Die Truhe auf dem Dachboden

Wir haben das Haus von Tante Hedwig bekommen. Eigentlich wollte ich nie ein Haus haben, war in unserer kleinen Wohnung am Stadtrand ganz zufrieden. Aber meine Frau hatte recht, gerade für die Kinder war es dort zu eng; das Zimmer unseres Jüngsten war wenig mehr als eine Nische.

Meine Tante hatte sich eine ebenerdige Wohnung genommen, denn sie war nicht mehr so beweglich und fit, um ein Gebäude mit mehreren Treppen zu bewohnen. Da das Haus abbezahlt war, sollten wir nur die laufenden Kosten bezahlen und Haus und Garten pflegen. Später sollen wir es einmal ganz übernehmen.

Der Umzug war schnell geregelt. Die oberen Räume des Hauses waren schon einige Jahre nicht benutzt worden, so gab es etlichen Renovierungsbedarf, aber da Onkel und Tante in den Jahren zuvor immer etwas ins Gebäude gesteckt hatten, gab es keine richtigen Schäden oder Baumängel. Ich hatte einige Monate zuvor einem Kumpel bei seinem Hausbau geholfen, so wollte er sich bei uns nützlich machen und bot mir an: "ich helfe Dir beim Tapezieren und was sonst noch zu tun ist". Das Angebot nahm ich gerne an. Während wir renovierten und dabei auch noch Unterstützung - mal mehr, überwiegend weniger - von unseren Söhnen hatten, packte meine Frau unsere Habe in Kartons. Da sie handwerklich sehr geschickt ist, zerlegte sie sogar Schränke und Regale, sodass für mich in der alten Wohnung recht wenig an Arbeit übrig blieb.

Wir kamen gut voran und die Arbeit machte sogar Spaß, weil ich nicht alleine war. Wir mussten die alten Tapeten abreißen, neu taperzieren und malen. Einen neuen Bodenbelag durften sich die Kinder für ihre Zimmer aussuchen: Laminat oder Teppichboden. Zu zweit ging das Verlegen sehr schnell.

Fast gleichzeitig waren wir fertig; meine Frau hatte alles eingepackt - und ich hatte fast jeden Tag schon so viel mitgenommen, wie in unseren Anhänger passte. So war der eigentliche Umzug schnell erledigt und kostete wenig Kräfte. Vor Abnahme der Wohnung musste ich dort noch ein wenig renovieren, aber auch das regelte sich besser, als ich gedacht hatte. Ein neuer Mieter wartete schon und wollte möglichst sofort einziehen. Er war sogar bereit, die letzten kleinen Arbeiten für mich zu erledigen, wenn wir ihm die Wohnung sofort überlassen würden. Das haben wir gerne gemacht.

