Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof
Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof - # 8

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Marielle
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 106 im Thema

Beitrag von Marielle » Do 21. Jan 2016, 11:01

Guten Morgen zusammen,

soviel wird über Deiche, Zäune und Obergrenzen geredet ....... dabei muss man darüber reden, wie das Problem (bei aller Menschlichkeit: Es ist eines.) im Rahmen der freiheitlichen Grundordnung gelöst werden kann. Es nutzt nichts, wenn dazu von vielen Seiten 'Vorschläge' reingerufen werden, die nicht annähernd bis zum Ende durchdacht sind.

Damit es nicht vergessen wird: Der derzeitige Zustand geht auf eine Entscheidung zurück, die viele Menschen davor bewahrt hat, unter widerlichen, unmenschlichen Bedingungen den Winter in diversen Staaten zu verbringen, die nicht in der Lage und/oder nicht Willens sind, zu einem menschlichen Umgang mit den Flüchtlingen und Migranten zu kommen. Man sehe sich bitte nochmal den Umgang ungarischer 'Sicherheitskräfte' mit diesen Menschen an (Fütterung in Käfigen im Herbst 2015). Wer anders entschieden oder das Problem ignoriert hätte, trüge jetzt die Verantwortung dafür. Freiwillige bitte vortreten.

Und zum Thema Zäune und Obergrenzen: Es müsste doch grade in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn bekannt sein, wie das mit den Zäunen und Grenzen funktioniert.

Ein Zaun ist zunächst mal nur die Information, dass dort wo er steht irgendeine Grenze verläuft. Diese Information kann ein Mensch, der über diese Grenze will, ernstnehmen oder ignorieren. Im ersteren Fal reicht ein kniehoher Lattenzaun. Im anderen Fall holt er sich eine Leiter und klettert rüber. Dann reicht kein Lattenzaun um die Grenze zu sichern. Wie ein Zaun aussieht, der das Ignorieren einer Grenze wirksam verhindert, ist aber hinlänglich bekannt. Die DDR hatte eine Obergrenze und sie war bereit ihren Zaun zu verteidigen. Minenstreifen, Selbstschussanlagen, Schiessbefehl und Tote; schon vergessen?

Wer Obergrenzen fordert muss auch bereit sein seinen Zaun zu verteidigen. Wer 'Obergrenze' sagt muss entweder auch 'Schiessbefehl' sagen oder sich um wirkliche Lösungen kümmern. Ansonsten handelt es sich nur um populistisches Geschwätz, das die Zeit verplemmpert, die man dringend braucht, um über wirkliche, gute Lösungen nachzudenken.


Marielle

PS:Geraldine, Sarkasmus ist manchmal einfach verbale Notwehr gegen Ignoranz, Dummheit und Unmenschlichkeit.
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Daenerys Targaryen
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 107 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Do 21. Jan 2016, 11:08

Anne-Mette hat geschrieben: (…) Wir haben schon alle miteinander etwas zu tun, die sich unter Regenbogenflaggen und LSBTI sammeln können und sollten.
Wir müssen(?) - mehr als andere Menschen - mit Ausgrenzung und Bedrohungen rechnen.
Volle Zustimmung. Aktuell ist allerdings zu befürchten, dass die gesellschaftliche Entwicklung auf das Gegenteil hinaus läuft. Statt Vernetzung werden sich alle zunehmend "einigeln".

Die Ereignisse an Silvester und der Vorfall in Dortmund haben auch die LSBTI-Community schwer erschüttert. Das hat zur Folge, dass sich viele von ihren bisherigen Verbündeten abwenden oder aber resignieren und ganz aussteigen. Ein Freund von mir, der in der Kölner Community politisch engagiert war, hat völlig die Schnauze voll vom Parteigeklüngel in seinem Verband und zieht jetzt mit seinem Freund nach Fuerteventura. Traurig.

Diesen Einigelungssprozess betrifft nicht nur die LSBTI-Community, er findet auf allen Ebenen statt, was man an der Flüchtlingskrise gut beobachten kann. Das Phänomen wird außerhalb Deutschlands fast ausschließlich als deutsches bzw. österreichisches Problem wahrgenommen. Der Rest Europas kann entweder nicht (Griechenland, Italien) oder will nicht helfen. Damit müssen wir offenbar leben. Wir haben eine EU, in der sich die Länder alles Positive selbst zuschreiben und alles Negative auf Brüssel schieben.

Ich tippe darauf, dass Schengen im Laufe des Jahres fällt und diese Entwicklung noch verstärken wird.

