" zog er zu meiner Überraschung nen Faden raus und formte die Augenbrauen (wie selbstverständlich bei einem Mann), entfernte die Haare auf und in den Ohren (puuuuh, das war mal dann doch etwa schmerzhaft - meine Ohren waren knallrot hinterher ...). Für solche Dinge ist der Faden also prima geeignet, wenngleich ich bis heute nicht dahinter gekommen bin wie diese Technik funktioniert. Die wenden die anscheinend bei Frauen auch für die Beine usw. an - aber bei Barthaaren wohl eher nicht. Das erscheint mir bei meinem Bartwuchs dann auch etwas zu rabiat zu sein - da laß ich`s besser beim klassischen Rasieren ;-) ... .
Lieben Gruß
Ellen (flo)
triona
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Re: Gesichtsrasur und Styling

Post 8 im Thema

Beitrag von triona »

Ellen hat geschrieben:Hi,
war vor Jahren im Ägypten im Urlaub beim Friseur, der einem regen Haar- und Bartwildwuchs Einhalt gebieten sollte. Die Frisur war schnell fertig, der Bart mit glatter Klinge beseitigt (glatt wie ein Kinderpopo - was bei mir was heißen will ...) - und dann kam die Frage von ihm, ober auch nach dem Rest kucken soll. Auf ein kurzes "äh, ja?" zog er zu meiner Überraschung nen Faden raus und formte die Augenbrauen (wie selbstverständlich bei einem Mann), entfernte die Haare auf und in den Ohren (puuuuh, das war mal dann doch etwa schmerzhaft - meine Ohren waren knallrot hinterher ...). Für solche Dinge ist der Faden also prima geeignet, wenngleich ich bis heute nicht dahinter gekommen bin wie diese Technik funktioniert. Die wenden die anscheinend bei Frauen auch für die Beine usw. an - aber bei Barthaaren wohl eher nicht. Das erscheint mir bei meinem Bartwuchs dann auch etwas zu rabiat zu sein - da laß ich`s besser beim klassischen Rasieren ;-) ... .
Lieben Gruß
Ellen (flo)

Hallo Ellen,

ich habe mir gerade deine Galerie angeschaut. Das sind alles sehr schöne Bildchen, die eine sehr hübsche und anziehende Frau zeigen. :D Und ja, man sieht deutlch, daß es dir Freude macht. Wenn deine Stimme auch nur halbwegs zu deinem Äußeren paßt, wird niemand vermuten, wenn er dir begegnet, daß es sich bei dir um etwas anderes als eine Frau handelt. - Davon, daß dein Benehmen und deine Bewegungen deinem Äußeren angemessen sind, gehe ich jetzt einfach einmal aus.
))):s

Gleichwohl ist dein Problem mit dem Bartschatten auf einigen der ja recht kleinen Bilder für ein geschultes Auge erkennbar - im Alltag bie normalem Licht wahrscheinl eher nicht. Und mehr Schminken würde auch nicht zu deinem Stil passen. Bis auf ein Bild mit auffälligerem Abend-Makeup kann man eigentlich nur vermuten, daß du überhaupt geschminkt bist - alles in allem also sehr gelungen.


Das Zupfen - egal ob mit Pinzette, Wachs, oder eben mit der morgenländischen Fadenmethode - ist sehr gut geeignet bei Augenbrauen, soweit sie nicht aussehen wie bei Theo Waigel oder Leonid Breschnew, und bei Körperbehaarung, soweit es sich nicht um ein wahres "Affenfell" handelt, und auch meistens bei den Ohren. Bei der Körperbehaarung geht hier auch noch ein elektromechanisches Epiliergerät wie z.B. Sik-Epil o.ä. An diesen Stellen ist die fachlich richtig ausgeführte Fadenmethode allen anderen und auch dem Rasieren wahrscheinl sogar überlegen - ich habe sie allerdings selber noch nicht ausprobiert.

