Stuttgart: Transperson auf befahrende Straße gestoßen
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Magdalena
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Stuttgart: Transperson auf befahrende Straße gestoßen

Post 1 im Thema

Beitrag von Magdalena » Di 12. Jul 2016, 11:33

Hallo,

hier einen Bericht, über eine Gewalttat auf einen Transgender.


http://www.queer.de/detail.php?article_id=26579

Ich möchte es zunächst unkommentiert hier stehen lassen.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.

Franka
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Re: Stuttgart: Transperson auf befahrende Straße gestoßen

Post 2 im Thema

Beitrag von Franka » Fr 15. Jul 2016, 20:38

Ich denke in diesem Fall sind die Kriterien für ein "Hassverbrechen" wohl erfüllt. Ich glaube kaum, dass sich Täter und Opfer persönlich gekannt haben.
Ich hoffe das wird bei der Strafbemessung auch wirklich berücksichtigt.

LG Franka
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.

Dolores59
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Re: Stuttgart: Transperson auf befahrende Straße gestoßen

Post 3 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Fr 15. Jul 2016, 22:11

Franka hat geschrieben:Ich hoffe das wird bei der Strafbemessung auch wirklich berücksichtigt.

LG Franka
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.

Ich fürchte, dass die Täter "mit einem blauen Auge" davonkommen.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

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Re: Stuttgart: Transperson auf befahrende Straße gestoßen

Post 4 im Thema

Beitrag von Rosi_ » Sa 16. Jul 2016, 15:40

Einmal als Hintergrundinformation:

Gemäß Rücksprache mit der Polizei-Pressestelle handelt sich hier um eine "Frau mit Transsexualität".

Laut Ansicht des Pressebericht-Schreibers "müsse" aber entsprechend dem in den Personalpapieren stehenden
Geschlecht die Person betitelt werden (!) (?)

Zum Einen steht in den Personalpapieren aber kein "Geschlecht" (höchstens ein entsprechend deutbarer
Vornahme) zum Anderen steht da auch Nichts von Transsexualität.

Es sind also genau die Gründe, warum vielleicht nächste Woche ein weiterer Mensch vor ein Auto oder
einen Zug gestoßen wird, weil hier schön weiterhin das Bild vom "gestörten Mann" verbreitet wird. Da
fordert man einfache Gemüter praktisch zu "Säuberungsaktionen" auf und merkt das scheinbar gar nicht.

Das der Verfasser der Mitteilung selbst in der polizeiinternen Gruppe "Diversity" engagiert ist, macht das
Ganze um so bestürzender. Gleichfalls grenzt "Queer.de" Menschen aus, indem sie sie zur "Transperson"
erklärt und hier im Forum wird der Mensch als "Transgender" vereinnahmt.

Es wäre insgesamt einmal schön, wenn man sensibler mit "Menschen mit einer geschlechtlichen Thematik"
in den Bezeichnungsweisen umgehen würde und nicht seine eigene Selbstbezeichnung pauschal auf Andere
überträgt. Das würde helfen, nicht auch noch aus den eigenen Reihen zu Ausgrenzung und Hass beizutragen.

Danke!
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"

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Re: Stuttgart: Transperson auf befahrende Straße gestoßen

Post 5 im Thema

Beitrag von Martha_P_57 » Sa 16. Jul 2016, 16:14

ich finde es schlimm genug, daß so etwas überhaupt passiert. Ich selbst gehe in letzter Zeit auch nicht mehr so gerne als Frau aus und schon gar nicht alleine. Ich hatte zwar noch nie ein solches Erlebnis aber einer Bekannten von mir ist auf dem Ludwigsburger Bahnhof etwas ähnliches passiert. Sie hatte viel Glück, da sie sich gegen 3 junge Männer erfolgreich zur Wehr setzen konnte, bis weitere Passanten ihr zur Hilfe kamen.

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