Die EU ist in der Form, wie sie gerade hier in Deutschland gerne erträumt wird, als politische Einheit, schwer beschädigt. In anderen Ländern (England) will man dieses Modell sowieso nicht haben. Vielleicht müssen wir hierzulande auch mal anfangen, anders zu denken, weiter, offener, jenseits politischer Lagergrenzen, die eh nur bedingt funktionieren.

Wir sollten uns dabei stets vor Augen halten, dass alle Menschen im Grunde das gleiche wollen, in Frieden, Freiheit und Würde leben. Aber je kleiner eine Gruppe ist, desto größer sind ihre Schwierigkeiten, mit Erfolg für diese Werte zu kämpfen. Geschenkt bekommen wir sie nicht, weder vom Staat, noch von der Gesellschaft. Und natürlich auch nicht von Menschen, die Werte in dieses Land tragen, an denen ihre Herkunftsländer gesellschaftliche und politisch gescheitert sind.

Von daher lasst uns dem Einigelungsprozess entgegen treten. Das Letzte, was gerade uns TS hilft, sind Selbstisolation und Marginalisierung.

Liebe Grüße

Daenerys
Me too.

Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 108 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 21. Jan 2016, 11:22

Guten Morgen,
dass die gesellschaftliche Entwicklung auf das Gegenteil hinaus läuft. Statt Vernetzung werden sich alle zunehmend "einigeln".
Wir sind Teil der gesellschaftlichen Entwicklung. Noch habe ich in vielen Fällen offene Türen eingerannt, wenn ich mich um Vernetzung bemühte.
Allerdings kommt kaum jemand von allein auf uns zu - und es müssen immer wieder Vorstöße unternommen werden, AKTIV PartnerInnen zu suchen.
"Wir" sind allerdings realativ bequem geworden in den letzten Jahren; viel zu oft haben wir erwartet, dass "JEMAND" für uns die Probleme löst, die sich zeigen - oder sie zumindest soweit runterregelt, dass sie nicht mehr so drastisch auffallen.
Selbst aus der studentischen Ecke sind wenige Impulse gekommen.

Die Menschen hatten sich "eingerichtet"; nun wachen sie auf.
Wir unterschätzen, dass wir eine mehrfache Bedrohungslage haben. Viele wollen an unsere Freiheit.

Gruß
Anne-Mette

Carina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 109 im Thema

Beitrag von Carina » Do 21. Jan 2016, 11:54

Anne-Mette hat geschrieben:Guten Morgen,

Wir müssen(?) - mehr als andere Menschen - mit Ausgrenzung und Bedrohungen rechnen.
Dabei sollten wir nicht vergessen, dass es die auch schon in den kleinsten (und deutschen) Keimzellen unseres Zusammenleben gibt: Ausgrenzung und Diskriminierung kann schon in Familien, Nachbarschaften, Dorfgemeinschaften, Vereinen, Arbeitsumfeldern... anfangen.

Gruß
Anne-Mette
Hallo,

ich befürchte, dass wir mit unsererer Thematik in diesem Zusammenhang zu den Verlierern zählen werden.
Nur mal so als Gedanke: Es leben ca. 6 Millionen Muslime in Deutschland. Der Anteil an Muslimen wächst bisher beständig mit über 3% pro Jahr, dürfte aber mit der aktuellen Situation künftig zweistellig ansteigen.
Können wir bei diesen Zahlen überhaupt fordern dass die Muslime sich an unser Wertesystem und unsere Kultur anpassen? Die Integrationspolitik bei Muslimen ist bisher fulminant gescheitert und wird sich eher nicht durchsetzen. Es wird daher künftig ohne Kompromis nicht funktionieren. Unsere Gesellschaft wird islamischer werden müssen. In der Konsequenz dann auch im Rechtssystem und unseren Moralvorstellungen. Wir gehen dann, um unsere muslimischen Mitbürger nicht in Verlegenheit zu bringen, eben nicht mehr im kurzen Rock und ohne männliche Begleitung aus dem Haus. So wie jetzt schon in einigen Bezirken deutscher Metropolen.

Herzliche Grüße
Carina

Vicky_Rose
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 110 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 21. Jan 2016, 12:21

Wenn wir uns als Teil der Gesellschaft sehen, müssen wir auch dort aktiv werden, wo die Gesellschaft ist und nicht nur bei "Frauengruppen (Frauen gegen Gewalt), Männergruppen, Regenbogengruppen...". Ich halte es für ganz wesentlich, dass wir "ganz normal" in der Öffentlichkeit auftreten. Es gehört ein wenig Gewöhnung für unser Umfeld dazu, damit sich Menschen mit uns auseinandersetzen und sei es nur, uns als ein Bestandteil dieser Gesellschaft wahrzunehmen. Das ist ein langer Weg, weil viele Menschen reflexartig ablehnend reagieren. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Aber ich möchte die Frage nicht mit der Ausgangsfrage verknüpfen.
Viele wollen an unsere Freiheit.
Und die größten Gegner sehe ich nicht in der Fraktion der Flüchtenden. Die Brandstifter sind mitten in unser Gesellschaft ... Sie haben es viel einfacher, Stimmung zu machen. Um so wichtiger ist es, nicht zur schweigenden Masse zu gehören.
Viele Grüße
Vicky

