Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"
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Jaddy
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Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 1 im Thema

Beitrag von Jaddy » Di 8. Mai 2018, 20:01

Heimathorst und seine Schergen mauern und wollen uns eine weitere Runde über's BVerG aufzwingen :(

https://www.buzzfeed.com/de/julianeloef ... .tqy0OOw75

Ich kapiere nicht, was das soll. Sie zögern die Einbeziehung von nicht-binären nur ein bisschen raus und versuchen eine Abschreckung mit dem Label "andere". Der grundsätzliche Schritt aus dem binären Schema wird damit aber nicht verhindert, also spart man sich nichts. Alle Prozeduren müssen eh angepasst werden. Ob es nun zuerst 800 oder 800.000 Menschen (=1%) sind.

Anne-Mette
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 8. Mai 2018, 20:46

Moin,

das ist enttäuschend, aber hoffentlich noch mitgestaltungs- und verbesserungsfähig.

Gruß
Anne-Mette

MichiWell
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 3 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 8. Mai 2018, 23:26

Jaddy hat geschrieben:
Di 8. Mai 2018, 20:01
Heimathorst und seine Schergen mauern und wollen uns eine weitere Runde über's BVerG aufzwingen :(
Der Umweg über das BVerG hat sich in den letzten Jahren und Legislaturperioden mehr und mehr zum Standardweg etabliert, um einerseits grundgesetzwidrige Grenzüberschreitungen salonfähig zu machen und immer weiter auszudehnen, oder aber, wie hier, sinnvolle und notwendige Änderungen so lange als möglich hinauszuzögern.

Sehr enttäuschend! :cry:
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Marielle
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 4 im Thema

Beitrag von Marielle » Di 8. Mai 2018, 23:28

Namd,

die Info ist nicht wirklich neu. Man wusste es oder musste zumindest ahnen, dass es so kommt.

Es könnte vielleicht mitgestaltungsfähig sein, vielleicht. Nur bräuchte es dazu den Willen zur Mitgestaltung. Der ist für mich zur Zeit aber nirgends wirklich sichtbar. Jede Menge wohlmeinender Forderungen, dünnsinnigen Gelabers und unargumentierter Ansprüche, aber ausser manchen Leuten bei der Aktion Standesamt 2018 kriegt aktuell niemand den Arsch hoch, um ernsthaft mitzugestalten. Angst vor der eigenen Courage und / oder die Selbstgefälligkeit aktivistischer Kaffee und Kuchen-Plaudereien im Wichtigwichtigmodus gehen anscheinend vor, wirkungsarmer Aktivismus prägt die Situation. Von Visionen und dem Streben nach dem Unvorstellbaren ist wenig bis nichts zu sehen. Leider.

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 5 im Thema

Beitrag von Samira-St » Mi 9. Mai 2018, 06:31

Hallo

Die wollen eben nicht das wir ohne komplizierte Gutachten unser Geschlecht selbst bestimmen können. Gerichte, Behörden und Gutachter verdienen da ja dann nichts mehr, wenn man schon für Namen ändern für alles zusammen um die 3000€ zahlen muss. naja so ist es halt in Deutschland erst Geld dann die Menschlichkeit.

LG Samira

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 6 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 9. Mai 2018, 07:51

Hallo,

es war nichts anderes zu erwarten, leider. DIe Tatsache, dass "Fachverbände" gar nicht erst gefragt, geschweige denn aktiv eingebunden wurden, ist vor allem das Problem.

Ich hatte ja schon am Anfang, als das Bundesverfassungsgericht sein Urteil gesprochen hatte, gefragt: wer sind eigentlich unsere (wobei ich jetzt mal mehr als nur die Intersexuellen sehe) Lobbyisten? Mir scheint, wir haben gar keine, oder weiss jemand mehr. Marielles launische Antwort lässt mich da solch schreckliches vermuten.

