Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 1. Okt 2015, 18:47

Um noch einmal darauf hinzuweisen:

Programm zur Veranstaltung

am 7. Oktober 2015 im Tagungswerk Jerusalemkirche Berlin

Ich denke, es sind einige interessante TeilnehmerInnen und RednerInnen dabei:

https://ads-veranstaltungen.bafza.de/ad ... gramm.html

https://ads-veranstaltungen.bafza.de/fi ... ktuell.pdf

Gruß
Anne-Mette

JuliaS
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 2 im Thema

Beitrag von JuliaS » Do 1. Okt 2015, 19:25

Ich bin auch dort und bin gespannt.
"Tage wie diese, im hellen Sonnenschein"

Rosi_
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 3 im Thema

Beitrag von Rosi_ » Fr 2. Okt 2015, 23:37

Eine Einladung für alle Menschen, die nicht hinnehmen wollen, dass "Transsexualität" mittlerweile auch von der (A)DS als
"Trans*Identität" umgedeutet und dargestellt wird und nicht mehr als das gesehen wird, was es ist: "Eine körperliche
Abweichung".


Weil dadurch in den Panel 1 - 4 die echte Vielfalt fehlt und nur trügerisch von "Vielfalt" auf den Podien geredet wird, wurde
ein zusätzliches Panel 5 geschaffen um dort transsexuellen Menschen eine Stimme und Sichtbarkeit zu geben.
Demo Berlin.jpg
... vielleicht "sehen" wir uns

Rosi
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Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"

Anne-Mette
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 3. Okt 2015, 00:24

Moin,

nun kommt wieder das:
"Eine körperliche
Abweichung".
AHA,

dann müsste die ja genau zu beschreiben und zu diagnsotizieren sein(?)

Die angebliche Verleugnung transsexueller Menschen "vielerorts" ist zwar mal wieder eine bekannte Platte - oder Plattheit, aber das macht es nicht gerade besser.
die echte Vielfalt fehlt und nur trügerisch von "Vielfalt" auf den Podien geredet wird, wurde
ein zusätzliches Panel 5 geschaffen um dort transsexuellen Menschen eine Stimme und Sichtbarkeit zu geben
Dann fragt mal, welche transsexuellen Menschen euch beauftragen, ihnen eine Stimme und Sichtbarkeit zu geben. Die Erfahrungswelt transsexueller Menschen außerhalb von "vielerorts" scheint eine andere zu sein.

Schade, dass ich es an dem Veranstaltungstag nicht nach Berlin schaffe :(

Gruß
Anne-Mette

Rosi_
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 5 im Thema

Beitrag von Rosi_ » Sa 3. Okt 2015, 01:23

Anne-Mette hat geschrieben:...
dann müsste die ja genau zu beschreiben und zu diagnsotizieren sein(?)
Ja, ggf. wenn ein Mensch sich über sein Geschlecht äußert.
Anne-Mette hat geschrieben:Die angebliche Verleugnung transsexueller Menschen "vielerorts" ist zwar mal wieder eine bekannte Platte - oder Plattheit, aber das macht es nicht gerade besser.
Ja, leider kann man nicht oft genug darauf hinweisen.
Anne-Mette hat geschrieben:Dann fragt mal, welche transsexuellen Menschen euch beauftragen, ihnen eine Stimme und Sichtbarkeit zu geben. Die Erfahrungswelt transsexueller Menschen außerhalb von "vielerorts" scheint eine andere zu sein.
Ja, leider sind wir viel zu Wenige um allerorts gehört zu werden und sichtbar zu sein.
Anne-Mette hat geschrieben:Schade, dass ich es an dem Veranstaltungstag nicht nach Berlin schaffe :(
Ja, sehr schade :-(
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MicAme

Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 6 im Thema

Beitrag von MicAme » Sa 3. Okt 2015, 02:18

Hallo.
Ja Schade das es so weit weg ist von mir. Würd ich mir auch gerne antuen.

LG Michelle

JuliaS
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 7 im Thema

Beitrag von JuliaS » Mi 7. Okt 2015, 17:45

So, ich war dort und meine Erwartung wurde nicht erfüllt.

