Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof
Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof - # 5

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Doreen
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 61 im Thema

Beitrag von Doreen » Fr 8. Jan 2016, 08:43

Guten Morgen,

ein befreundeter Polizist erzählte mir dass es in den Großstädten gerade in der Silvesternacht viele Kollegen gab die Streife verstärkt im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften fahren mussten um eventuelle Anschläge zu vereiteln, Personal wird zum Schutz dieser Einrichtungen benötigt.
Wenn es doch zu wenig Beamte gibt, warum geht man nicht dazu über, eine freiwillige Polizeireserve zu gründen ähnlich wie es auch bei den Feuerwehren
gehandhabt wird. Einige wenige Bundesländer haben diese Freiwilligen wie ich mal in einem TV Bericht gesehen habe. Die Mitarbeiter der Freiwilligen Pollizei
fahren,- oder gehen mit einem ausgebildeten Polizebeamten Streife. Da diese Tätigkeit ehrenamtlich ausgeübt wird, kostet es dem Staat kaum etwas, lediglich
für die Ausbildung und der späteren Ausrüstunng muss Geld ausgegeben werde.
So könnte man problemlos Personal bei der Polizei aufstocken.
Keine Sorge, die Hilfspolizisten sind
natürlich nicht bewaffnet und haben nicht alle Rechte wie die eines Beamten der Polizei wie aus dem Fernsehbericht zu sehen war.

Kann jemand dies bestätigen und kommt au Hessen wo es diese Freiwilligen geben soll?

LG Doreen

Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 62 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 8. Jan 2016, 08:52

Guten Morgen,

Machst du dir überhaupt keine Sorgen
ich mache mir sogar große Sorgen, dass ein gefährliches Konflikt- und Gewaltpotenzial entsteht.
Da gilt es, mit Bedacht vorzugehen - UND: es bedeutet Arbeit, zukünftig ähnliche Ereignisse zu vermeiden. Es ist nicht zum "Nulltarif" zu erhalten.

Verabschieden müssen wir uns bestimmt von einer "bunten Multi-Kulti-Gemeinschaft", die sich von allein zusammenfindet. Das wäre vielleicht möglich, wenn die Bereitschaft auf beiden Seiten größer wäre.

Allerdings: die Konflikte werden immer wieder befeuert von Menschen, die ein großes Interesse daran haben, dass es Unruhe gibt und dass Rufe nach einem "starken Mann" oder einer "starken Frau" plausibel gemacht werden können.

Einige der Vorkommnisse waren sicherlich vorhersehbar. "Freie Massenveranstaltungen" dieser Art "laufen zu lassen" ist ein großes Risiko. "Sparen, sparen, sparen" rächt sich; denn es standen nach übereinstimmenden Berichten zu wenige Polizisten zur Verfügung, die sinnvoll einzusetzen wären. Personalmangel bei der Polizei wird schon lange und immer wieder beklagt.

Es geht sicherlich in der nächsten Zeit darum, sich VERSTÄNDLICH zu machen; deshalb sind Menschen gefragt, die die Fremdsprache beherrschen, die im Moment gefragt sind.
Auch müssen WIR unse Rechte und unser Verständnis vom Zusmmenleben VERSTÄNDLICH MACHEN und unsere Regeln zu kommunizieren.

Weiterhin muss darüber eine breite Debatte geführt werden, wie mit den Herausforderungen umgegangen werden kann und muss.

Soviel erst einmal und jetzt dazu; eigentlich könnte und müsste viel mehr geschrieben werden...