Ulrike-Marisa
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 111 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Do 21. Jan 2016, 13:00

Hallo,

[quote="Vicky_Rose"]Wenn wir uns als Teil der Gesellschaft sehen, müssen wir auch dort aktiv werden, wo die Gesellschaft ist und nicht nur bei "Frauengruppen (Frauen gegen Gewalt), Männergruppen, Regenbogengruppen...". Ich halte es für ganz wesentlich, dass wir "ganz normal" in der Öffentlichkeit auftreten. Es gehört ein wenig Gewöhnung für unser Umfeld dazu, damit sich Menschen mit uns auseinandersetzen und sei es nur, uns als ein Bestandteil dieser Gesellschaft wahrzunehmen. Das ist ein langer Weg, weil viele Menschen reflexartig ablehnend reagieren. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das sehe ich im Prinzip auch so, und ich versuche auch soweit es mir möglich ist, mein Anliegen und mein Sein auch offensiv in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das gelingt mir aber nur im weiteren Umfeld; meine Familie macht da z.B.nicht mit... da schließt sich dann wieder der Kreis der Möglichkeiten zumindest für mich, ohne andere Probleme wieder herauf zu beschwören und das auseinanderbrechen der Familie zu riskieren. Ein ewiger Spagat und Kompromisse nach der Art der Salamitaktik. Ob wir LSBTI-Menschen und Betroffene jemals in dieser Republik gleichberechtigt anerkannt werden und somit zur Normalität gehören täten, da hege ich so meine Zweifel und befürchte eher Gesellschaftspolitische Rückschritte trotz Bemühungen auf allen Ebenen durch Aktivistinnen und engagierte Menschen. Ich habe das Gefühl, dass es dafür durch andere Probleme nicht die rechte Zeit ist, wirklich in der Sache voran zu kommen. Die große Lösung habe ich aber auch nicht. Da gehören mehrere dazu...

Gruß, Ulrike-Marisa

Vicky_Rose
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 112 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 21. Jan 2016, 14:17

Ich habe das Gefühl, dass es dafür durch andere Probleme nicht die rechte Zeit ist, wirklich in der Sache voran zu kommen. Die große Lösung habe ich aber auch nicht. Da gehören mehrere dazu...
Aus meiner Sicht kann es nicht um "die" Lösung gehen. Geht es nicht eher darum, dass man etwas tut und nicht so sehr was und wie viel ? Viele kleine Schritte von vielen Menschen bewirken vielleicht mehr als ein Paukenschlag einer Institution.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 113 im Thema

Beitrag von Frida » Fr 22. Jan 2016, 11:17

Es tut sich was!

Initiative Sexisten-gegen-Sexismus

http://daserste.ndr.de/extra3/sendungen ... 10696.html

Liebe Grüße, Frida :D

Anke
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 114 im Thema

Beitrag von Anke » Fr 22. Jan 2016, 11:36

Hallo Frida,

vielen Dank! Jetzt bin ich beruhigt, endlich wird alles gut.

Liebe Grüße

Anke
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Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 115 im Thema

Beitrag von Lina » So 24. Jan 2016, 16:57

Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

nein, da kann ich nicht helfen, möchte aber doch eine Info beisteuern:

"Harassmap: Mit Crowdsourcing gegen sexuelle Übergriffe"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... -harassmap


Gruß
Anne-Mette

Die haben aber konkret nichts rescherschiert, was mit unserer Ecke der Welt zu tun hat. (Warum sollten die auch?) Die sind überwiegend in Ländern aktiv, die per Tradition überwiegend muslimisch sind. Es spricht nichts dagegen, dass auch Leute in Nordwesteuropa zusmman mit denen aktiv werden könnten. Ich glaube, sie würden es begrüßen. Es scheint nur nicht, dass viele hier mit denen zusammenarbeiten.