Dies gilt aber nicht für den Bart. Dafür sind männliche Barthaare im Vergleich zu anderen viel zu tief verwurzelt, meist viel dicker, wachsen zu schnell und zu dicht (Anzahl je Fläche), lassen sich schwerer rückstandsfrei herauszupfen und sind ganz einfach zu viele. (Elektromechanische Epiliergeräte sind im Gesicht sowieso überhaupt nicht zu empfehlen - viel zu schmerzhaft und hautbelastend und auch sehr wenig erfolgversprechend.)

Der Grund dafür ist , daß Haarwuchs - sowohl bei Bart, wie auch bei allen anderen - immer phasenweise verläuft. Es ist nur ein Bruchteil aller vorhandenen Haare gleichzeitig zu sehen. Im Durchschnitt ist das ~ 1/4 - 1/3 des Gesamtbestands von durchschnittlich ~ 30.000 bei normalem männlichem Bartwuchs. Bei der vergleichweise hohen Wuchsdichte, großen Zahl und hohen Wachstumsgeschwindigkeit der Gesichtsbehaarung führt dies in Verbindung mit der vergleichsweise hohen Wachstumsgeschwindigkeit dazu, daß idR schon 2 Tage oder vlt auch mal ein paar mehr nach der Epilation schon wieder die ersten Stoppeln zu sehen sind - meist noch bevor die Heilung der Haut richtig abgeschlossen ist. Das sind dann Haare, die bei der Behandlung noch gar nicht sichtbar und somit epilierbar gewesen sind. Bei schwarzen und dunklen Haaren verschärft sich das (sichtbare) Problem zudem um ein Vielfaches.

Da Wachstumsgeschwindigkeit, Wuchsdichte und Dicke der Haare bei allen Menschen sehr stark unterschiedlich sind, kann ich hier nur mich selber als Beispiel angeben. Körperbehaarung und Augenbrauen ist bei mir abhängig von Jahreszeit, normalen Schwankungen des Hormonhaushalts und der Ernährung meist ~ 4 Wochen nach der Epilation wieder zu sehen. Manchmal schon nach 2 - 3, manchmal aber auch erst nach 4 - 6 Wochen, an den Handgelenken und den Unterarmen wie auch bei Achselhaaren und Schamhaaren aber meist schon früher. Im Frühjahr und Sommer, wo man diese Stellen mit Ausnahme der Letztgenannten ja eher öfters unbekleidet zeigt, geht es dummerweise auch noch deutlich schneller, als im Winter, wo man es eher seltener sieht.

Durch mittlerweile 6 Jahre Hormonbehandlung hat sich bei mir die Wachstumsgeschwindigkeit ungefähr halbiert. Es hat sich mittlerweile herausgestellt, daß dies auch für die Gesichtsbehaarung zutrifft. Das ist aber nicht bei allen gleich. Auch zwischenzeitliche Behandlung mit Vaniqa-Creme hatte eine Verlangsamung des Wuchses um ungefähr die Hälfte bewirkt. Aber auch das ist bei jeder anders. Das Mittel wirkt schon mal erst nur bei ungefähr der Hälfte aller Anwender und auch da nicht bei allen in gleichem Maße.

Im Gesicht hingegen zeigen sich die ersten deutlich sichtbaren Stoppeln schon sehr viel früher, bedingt durch die vergleichsweise hohe Zahl der "schlafenden" Haare, die immer gerade kurz vor ihrem turnusmäßigen Auftauchen an der Hautoberfläche sind.
Vor meiner Hormonbehandlung war dies meist schon nach spätestens ein paar wenigen Tagen der Fall. Heute nach ~ 6 Jahren Hormonbehandlung und mittlerweile geschätzt zu ~ 90% erfolgreicher Elektroepilation (Nadelepi) hat sich dies aufgrund der stark verminderten Zahl und auch der zurückgegangenen Wachstumsgeschwindigkeit verbessert auf anfangs 2 bis mittlerweile 4 - 6 Wochen. Zudem erscheinen die tatsächlich ausgezupften Haare im Gesicht schon nach 1 - bis 2 Wochen wieder an der Oberfläche, während dies bei der übrigen Behaarung eher ~ 4 Wochen dauert.

