Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)
Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur) - # 3

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Mina
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 31 im Thema

Beitrag von Mina » Mi 14. Mär 2018, 16:33

Achtung liebe mitlesende Mitmenschen hier im Fred:




Heute gibt es soviel Grund glücklich zu sein. Ich beginne im Rahmen der DIY - HET mit der Behandlung. (so) (na) ---)))

Beginnen werde ich mit Estradiol - Gel zu 0,06% pro Hub. Ein Hub am Morgen, das ist erstmal die von mir errechnete Basiseinstellung. Ich werde fleißig Buch führen und akribisch Notizen zu Gefühl, äusserliche Veränderung und natürlich alle beziehbaren Laborwerte hier einstellen. Begleitend zu Jaddy´s Beobachtungen.

Ich freu mich so - es geht los. Der erste Schritt auf dem Weg, das ich richtig werde. (so) (na) ---))) (ap)
HET1.JPG
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Mina
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 32 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 17. Mär 2018, 17:15

Tagebucheintrag Nr.1 hier im DIY Fred
(Ich mache es deswegen öffentlich damit eine jede Person die Chance hat, für sich zu entscheiden ob es relevant wäre)

Im folgenden werte ich die Reaktionen meines Körpers und Geistes in Punkten von 1 bis 10 aus. 1=schlecht, 10=sehr gut.

Seit dem letzten Mittwoch, dem Tag der ersten Behandlung, hat sich einiges für mich erlebbares getan. Das fing an von Reaktionen aus dem Bauch bis hin zum Phallus.

Das Testosteron hat scheinbar einen Feind detektiert. Beispiel des fremden Katers im Revier des besitzansprechenden Katers. Ein kleiner Fight, so zu sagen. Denn es folgten seit Donnerstag auffallend vermehrt spontane Erektionen mit beachtlicher Dauer. Auch das "Testosteronwesen" hat sich vor allem im Berufsverkehr deutlich gezeigt (lach). Schimpfend auf die anderen Autofahrer, welche ihren Führerschein scheinbar an der Schießbude am Rummel erhalten haben.

Sonst aber alles gefühlsmäßig ruhig und vor allem eine unfassbare Ruhe und Wohltun in mir. Ich fühle meine Energien anders, einfach Ruhe in mir. Ausgeglichenheit und Entspannung. Extrem angenehm.
Heute (Samstag, 17.03.18) fühle ich mein Testosteron als Wesensäusserung gar nicht. Sehr relaxed und sehr bewusst auf das was ich da tue und was wird. Es fühlt sich richtig an. Es hat sich nie richtiger angefühlt. Obwohl ich ja die kleinste Dosis an Estrogel behandele welche überhaupt möglich ist. (Kopf trägt bei, vermutlich)

Gemüt: 8
Stressfaktor: 8
Wohlsein: 10
Appetit: 10
Libido: 10
Phallusfunktion: 10
Gewichtzunahme: 5
Emotion: 5

(Emotion 5 deswegen, das sich innerhalb der kurzen Behandlungsdauer nichts verändert hat.Aber es wird interessant sein wie sich die einzelnen Punkte über die Monate verändern.)

Ja das war es erstmal für diese Woche. Nächste Woche geht es weiter. Neue Werte, neue Erkenntnisse. Am 10.04. ist mein nächster Labortermin in dem alles endokrinologische gecheckt wird.

So long
Mina
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Jaddy
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 33 im Thema

Beitrag von Jaddy » Fr 23. Mär 2018, 13:43

Meine Testergebnisse sind da :)
Bildschirmfoto 2018-03-23 um 13.21.58.png
Es hat einen Tag länger gedauert, denn sie haben den Estradiol-Wert noch mal nachgemessen. Der wäre prima im Range - wenn es im Blutserum gemessen und ich eine Frau kurz vor dem Eisprung wäre *flöt*

Hier mal die Tabelle (Quelle: Wiki): Bild

Hintergrund und Caveat: Das ist ein Speicheltest. Hormonlevel sowohl im Serum, als auch im Speichel sagen nur bedingt etwas über die tatsächliche Verarbeitung im Körper aus und die Level schwanken durchaus heftig je nach Tageszeit, Stresslevel, etc.pp.