Gruß
Anne-Mette

Saari
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 63 im Thema

Beitrag von Saari » Fr 8. Jan 2016, 09:11

Beim Vorschlag von Doreen denke ich an die früheren Beamten der Deutschen Bundesbahn.
Gewisse Funktionen von Bundesbahnbeamten, wie: Bahnhofsvorsteher, Aufsichtsbeamte oder Schaffner und eine ganze Reihe weiterer Betriebsbeamter waren gleichzeitig nebenamtliche Bahnpolizeibeamte.
Das half viel und tat sein Gutes. Verschaffte Sicherheit der Reisenden auf den Bahnhöfen und in den Zügen.
Mir ist auch bewußt, daß Bahnhöfe immer bzw. oft soziale Brennpunkte sind.
Aber seit der so hochgelobten Bahnreform ist das alles ja nicht mehr nötig.
Kleinere Stellen wurden geschlossen und das Personal sogar von größeren Bahnhöfen abgezogen. Man muß ja unbedingt sparen.
Denn Sicherheit kostet ja "unnützes" Geld.
Es lebe der Mammon!
Zuletzt geändert von Saari am Fr 8. Jan 2016, 17:21, insgesamt 2-mal geändert.

Inga
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 64 im Thema

Beitrag von Inga » Fr 8. Jan 2016, 14:14

dooris hat geschrieben: Guten Morgen ,
du schreibst das es Fütter für die rechte Scene bietet. Kann es sein, das es auch Futter für die Menschen ist, die sich einfach Sorgen um ihre Kinder, Frauen und sich selbst machen. Ich bin keine Rechte, aber es zeigt, das diese Menschen hier nicht reinpassen, und schon garnicht zu uns.
Machst du dir überhaupt keine Sorgen als Tranny einer solchen Gruppe zu begegnen? Ich schon. Ich habe sogar Angst, und die hatte ich vor einem Jahr noch nicht.
Und nochmals ich bin keine Rechte, sondern im Stadtverband einer großen Partei.
Liebe Grüße
Doris
Hallo Doris,

Sorgen mache ich mir immer, wenn ich alkoholisierten, enthemmten Männergrüppchen entgegen komme, egal welcher Nation und welcher Herkunft sie sind und egal, wie lange sie schon im Land sind.

Ich denke da nicht nur an Sylvester am Kölner Hbf, auch an Fasching, Vatertagstouren, Oktoberfeste, Feuerwehrfeste, Stadtfeste, Hafengeburtstage etc. besonders zur vorgerückter Stunden. Wenn ich da alle nehme, die mir unangenehm sind und sich auch ungehörig gegegnüber Grauen und Trannies benehmen, weil sie vom Benehmen nicht zu uns gehören könnten, ich glaube unser Land wäre leer - ohne die vor Jahrzehnten hier geborenen Männer.

Ich denke, wirt sollten schon aufpassen, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten, d.h. hier nicht zu sehr verallgemeinern.

Liebe Grüße
Inga

ab08
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 65 im Thema

Beitrag von ab08 » Sa 9. Jan 2016, 07:21

Hallo meine Lieben,

komm auf meinen Beitrag vom Donnerstag zurück http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 45#p131769

Der Polizeipräsident von Köln, Wolfgang Albers, ist nun nicht mehr im Amt. Ein erster, unbedingt notwendiger, Schritt.
Nachdem, was in Bonn und Köln in den letzten Jahren passierte, halte ich das für eine konsequente Entscheidung.
Herr Albers war sicher bemüht, aber entweder überfordert, oder wurde von seinem Team nicht so unterstützt, wie es in der Position notwendig ist, oder beides.

Auch wenn nun ein Führungswechsel erfolgt, entscheidend ist, dass künftig genügend kompetentes Personal da ist, das auch für Extremsitutionen gut ausgerüstet ist.
Wir brauchen ausreichend Beamte, insbesondere ausreichend weibliche Polizeibeamte, Beamte mit Sprachkenntnissen, Beamte mit Migrationshintergrund usw.
Aber gute Bezahlung ist erforderlich!! Wenn man genügend kompetente Kollegen für schwierige Aufgaben gewinnen will, kostet das eben!!
Daher warte ich gespannt, welche Massnahmen nun erfolgen. Denn, wie ich bereits am Donnerstag schrieb, reicht die Ablösung der Spitze natürlich nicht :wink:

Von "Hilfspolizei" bzw. "Freiwilligen, die Polizeikräfte unterstützen" etc. halte ich persönlich übrigens nix.
Es mag "Einzelfälle" geben, wo es was bringt. --> ABER in der Regel dienen solche Aktionen nur dazu, Kosten zu sparen. --> Mit der Folge, dass das System weiter erodiert!!