Die Einrichtung der Zimmer im neuen Haus war kein Problem. Bald waren alle damit beschäftigt, sich den eigenen Bereich so zu gestalten, wie es den eigenen Bedürfnissen am nächsten kam. Ich wurde zwar manchmal noch zu Hausmeisterdiensten gerufen, musste hier etwas bohren und da etwas dübeln, aber hatte nicht mehr viel zu tun und konnte mich ein wenig erholen.
Im Keller richtete ich mir eine Werkstatt ein. Inzwischen hatte ich mir fast das ganze Haus recht ausführlich angesehen und war höchst zufrieden mit dem Zustand. Selbst die Ziegel auf dem Dach machten einen sturmfesten Eindruck.
Den Dachboden selbst könnte man vielleicht auch noch nutzen?
Ich stieg die steile Treppe hinauf. Die Isolierung war nicht mehr so ganz der Hit, aber im Geiste sah ich mich schon im Baumarkt, um geeignetes Material zu kaufen. Und wenn man das Gerümpel erst einmal beseitigt hätte, das da oben stand, könnte man sich sogar einen Hobbyraum einrichten. Ein Kleiderschrank beherrschte das Halbdunkel. Er war schon mit seinen drei Türen recht breit, aber da die äußeren Türen offen standen und windschief in den Angeln hingen, wirkte er noch breiter. In der rechten Tür war ein Spiegel eingearbeitet, der allerdings kaum noch seine Funktion erfüllte.
Ich zwängte mich an dem Kleiderschrank vorbei. Weiter hinten in der Ecke befand sich eine alte Wäschetruhe. "Schönes Stück", dachte ich und befühlte die Holzmaserung. Ich hob den schweren Deckel und war eigentlich darauf gefasst, alte Zeitschriften oder allerlei Trödel zu finden, aber es handelte sich um eine Wäschetruhe, die für ihren ursprünglichen Zweck genutzt wurde: nein, es war keine Bettwäsche darin, sondern Anziehsachen - vorwiegend Frauenunterwäsche, aber auch ein paar Röcke und Blusen. Ich griff in den Stapel, überlegte, ob ich einiges als Putzlappen für meine Werkstatt gebrauchen konnte. Die Unterhosen waren sorgfältig gebügelt und zusammengelegt worden - und sie waren in einem guten Zustand, also viel zu schade, um sie als Putzlappen zu benutzen. Ich hielt einen dieser Slips vor meine Nase und roch daran. Der Waschmittelgeruch war noch ganz schwach vorhanden, und nur leicht roch es ein wenig abgestanden nach Dachboden- oder Kellerluft.
Die Unterhosen hatten eine beträchtliche Größe, waren aber nicht Feinripp einfach, sondern von einer teureren Art.
Ich untersuchte die Truhe weiter. Unterhemden - auch sehr schön.
Dan ergriff ich etwas, dass sich zwar auch weich anfühlte, aber einige etwas härtere Bestandteile und sogar Metallösen vorweisen konnte. Ich glaube, meine Frau hatte auch so ein Teil, aber nur eines, weil sie das Tragen recht umständlich fand. "Mieder" sagte sie dazu oder "Body" - wer soll sich schon mit diesen Begriffen auskennen?
Jedenfalls wurde es mir auf einmal ganz anders - meine Gedanken flogen in meine Jugend, erinnerte mich an meine Aktionen unter der Bettdecke. Manchmal sah ich mir vorher die Bilder in den großen Versandhauskatalogen an, wohl gerundete Damen mit großen Brüsten, die in so einem Mieder steckten. Oft habe ich mich gefragt, wie man sich wohl in so einem Teil fühlt. Ich wusste, meine Mutter hatte auch so ein Ding, aber ich hätte mich nie getraut, es anzuzeihen.

Lautes Rufen unten im Haus riss mich aus meinen träumerischen Gedanken. Ich machte den Deckel der Truhe zu und ging hinunter. Es war lautes Geschrei. Einer unserer Söhne hatte die Waschmaschine angestellt, weil er unbedingt seinen Schlafsack für eine bevorstehende Zelttour waschen wollte. Er hatte übersehen, dass der Abflussschlauch noch nicht richtig mit einer Schlachschelle gesichert war. Nun pumpte die Waschmaschine ihren flüssigen Inhalt auf den frisch verlegten Küchenfußboden. Blitzschnell ergriff ich den Schlauch und drückte ihn wieder auf das Anschlussteil. Der Wasserstrom versiegte. Meine Frau schaltete die Maschine endlich aus. Ich holte eine passende Schlauchschelle und zog sie stramm um den Abflussschlauch. "So, alles in Ordnung", verkündigte ich stolz, "halb so schlimm!"
Meine Frau guckte säuerlich, als sie den Rest des Wassers aufwischte: "die Arbeit ist noch nicht gemacht, aber Du treibst dich rum".

Ich fand das etwas kleinlich, aber Umzüge und die Eingewöhnung sind wohl immer etwas stressig. Abends bei einem Glas Wein war alles wieder gut und wir konnten schon wieder über die Situation lachen.

"Es ist Zeit, ins Bett zu gehen, aber erst muss ich unter die Dusche". Meine Frau verschwand und kam nach einiger Zeit zurück, ein Handtuch um die Hüften geknotet. Als sie sich zu mir runterbeugte, fielen ein paar Tropfen aus ihren nassen Haaren und hinterließen Spuren auf meinem T-Shirt.
Auch ich machte mich fertig. Als ich zu ihr ins Bett kroch, waren die Haare trocken; es roch noch ein wenig nach Föhn im Zimmer.
Ich nahm sie in den Arm. Wir schmiegten uns aneinander. Sie streichelte mich und fragte zärtlich: "was möchtest Du?"
"Sag mal", begann ich, "Du hattest doch mal so einen Einteiler, ich glaube, "Body" heißen die, könntest Du den nicht mal im Bett anziehen?"
"Ich bin doch keine Nutte," sagte sie entrüstet, und dann "und außerdem sind die unbequem!" Nun gut, ich bemerkte, dass dieses Thema für diesen Abend nicht so angebracht war und streichelte ihren Rücken. Wir wurden dann doch noch sehr zärtlich.