Ich ging von der Annahme aus das es sich hier um einen Dialog zwischen Vertretern der ADS, Interessensvertretern und Betroffenen bzw. Interessierten handelt. Besucht habe ich neben der Einführung das Panel 1: "Diskriminierungsfreier Umgang mit Geschlechtervielfalt in Unternehmen und Verwaltung". Wie schon in der einführenden Podiumsdiskussion "Diskriminierung von Trans und intergeschlechtlichen Menschen im deutschen Recht" war dies fast ausschließlich die Beantwortung von Fragen der Moderatorin an das Experten-Podium. Fragen des Publikums wurden nur ein paar (ca 3-4) je Diskussion zugelassen. Mir drängte sich der Eindruck einer Aneinanderreihung von Statements auf. Weiterführende Fragen sollten mittels verteilten Karten an eine Pinwand zwecks späterer Beantwortung geheftet werden. Allerdings habe ich diese Karten nicht gesehen und da die Pinwand trotz erkennbarem Fragevolumen im Auditorium leer blieb, dürften auch andere Teilnehmende diese nicht gesehen haben. Auf Grund der Ansicht, das dies auch in den noch ausstehenden Teilen "Pannelergebnisse und Fragerunde" nebst "Schlusswort und Verabschiedung" nicht anderst werden würde, bin ich um ca 16:00 abgereist. Zumindest in meinem Panel fand keine für mich erkennbare Erarbeitung eines Ergebnisses unter nennenswerter Beteiligung des Publikums statt. Vielmehr drängt sich mir die Frage auf was die ADS mit dieser Tagung erreichen wollte. Die Förderung des Kennenlernens Betroffener wohl nicht unbedingt. Subsummierend ein zwar interessanter Tag aber auch der Eindruck einer Aklamation von ADS-Ansichten. Das Potential einer substantiierten Arbeit mit einem ebensolchen Ergebniss war zumindest durch die Teilnehmenden und eingeladenen Fachleute gegeben. Schade eine Möglichkeit die vertan wurde.

Schlussendlich stellt dies meinen Eindruck dar, der aber nicht unbedingt von allen geteilt werden muss.
"Tage wie diese, im hellen Sonnenschein"

Rosi_
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 8 im Thema

Beitrag von Rosi_ » Do 8. Okt 2015, 20:29

Gerne möchte ich die Situation in Berlin mit den Worten zusammenfassen, die der Polizeihauptkommissar,
der mit seiner Einsatzmannschaft zum Schutz des Panels 1-4 der ADS und unseres Panels 5 abgestellt war
mir gegenüber geäußert hat:

"Überall Anders, ist die Welt noch in Ordnung"

Alles schon sehr sonderbar in dieser Stadt.

Für meinen Teil kann ich die Erfahrungen von Julia nicht ganz teilen. Aber ich habe mich ja auch ausschließlich
an dem "Panel 5" beteiligt. Hier fanden wirklich super Gespräche mit den interessierten Menschen statt. Da entgegen
den Panels 1-4 unser Panel 5 keine "geschlossene Veranstaltung" war, haben sich auch Menschen beteiligen können,
die keine Registrierung und Einlasskarte hatten.

Hier konnten Alle ihre Fragen stellen, die wir gerne und ausführlich beantwortet haben. Dabei sind Menschen ganz
speziell für den "Panel 5" angefahren, andere sind mehr zufällig ins Gespräch gekommen und wieder andere sind
speziell aus den Panels 1-4 zu uns gekommen um sich zu informieren und interessanter Weise auch um uns ihre
Zustimmung und ihren Dank auszusprechen, dass wir hier Präsenz zeigen und auf die Interessen transsexueller
Menschen aufmerksam machen: "Transsexuelle Menschen haben kein Identitäts-Thema, sondern ein Körper-Thema!"
(In den Panels 1-4 ging es nur um das Identitäts-Thema).

Als positiv haben wir auch empfunden, dass die Veranstalter und Verantwortlichen der ADS zu Beginn der Veranstaltung
unser "Panel 5" besucht haben. Positiv, weil wir dadurch wahr- und ernstgenommen wurden. Wenngleich sie nur eine
Einladung zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion ausgesprochen hatten, um unsere Protestaktion zu beenden. Weil
wir aber im Vorfeld nicht angehört wurden und unser Anliegen keine Berücksichtigung fand - wir völlig ignoriert wurden
und keinerlei Antwort bedacht - sahen wir dafür keine Grundlagen. Wir fordern "Anerkennung unseres Geschlechts" und
"unsere Sichtbarmachung". Was gibt es hierzu für einen Diskussionsbedarf? Diese Anliegen sind der ADS seit längerem
bekannt und werden ignoriert.