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Vicky_Rose
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 7 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 9. Mai 2018, 08:06

Unser "Heimathorst" hat auch bei anderen Gelegenheiten einen Rückzieher machen müssen. Ich sag' nur "Donauausbau". Es hat leider 25 Jahre gedauert. Es geht m.E. ihm nur darum Stimmen am rechten Rand, den "anständigen Deutschen" zu sammeln. Die gegenwärtigen Diskussionen verunsichern viele Menschen. Da greift man auf "Bewährtes" und "Bekanntes" gerne zurück, weil man dann sich nicht damit beschäftigen muss.

Lobby ? Personen sehe ich keine, aber als extrem exportorientiertes Land ist die Politik auf einen entsprechenden positiven Ruf in der Welt bedacht. Da macht es sich nicht gut, wenn der Deutsche wieder in alte Schemen verfällt, statt ein modernes Land zu sein. Derzeit bekommen die Deutschen auf allen Kanälen die "Lehrstunde" verpasst, damit sie sich daran gewöhnen. "Heimathorst" bedient nur die Leute, die sich dagegen wehren.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 8 im Thema

Beitrag von Marielle » Mi 9. Mai 2018, 09:13

Hallo Jenina, Hallo zusammen,
Marielles launische Antwort....
"launisch" hast du nett formuliert; Danke. Die eigentliche Motivation für den Beitrag war der akute Frust, der sich in zwei Bereichen meines eigenen Engagementes aufgebaut hatte. Diesen Frust muss ich gelegentlich mal irgendwo abladen, damit ich davon befreit weitermachen kann.

Es gibt durchaus eine Reihe von Menschen, die sich in dem Prozess stark engagieren. Es sind nicht sehr viele, aber immerhin. Das man darüber wenig weiss liegt zum einen daran, dass neben dem sachlichen Engagement kaum noch Zeit für Öffentlichkeitsarbeit bleibt, und zum anderen gibt es m.E. eine viel zu starke 'bescheidene Zurückhaltung' bei vielen Engagierten.

Ich glaube, dass es wirklich wichtig ist, in unendlich vielen Gesprächen mit Politiker_innen usw. an diesem Thema zu arbeiten, aber ich glaube eben auch, dass das allein nicht reichen wird. Vicky hat es angesprochen: Grade der aktuelle Innenminister ist ein super Beispiel dafür, dass es öffentlichen Druck, d.h. die öffentliche Meinung, braucht, um Entscheidungen zu beeinflussen. Die paar Lobbyist_innen, die wir haben, können diesen Druck allein nicht aufbauen (und zum Teil wollen sie es auch nicht, woher ein Teil meines Frustes kam).

Soweit ich es übersehe, sind die Leutz von der ASta2018 zur Zeit die einzigen, die breit öffentlichkeitswirksame Arbeit machen. Ein paar andere, z.B. der BVT* und die DGTI, hängen sich mit stillem Lobbyismus rein und ganz viele gucken denen bei der Arbeit zu oder erscheinen allenfalls zu Presseterminen oder Sektempfängen (das ist der andere Teil des Frusthaufens).


Meine Meinung: Wir könn(t)en etwas bewegen, wir könn(t)en mitgestalten, wenn wir ein paar mehr wären und mehr Pride statt Puder aufbringen könn(t)en.

Habt es gut

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Anne-Mette
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 9. Mai 2018, 09:23

Moin,
...wenn wir ein paar mehr wären und mehr Pride...
"Solidarität", um die es im Film geht, ist für viele Menschen leider (im Gegensatz zu den Menschen im Film) ein recht theoretisches Thema.


Gruß
Anne-Mette

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 10 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 9. Mai 2018, 11:28

Marielle hat geschrieben:
Mi 9. Mai 2018, 09:13
...
Meine Meinung: Wir könn(t)en etwas bewegen, wir könn(t)en mitgestalten, wenn wir ein paar mehr wären und mehr Pride statt Puder aufbringen könn(t)en.
...
Mareille,

gib Butter bei die Fische!
- Wen sprechen wir konkret an.
- Wie machen wir es.
- Was wollen wir genau an Inhalten vermitteln.
- Worauf können wir uns überhaupt einigen beim "wollen".