Wie schon gesagt, dies ist bei mir so, und kann bei jedem / jeder anderen durchaus erheblich davon abweichen. Aber wenn du nun schaust, wie das bei dir ist, kannst du sehen, daß Zupfepilation egal welcher Art im Gesicht nur sehr wenig erfolgversprechend ist. Das Problem mit dem Bartschatten bei dunklen Haaren - auch bei sehr sorgfältiger Rasur und selbst bei möglicherweise überdurchnittlicher Hautverträglichkeit und Abheilung von Rasierschäden - kennst du ja schon, und weißt selber besser, wie das bei dir aussieht.

Das einzige, was da auf Dauer hilft, ist und bleibt Elektroepilation, auch Nadelepilation genannt. Bei dunklen Haaren kann evtl auch Laserepilation helfen. Allerdings nur vorübergehend. Du mußt bei Lichtepilation damit rechnen, daß du alle 3 Jahre wieder mal zu Nachbehandlung gehen mußt, im besten Fall bisserl später. Bei manchen wirkt Lichtepi sogar in Einzelfällen mehr oder wenige gar nicht. Deswegen sollte man sich auch nie auf vorausbezahlte Pauschaltarife (sogenannte "Flatrates") oder vertraglich gebundene Abonnements einlassen, wie sie manche Institute von zweifelhafter Seriosität bisweilen anbieten. Aber Lichtepi ist in den meisten Fällen lediglich im Vergleich mit mechanischer Epilation (Zupfen, Faden usw) dauerhaft. In den allerseltensten Fällen wirkt diese endgültig, d.h. für immer. (Man achte hier auch auf die Unterscheidung in der Werbung von seriösen Anbietern von Lichtepilation zwischen "dauerhafter" und "endgültiger " Haarentfernung.)

Die Behandlung mit Xenonblitzlampen (IPL) und ähnliche neuere Verfahren habe ich selber nie ausprobiert. Sie soll aber dem Vernehmen nach im besten Fall höchstens ähnlich wirksam sein wie eine gut durchgeführte Laserbehandlung mit einem geeigneten Dioden-, Alexandrit- , Nd-YAG- oder Rubinlaser.


Ich weiß ja nicht, ob du im Alltag noch als Mann auftreten mußt oder willst. Aber wenn du in diesem Fall glaubst, daß du auch als Mann auf Bartwuchs verzichten kannst, dann würde ich dir auf jeden Fall zu einer Elekrtoepilation raten. Schließlich lassen sich heutzutage bisweilen sogar Männer, die mit T* überhaupt nichts am Hut haben, den Bart epilieren - wenngleich auch wesentlich seltener als die Körperbehaarung. Ganz einfach, weil ihnen die tägliche Rasur und auch der weit verbreitete "5-Uhr-Bartschatten" lästig ist.)


Wenn du diese Frage hinreichend geklärt hast, bleibt noch die leidige Frage des Gelds, von dem man bekanntlich im besten Fall genug hat, aber meistens eher nicht so sehr viel. Eine Laserbehandlung erscheint auf dem ersten Blick preisgünstiger zu sein. Aber wie schon gesagt, gilt dies in den meisten Fällen eben nur mehr oder weniger vorübergehend. Ich habe über 3 Jahre verteilt für 9 Behandlungen mit Lightsheer-Diodenlaser (ein führender Gerätetyp) mit abnehmender Behandlungsdauer und entsprechend abnehmendem Preis für jede Einzelbehandlung bei einer vergleichsweise guten Epiliererin mit Preisen der mittleren Größenordnung ~ 2.500 € bezahlt. Die Behandlung war immer mit voller Geräteleistung von 60 J/cm-² mit einem ziemlich neuen und daher wohl voll wirksamen Gerät von der ersten Behandlung an - außer unter der Nasenwurzel, wo bei den ersten Behandlungen auf 42 - 50 J/cm-² heruntergefahren wurde, da es sonst unerträglich gewesen wäre.