Ein paar Tage später waren die Ferien endlich vorüber. Meine Frau und die Jungs waren tagsüber wieder unterwegs. Nur ich hatte noch eine Woche frei, weil ich Überstunden abbummeln sollte. Als ich so allein im Haus war, das Frühstücksgeschirr abgeräumt, eine Maschine Wäsche in Gang gesetzt und die Zeitung gelesen hatte, beschritt ich noch eimal unseren Besitz vom Keller bis zum Dachboden. Ich machte mir gedanklich Notizen, was noch erledigt werden müsste und was ich dazu brauchen würde. Ich holte mir sogar einen Zollstock und ging auf den Dachboden, um die Balkenabstände zu messen. Genau schrieb ich alles auf und berechnete, wieviele der Dämmelemente ich benötigen würde. ... und Dampfsperrfolie? und....
Vielleicht sollte ich erst einmal aufräumen. Ich wandte mich nochmals der Truhe zu, öffnete den Deckel und befühlte die einzelnen Wäschestücke. Auf einmal hatte ich ein schlechtes Gewissen, dachte "ich bin doch kein Wäschefetischist und keine Tunte". Ich wollte den Body, den ich gerade in der Hand hielt, schon wieder zurück in die Truhe legen, doch besann mich anders. Warum sollte ich das Teil nicht einmal anziehen? Es war keiner im Haus. Von diesen Sachen wusste auch keiner. Zur Sicherheit schloss ich die Dachbodentür zu; ein Schlüssel steckte. Schließlich wollte ich nicht von meinen Kindern überrascht werden, die manchmal wegen Stundenausfall früher aus der Schule kommen.
Das Türschloss klemmte ein wenig und ich hatte Mühe, den Schlüssel zu drehen, aber es gelang mir schließlich. Zur Sicherheit drückte ich noch einmal die Türklinke. Nein, diese Tür war verschlossen.

Ich ging zur Truhe und zog mich aus. Wie schön, dass es warm war. Ich betrachtete den Body. Unten im Schritt war ein Verschluss mit lauter Haken, aber man konnte wohl von oben hineinsteigen. Das versuchte ich. Ein wenig umständlich, aber schließlich hatte ich das Teil an. Es hatte bestimmt meiner Tante gehört, die recht beleibt war; denn es war etwas weit, besonders oben herum, wo ein BH eingearbeitet war. Stimmt, sie hatte eine sehr üppige Oberweite gehabt. Ich erinnerte mich plötzlich, dass ich ihr, als ich im jungendlichen Alter war, immer versuchte, in die Bluse zu gucken, denn die Mädchen, die ich kannte, waren natürlich nicht so üppig. Wenn ich mal einen Blick von ihren riesigen Brüsten erhaschen konnte, erregte mich das sehr.

Da mein Körper keine Rundungen hatte, die den BH ausfüllen konnten, sah das etwas albern aus, wie mein Blick in den halbblinden Spiegel erahnen ließ. Unten rum gefiel mir das Teil sehr gut und ich spürte eine leichte Erregung. Ich wandte mich nochmals der Truhe zu und nahm zwei Schlüpfer, die ich in die Körbchen steckte. Das reichte noch nicht. Um sie ganz auszufüllen, musste ich drei der recht großen  Baumwollschlüfer für jedes Körbchen zusammenknüllen.

Das gefiel mir schon besser. Mal sehen, was die Truhe noch bereithielt. Es war ein Rock darin, den ich anprobierte. Er war recht weit, war ohne Knopf, sondern mit Gummizug. Ich fand auch eine Bluse in der Truhe, auch die passte nur so leidlich. Ich blickte wieder in den Spiegel. Naja, so richtig stimmig war das nicht, aber trotzdem irgendwie erregend; ein lustiges Gefühl keine Hose, sondern einen Rock an zu haben, der den Beinen so ein angenehmes Gefühl der Freiheit erlaubte. Mit passenden Sachen wäre das sicher noch schöner.

Gut - ich gab mir einen Ruck. Ich zog die Sachen aus und meine wieder an. Ich guckte auf die Uhr. Wenn ich mich beeilen würde, könnte ich noch zum Baumarkt und gucken, wie teuer die Isolierung werden würde. Außerdem wollte ich noch die Wäsche aufhängen und Mittag für die Kinder bereiten. Na gut, den Baumarkt musste ich wohl doch erst einmal verschieben.

Ich begann mit der Wäsche. Hatte ich bisher alles immer recht zweckmäßig ohne große Gefühle auf den Wäscheständer gehängt, nahm ich nun die Unterwäsche meiner Frau nachdenklich und länger in die Hand, viel länger als es eigentlich zum ordentlichen Aufhängen nötig war. Die Größe würde mir schon eher passen. Meine Frau war fast so groß wie ich und zwar nicht dick, aber recht kräftig. Das würde - das müsste besser passen! Ich suchte die kleinen Schilder mit den Größenangaben. Einige hatten Größe 42, andere 44. Ich konzentriert mich, um den Rest aufzuhängen; dann war schon Zeit, das Mittagessen zu kochen. Die Kinder kamen pünktlich und hatten ausnahmsweise viel zu erzählen. Trotzdem schweiften meine Gedanken immer wieder ab...