Ich bin bereit...

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 11 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 9. Mai 2018, 15:47

breaking news...

Wie bewerten wir in diesem Zusammenhang das hier: viewtopic.php?f=5&t=16077

Es gibt also doch aktive Lobbyisten. Wer ist eigentlich dieser "Klaus"? Kann mich mal jemand von den länger hier unterwegs seienden mal aufklären?

Jenina
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 12 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 9. Mai 2018, 16:15

Moin,

ich antworte mal für Klaus, weil ich ihn persönlich kenne (smili)

Er stellt uns ein Avatarbild zur Verfügung, das ihn zeigt, so wie er auch "in unseren Themen" unterwegs ist.
Ich traf ihn schon in Berlin, in Flensburg...
Er ist Symathieträger, denke ich; denn schon viele "Personen des öffentlichen Lebens" haben sich mit ihm fotografieren lassen.



Gruß
Anne-Mette

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 13 im Thema

Beitrag von Jenina » Mi 9. Mai 2018, 18:08

Anne-Mette,

Klaus ist also ein Teddybär! Wohl ein "Problem-löse-Bär". :wink:

Das ist freilich eine Spezies die nur sehr unverständlich spricht, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Und dann habe ich noch einen Blaubär, aber der erzählt wiederum Dinge, die man dringend vorher kritisch bewerten muss. Wie also muss ich mir die Arbeit von Klaus "in unseren Themen" vorstellen. Nur winken mit der Regenbogenfahne wird ja wohl nicht alles sein. Schon verwunderlich dass er offenbar unsere Sprache(n) versteht und sich wunderbar schriftlich äußern kann. Fragen über Fragen... (smili)

Jenina
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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 14 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 9. Mai 2018, 18:35

Moin,

ich denke, es wird sich noch direkt jemand zu Klaus zu Wort melden; schließlich wird er von jemandem aus dem Forum durch die/unsere Welt getragen (moin)

Neue Konzepte müssen wohl her; denn mit den bisherigen Mitteln haben "wir" nicht gerade schrecklich viel erreicht.
Immer noch kann ich nicht über (m)einen Geschlechtseintrag selbst entscheiden.

Ja, für einige Zwecke ist wohl (m)ein Geschlechtseintrag notwendig - und zwar derjenige, der mir die Zugänge ermöglicht, die für mich passend sind.
Lange Zeit dachte ich, dass ich ohne diese Regelungen auskommen würde; aber einige "Wendungen im Leben" haben mich zu der Erkenntnis gebracht, dass ich wohl
eine "Ordnung der Geschlechtsbeschreibung" benötigen werde, d.h. dass neben Unterstützung und Kampf für eine "große, gesamtgesellschaftliche Lösung" (war für Worte) auch persönliche "Ordnungsverfahren" auf den Weg gebracht werden und wurden.
Der Rat "... warte doch ab, bis die neuen gesetzlichen Regelungen durch sind", wird mir (siehe Überschrift) nicht viel nützen.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Buzzfeed: "Gesetzentwurf für Inter-Personen bleibt weit hinter Forderungen von Fachverbänden zurück"

Post 15 im Thema

Beitrag von Marielle » Do 10. Mai 2018, 00:43

Hallo Jenina, Hallo zusammen,

ich fang in deiner Liste mal unten an: Unser Wollen kann zur Zeit nur die Einbringung eines Gesetzentwurfes sein, der deutlich besser als das ist, was aus dem BMI gekommen ist. Die Jahre, die die Community für eine zielführende Debatte darüber hatte, sind erstmal vorbei. Das Maß der Dinge ist bis auf weiteres der DIMR-Entwurf, der im Rahmen der IMAG-Arbeit entstanden ist. Der hat noch ein paar 'Macken', aber was besseres gibt es z.Z. nicht und Wunschzettel kann man nunmal nicht in die Gesetzgebung einbringen.