Etwas "bebilderte" Ansichten gibt es wenn man den Links hier folgt:
https://www.facebook.com/antidiskrimini ... =3&theater

Ggf. folgt hier auch noch ein Verweis auf die Film-Dokumentation, in dem das Panel 5 und vertiefende Interviews
unterschiedlicher Menschen vorgestellt werden.

Danke an die vielen Gesprächspartner

Rosi
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JuliaS
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 9 im Thema

Beitrag von JuliaS » Do 8. Okt 2015, 21:16

Hallo Rosi,

entschuldige das ich dich nicht berücksichtigt habe. Ich glaube dir gerne das es bei euch anders gelaufen ist. Auch hoffe ich das die anderen Panels gearbeitet haben. Allerdings glaube ich nicht wirklich daran. Schlussendlich halte ich immer noch diese Fachtgung für nicht erfolgreich im Sinne meiner Erwartungen und ich denke nicht das euer Panel in den ADS-Unterlagen berücksichtigt wird.

Gruß

Julia
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 10 im Thema

Beitrag von Rosi_ » Sa 10. Okt 2015, 20:20

Rosi_ hat geschrieben: Ggf. folgt hier auch noch ein Verweis auf die Film-Dokumentation, in dem das Panel 5 und vertiefende Interviews
unterschiedlicher Menschen vorgestellt werden.
Den kann ich jetzt tatsächlich auch geben:

https://www.facebook.com/atme.ev/posts/ ... fy_me_page

oder auch direkter:

https://www.youtube.com/watch?v=nzWbXdF-qOI
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 11 im Thema

Beitrag von ab08 » So 11. Okt 2015, 10:58

Herzlichen Dank, liebe Rosi, (flo)

dass Du hier "andere Stimmen/Meinungen" per Youtube zu Wort kommen läßt.
Inhaltlich stimm ich Kim und den anderen Sprechern größtenteils zu.
Über Form/Methode der Umsetzung muss sich jede/jeder selber Gedanken machen.
Authentizität ist sehr wichtig, also spielt die Person/Persönlichkeit die entscheidende Rolle... :wink:

Zum Glück schenkte mir meine Arbeit (insb. die Naturwissenschaft) das Vertrauen, dass sich Wahrheiten früher oder später durchsetzen.
Zu Beschleunigung des Vorgangs kann jede/jeder durch ihre/seine Möglichkeiten im RL beitragen.
Rechte insb. Menschenrechte müssen immer wieder erkämpft werden.

Die Vermittlung von Inhalten in Fortbildungen, Unterricht an verschiedenen Stellen, Gespräche mit Verantwortlichen, das halte ich bei mir für optimal.
Zugegeben nur kleine Schritte - aber..."Steter Tropfen höhlt den Stein". - Es gibt ja einige andere, die ähnlich vorgehen.
Bei allem Getöse sollten wir nicht nur Veranstaltungen sehen und uns weder dadurch noch durch Begriffsdiskussionen verwirren lassen.
Auch wenn hier z.Teil der Einfluss mächtiger Interessengruppen spürbar wird, nicht aufgeben.

Es geht um Freiheit - Emanzipation, neben offener Konfrontation könnten daneben auch andere Wege beschritten werden...
+ Ein kleiner Tipp für jene, die aktiv werden wollen: Am leichtesten ist es für uns stets dort, wo wir im RL kompetent/aktiv sind. :wink:

Liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 12 im Thema

Beitrag von Marielle » So 11. Okt 2015, 11:49

Hallo zusammen, Hallo Andrea,

was meinst du, Andrea, im Kontext dieses Threads und dieser Community mit Emanzipation? Das Wort bedeutet ungefähr 'sich von etwas frei machen'[/] oder sich aus einer Herrschaftssituation befreien bzw. daraus entlassen zu werden. Um welches 'etwas', von dem man frei werden kann oder aus dem man entlassen werden kann, geht es dir?

habt es gut

Marielle
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For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

ab08
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 13 im Thema

Beitrag von ab08 » So 11. Okt 2015, 14:32

Hallo Marielle,

zunächst bedankte ich mich bei Rosi, dass sie durch Verlinkung des Videos anderen Stimmen Gehör verschaffte.