Wir sind alle(!!) Bürger dieses Staates. ==> Gesetzesverstöße, die wir mitbekommen, sollten wir der Polizei melden.
Häufig werden Einbruchserien und andere Taten aufgeklärt, weil aufmerksame Personen dies meldeten. (Da kenn ich einige Fälle durch Gerichtsbesuche mit Schulklassen.)
Ich lebe in Mittelfranken, bin etwas älter. Früher pflegten hier zahlreiche Rentner aus den Wohnungen hinter den Vorhängen/Fenstern, die unmittelbare Umgebung zu beobachten.
Manche brachten aussen sogar Autospiegel an, um ihr Blickfeld zu vergrößern. Dort ging niemand unbeobachtet die Straße lang.
Man mag zu so einem Verhalten stehen, wie man will. --> ABER...So ein Umfeld verringert die Wahrscheinlichkeit von Straftaten ziemlich...


Liebe Grüße
Andrea

Nachtrag zum Thema, wie oft mit dem "anderen Geschlecht" (Beauvoir) umgegangen wird:
Die gestrige Taz (Freitag) enthält auf Seite 13 eine gute, von Hengameh Yaghoobifarah verfaßte, Analyse.
Titel: "Willkommen in der Hölle, Ladys" ---> So neu sind solche Übergriffe auch bei uns wahrhaftig nicht. :wink:
http://www.taz.de/Gewalt-gegen-Frauen/!5263311/
"Damit leben", das müssen leider zahlreiche Frauen hier. (Ich machte einschlägige Erfahrungen, über die ich aber nicht öffentlich berichte!)
Hängt mit dem Frauenbild zusammen. Früher war es keineswegs besser.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

JaquelineL
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 66 im Thema

Beitrag von JaquelineL » Sa 9. Jan 2016, 12:15

Hallo ihr Lieben,

über das "Flüchtlinge verstehen", "Sorgenhaber verstehen", "Rechte verstehen", "Linke verstehen", "Bunte verstehen", "Monochrome verstehen" brauche ich hier gar nichts mehr schreiben, da wurde schon genug gesagt.

Was ich jedoch für extrem auffällig halte (und was dennoch weitestgehend unter den Teppich gekehrt wird), ist das augenscheinlich unbeabsichtigte Durchscheinen von Hintergrundinformationen, die in deutlichem Widerspruch zu den bisherigen Darstellungen stehen. Dabei tauchen so viele Details über andere Aspekte und Aktionen auf, dass ich mittlerweile *niemandem* mehr traue (im Sinne von "jeder lügt, dass sich die Balken biegen, Hauptsache es passt in das jeweils gewollte Bild"). Das betrifft explizit nicht nur die Darstellungen zu den Silvester-Ereignissen.

Es fängt bei den Aussendarstellungen der Polizeiführung im Kölner Fall an, beinhaltet die medienpräsenten Politiker, umfasst die Medien im Großen wie im Kleinen und macht mir ähnlich wie die "Snowden-Enthüllungen" klar, dass unsere vermeintlich freie demokratische Grundordnung noch viel mehr Farce ist, als mir mein Gefühl schon seit Jahren sagt :(

"Großkrisen" wie zu diesem Silvester zeigen auf, wie dünn der Mantel der Zivilisation auch bei uns ist und wie schnell eine Gesellschaft abdriften kann - egal ob durch die Bildung von Parallelgesellschaften am unteren Ende oder durch Radikalisierung derjenigen, die derzeit die tatsächliche Macht innehaben und diese behalten und sogar ausbauen wollen (z. B. durch Wiedereinführung faktische Feudalstrukturen samt gesetzlicher Sanktionierung und Bereitstellung entsprechender Gewaltmittel).