Aber die Tendenz ist klar, insbesondere weil Testo sogar deutlich unter dem weiblichen Referenzbereich liegt. Zum Vergleich: Mein T-Wert war Ende 2016 im männlichen Normalbereich, der zehnfach über dem weiblichen liegt (gemessen 755, Referenz 300-800).

Die gefühlten Wirkungen sind für mich voll im Plan. Für meinen Körper (n=1...) kann ich also sagen, dass ich keine Blocker brauche. Aber ich bin auch über 50 und war trotz T-Normalwerte körperlich nie übermässig männlich.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 34 im Thema

Beitrag von Mina » Do 12. Apr 2018, 17:37

Die ärztliche Untersuchung steht bei mir am 02.05.18 aus.

In dieser Untersuchung werde ich aber vorallem eines: Einen Weg finden meine Hormone über den Hausarzt zu bekommen via Privatrezept.

Denn: Leider ist es momentan schwierig über den "EU-Weg" online an Estrogel zu kommen. Das geht gar nicht. Ich mache deswegen darauf aufmerksam, als Warnung. Hormone sollten meiner Ansicht nach nicht nach Verfügbarkeit eingenommen werden.

In meinem Fall: Ich nehme sie nun seit dem 14.03.18, also noch nicht besonders lange. Dennoch verspüre und sehe ich Veränderungen. Diese Veränderungen tun mir gut. Mit jeder noch so kleinen Veränderung fühle ich mich mehr zuhause und wohl. Mir ist klar, das ich eine kleine Pubertät durchmache, zumal ich sowieso ein etwas kontrastreicher Mensch bin. :D

Nur: Ich werde meine eingestellte Dosis immer einnehmen müssen. Ich kann mich nicht verlassen auf Internetseiten welche plötzlich nicht liefern können oder keine neuen Bestellungen annehmen. Das ist ganz schrecklicher Scheiß! Ich kann es gar nicht genug verdeutlichen welch Wagnis so eingegangen wird. Deswegen sorry für meine Ausdrucksweise - aber es sollte gut überlegt sein.

Mein Gel reicht noch bis Anfang Mai. Ich hoffe meine Hausärztin ist mir wohlgesonnen, ansonsten sehe ich schwarz.

Also DIY ja bitte, aber nicht ohne das lebenslange Risiko der Versorgung einzuschätzen! Das wäre sehr intelligent dies zu berücksichtigen, zu erwähnen und davor zu warnen! )))(:
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Marlin
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 35 im Thema

Beitrag von Marlin » Sa 14. Apr 2018, 17:51

Hallo liebe Gemeinde,

@Jaddy: Vielen Dank für diesen informativen Thread! Hier nun mal mein Senf dazu:

Seit Dezember bekomme ich von meiner Frauenärztin Gynokadin Gel auf Privatrezept verschrieben. Die ersten zwei Wochen sollte ich nur ein Hub nehmen, danach zwei. Abgesprochen mit der Ärztin war, dass ich selber die Dosierung in Bezug auf Nebenwirkungen im Auge behalten sollte und auch nach oben oder unten anpassen soll.
Nach circa 4 Wochen habe ich vor allem Veränderungen meiner Gemütslage feststellen könne. Meine innerliche Unruhe, welche ich seit meinem 14. Lebensjahr verspürt habe, war auf einmal weg. Ich wurde ausgeglichener und habe mich sehr wohl gefühlt. Körperlich gab es keine Veränderung.

Da ich ein ungeduldiger Mensch bin, habe ich nach 8 Wochen die Dosis erhöht. 2 Hub morgens, 1 abends. Da habe ich dann unangenehme Effekte gehabt. Ich hatte das Gefühl, mein Blutdruck war zu hoch. Auch hatte ich eine Neigung zu Kopfschmerzen. Also habe ich die Dosis wieder angepasst: Jeweils morgens und abends 1 Hub + ein kleines Bisschen. Das hat gepasst. Keine negativen Nebenwirkungen waren zu spüren. Das war Anfang Februar.