Dann waren keine schwarzen Haare mehr da - d.h. es war mit dieser Technik austherapiert. Der sichtbare Bartschatten war damit erst mal weg. Rasieren mußte ich die weißen Haare aber selbstverständlich weiterhin. Das Schmirgelpapiergefühl spätestens 1 oder 2 Tage nach der Rasur - in zunehmend längeren Abständen mit zunehmender Wirkung der Hormonbehandlung - hat mich nach einiger Zeit allerdings doch sehr gestört. Hat auch nach wie vor alle meine Rollkragenpullover nach kürzester Zeit zerstört.

Wie hoch der Anteil weißer Haare - die ja bekanntlich mit Laser wie auch mit jeder anderen Lichtbehandlung überhaupt nicht behandelbar sind - bei mir vor der Behandlung war, weiß ich nicht genau, weil ich mich schon seit bald 30 Jahren stets sorgfätig rasiert habe. Es waren wahrscheinlich um die 50%. Wie sich später herausgestellt hatte, wurden bei mir aber auch durch die scheinbar maximal erfolgreiche Laserbehandlung in Wirklichkeit fast gar keine Haare wirklich entfernt. Vielmehr wurden so gut wie alle vorhandenen Haare lediglich depigmentiert - mit anderen Worten einfach nur "weiß geschossen" bzw sind genauer gesagt farblos geworden. Auch das kann also vorkommen. Es ist dem Vernehmen nach nicht einmal ganz so selten.

Es war zwar kein sichtbarer Bartschatten mehr da, aber eben kaum ein Haar weniger im Gesicht als vordem. Rasieren zwar nur noch alle 1 - 2 Tage, aber eben nach wie vor immer noch unverzichtbar. Auf der Brust und im Ausschnitt war der Laser mit einer Erfolgsrate von nahezu 100% gesehen auf mittlerweile fast 6 Jahre wahrscheinlich mehr oder weniger endgültig, zumindest unter den Bedingungen lebenslanger Hormonbehandlung.

Da die Brustbehaarung aber nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtbehandlungskosten ausmachte, war der Laser auf lange Sicht also eher eine Fehlinvestition. Ich bereue es trotzdem nicht, weil ich mich bei meinem Übergang zu der Zeit nicht in einer Lage fühlte, mir den Bartschatten und die bei mir einigermaßen hautbelastende tägliche Rasur zuzumuten. Auch wenn bei mir absehbar war, daß der Erfolg nicht wirklich dauerhaft sein würde und für die bereits vorher weißen Haare von vorn herein systembedingt gar nicht möglich war, so hat der vergleichsweise schnell sichtbare scheinbare Erfolg mir mein Leben in dieser Zeit erheblicher seelischer Belastungen für 3 Jahre spürbar erträglicher gemacht. Außerdem gibt es in meiner Gegend im Umkeis von mindestens 200 km gar keine Möglichkeit für Nadelepi. Da habe ich es halt mal versucht, in der Hoffnung, daß mir die Wirkung vlt doch ausreicht.

Aber die meisten TV dürften hier wohl auch mehr zeitlichen Spielraum haben als viele TS, um eine Weile auszuprobieren, was hier die vlt zunächst preiswertere, oder aber ggf die langfristig günstiger und am Ende bessere Methode sein mag. Und manchen TV mag es vlt auch reichen, wenn sie nur der sichtbaren Bartschatten möglichst schnell los sind. Evtl notwendige Nachbehandlungen alle paar Jahre oder eben auch nicht mögen hier vlt auch nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Mittlerweile habe ich im Anschluß an die austherapierte Laserbehandlung eine Elektoepilation gemacht. Bisher waren es insgesamt 77 Stunden reine Epilationszeit - d.h. ohne die bei längeren Blocksitzungen für Behandlerin und Behandelte erforderlichen Ruhepausen - in 8 Sitzungen. Die beiden ersten waren eine Doppelsitzung von insgesamt 20 Stunden an 5 Tagen, mit 3 Tagen Pause dazwischen, wo ich arbeiten mußte, um mir das Geld für die Behandlung zu verdienen. Die letzte vor einem halben Jahr waren es noch 4 Stunden einschließlich Augenbrauen und Ohren - was mit Lichtbehandlung gar nicht möglich ist - und ein paar wenigen stark geschwächten Resthaaren auf der Brust, die der Laser stehengelassen hatte.