Egal, ob wir mit den Migrantenmassen klarkommen oder nicht - die größte Angst haben ich vor der Entwicklung *unserer* Leute und *unseres* Systems.

Viele Grüße
Jackie

Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 67 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 9. Jan 2016, 12:23

Inga hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:
@
Sorry, dass ich in kritischen Situationen nicht in deinem Sinne meinen Mann Äh meine Frau stehe.


Was meinst du eigentlich damit?

Ich hatte erwähnt, dass was du wahrnimmst an entstehenden Gefahrensituationen, müssten professionelle Sicherheitskräfte auch erkennen können. Oder gehörst du selber im Alltag zu denen?
Hallo, Lina,

Nein, ich bin nicht bei denen.

Hatte aber neben meinen persönlichen Erfahrungen gerade bei Gewaltpräventionen öfters Kontakt mit denen.

So viel weiß ich: Ob Bild oder andere, auch die Presse berichtet nicht alles immer so umfangreich und so korrekt, was, wie und in welchem Umfang es tatsächlich vorgefallen ist.
Da maß ich mir nicht mehr an, schnell den empörten allein gelassenen Bürger zu spielen.

Ansonsten lass ich deinen Beitrag zu später Stunde mal so stehen.

Liebe Grüße
Inga

Warum redest du ständig von BILD? Ich beziehe mich auf die widersprüchlichen aussagen vom Pressesprecher der Polizei. (Dass seine offiziele Stellungnahme in BILD erschien, macht es wohl nicht weniger seine Stellungnahme.) Dass du irgendwelche vorgefassten Meinungen über teile der Tagespresse ändert nichts an der Widersprüchlichkeit in den offiziellen Aussagen des Pressesprechers gegenüber den Augenzeugenberichten, die in einer ganzen Reihe in- und ausländischen Medien sich decken, sei es NDR, Metro Express Kopenhagen oder andere.

Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 68 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 9. Jan 2016, 12:48

Doreen hat geschrieben:Guten Morgen,

ein befreundeter Polizist erzählte mir dass es in den Großstädten gerade in der Silvesternacht viele Kollegen gab die Streife verstärkt im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften fahren mussten um eventuelle Anschläge zu vereiteln, Personal wird zum Schutz dieser Einrichtungen benötigt.
Wenn es doch zu wenig Beamte gibt, warum geht man nicht dazu über, eine freiwillige Polizeireserve zu gründen ähnlich wie es auch bei den Feuerwehren
gehandhabt wird. ...
LG Doreen
Da haben wir vielleicht schon ansatzweise das was die ganze Aktion möglicherweise bewirken solte - ich schließe es zumindest immer noch nicht aus. Laute Stimmen, die sagen, wir wollen mehr Polizei ... einige werden dann auch nach härtere Strafen usw. schreieien. Bevor überhaupt festgestellt wird, ob wir vielleicht schon alles haben, was wir brauchen - sie müssen es nur anwenden. Erstens müssen in so einem Szenario Leute fysischen Schutz haben, rein körpeliches Eingreifen ist angesagt, dann muss man die Informationen sichern, die zu Verurteilungen führen können. Bessere Taktik, bessere Schulung ist also angesagt. Viele standen ja dumm rum wenige Meter von den Situationen und wollen nichts gesehen haben und waren vielleicht auch nicht besonders entgegenkommend, wenn Geschädigte und Zeugen sie ansprachen. Scheint mindestens ein Ausbildungsproblem zu sein.
Menschen geben genügend non-verbale Hinweise von sich, dass man mit etwas Übung, in einem Raum mit mehreren Hundert Leute, über 10-20 m Entfernung z.B. erkennen kann, ob zwei Personen in einem normalen agitierten Gespräch sind oder ob bei dem einen oder beiden sich gerade Wut aufstaut, das evtl. zu einem Problem in Form von Ruhestörung ode Schlägerei führen kann (wenn man die Leute nicht rechtzeitig kurz anspricht ...) - ich bin nicht die Einzige, die das kann. Es ist auch nicht super schwierig zu lernen.