Gegen Ende Februar kamen die körperlichen Auswirkungen. Meine Brustwarzen wurden empfindlich und ich verspürte das oft beschriebene Spannen. Der Brustumfang blieb (bis heute) aber gleich. Interessant ist hier, dass die Größenverhältnisse zwischen Unter- und Oberbrustmaß sich verändert haben: Am Anfang der Behandlung 102cm zu 107cm, zu jetzt 97cm zu 108cm. Das bedeutet, dass der Unterschied von 5cm zu 11cm gewachsen ist. Ebenso sind Brustwarzen und –höfe größer geworden. Das finde ich natürlich extrem klasse.
Dass sich der eigentliche Brustumfang nicht sehr verändert hat, schiebe ich auf eine andere Tatsache: Ich habe mit meinen 48 Jahren bisher nie Sport gemacht. Seit Januar gehe ich regelmäßig Schwimmen. Das mache ich 2-3 Mal die Woche. Anfangs war ich froh, wenn ich 20min durchgehalten habe und dabei auf 400m Strecke gekommen bin. Mittlerweile schwimme ich immer 45min und schaffe dabei 900m bis 1100m, je nach Tagesform. Dabei kommt es mir gar nicht so auf die Meter an, sondern dass ich es regelmäßig mache. Allerdings glaube ich auch, dass das Brustschwimmen nicht gerade den Brustumfang fördert :wink:

Vergangene Woche hatte ich einen weiteren Termin bei der FA. Wir haben da über das Gynokadin Gel gesprochen und auch seine Wirkung. Was das Brustwachstum betrifft, waren wir uns einig: Das ist der richtige Weg. Antiandrogene sind absolut überflüssig.
Aber es gibt leider auch unschöne Nebenwirkungen: Meine Haut juckt. Und zwar besonders an den Brustwarzen, meinen Tattoos am Oberarm und an einem Unterschenkel (dem nicht tätowierten). Nun muss geguckt werden, was das ist. Viel spricht dafür, dass es an trockener Haut liegt. Es kann sich aber auch um ein Ekzem oder Pilz handeln. Abstrich ist gemacht. Ergebnis kommt nächste Woche. Der Juckreiz an den Brustwarzen ist echt übel. Ich wache nachts sogar davon auf. Die Ärztin hat mir eine Cortisoncreme gegeben, welche da aber schon nach zwei Tagen echt gut hilft. Weitere Maßnahme: Umstieg auf Estramon Gel, weil es höher konzentriert ist und auf eine kleinere Hautfläche verstrichen wird. Ebenso soll ich es nicht auf die Tattoos schmieren, weil die Haut dort nicht so gut den Wirkstoff aufnehmen kann.

Und jetzt zu etwas, was schon krass ist: Sie hat eine Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt. Einerseitz: Die Milchdrüsen/Kanäle habe sich stark entwickelt (Juhu!). Andereseitz: Es erschienen auf dem Monitor dunkle Stellen, welche so nicht normal sind. Das muss noch nichts Schlimmes bedeuten muss aber eng kontrolliert werden. Da diese Stellen auf beiden Seiten in etwa gleich auftreten, ist es wahrschinlich, dass diese wohl entweder mit dem Brustwachstum zusammenhängen, oder auch mit den Hautproblemen.
Im Moment ist also noch alles okay und kein Grund zur Beunruhigung. Ich musste nur versprechen meine Brüste regelmäßig nach Verhärtungen zu untersuchen. Sollte diese Stellen in 3 Monaten noch da sein, muss ich zur Mammographie.

Fazit meines Romans: Die Hormone wirken. Und ja: sie sind keine Smarties. Ich muss die Dosierung im Auge behalten. Und ich muss ganz genau meinen Körper im Blick behalten. Aber das sollte wohl jeder, der Hormone nimmt.

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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 36 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 14. Apr 2018, 18:39

Hallo Marlin,

Darf ich fragen welchen Wert Dein Gel hat? Liegt es bei 0,06% Wirkstoffgehalt?
Ich frage nur deshalb, weil der heftige Schwindel/Blutdruck bei mir bereits bei einem Hub auftauchte. Deswegen hab ich den einen Hub am Tag aufgeteilt.