Der bessere Wirkungsgrad von Lichtbehandlung bei Körperhaaren - sowohl bei Laser, als auch bei Xenon-Blitz / IPL - ist anscheinend allgemein so, und nicht nur bei mir. Bei starken Männerbärten kommt diese Technik allerdings häufig an ihre Grenzen. Da wurzeln die Haare einfach zu tief, als daß sie noch ausreichend von wirksamen Energiemengen erreicht werden können, die zur vollständigen Abtötung der Haarwurzel in der Lage sind, ohne daß dabei die ganze Haut verbrennt. Da gibt es medizinisch bedingte physikalische Grenzen für den maximalen Energieeintrag. Auch - und wegen der höheren Energieleitfähigkeit besonders - bei schwarzen und sehr dunklen Haaren, die zudem noch besonders häufig überdurchschnittlich dicht stehen, besonders dick sind, und anscheinend auch sehr tief liegende Wurzeln haben.

Die Erfolgsrate liegt mittlerweile bei mindestens 90%, bezogen auf den Gesamtbestand aller Haare einschl aller, die bedingt durch die Wachstumsphasen die meiste Zeit ihres Daseins nicht sichbar sind. Ich rechne noch mit hoffentlich nicht mehr als 2 - 3 Sitzungen von vergleichsweise kurzer Dauer in den nächsten 1 - 2 Jahren, bis mein Bartproblem hoffentlich für immer erledigt sein wird. D.h. praktisch, daß der weite Anreiseweg in keinem Verhältnis mehr zur Zahl der noch stehen gebliebenen einzelnen Haare stehen wird.

Bezahlt habe ich dafür bis jetzt knapp 5.500 €. Die noch zu erwartenden kommenden Behandlungen werden voraussichtlich nochmal gut 500 € sein. Nicht gerechnet die nicht unerheblichen Reisekosten und den damit über die bloße Epilationszeit weit hinausgehenden Arbeitsausfall. Die Behandlerin zählt zu den Spitzenkräften ihres Fachs in Deutschland und Europa und verwendet die derzeit modernste, leistungsfähigste und wirkungsvollste Technik. Preislich liegt sie im unteren bis mittleren Drittel des Durchschnitts. Sie gehört zu den ganz wenigen, die längere Blocksitzungen vor allem auch an Wochenenden überhaupt durchführen. Dies ist bei gößererer Entfernung zwischen Wohnort und Behandlungssort ein entscheidender Kostenfaktor, insbesondere auch für die Gesamtkosten, die sich ja um Anreisekosten und -zeit und ggf Arbeitsausfall im Einzelfall deutlich erhöhen können. Und bei abhängig beschäftigten Arbeitnehmern sind regelmäßige Abwesenheitszeiten alle Nase lang schon gleich gar nicht möglich. Dafür aber 2 - 3 x im Jahr aber 1 oder 2 Urlaubstage zu opfern, ist dagegen kein Problem. Die Möglichkeiten von Behandlungen am Wochenende können da selbstverständlich auch sehr hilfreich sein.

Dem Vernehmen nach liege ich damit eher an der absoluten Untergrenze des Durchschnitts, was die Kosten betrifft. Da die Wirkung und die Möglichkeiten bei jedem Fall unterschiedlich sein können, können sich im Einzelfall auch beträchtlich längere Behandlungszeiten ergeben, bis sich hinreichender Erfolg einstellt. Die einzige gegebene nachteilige Voraussetzung war bei mir der hohe Anteil bereits weißer Haare. Bei der Elektroepi führt das zu verlängerten Behandlungszeiten, da die Behandlerin diese schlechter sehen kann als dunkle. Alledings sind weiße genauso wie auch hellblonde und rötlich-blonde Haare grundsätzlich mit Lichtbehandlung überhaupt nicht weg zu bekommen. Wer dies verspricht, kann auf keinen Fall als seriöser Anbieter angesehen werden.