Diese Aktivisten und Verbrecher, die sich u.a. in Köln breit gemacht haben, werden auch unbewusst in ihrer Körpersprache gezeigt haben, dass sich gerade etwas in Vorbereitung war. Zeugen - oder eher Zeuginnen (Frauen sind sowieso meistens besser drin) haben es ja auch erkannt - nur hört man kaum von Polizisten, die irgendwie darauf im Vorfeld reagiert haben. Wäre schön, wenn die das lernen würden.

Das Problem war ja gar nicht, dass da nich Massen an Polizei vor Ort war. Das Problem war offensichtlich, dass sie keinen Plan hatten, wie sie damit umgehen sollten. Das Problem wird man nie im Leben mit einigen leicht ausgebildeten Teilzeit-Polizisten auf Streife lösen. Dadurch hat man ja immer noch keinen Plan.
Ich bezweifle, dass diese Teilzeitpolizisten am anderen Ende des Workflows eingesetzt werden oder werden sollten - also da, wo Leute ankommen im Polizeirevier, um Anzeigen zu erstatten. Weil da ist es wirklich wichtig, dass auch rationell und mit juristischem Gefühl gearbeitet wird, oder man wird hinterher nur einen Haufen Papier haben, womit niemand was anfangen kann.

Q-Chromosom
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 69 im Thema

Beitrag von Q-Chromosom » Sa 9. Jan 2016, 12:48

Ich möchte, zurück zum Thema und Ergänzend zu dem Artikel von Hengameh, einen Artikel von Nadia Shehadeh teilen
http://www.neues-deutschland.de/artikel ... ystem.html
ergänzend dazu Nadia selbst auf:
http://maedchenmannschaft.net/arabisch- ... enschentm/
"Without community there is no liberation
but community must not mean a shedding of our differences
nor the pathetic pretense that these differences don't exist." (Audre Lorde)

Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 70 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 9. Jan 2016, 12:55

Moin,

wir müssen uns auch selbst fragen, ob wir uns genug einsetzen.

Ich habe mit Absicht den Artikel "Flashmob" veröffentlicht, obwohl es sehr kurz vor dem Termin war.

Von dem Termin habe ich auch nicht erfahren, sondern ich musste selbst danach suchen.

Bei der weiteren Recherche bin ich dann auf die Veranstaltung im November gekommen (siehe Plakat)... und auf der Internetseite bedanken sich die Initiatorinnen bei und für 300 Teilnehmerinnen.

Die Informationen müssen einfach besser fließen!

Wenn ich dann sehe, dass Pegida & Co jeweils mehrere Tausend TeilnehmerInnen aktivieren, wird mir schlecht!