Ich nehme derzeit einen halben Hub morgens und Abends. Das ist in Ordnung. Keinerlei Nebenwirkungen mehr. Außer den Hormontypisch beginnenden Veränderungen.

Aber ich möchte ja auch keine binäre Veränderung, nur so weit wie ich mich noch gut fühle und dann auf Minimaldosis übergehen wenn die Prozesse fertig sind.

Grüßle
Mina
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Marlin
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 37 im Thema

Beitrag von Marlin » Sa 14. Apr 2018, 18:48

Hi Mina,

Bei Gynokadin: laut Verpackung/Beipackzettel: 1g Gel enthält 0,62 mg Estradiol-Hemihydrat (entsr. 0,6mg Estradiol). 1 Hub entspricht 1,25g Gel.

Gruß
Marlin

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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 38 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 14. Apr 2018, 18:51

Ok, danke. Das erklärt es. Mein Gel hat 0,75mg Estradiol.
Das könnte je nach körperlicher Kondition schon den Unterschied machen.

Interessant....
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 39 im Thema

Beitrag von Jaddy » Mo 16. Apr 2018, 20:28

Hi Marlin, danke für das Update. Ich sehe einige Parallelen.

Inzwischen ist wieder ein Monat vergangen. Ich habe Anfang Februar von Gel auf Tabletten gewechselt (Elleste Solo, reines Estradiol als Hemihydrat). Zuerst 1x2mg (abends), im März dann 2x1mg (morgens, abends). Jeweils unter der Zunge zergehen lassen, damit das meiste über die Mundschleimhaut ins Blut geht und nicht erst über die Leber geht. (Das hat eher was mit Wirkungsgrad als mit Leberschutz zu tun. Den braucht es bei bioidentischem Ö wahrscheinlich nicht, sagen aktuelle Paper)

Unterschiede in Wirkung oder Erleben haben ich zwischen Gel, 2x1 oder 1x2 nicht beobachten können. Da bin ich wohl zu unsensibel für ;)

Trockene Haut: Jepp. Hab ich zuerst auf den Winter geschoben, aber ich verbrauche deutlich mehr Handcreme. Juckende Nippel ebenfalls, die zuerst hyperempfindlich waren und seit einigen Tagen zeigt der Bereich darunter merkbares Gewebewachtum, das druckempfindlich ist, z.B. bei Umarmungen. Man sieht inzwischen auch einen deutlichen Ansatz. Ich werde da auch mal Fachpersonal aufsuchen... Wenn das zu schnell oder zu viel wächst, oder meine Werte nach der Untersuchung bei der Endo tatsächlich so hoch sind, reduziere ich auf 1mg/Tag.

Ansonsten durchweg positives Erleben. Das Hautbild ist fein und zart. "Wie zwei Stufen Photoshop Weichzeichner" sagte ein Freund.

Am schwierigsten einzuschätzen sind die emotionalen Veränderungen. Ob es nun an den Pillen liegt oder daran, erst mal meine Insel mit festem Boden im Genderozean gefunden zu haben; keine Ahnung. Jedenfalls habe ich leichteren, tieferen und insgesamt positiveren Kontakt zu anderen Menschen, insbesondere auf den seit Jahren statt findenden kinky Treffen. Da sind jeweils so 70-90 Leute. Ich habe bei den beiden Events seit Februar - ich bin gerade zurück von einem 4-tägigen - mehr und intensiveren Austausch gehabt, als in Jahren davor zusammen.

Beobachten werde ich definitiv mal mein Schlaferleben. Ab und zu habe ich schlechtere Träume als normal. Dafür gibt es keine äusseren Anlässe, Sorgen, Stress oder so. Es könnte natürlich auch ein Effekt dieser höheren "Durchlässigkeit" sein.