Zum Thema "Emanzipation":
- Heute bin ich eine emanzipierte Frau, nehme hier im Forum und im RL zu Themen Stellung, wo ich es für richtig erachte.
Besonders RL trete ich dafür ein, dass Menschen den Mut finden, sich frei zu äußern und zu sich zu stehen.
Wo nötig, schütze ich sie dann auch vor Angriffen, so gut ich es vermag.

- Früher, vor dem CO, war dies völlig anders, da stand ich nicht einmal zu meiner Weiblichkeit.
Beim CO und in der Folge hatte ich mit diversen Ungerechtigkeiten/ klaren Rechtsbrüchen (z.B. versuchter Entfernung aus dem Dienst wegen TS) #) zu tun.
Aufgrund guter Vernetzung, war mir meist klar, warum die Taten begangen wurden, kannte die Drahtzieher, zog Schlüsse und handelte entsprechend.

Manchen Menschen, insbesondere transsexuellen und intersexuellen Menschen, geht es in unserer Gesellschaft heute noch ähnlich.
Es gibt Interessengruppen *) , die aus religiösen oder ideologischen oder finanziellen oder ... Motiven durch geschickte Einflußnahme in dem Bereich verhindern,
dass diese Menschen frei und emanzipiert leben dürfen. (Nochmal --> Ich kenne Intersexuelle, Kim, und andere Betroffene persönlich und auch manche brutalen Details.)
___________________________________________________________________________________________________________________________
*) Diese Interessengruppen üben über diese Menschen (TS, IS etc.) eine zum Teil rigide Herrschaft aus. Sie zeigt sich in Gesetzen( z.B.TSG) dem Verhalten von KK usw.
Es ist eine Bevormundung bzw. eine Herrschaftssituation --> Ähnlich in unserer patriarchalischen Gesellschaft Angehörige des weiblichen Geschlechts
lange extrem bevormundet wurden. (Meine Mutter machte erst nach dem Tod den Führerschein. Er hatte ihr das immer untersagt.
In den 50er Jahren benötigte die Ehefrau noch die Zustimmung des Ehegatten.)

__________________________________________________________________________________________________________________________

Daher wählte ich den Begriff Emanzipation bewußt und
bin weiter der Meinung, dass der Begriff hier gut passt :wink:

Liebe Grüße
Andrea

P.S. #) Wer sich dafür interessiert, wie das bisweilen so abläuft, der lese bitte die beiden Bücher von Wilhelm Schlötterer
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Schl%C3%B6tterer
- Macht und Missbrauch. Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten.
- Wahn und Willkür. Strauß und seine Erben oder wie man ein Land in die Tasche steckt.
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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 14 im Thema

Beitrag von JuliaS » So 11. Okt 2015, 15:00

Werte Andrea,

auch ich halte die Verwendung des Begriffes Emanzipation in diesem Zusammenhang für angemessen und richtig. Auch ich erlebe jeden Tag wie rücksichtslose Macht- und Einflussausübung obsiegen. Was mich allerdings oftmals erschaudern lässt ist der Mangel an Interesse sich hiermit kritisch auseinanderzusetzen bzw tiefergehender zu beschäftigen. Wer nicht zu den jung dynamisch erfolgreichen Leistungsträgern zählt wird allzu oft unwidersprochen als Mensch untergeordneten Wertes behandelt. Es wird allerhöchste Zeit das die tollerante Zivilgesellschaft hier entgegenwirkt. So banal es klingt doch wenn jede/r darauf achtet sich zivilisiert und kultiviert zu verhalten, wäre schon viel gewonnen.

Eine nachdenkliche

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Re: Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa“

Post 15 im Thema

Beitrag von Marielle » So 11. Okt 2015, 19:01

Hallo zusammen, Hallo Andrea, Julia,

ich habe zwar nicht geschrieben, dass ich der Meinung sei, der Begriff Emanzipation würde "nicht passen" oder sei gar "unangemessen", aber vielleicht ist diese Lesart der gestellten Frage auch ein Teil der Antwort. Die Frage richtete sich nur darauf, zu erfahren, was mit dem Begriff an dieser Stelle gemeint ist. Die gebräuchlichste Bedeutung, die selbstbestimmte Befreiung der Frauen aus der Herrschaft der Männer, ist ja nicht die einzige Bedeutungsmöglichkeit. Man kann sich durchaus auch anderes vorstellen, wovon man sich frei machen könnte.

Lieben Dank für die Antwort, habt es gut

Marielle
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