Thea456
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 116 im Thema

Beitrag von Thea456 » Di 26. Jan 2016, 22:57

Bei vielen Beiträgen vermisse ich vor lauter Toleranz Geschrei (weil wir müssen ja ach so tolerant sein) den Blick auf die Realität.
1. Kriegsflüchtlinge und kriminelle Nordafrikaner die nicht abgeschoben werden können aus diversen Gründen sind 2 Paar Schuhe.
2. Vor lauter Toleranz sollte ihr mal nicht vergessen, welches Verhältnis zur Frau im Koran steht, gerade zu ungläubigen Frauen. Was glaubt ihr wie sich ein gläubiger Moslem einer Transfrau Crossdresser ect gegenüber verhalten wird. Und nur weil jemand einen Integrationskurs besucht legt er nicht sein über Jahre erworbenes Gedankengut ab. Oder würde es von euch jemand super finden ab sofort mit Burka rum zu laufen, nur weil man Grad im Iran lebt. Und da Rede ich nur von Kleidung.
Das und einige Dinge mehr sollten sich einige hier mal überlegen bevor sie weiter ihrer Toleranzeuphorie frönen.

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 117 im Thema

Beitrag von Marielle » Di 26. Jan 2016, 23:18

In welchem Verhältnis steht dein Avatar (diese Karikatur einer Frau) zu diesen Ausführungen?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 118 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 26. Jan 2016, 23:20

Moin,

es geht sicherlich nicht um Toleranzgeschrei und auch nicht im Toleranz-Euphorie, sondern um gesellschaftliche Aufgaben.

Die werden sich nicht vom bequemen Sessel aus bewerkstelligen lassen. Wir werden uns einsetzen, ja kämpfen müssen: für unsere Freiheit - aber auch für die Bewältigung der Aufgaben. Leider ist eine Sehnsucht nach einem Schiefgehen bei vielen Menschen weitaus größer als das Gefühl: "das müssten wir eigentlich schaffen, wenn wir uns anstrengen!"
... damit sich eines Tages zeigt: "habe ich euch immer gesagt".

Ein Schiefgehen wird viel schlimmer und dramatischer werden, als wir uns das vorstellen können. Deshalb: "packen wir es an!"

Gruß
Anne-Mette

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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 119 im Thema

Beitrag von Anke » Mi 27. Jan 2016, 07:54

Thea456 hat geschrieben:Bei vielen Beiträgen vermisse ich vor lauter Toleranz Geschrei (weil wir müssen ja ach so tolerant sein) den Blick auf die Realität.
Hallo,

was sollen solche Sätze. Geschrei kann ich hier keines erkennen und Toleranz ist ein Wert, den ich nicht nur dann aus dem Schrank holen kann, wenn es gerade einfach ist. Und ich kann überhaupt nicht verstehen, wie Toleranz und Geschrei zu einem Begriff zusammengefasst werden könnten.

In der Diskussion hilft es auch nicht weiter, ständig bestimmte Ausschnitte aus der Realität ständig zu wiederholen. Es geht doch darum, wie die Realität bewertet und wie am besten damit umgegangen wird.

Die Flüchtlinge stellen unsere Gesellschaft und unsere Werte vor eine große Herausforderung. Einiges was sie mitbringen steht im Widerspruch zu unseren Überzeugungen und der Art wie wir leben. Ich glaube wir wären schlecht beraten und würden vor der Herausforderung kapitulieren, wenn wir in solchen Momenten als erstes unsere Werte über Bord werfen würden.

Toleranz und Akzeptanz sind für mich hohe und wichtige Werte, nicht nur, weil ich sie gerade von anderen selbst erfahre. Würde ich sie aufgeben, dann würde ich mich selbst verraten.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 120 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 27. Jan 2016, 08:27

Toleranz und Akzeptanz sind für mich hohe und wichtige Werte, nicht nur, weil ich sie gerade von anderen selbst erfahre. Würde ich sie aufgeben, dann würde ich mich selbst verraten.
So ist es. Die, die heute schreien, sind gerade die Gegner der Toleranz und anderer Werte, die unsere Gesellschaft sich eigentlich auf die Fahnen geschrieben hat. Heute wird auf Flüchtlinge Jagd gemacht, morgen auf Homosexuelle, Transgender und anderes "Gesochs".

Hatten wir schon einmal und ich möchte es nicht erleben. Die Situation kann verdammt schnell kippen ...

Wir dürfen aber auch nicht die Augen zu machen vor den Missbräuchen und Übergriffen, die es tatsächlich gibt. Aber bitte, dann aber auch bei Menschen, die hier gebürtig sind. Das die Zahl sexueller Übergriffe immer noch überwiegend von deutschen Männern ausgeht, bleibt leider unter dem Tisch. Die Vorfälle von Köln sind geeignet, von dieser Tatsache abzulenken. Wenn man schon schreit "Schutz für deutsche Frauen", dann sollte man auch bei sich selber anfangen. Aber ich habe eher den Eindruck, dass diese Schreier lieber ihre Frauen "schützen" wollen, in dem die Frauen wieder auf ihr "angestammtes" Revier reduziert werden sollen.

Wollen wir das wirklich ?
Viele Grüße
Vicky

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