Was Tatjana damals schrieb wegen Libido-Verlust: So ein bisschen ist der tägliche, akute Druck weg. Der Spass, die Erregbarkeit und grundsätzliche Funktion ist aber nach wie vor gegeben. So ein bisschen wie "ich kann, aber ich muss nicht (so häufig)".
Marlin hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 17:51
Fazit meines Romans: Die Hormone wirken. Und ja: sie sind keine Smarties. Ich muss die Dosierung im Auge behalten. Und ich muss ganz genau meinen Körper im Blick behalten. Aber das sollte wohl jeder, der Hormone nimmt.
Sehe ich auch so :)

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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 40 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 23. Apr 2018, 17:16

Moin,

in der BRIGITTE WOMAN 05/2018 (mit Special "Wechseljahre") geht es u.a. um Hormone - genauer um die HET im Rahmen der "Wechseljahre".
Wechseljahre - auch etwas, wa "uns" umtreibt (smili)

Ein eindeutiges Fazit gibt es nicht: während die eine Studie mehr Schaden als Nutzen zu belegen scheint, will eine andere Studie genau das Gegenteil beweisen.

Einige Einzelsätze sind mir aufgefallen, z.B. "Die oberste Autorität ist nicht ein Gremium von Professoren, sondern der eigene Körper" (Endokrinologe Johannes Huber)
Die Autorin schließt den Artikel mit "Ich vertraue also darauf, dass ich spüren werde, was die richtige Wahl ist".

Gruß
Anne-Mette

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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 41 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 23. Apr 2018, 18:15

Anne-Mette hat geschrieben:
Mo 23. Apr 2018, 17:16
"Die oberste Autorität ist nicht ein Gremium von Professoren, sondern der eigene Körper" (Endokrinologe Johannes Huber)
Schlauer und weiser Mann. Gerade weil ich meinen Körper spüren will, alltäglich, immer und "ich" - spüre ich was mir gut tut und was nicht.

Best Benchmark ever!
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 42 im Thema

Beitrag von Jaddy » Sa 19. Mai 2018, 00:46

Heute bin ich tatsächlich endlich mein Blut ans Labor losgeworden. Die ganze lange Geschichte bis dahin, mit Passierschein A38, sinnvollen und sinnfreien Tests und vielen Kreuzchen, habe ich auf meinem Diaspora-Blog veröffentlicht: https://diasp.de/posts/5359900

Kann gerne dort oder hier kommentiert werden :)

Simone 65
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 43 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Sa 19. Mai 2018, 03:40

Jaddy , ich möchte ALL das nicht .
Ich bin eine Frau .
Kann ich nicht Hormone bekommen , ohne Arzt?
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

Anne-Mette
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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 44 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 19. Mai 2018, 09:38

Moin,

ohne ÄrztInnen wirst Du kaum Hormone zuverlässig und regelmäßig bekommen. Die Lösungen "aus dem Ausland" scheinen nur in einigen Fällen zu klappen.
Du könntest in die USA ziehen; dort ist es wohl kein Problem (smili) Dort sind Hormone, so wie es in einer Fernsehsendung vor ein paar Tagen hieß:

https://www.arte.tv/de/videos/073878-00 ... e-hormone/

Allerdings besteht doch die Möglichkeit, dass Du ärztliches Personal findest...

Es gibt "pflanzliche Alternativen", die auch im Forum hier diskutiert wurden.


Gruß
Anne-Mette

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Re: Do-it-yourself Hormon-Medikation, Enbi-Version (nicht nur)

Post 45 im Thema

Beitrag von Britt » Sa 19. Mai 2018, 10:30

Simone 65 hat geschrieben:
Sa 19. Mai 2018, 03:40
Kann ich nicht Hormone bekommen , ohne Arzt?
Ja, das geht.
Nicht in allen Ländern innerhalb der EU sind Hormone rezeptpflichtig. Der Kauf von Hormonen ist dort legal.
Aber bedenke:
- theoretisch kann die jeder Arzt „einfach so“ auf Kassenrezept Hormone verschreiben. (es machen allerdings die wenigsten)
- Hormone auf Rezept sind billiger.
- Falls du einmal gegengeschlechtliche Maßnahmen von der Krankenkesse bezahlt haben möchtest(hierzu gehört auch die Epilation) , benötigst du einen Nachweis über xx-Monate HRT für den MDK

Liebe Grüße,
Britt

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