Daraus, und aus ein paar zwingenden Gegebenheiten, ergibt sich der zu vermittelnde Inhalt. Es gibt genau drei Möglichkeiten, wie man einen Gesetzentwurf ins Verfahren bekommt: Über die Regierung in Form des federführenden Ministeriums (also des BMI; -hier können Sie ihren eigenen Witz einfügen- ), über eine Gruppe von Abgeordneten oder über den Bundesrat. Die beiden letzteren kommen in Frage und werden auch durch Lobbyist_innen schon entsprechend bearbeitet. Es fänden sich Abgeordnete, Fraktionen oder Länder, die einen entsprechenden Entwurf einbringen würden; das ist sicher nicht das Problem. Die Frage ist: Wie erreicht man es, dass der Entwurf positiv beraten wird und bei einer Abstimmung eine Mehrheit findet? Das würde vermutlich kein Selbstläufer sein. Der zu vermittelnde Inhalt besteht daher darin, den Leuten klar zu machen, dass Trans*- und Intersexuelle die letzte Gruppe von Menschen sind, die in Deutschland wegen ihrer geschlechtlichen Identität oder ihrer körperlichen Uneindeutigkeit, also wegen ihres Seins und/oder ihrer körperlichen Gegebenheiten, qua Gesetz fremdbestimmt und diskriminiert wird. D.h., dass die öffentliche Meinung gegen den bestehenden Zustand und für unser Anliegen eingenommen werden muss (siehe 'Ehe für Alle')

Wie? Indem wir möglichst breit öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen (wie z.B. ASta2018), die möglichst viele Menschen ansprechen und bei ihnen Symphatie für unser Anliegen auslösen. Dazu ist vieles vorstellbar, aber alles macht Unmengen Arbeit und braucht Wo_menpower.

Wen ansprechen? Das ergibt sich aus obigem; die öffentliche Meinung. Nur die kann dafür sorgen, dass im Falle einer Abstimmung im Bundestag genug Abgeordnete wissen oder wenigstens ahnen, dass ihre Wähler_innen nicht gegen unsere Anliegen sind (siehe wieder Ehe für Alle).


Nur leider: Diese Sache ist zu groß für zu wenige. Es bräuchte wenigstens ein knappes Dutzend Menschen, die das Unvorstellbare für machbar halten, die ihre Eitelkeiten beiseitelegen können und die sich für eine lange Zeit kompromisslos den Arsch aufreissen würden, um etwas zu erreichen. Wir beide können nur versuchen, diese Leute zusammenzubringen. Das ist schwierig genug.

Hab es gut

Marielle

PS: Ich kenne Klaus länger als alle anderen hier. Er wohnt meistens bei uns (er hat hier ein Zimmer im Schuhregal) und reist mit mir und anderen Menschen, die sich für unsere Sache reinhängen. Er ist ein Transpinguin, ein cooler Typ, ein linker Antifaschist und ein Symphatieträger. Er arbeitet als Toleranzbotschafter und gelegentlich auch als kritischer Demonstrant. Seid er in Genf bei der UNO war, trägt er auch den Titel 'Ambassador for human rights'; so wurde er dort vorgestellt und akzeptiert. Er kennt Klaus Wowereit, Markus Dröge, Katrin Göhring-Eckhart, Heiner Garg, Simone Lange, Ulle Schauws, Sven Lehmann, Anna R., Manfred Maurenbrecher, Gerhard Ulrich, Peter Dabrock, Volker Beck, Volker Jung, Carolin Emcke (die bisher einzige, die sich nicht mit ihm fotografieren lies) und viele, viele andere. Er ist die gute Seele in einem sch...wierigen Thema und ist deswegen für die GoodNews zuständig.
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