Zum Kaffee war dann auch meine Frau da. Zusammen fuhren wir in den Baumarkt, weil sie für den Garten auch noch etwas brauchte. Wir kauften wieder viel mehr, als wir eigentlich vorgehabt hatten. Nach zwei Stunden waren wir endlich auf der Rückfahrt. "Schau mal. da ist der Second-Hand-Laden, von dem ich Dir erzählt habe". Sie winkte aufgeregt mit den Armen, dass ich die Richtung nur schwer erahnen konnte, aber entdeckte das Firmenschild dann doch. Es waren sogar Parkplätze frei vor dem Laden. Ich setzte den Blinker, schlug einen großen Bogen und kam direkt vor dem kleinen Schaufenster zum Stehen. Naja, so doll sah das von außen nicht aus. "Es dauert nicht lange", sagte meine Frau, "oder willst Du mit rein?" Das war eigentlich bisher immer eine Frage gewesen, die sich von selbst beantwortete und ich hatte mich schon mehrmals gewundert, dass sie diese Frage immer wieder aufs Neue stellte, wenn es um Schuhgeschäfte oder Bekleidungsläden ging. Meistens lehnte ich mich jedoch im Auto zurück und las Zeitungen, bis sie zurück kam.

Heute hatte ich keine Zeitung dabei und sagte - zu ihrer wie zu meiner eigenen Überraschung: "ja, ich komme mit!"
Machte der Laden von außen einen kleinen und unscheinbaren Eindruck, so war er doch drinnen sehr geräumig und geschmackvoll eingerichtet. Es roch gut und gepflegte Damen mittleren Alters bemühten sich um die Kunden.
Ich überblickte das Angebot. Außer Unterwäsche gab es fast alles. Der Vorrat an Frauenkleidung war beträchtlich größer als die Sachen, die in der Männerecke auf Kundschaft warteten.
"Ich suche einen Sommerrock", sagte meine Frau, "Du kannst ja auch mal gucken, ob Du etwas in Größe 42 oder 44 findest, einen Jeansrock vielleicht?" Ich guckte fragend, wandte mich dann aber doch einem der Kleidungsständer zu. Alle Röcke machten einen gepflegten Eindruck. Es dauerte nicht lange und ich hatte ein - wie mir schien - passendes Exemplar gefunden. 9 Euro sollte er laut Preisschild kosten. Ich zeigte ihn meiner Frau, die aber auch schon ein paar Kleidungsstücke unter dem Arm hatte. "Den Rock müsstest Du mir kaufen", sagte sie, mein Geld reicht gerade für die Sachen, die ich hier habe. Du darfst ihn dann aber auch einmal anziehen". ... und lachte dabei. "Wenn Du wüsstest", dachte ich, sagte aber nichts. Wir bezahlten und fuhren los.

Wir hatten mir dem Ausräumen der Baumarktsachen zu tun, sodass ich den ganzen Nachmittag nicht an die Anziehsachen dachte. Abends saß ich an meinem kleinen Schreibtisch und studierte etwas im Internet, als meine Frau kam. Sie wollte mir die neu erworbenen Sachen vorführen. Der geblümte Rock, den sie sich selbst ausgesucht hatte, passte wirklich gut, der Jeansrock, den ich ihr gekauft hatte, dagegen leider nicht. Er war ihr zu weit. "Wir können ihn umtauschen", sagte sie. "Nein, ich probiere ihn mal", entgegnete ich, "schließlich hast Du gesagt, ich könnte ihn auch mal anziehen". Ich zwängte mich aus meiner Hose und schlüpfte in den Rock. "Passt, wackelt und hat Luft", sagte ich, um mit diesem unter meinen Kollegen beliebten Spruch meine Verlegenheit zu überspielen.
Meine Frau guckte - nein nicht entsetzt! "Steht Dir sogar", sagte sie, "dreh Dich mal - Du hast doch schöne Beine, sieht fast aus wie eine kurze Hose". "Schönes Gefühl", sagte ich, "stört es Dich nicht?" "Nein", sagte sie, "ist doch hier bei uns zu Hause, warum soll mich das stören, Du bleibst doch Du, ob Du nun einen Rock an hast oder nicht!"

(wird fortgesetzt)

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