Gruß
Anne-Mette

Marlen
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 71 im Thema

Beitrag von Marlen » Sa 9. Jan 2016, 17:21

Hi,

zu dem Thema "freiwillige Polizei Reserve":
Das stößt bei den Polizisten, die ich kenne und auch bei der Deutschen Polizei Gewerkschaft auf Ablehnung. Denn es hilft nicht über die fehlenden Stellen hinweg.
Es beginnt schon bei der Frage "Wen soll man dazu auswählen, ohne daß gleich eine "Rambo Truppe" zusammenkommt?"
Dann können diese Polizei Helfer keine wirklichen hoheitlichen Aufgaben durchführen, weil sie eben keine echten Polizisten sind. Sie können Personalien feststellen, Platzverweise austeilen, Personen festhalten und Verstärkung rufen. Das sind aber auch nahzu die selben Rechte, die jeder Bürger/ Bürgerin auch hat.
Es ist fraglich, ob die Polzei Helfer genug Autorität haben, diese Aufgaben auch durch zu führen, wenn sie in einer entsprechenden Gefahren- Lage sind.
In Bayern gibt es in einigen Städten seit bald 20 Jahren die sog. "Sicherheitswacht", die, mit Funkgeräten ausgestattet, jeweils 2 Mann stark Streife läuft. (Sind übrigens auch Frauen dabei) Das tun sie in engem Kontakt mit den jeweiligen Polizeidienststellen, sind aber im Grunde nur eine Art "Späher" bis die echte Polizei anrückt. Diese "Sicherheitswacht" wurde seinerzeit im Zusammenhang mit Sparplänen bei der Polizei gegründet. Der Erfolg dieser Einrichtung ist sehr umstritten.
Waffen darf die "Sicherheitswacht" nicht tragen.
Die meisten Angehörigen dieser Truppe sind anständige, unbescholtene Menschen, die im Übrigen ihren Dienst eherenamtlich versehen.
Allerdings:
In meiner Heimatstadt hat sich damals bei der Gründung gleich der örtliche Vorsitzende der REPs als einer der Ersten freiwillig gemeldet.

LG
Marlen

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 72 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 9. Jan 2016, 18:36

Sicherheitswacht hin oder her - das loest dieses Problem kaum.
Und der gepostete Artikel: So weit bin ich mit ihr - einfach nurdie Beschreibung "arabisch oder nordafrikanisch aussehende Maenner" reicht mi auch nicht. Dazu gibt es einfach zu viele europaer mit DNA aus de Regionen. Sie erwaehnt selber Adriano Celentano. Ich koennte Charles Aznavour, Isabelle Adjani, meinen kanadischen Neffen uva. dran haengen. Es sei denn, dass was kulturell typisches aufgefallen ist. Wenn sie unter sich Arabisch oder mit arabischem Akzent gesprochen haben, ist es was anderes.
Aber wieviele Deutsche koennen einen auslaendischen Akzent einigermassen korrekt erkennen und einschaetzen? Nicht wirklich viele.

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 73 im Thema

Beitrag von Jaqueline » So 10. Jan 2016, 09:09

Guten Morgen,

na toll, als hätten wir das Phänomen auch noch gebraucht :-( http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... ommen.html

Ganz liebe Grüsse
Jaqueline
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)

Sachsen ist meine Heimat
Bayern ist mein Bett
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exuserin-2017-01-16

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 74 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » So 10. Jan 2016, 09:20

Für mich verstärkt sich der Eindruck das wir auf Weimarer Verhältnisse zu marschieren. Die Regierung ist nicht Willens oder nicht mehr fähig anstehende Probleme zu lösen und auf der Straße radikalisiert sich die Gewalt ob von Rechts in Dresden oder Links wie z. B. in Leipzig oder Berlin. Wenn das so weiter geht wie 2015 spaltet das die deutsche Gesellschaft noch mehr und ich befürchte das es die ersten Toten geben wird. Das ist meine Einschätzung der Lage ich hoffte es ist falsch ...
LG Uta

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 75 im Thema

Beitrag von Marielle » So 10. Jan 2016, 11:36

Guten Morgen zusammen,

Weimarer Verhältnisse ........ die Regierung ist nicht Willens oder nicht mehr fähig.......wenn das so weiter geht......

Das Gute ist, dass man aus Geschichte lernen kann. Wir sollten also einen Fehler nicht wiederholen, der m.E. einen nennenswerten Anteil am Scheitern der Weimarer Republik hatte. Die oft genannte 'Mitte der Gesellschaft' muss sich viel deutlicher und mit durchdachten Positionen in den Diskurs einbringen, anstatt ihr 'bürgerliches Engagement' darauf zu beschränken, eine unterfinanzierte Polizei zwischen die Fronten zu stellen und ansonsten verbal auf 'die Regierung' einzudreschen oder gar die Parolen der Strasse aufzugreifen.

Demokratie und Freiheit sind nicht der Lohn für Passivität, Konsum und jährliches Kreuzchen-Machen!

Wir haben es gut.

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

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