Hinzugekommen ist bei mir lediglich noch die Tatsache, daß ich bei der ersten Behandlung die bei mir wirksame haarwuchshemmende Behandlung mit Vaniqa-Creme nicht 2 Monate vor der Behandlung abgesetzt hatte. Das hat mich ein paar vermeidbare Stunden mehr Behandlungszeit gekostet, weil viele Haare einfach noch nicht lang genug für eine wirkungsvolle Behandlung waren. Normalerweise reicht es, wenn man sich vor der Behandlung ~ 2 - 4 Tage nicht rasiert. Vaniqa sollte man also lange genug vorher weglassen. Die Wirkung von Hormonbehandlung muß man ggf berücksichtigen. Derzeit muß ich das Rasieren ~ 5 - 7 Tage vor der Behandlung einstellen. Was bei dem wenigen verbliebenen Haaren aber kein so großes Problem mehr darstellt. Bei meiner zweiten Behandlung habe ich auf dem Hinweg bei tiefsten winterlichen Minusgraden draußen mit dem Kopf und dem ganzen Gesicht eingewickelt wie eine türkische Frau im Zug gesessen. :mrgreen: Meine Stimme hat da wohl gedämpft durch das Tuch nicht mal beim Sprechen bei den anderen Fahrgästen Verwirrrung hervorgerufen, wo zudem noch sowieso fast jeder 2. stark erkältet war. 8)

Krankenkassen könnt ihr bei dieser Überlegung getrost vergessen. Die zahlen schon bei ärztlich diagnostizierter TS fast gar nichts mehr für Bartentfernung. Bei TV sind Krankenkassenleistungen sowieso auf keinen Fall zu erwarten. Ist ja auch nicht wirklich deren Aufgabe.


So, das war jetzt wohl das meiste, was man zur Bartentfernung alles sagen kann. ;)
Nicht eingegangen bin ich auf die unterschiedlichen Techniken, die bei Elektroepi vorkommen. Das könnt ihr auch anderswo im Netz nachlesen.

Besonders hinweisen möchte ich hier noch einmal darauf, daß körperliche Voraussetzungen, Schmerztoleranz, usw und damit Behandlungszeiten, Effektivität der Behandlung und Erfolgsaussichten und damit auch die Behandlungskosten bei jedem Menschen deutlich anders sein können. Das gilt auch für die Qualität und Effektivität der Behandler und für die Auswahl der jeweils am Besten geeigneten Behandlungsmethode. Erwiesen ist allerdings, daß Elektroepi die einzige der in Frage kommenden Möglichkeiten ist, die wirklich auf Dauer - und das heißt hier idR für immer - Erfolg versprechen kann. Und zwar unabhängig von der Beschaffenheit der Haare, wie Farbe, Dichte, Dicke, Wuchsform und Wurzeltiefe.

Ob sich eine solche Behandlung für einen Gelegenheitstransvestiten lohnt, müßt ihr selber entscheiden. Wenn das "Frausein" - sei es nun Teilzeit oder dauernd - aber einen wesentlichen Teil der Persönlichkeit und der Lebensqualität ausmacht, und auch die Finanzierung kein unüberwindliches Hindernis darstellt, kann das aber auch für TV eine ernsthaft zu erwägende Möglichkeit sein. Für einen Kleinwagen, eine neue Wohnungseinrichtung oder eine Weltreise muß man mehr auf den Tisch legen. Und bei TS erscheint das derzeit sowieso eine unumgängliche Maßnahme zu sein, um ein befriedigendes Lebensgefühl erreichen zu können.


Ich hoffe, ich konnte damit dem einen oder der anderen eine kleine Entscheidungshilfe geben, wie sie am Besten mit dieser Frage umgehen möchte.


liebe grüße
triona
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